DE2515609A1 - Verfahren und einrichtung zum auswaehlen und vorlegen von schussfaeden und zur verminderung des abfalls an schuetzenlosen webmaschinen - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum auswaehlen und vorlegen von schussfaeden und zur verminderung des abfalls an schuetzenlosen webmaschinenInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden und zur Verminderung des Abfalls an schützenlosen Webmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden und zur Verminderung des Abfalls an schützenlosen Webmaschinen.
- Bei schützenlosen Webmaschinen werden die einzutragenden Schußfäden vor dem Erfassen durch den meist linksseitig an der Maschine angeordneten Greifer (Geber) von der Fangleiste an der Gewebekante gehalten. Die Schußfäden laufen von dort jeweils durch eine Hinreichnadel über eine Fadenbremse zur Spule. Somit stehen die verschiedenfarbigen und/oder verschiedenstarken Fäden ständig mit der Fangleiste in Verbindung und laufen, falls sie nicht erneut eingetragen werden, später mit der Fangleiste mit bis zum abgeschnittenen Abfall. Um den Schußfaden durch den Greifer richtig erfassen zu können, w rd die Ilinreichnadel des betreffenden Fadens zur Greiferbahn abgesenkt und dadurch der Faden dem Greifer vorgelegt. Das Erfassen des Fadens und sein Einklemmen erfolgt in an sich bekannter Weise mittels Steuerhebel, die auf den Klemmhebel am Greifer einwirken. Nach Erfassen des Fadens durch den linken Greifer wird das von der Greiferklemme zur Fangleiste verlaufende Stück des eingetragenen Schußfadens so abgeschnitten, daß das Fadenende etwa 1 bis 2 cm über die Greiferklemme übersteht.
- Das mit der Fangleiste zusammenhängende Fadenstück ist Abfall.
- In Gewebeabzugsrichtung wird die Fangleiste vom eigentlichen Gewebe abgetrennt und über eine Abzugseinrichtung in einen Abfallbehälter befördert oder auf eine eigens dafür vorgesehene Trommel aufgewickelt.
- Der Gesamtabfall der linken Seite setzt sich demnach zusammen aus den bereits erwähnten Schußfadenenden und dem in die Fangleiste eingebundenen Schußfadenstück sowie dem Kettmaterial der Fangleiste.
- Als besonderer Vorteil beim Schußfadeneintrag wird betrachtet, daß der einzutragende Faden zwischen übergebendem Greifer und Blatt verlauft, wobei er den Greifer stets gegen das Webblatt zieht. Nach dem Schußeintrag wird der Schußfaden vom Blatt angeschlagen und durch Fachwechsel eingebunden. Dabei bleibt der Schußfaden an der iken Gewebekante mit der Hinreich-Einrichtung und der Spule verbunden. An der der Spule abgewandten, meist rechten Gewebeseite verläuft der eingetragene Schußfaden von der eigentlichen späteren Gewebekante zur Fangleiste, von welcher er bis zum Fachschluß gespannt gehalten wird und ragt aus dieser um einige Zentinieter frei heraus. Der Abfall auf der rechten Seite umfaßt also eine Schußfadenlänge von der Breite der Fangleiste und dem aus der Fangleiste hervorstehendem Fadenende sowie die Fangleistenfäden.
- Im wesentlichen dieselben Vorgänge spielen sich ab, wenn der Faden nicht in der Webfachmftte vom Geber auf den Nehmer übergeht, sondern auch dann, wenn ein Greifer durch das ganze Webfach hindurch spulenseitig den Faden ergreift und in einer einzigen Durchzugbewegung in das Webfach einträgt.
- Bei dem bekannten Verfahren ist nachteilig, daß zum Halten der Schußfadenschar eine besondere Fangleiste mit eigenen Kettfäden erforderlich ist.
- Weiter erfordert das Bilden des Faches für die Fanglefste, das Abtrennen und Aufwickeln der abgetrennten Fangleiste einen hohen Aufwand. Besonders nachteilig ist jedoch, daß wegen der Fangleiste ein erheblicher Verlust an Schußfadenmaterial und Kettfadenm ater ial unumgehbar ist Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden und zur Verminderung des Abfalls durch Vermeidung einer besonderen Fangleiste zu schaffen, wobei der bewährte Schußeintrag mittels Stangengreifer und blatts eitig eingetragenem Schußfaden beibehalten werden soll.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß freie Enden der von den Spulen kommenden Schußfäden gebildet sind und Unterdruck-unterstützt in Kanälen in Bereitschaft gehalten sind, daß bei Auswahl eines Fadens dieser in eine Stellung geblasen wird, die quer zur Bahn eines Schußfadeneintragorgans, z. B. eines Greifers, verläuft, daß das Fadenende vom Eintragorgan erfaßt und in an sich bekannter Weise in das Webfach eingetragen wird, daß nach Eintrag der nötigen Schußfadenlänge der Schußfaden spulenseitig eingeklemmt und abgeschnitten wird, und daß das abgeschnittene, mit der Spule verbundene Schußfadenende in seinen Kanal zurückgeblasen wird.
- Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine spulenseitige Fadenklemme direkt am Blatt angeordnet ist, so daß ein sauberes und kurzes Abschneiden des Fadens ermöglichst wird. Somit ist der Abfall an der Gewebekante auf ein Mindestmaß reduziert und eine besondere Fangleiste überflüssig.
- Das Verfahren eignet sich nicht nur für Greiferwebmaschinen (Stangengreifer oder Bandgreifer), sondern auch für die Verwendung von Greiferschützen oder zum Füllen von Schützen für Wellenfachwebmaschinen.
- Zur weiteren Verminderung des Abfalls auf dem den Spulen abgewandten Geweberand kann kurz vor Austritt des nehmenden Greifers aus dem Fachende eine meist links vom Webblatt angeordnete, spulenseitige Fadenklemme geschlossen werden und gleichzeitig am nehmenden Greifer der Klemmhebel so weit angehoben werden, daß die bisher feste Klemmung durch eine mit geringerer Kraft wirkende Bremseinrichtung ersetzt wird. Dadurch wird das im Nehmer hängende Fadenende bis auf einen kurzen Rest aus dem Greifer ausgeschlauft. Durch dieses Verfahren wird in Verbindung mit dem o. a. erfindungsgemäßen Verfahren auf der Spulenseite erreicht, daß auf beiden Gewebeseiten nur etwa 1 cm lange Schußfadenenden borstenartig überstehen. Diese können mittels bekannter Einlegeapparate eingelegt werden und somit eine verstärkte Gewebekante bilden.
- Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch eine Einrichtung zur Übergabe des freien Endes eines von einer Spule abgezogenen Fadens an den Greifer ermöglicht, die das Fadenende in bezug auf den Greifer exakt positioniert, so daß das am Greifer überstehende Fadenende stets eine gleichbleibende minimale Länge aufweist.
- Hierzu sind die von einer Spule abgezogenen freien Schußfadenenden mittels Saugdüsen in Kanälen gehalten und jedem Kanal ist mindestens eine Blasdüse zugeordnet, die das Fadenende mittels einer Führungseinrichtung einem Greifer vorlegt.
- Während bei bekannten Hinr eicheinrichtungen für Schußfäd en Heb elm echanis -men vorgesehen sind, gelangen beim Gegenstand der Erfindung pneumatische Einrichtungen, die aus Druckluft betätigten Saugdüsen und Blasdüsen bestehen, zum Einsatz. Da das Fadenende auf seinem Weg von der Ruhestellung im Kanal zur Ruhestellung in genau definierter Lage zum Greifer ständig unter Einwirkung pneumatischer Kräfte steht, findet eine genau definierte Bewegung statt. Auch die beiden Ruhestellungen werden durch pneumatische Kraftwirkungen und/oder durch pneumatisch betätigte Klemmen unterstützt.
- Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird jedes Schußfadenende nach erfolgtem Schußeintrag mittels parallel zu seinem Fadenkanal wirkender Blasdüsen in seinen Kanal zurückgeführt und ausgerichtet. Da mehrere Schußfäden zur Verfügung stehen, hat notwendigerweise jedes Schußfadenende einen eigenen Kanal, der gegenüber den anderen Kanälen so abgeschirmt ist, daß ein in einem Kanal liegendes Schußfadenende durch die Wirkung der in den benachbarten Kanälen strömenden Luft nicht beeinflußt wird. Gegen die Schwerkraftwirkung wird jeder Schußfaden mittels einer in der Wandung des Kanals befindlichen Saugdüse gehalten.
- Erfindungsgemäß ist es weiter vorteilhaft, wenn Blasdüsen vorhanden sind, die in Richtung der Wandungen der Führungseinrichtung wirken. Die Bahn des freien Endes des Schußfadens wird somit einerseits von der geometrischen Gestalt der Führungseinrichtung und andererseits von den durch die Blasdüse erzeugten Kraftvektoren gebildet. Hat die Spitze des Schußfadens die Führungseinrichtung verlassen, so werden im Gehäuse der Führungseinrichtung angeordnete Blasdüsen wirksam, die den aus dem Gehäuse herausragenden Teil des Schußfadens an seinen Bestimmungsort in einer quer zur Klemmvorrichtung des Greifers verlaufenden Bahn bringen. Sollten die Spitzen des Schußfadens bei dieser Art der Stabilisierung flattern, so kann erfindungsgemäß eine Saugdüse oder eine steuerbare Fadenklemme vorgesehen sein, die die dem Greifer vorgelegte Schußfadenspitze ausrichtet.
- Hierdurch wird eine sichere Positionierung und Stabilisierung der Schußfadenspitze erreicht.
- Konstruktiv ist die erfindungsgemäße Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden so gestaltet, daß ein Gehäuse an der einem Greifer zugewandten Wandung einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz aufweist, der sich im Gehäuse quer zur Längsrichtung erweitert, daß die dem Schlitz gegenüberliegende Innenwandung des Gehäuses mehrere F ad enkanäle aufweist, die in Richtung der Achse des Schlitzes verlaufen und daß sich am spulenseitigen Ende des Gehäuses Einführkanäle für die Schußfäden in der Gehäusewandung befinden.
- In vorteilhafter Weiterbildung erstreckt sich der in Längsrichtung des Gehäuses verlaufende Schlitz über die Kante des Gehäuses und setzt sich auf der dem Webblatt zugewandten Seite des Gehäuses fort. Hierdurch kann der Schußfaden in schräger Richtung aus der Hinreicheinrichtung frei abgezogen werden.
- Vorteilhaft ist erfindungsgemäß ferner, wenn zwischen den Schußfadenkanälen Lamellen angeordnet sind, die parallel zu dem dem Greifer zugewandten Längsschlitz verlaufen und die freien Ränder der Lamellen zusammen mit der sich erweiternden Wandung des Schlitzes einen Spalt gleicher Breite freigeben. Die Lamellen schirmen die Kanäle untereinander ab und sorgen dafür, daß auf jeden Schußfaden nur die durch Steuersignale verursachten Kraftwirkungen der Blas- und Saugdüsen übertragen werden.
- In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist quer zu den Schußfadenkanälen in Nähe der Einführkanäle ein Rohr angeordnet, das bei Betätigung einer in Wirkungslinie seitlich von ihm in der Wandung eines jeden Fadenkanals liegenden Blasdüse zur Umlenkung und zum Vorlegen des Fadens in Richtung auf den Greifer dient und seinerseits Blasdüsen aufweist, die in Richtung auf den Längsschlitz angeordnet sind und die aus dem Gehäuse herausragende Fadenspitze in Richtung auf den Greifer ausrichten.
- Erfindungsgemäß ist es ferner vorteilhaft, wenn Blasdüsen vorhanden sind, deren Wirkungsrichtung parallel zu den schrägen Wandungen des sich erweiternden Schlitzes verlaufen. Hierdurch werden die aus den Kanälen herausgeblasenen und von den Lamellen freigegebenen Fadenspitzen gezielt in Richtung auf den Schlitz bewegt.
- In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung befindet sich spulenseitig vor dem mit Kanälen versehenen Gehäuse eine Klemmeinrichtung, die gesteuert sämtliche Schußfäden klemmt oder freigibt.
- Zur Erzielung einer straffen Ausrichtung der ausgewählten und vorgelegten Schußfadenspitze gegenüber dem Greifer kann die Fadenspitze auch mittels einer steuerbaren Fadenklemme gehalten sein.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus den Figuren, die nachfolgend beschrieben sind.
- Es zeigen: Fig. 1 eine zum Stand der Technik gehörende Fadenhinreicheinrichtung in prinzipieller Darstellung, Fig. 2 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Auswählen und Hinreichen von Schußfäden in Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt durch die Schußfadenwähl- und Vorlageeinrichtung gemäß Fig. 2, Fig. 4 das Vorlegen eines Schußfadenendes vor einen Greifer in Draufsicht, Fig. 5 das Vorlegen eines Schußfadens vor einen Greifer in Schußeintragrichtung gesehen 8eitlicher Ansicht, Fig. 6 das Erfassen eines Schußfadenendes durch den Greifer und Fig. 7 das Einziehen eines Schußfadens in ein Fach.
- Fig. 1 zeigt eine Fadenhinreicheinrichtung 100 bekannter Bauart. Die einzutragenden Schußfäden 102 bis 108 werden vor dem Erfassen durch den als Geber ausgebildeten linken Greifer 110 von einer Fangleiste 112 an der Kante des Gewebes 114 gehalten. Sie laufen von dort jeweils durch eine Hinreichnadel 116 über eine nicht gezeigte Fadenbremse zu einer ebenfalls nicht gezeigten Spule. Alle verschiedenfarbigen oder verschieden starken Fäden 102 bis 108 stehen also dauernd mit der Fangleiste 112 in Verbindung und laufen später mit der Fangleiste 112 bis zum abgeschnittenen Abfall 118.
- Um den Schußfaden 108 durch den Greifer 110 richtig erfassen zu können, wird die betreffende Hinreichnadel 116 zur Greiferbahn in die gestrichelt gezeichnete Lage abgesenkt unddadurch der Faden 108'(ebenfalls gestrichelt gezeigt) dem Greifer vorgelegt. Das Erfassen des Fadens und sein Einklemmen erfolgt in an sich bekannter Weise durch nicht gezeigte Steuerhebel, die auf am Greifer befindliche Klemmhebel 120 einwirken. Nach Erfassen des Fadens 108 durch den Greifer 110 wird das von der Greiferklemme 120 zur Fangleiste 112 verlaufende Fadenstück 108' abgeschnitten, kurz bevor der Greifer 110 in das Webfach eintritt. Die Schnittstelle ist mit 122 bezeichnet.
- Der Schnitt erfolgt etwa 1 cm außerhalb der Greiferklemme; das Fadenende steht also etwa 1 cm über die Greiferklemme 120 über.
- Wie aus Fig. 1 deutlich zu ersehen ist, wird die Fangleiste 118 mittels einer Trenneinrichtung 124 abgetrennt. Die links von der Trenneinrichtung befindliche Fangleiste mit ihren Kettfäden und ihren Schußfadenteilen, die unterschiedlich weit aus ihr hervorstehen, ist Abfall.
- Zur Vermeidung einer Fangleiste und des damit verbundenen Abfalls dient die erfindungsgemäße Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden vor einen Greifer, die nachfolgend beschrieben ist.
- In Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Einrichtung 2 zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden 12 in geschnittener Draufsicht dargestellt, wobei sich die Schnittebene in derSymmetrieachse der Einrichtung befindet. Schematisch angedeutet sind ein Webblatt 4, eine Randfadenklemme 6, eine Schere 8 und ein im Ausführungsbeispiel von links kommender Greifer 10, der den Schußfaden 12 erfassen soll.
- Die Einrichtung 2 besteht aus einem Gehäuse 14 und weist an ihrer dem Greifer 10 zugewandten Wandung einen Längsschlitz 1 8 auf, der deutlich in Fig. 3 zu erkennen ist. Dieser Schlitz setzt sich über die Kante 20 des Gehäuses 14 fort und bildet hier eine dem Webblatt zugewandte geöffnete Seite 22. Längsschlitz 18 bildet im Gehäuse einen Spalt 24 konstanter Breite und erweitert sich dann mit schräg zueinander angeordneten Wandungen 26, 28 bis zu einer Innenwand 30. Diese Innenwand weist im Ausführungsbeispiel acht Kanäle 32 mit im Querschnitt gekrümmter Wandung 34 auf. Jeder Kanal steht mit einer Saugdüse 36 und mit einer Blasdüse 38 in Verbindung. Die Öffnungen der Saugdüsen 36 in der Wandung 34 des Kanals 32 sind mit einem feinmaschigen Sieb 37 abgedeckt. Die Kanäle 32 enden linksseitig in leicht schräg verlaufenden Einführkanälen 40. Links von der Einrichtung 2 läuft der Schußfaden zu einer nicht gezeigten Spule. Zwischen Einrichtung 2 und Spule befindet sich auch eine Fadenklemme 66, die gesteuert sämtliche acht Fäden klemmen oder freigeben kann.
- In der Wandung 16 des Gehäuses 14 ist für jeden Kanal 32 eine weitere Blasdüse 42 angeordnet, deren Wirkungslinie parallel zu den Kanälen 32 verläuft.
- An dieser Wandung befindet sich auch ein Rohr 44, das Blasdüsen 46 aufweist, die auf den Schlitz 18 gerichtet sind. Hierzu ist das Rohr 4s einseitig mit einem Stopfen 48 verschlossen.
- Das Rohr 44 verläuft quer zu den Schußfadenkanälen 32. Zwischen diesen Kanälen sind Stege 50 angeordnet, die in Richtung auf den Schlitz 18 Lamellen 52 unterschiedlicher Länge tragen. Der untere Rand 54 der Lamellen 52 ragt jeweils so weit zu den Wandungen 26, 28, daß ein Spalt 56 konstanter Breite zwischen einer theoretischen Verbindungslinie der Ränder 54 und den Wandungen 26, 28 gebildet ist. Zur offenen Seite 22 des Gehäuses 14 hin sind die Lamellen 52 abgerundet. In Richtung der Wandungen befinden sich Blasdüsen 60, 62 im Gehäuse 14, die in Fig. 3 zu erkennen sind Aus Fig. 2 geht ferner hervor. daß auf der der Einrichtung 2 abgewandten Seite des Greifers 10 eine Saugdüse 58 angeordnet ist. Alternativ dazu ist in den Fig. 4 bis 7 eine Fadenklemme 64 gezeigt, die in bezug auf das Ende des Schußfadens 12 eine ähnliche Funktion ausführt wie Saugdüse 58.
- Im folgenden wird die Wirkungsweise der Einrichtung 2 zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden beschrieben: Sobald die Webmaschine und nicht gezeigte pneumatische Ililfseinrichtungen (z. B. Pumpe, Druckkessel, Unterdruckbehälter) eingeschaltet sind, entsteht an den Saugdüsen 36 ein leichter, stetiger Sog. Anschließend werden die Schußfäden 12 mittels einer Einziehnadel in die Kanäle 32 der Einrichtung 2 eingeführt und von den Saugdüsen 36 ihres Kanals gegen das Drahtsieb 37 gezogen und gehalten. Zur Ausrichtung der Schußfäden 12 in (len Kanälen 32 dienen auch die Blasdüsen 42, deren Wirkungslinien parallel zu den Kanälen 32 verlaufen. Soll nun das Ende eines der Schußfäden 12 dem Greifer 10 zugeführt werden, so wird die diesem Schußfaden zugeordnete Blasdüse 38 gesteuert betätigt, wodurch ein Schußfaden 12 aus dem Kanal 32 herausgedrückt und um den Mantel 45 des Rohres 44 umgelenkt wird. Sofort beim Verlassen der Lamellen 52 und Eintritt in den Spalt 56 gelangt das Schußfadenende 12 unter den Einfluß einer der schräg gerichteten Blasdüsen 60 bzw. 62 und verläßt über Wandung 26 oder 28 den Schlitz 18, wie in Fig.
- 2 angedeutet ist. Bei Verlassen dieses Schlitzes werden die Blasdüsen 46 wirksam und halten den Schußfaden 12 exakt und straff in der in Fig. 2 gestrichelt gezeichneten Lage, die auch in Fig. 4 gezeigt ist. Hier hat zusätzlich eine Fadenklemme 64 den Schußfaden 12 erfaßt. Eine Fig. 4 entsprechende, geschnittene Seitenansicht ist in Fig. 5 gezeigt, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
- Sobald der Schußfaden 12 dem Greifer 10 vorgelegt ist, wird in bekannter Weise eine gesteuerte Greiferklemme 68 geschlossen (Fig. 6), der Greifer wird nun ins geöffnete Fach 72 bewegt, wobei der schräg aus der Einrichung 2 herauslaufende Schußfaden 12 ihn mit einem Führungsstück 70 gegen das Webblatt 4 zieht. Aus den Fig. 4 bis 7 ist deutlich zu erkennen» daß nur ein ganz geringes Schußfadenstück aus der Klemme 68 des Greifers 10 hervorragt. In Fortsetzung des in den Fig. 4 bis 7 gezeigten Verfahrens übergibt nun (nicht gezeigt) der Greifer 10 in der Fachmitte den Schußfaden 12 an einen nehmenden Greifer. Kurz bevor dieser das Fach verläßt» wird der Schußfaden mittels der Randfadenklemme 6 geklemmt und der Klemmhebel am nehmenden Greifer soweit angehoben, daß die feste Klemmung durch eine mit geringerer Kraft wirkende Bremseinrichtung ersetzt wird. Dadurch wird das im nehmenden Greifer hängende Fadenende bis auf einen kurzen Rest aus dem Greifer ausgeschlauft. Anschließend wird der mittels der Randfadenklemme 6 geklemmte Schußfaden mit der Schere 8 abgeschnitten.
- Nach oder noch während der Klemmung des eingetragenen Schußfadens wird dieser in bekannter Weise durch das Webblatt 4 angeschlagen. Das mittels der Schere abgetrennte und mit der Vorratsspule verbundene Fadenende wird mittels eines aus Blasdüse 42 kommenden Druckluftstoßes in seinen Kanal 32 zurückbefördert und gelangt wieder in den Wirkungsbereich seiner Saugdüse 36, die es im Kanal 32 bis zur erneuten Auswahl festhält.
- Während dieser Ausrichtung durch den längsgerichteten Druckluftstoß können alle Schußfäden 12 durch eine in Fadenlaufrichtung vor der Einrichtung 2 angebrachte, zentral gesteuerte Klemme 66, die mechanisch oder pneumatisch betätigbar ist, festgehalten werden. Diese Klemme 66 wird immer dann geöffnet, wenn ein Schußfaden 12 in das Fach eingetragen wird. Reicht beim Vorlegen des Schußfadens (Fig. 4 und 5) die Straffung des Schußfadens 12 durch die Blasdüsen 46 im Anwendungsfall nicht aus, oder wird der Luftstrahl aus diesen Düsen durch die Greiferklemme 68 abgelenkt, dann ist es vorteilhaft, wenn der Schußfaden 12 quer über die Greiferbahn in eine Saugdüse 58 (Fig. 1) geblasen wird, die ihn durch Unterdruckwirkung gestrafft hält. Die Blasdüsen 46 werden abgeschaltet, bevor die Greiferspitze bei der Vorwärtsbewegung des Greifers den Schußfaden 12 berührt. Anstelle der Saugdüse 58 kann auch eine Fadenklemme 64 (Fig. 4, 5 und 6) vorgesehen sein.
- Von den pneumatischen Einrichtungen sind nur die Saugdüsen 36 und 3ü ständig in Betrieb. Die Blasdüsen werden gesteuert. Blasdüse 38 wird dann kurzzeitig betätigt, wenn ein bestimmter Schußfaden 12 dem Greifer 10 vorgelegt werden soll. Mit einem kurzen Druckluftstoß dieser Düse verläßt das Schußfadenende 12 den Kanal 32, wird um den Mantel 4t des Rohres 44 umgelenkt und läuft entlang einer der Wandungen 26 oder 28 zum Schlitz 18, wobei Düsen 60. 62 gesteuert betätigt werden. Kurz zuvor werden auch die Blasdüsen 46 betätigt, die die Schußfadenspitze dem Greifer 10 zuführen. Hat der Greifer 10 das Fadenende 12 erfaßt, so werden die Blasdüsen 38, 60, 62 und 46 abgeschaltet. Nach erfolgtem Schußfadeneintrag wird der Schußfaden mittels der Schere 8 abgeschnitten. Nun erfolgt eine mehr oder minder lange Betätigung der Blasdüse 42, wodurch der Schußfaden 12 in seinen Kanal 32 gelangt und dort ausgerichtet wird. Für jeden Kanal 32 ist eine Blasdüse 42 vorhanden, wie auch für jeden Kanal 32 eine die Bohrungswandung des Kanals durchstoßende Blasdüse 38 vorhanden ist. Damit eine Auswahl der Schußfäden stattfinden kann, ist jede der vorgenannten Düsen einzeln steuerbar.
Claims (12)
1. Verfahren zum Auswählen und Vorlegen von Schußfaden und zur Verminderung
des spulenseitigen Abfalls an schützenlosen Webmaschillen, dadurch gekennzeichnet,
daß freie Enden der von den Spulen kommenden Schuffa'den gebildet sind und Unterdruck-unterstützt
in Kanälen in Bereitschaft gehalten sind, daß bei Auswahl eines Fadens dieser in
eine Stellung geblasen wird, die quer zur Bahn eines Schußfadeneintragorgans, z.
B. eines Greifers, verläuft, daß das Fadenende vom Eintragorgan erfaßt und in an
sich bekannter Weise in das Webfach eingetragen wird, daß nach Eintrag der nötigen
Schußfadenlänge der Schußfaden spulenseitig eingeklemmt und abgeschnitten wird,
und daß das abgeschnittene, mit der Spule verbundene Schußfadenende in seinen Kanal
zurückgeblasen wird.
2. Einrichtung zum Auswählen und Vorlegen eines von einer Spule abgezogenen
Schußfadens an Schußfadeneintragorgane, wie Greifer, Greiferschützen oder zum Füllen
für Schützen für Wellenfachwebmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß freie Schußfadenenden
(12) mittels Saugdüsen (36) in Kanälen (32) gehalten sind und daß jedem Kanal (32)
mindestens eine Blasdüse (38) zugeordnet ist, die das Fadenende (12) mittels einer
Führurgseinrichtung (24, 26, 28) dem Eintragorgan (10) vorlegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel
zu den Fadenkanälen (32) wirkende Blasdüsen (42) vorhanden sind, die die mittels
einer Schere (8) abgetrennten Schußfadenenden wieder gegen die Wandung (34) der
Fadenkanäle (32) andrücken und in den Kanälen (32) ausrichten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Blasdüsen
(60, 62) vorhanden sind, die in Richtung der Wandungen (26, 28) der Führungseinrichtung
wirken.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Blasdüsen (46),
die in Richtung der aus dem Schlitz (18) der Führungseinrichtung herausragenen Schußfadenspitze
wirken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Saugdüse (58) vorhanden ist, die die dem Greifer (10) vorgelegte Schußfad enspitze
ansaugt und ausrichtet.
7, Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis £, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Gehäuse (14) an der einem Greifer zugewandten Wandung (16) einen in Längsrichtung
des Gehäuses verlaufenden Schlitz (18) aufweist, der sich im Gehäuse quer zur Längsrichtung
(26, 28) erweitert, daß die dem Schlitz (18) gegenüberliegende Innenv.andung (30)
des Gehäuses mehrere Fadenkanäle (32) aufweist, die in Richtung der Achse des Schlitzes
(t d<) verlaufen und daß sich am spulenseitigen Ende des Gehäuses Einführkan&le
(40) für die Schußfäden (12) in der Gehäusewandung befinden.
8. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der in Lägsrichtung des Gehäuses verlaufende Schlitz (18) sich über die Karte (20)
des Gehäuses (14) auf der dem Webblatt (4) zugewandten Seite for ts2tzt.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zur gegenseitigen Abschirmung der Schußfadenkanäle zwischen den Schußkanälen (32)
Lamellen (5.2) angeordnet sind, die parallel zu dem dem Greifer (10) zugewandten
Längsschlitz (18) verlaufen und deren freie Ränder (54) zusammen mit den sich erweiternden
Vandungen (26, 28) des Schlitzes einen Spalt (o6) gleicher Breite freigeben.
10. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
quer zu den Schußfadenkanälen (32) in Nähe der Einführkanäle ein Rohr 44) an.
geordnet ist, das bei Betätigung der in Wirkungslinie seitlich von
ihm liegenden Blasdüse (38) eines jeden Fadenkanals (32) zur Umlenkung des
Fadens
dient und seinerseits Blasdüsen (46) aufweist, die in Richtung auf den Längsschlitz
(18) angeordnet sind und die aus dem Gehäuse herausragende Fadenspitze in Richtung
auf den Greifer (10) ausrichten.
11. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sich vor den Einführkanälen (40) eine Klemmeinrichtung (66) befindet, die gesteuert
sämtliche Schußfäden klemmt oder freigibt.
12. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 11, dadurch geVennzeich et,
dak die aus dem Gehäuse (14) herausragende Fadenspitze beim Vorlea«en vor den Greifer
(10) mittels einer Fadenklemme (64) gehalten ist.
Leerseite
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752515609 DE2515609C3 (de) | 1975-04-10 | Vorrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden an Schußfadeneintragorgane, z.B. einen Greifer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752515609 DE2515609C3 (de) | 1975-04-10 | Vorrichtung zum Auswählen und Vorlegen von Schußfäden an Schußfadeneintragorgane, z.B. einen Greifer |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2515609A1 true DE2515609A1 (de) | 1976-10-14 |
| DE2515609B2 DE2515609B2 (de) | 1977-02-24 |
| DE2515609C3 DE2515609C3 (de) | 1977-10-13 |
Family
ID=
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| EP0621359A1 (de) * | 1993-04-16 | 1994-10-26 | Gebrüder Sulzer Aktiengesellschaft | Vorrichtung zum selbsttätigen Einfädeln eines Schussfadens in eine Oese |
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| Publication number | Publication date |
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