DE250977C - Aufbereitungsvorrichtung, die mittels eines aufsteigenden Stromes wirkt - Google Patents
Aufbereitungsvorrichtung, die mittels eines aufsteigenden Stromes wirktInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
- B03B5/00—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
- B03B5/62—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by hydraulic classifiers, e.g. of launder, tank, spiral or helical chute concentrator type
- B03B5/623—Upward current classifiers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 1 a. \ GRUPPE
HUGO VELTEN in MAILAND.
Man hat bereits vielfach einen aufsteigenden Strom einer Flüssigkeit oder eines Gases zur
Trennung von Körpern verschiedener Dichte oder verschiedener Größe benutzt, indem die
leichteren Körper durch den Strom fortgeführt werden, während die schweren zu Boden sinken.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine zur Ausübung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung,
die sich durch Einfachheit in der Ausführung und Handhabung, durch leichte Regelbarkeit
und durch eine äußerst scharfe Trennung, selbst bei geringem Unterschied in der Dichte der Körper oder in ihrer Größe bei
gleicher Dichte, auszeichnet.
Die Erfindung bezieht sich im wesentlichen darauf, daß der Querschnitt des in geschlossenem
Strom aufwärts fließenden Druckmittels auf eine möglichst geringe Höhe eingeengt wird,
und daß unmittelbar über diese Einengung der seitliche Abfluß für das Trennungsmittel und
die leichteren oder kleineren auszuscheidenden Stoffe angeordnet ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Die eigentliehe
Trennungsvorrichtung ist in beiden Figuren mit α bezeichnet. Sie besteht aus einem
zylindrischen, vasenartigen oder ähnlichen Gefäß, in das der Strom der Flüssigkeit oder des
Gases von unten eintritt, während das Sortiergut
von oben durch den Rumpf b einfällt. Dieser ist mit zickzackförmig angeordneten Schurren
c ausgestattet, die, falls Wasser als Trennungsmittel benutzt wird, zweckmäßigerweise
bis in den Wasserstand reichen und verhüten, daß das Gut mit zu großer Anfangsgeschwindigkeit
dem freien Falle im Wasser überlassen
wird. Dicht unter dieser Einfallvorrichtung, an einer Stelle, an der die Fallgeschwindigkeit
noch gering ist, befindet sich eine kurze, enge Einschnürung e des Durchgangsquerschnittes
für das im vollen, ungeteilten Strom aufsteigende Trennungsmittel. Je kürzer diese Einschnürung
ist, desto vorteilhafter wirkt sie. In der Zeichnung ist sie daher als scharfkantige.
Schneide dargestellt. Unmittelbar über dieser Einschnürung befindet sich der seitliche Ablauf
f, durch den das ausgeschiedene leichte oder kleine Gut samt der Trennungsflüssigkeit
abfließt. In diesem kann eine Regelungsvorrichtung, eine Klappe o. dgl. zur Drosselung
des Stromes angeordnet sein. Wesentlich für die Wirkung ist, daß dieser Ablauf f unmittelbar
über der Einschnürung e liegt, so daß das Abfließen ohne Ansteigen, also wagerecht oder
mit Gefälle, erfolgt.
Die gute Wirkung wird dadurch erzielt, daß die mit sehr geringer Geschwindigkeit herabsinkenden Stoffe in der Zone der Einschnürung e
einer gesteigerten Geschwindigkeit des aufsteigenden Stromes begegnen, daß hierdurch die
leichteren Teilchen einen Augenblick in ihrer Fallbewegung aufgehalten und sofort seitlich
abgetrieben werden, da sie dieser Bewegung so gut wie keinen Widerstand entgegensetzen.
Die schweren Stoffe dagegen gelangen, sobald sie den äußerst niedrigen, fast nur eine mathematische
Ebene bildenden Querschnitt, in dem die höhere Strömungsgeschwindigkeit herrscht,
durchschritten haben, sofort wieder in den Bereich der Stromgeschwindigkeit und sinken daher
ohne weiteren Aufenthalt herab. Die schweren Stoffe gelangen dann durch den
Stutzen d in den zu ihrer Ansammlung dienenden
Behälter.
Die Trennungsflüssigkeit strömt bei der in Fig. ι dargestellten Anordnung in den unter
der Ausscheidevorrichtung α gelegenen Raum von der Seite durch das Rohr g ein.
Bei dieser Anordnung ist durch eine Tauchglocke h ein Ringraum i hergestellt, der ein das
stoßfreie Strömen der Trennungsflüssigkeit
ίο sicherndes Luftkissen bildet. Doch kann diese
Glocke auch entbehrt werden.
Da von der Gleichmäßigkeit des Stromes der Trennungsflüssigkeit die gute Wirkung der Vorrichtung
abhängt, empfiehlt es sich, für die Zuführung dieser Flüssigkeit die in Fig. 1 oder
die in Fig. 2 ihrem Wesen nach dargestellte Anordnung zu benutzen.
In Fig. ι saugt ein Heber k aus einem Gefäß
I die Flüssigkeit ab und drückt sie in die Trennungsvorrichtung a. Der Höhenunterschied
zwischen dem Flüssigkeitsstande im Gefäß I und dem in dem Einlaufrumpf b ist maßgebend
für die Strömungsgeschwindigkeit. Daher läßt sich diese Geschwindigkeit leicht dadurch
regeln, daß man entweder die Vorrichtung, also den Heber k mit dem Abscheider a,
oder das Gefäß I hebt oder senkt. Ersteres kann z.B. dadurch geschehen, daß die Vorrichtung
an einem festen Teil η mittels einer Schraubspindel m aufgehängt ist, die durch
eine Mutter 0 verstellt werden kann. Man kann eine Skala p anbringen, die ein Ablesen der
Einstellung gestattet. Eine derartige Regelung hat den Vorzug, daß sie in äußerst feinen Abstufungen
erfolgen kann, und daß der Wasserdurchtritt nicht wie bei Hähnen, Klappen oder Ventilen verengt wird, wodurch Wirblungen
und andere Ungleichmäßigkeiten entstehen. An den Hebereinrichtungen können natürlich Entlüftungsvorrichtungen
in bekannter Weise angebracht werden.
Fig. 2 zeigt eine Anordnung, bei der die Flüssigkeit nicht durch Druck in die Vorrichtung
α getrieben, sondern aus ihr ausgesaugt wird. Die Vorrichtung α liegt ganz in einem
mit der Flüssigkeit erfüllten Gefäß q. Der Wassereintritt findet an beliebiger Stelle, z. B.
durch das Rohr r, statt. An den Ablauf f schließt sich das abwärts gerichtete Rohr s
an, das in das Sammelgefäß t für den leichteren ausgeschiedenen Stoff mündet. Um das
Einsaugen von Luft durch den Einfallrumpf b zu verhüten, ist dicht unter der Flüssigkeitsoberfläche ein enger Ringspalt u oder eine
sonstige enge Öffnung, die einen geringen Flüssigkeitseinlauf gestattet, vorgesehen.
Claims (4)
1. Aufbereitungsvorrichtung, die mittels eines aufsteigenden Stromes wirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Abscheiders (a) unmittelbar unter dem seitlichen
Abfluß (f) für das Trennungsmittel und die leichteren oder kleineren auszuscheidenden
Stoffe durch eine Einengung (e) von geringer Höhe plötzlich verringert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abscheidevorrichtung (α) in einem Behälter (q) liegt, aus
dem das Trennungsmittel mittels Ablaufes (s) oder Hebers durch die Austrittsöffnung
(f) für die leichten Stoffe abgezogen wird.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Vereinigung der
Abscheidevorrichtung (a) mit einem Heber (k) und mit einer Vorrichtung zur Veränderung
der gegenseitigen Höhenlage dieses Hebers gegenüber dem Entnahmegefäß (I).
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der
Austrittsöffnung (f) für die leichten Stoffe eine Eintrittsöffnung (u) für die außen
stehende Flüssigkeit angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE250977T | 1912-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250977C true DE250977C (de) | 1912-09-25 |
Family
ID=509452
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1912250977D Expired DE250977C (de) | 1912-01-15 | 1912-01-15 | Aufbereitungsvorrichtung, die mittels eines aufsteigenden Stromes wirkt |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU769213B (de) |
| DE (1) | DE250977C (de) |
-
1912
- 1912-01-15 DE DE1912250977D patent/DE250977C/de not_active Expired
-
1913
- 1913-01-14 AU AU7692/13A patent/AU769213B/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AU769213B (en) | 1913-07-29 |
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