DE2508918A1 - Reinigungsvorrichtung bei textilmaschinen mit fadenanknuepfmaschine - Google Patents
Reinigungsvorrichtung bei textilmaschinen mit fadenanknuepfmaschineInfo
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Description
- Reinigungsvorrichtung bei Textilmaschinen mit Fadenankntipfmaschine Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung bei Textilmaschinen, welche längs der Maschine verfahrbarist und ein oberhalb der Maschine geführtes Gebläse aufweist, an dessen Luftleitstutzen mindestens ein vertikal angeordneter mit auf die Maschine gerichteten Öffnungen versehenen Luftleitschlauch angeschlossen ist, wobei längs der Textilmaschine weiterhin unabhängig von der Reinigungsvorrichtung eine Fadenanknüpfmaschine verfahrbar ist.
- Die Reinigungsvorrichtungen bei Textilmaschinen weisen üblicherweise ein an Schienen oberhalb der Textilmaschinen verfahrbares Gebläsegehäuse auf, von welchem an jeder Textilmaschinenseite üblicherweise zwei vertikal verlaufende Luftschläuche abgehen, von denen der eine als Blaaschlauch und der andere als Saugschlauch zum Ansaugen des Faserflugs dient. Hierbei können mit der gleichen Reinigungsvorrichtung mehrere hintereinander oder in Reihe angeordnete Textilmaschinen gereinigt werden.
- Handelt es sich bei den Textilmaschinen beispielsweise um Spinnmaschinen, ist für jede Spinnmaschine eine Fadenanknüpfmaschine vorgesehen, welche längs der beiden Textilmaschinenseiten wandert. Diese Fadenanknüpfmaschine ragt aus dem Bereich äer Textilmaschinenseiten heraus.
- Es ist bekannt, die Schläuche der Reinigungsvorrichtung in einem solchen Abstand zu den Textilmaschinenseiten anzuordnen, daß eine Berührung zwischen Luftleitschlauch und Fadenanknüpfmaschine nicht auftritt. Der Abstand zwischen den Luftschläuchen und jeder Textilmaschinenseite ist jedoch sehr groß, wodurch der Reinigungseffekt der Reinigungsvorrichtung vermindert wird. Auch ist oftmals der gegenseitige Abstand der Textilmaschine nicht so groß, daß die Schläuche in der vorgenannten Weise angeordnet werden können.
- Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bekannt, die Reinigungsvorrichtung mit der Fadenanknüpfmaschine zu einer gemeinsam verfahrbaren Baueinheit zu verbinden. Diese Lösung weist jedoch den Nachteil auf, daß eine solche Rei nigungsvorrichtung immer nur eine Textilmaschine reinigen kann, was den Investitionsaufwand nicht unerheblich erhöht.
- Es besteht daher die Aufgabe, eine von der Fadenanknüpfmaschine unabhängig verfahrbare Reinigungsvorrichtung so auszubilden, daß einerseits ein guter Reinigungseffekt gewährleistet ist, andererseits die Luftschläuche mit der Fadenanknüpfmaschine nicht in Berührung kommen.
- Auch soll gewährleistet sein, daß mit einer Reinigungsvorrichtung mehrere Textilmaschinen gereinigt werden können.
- Bei einer Reinigungsvorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bewegungsbahn des Luftleitachlauches möglichst nahe der Textilmaschinenseite verläuft und mit der Bewegungsbahn der Fadenankntipfmaschine sich mindestens zum Teil überlappt und daß weiterhin Mittel vorgesehen sind, welche beim Aufeinandertreffen des Schlauches mit der Fadenanknüpfmaschine diesen senkrecht zu seiner Beeungsbahn nach außen um die Fadenanknüpfmaschine und ihn zurück in seine Normallage führen, sobald der Schlauch aus dem Bereich der Fadenanknüpfmaschine kommt.
- Ausführungsbeispiele der erfindungsgemaßen Reinigungsvorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die Reinigungsvorrichtung in einer ersten und zweiten Ausführung; Fig. 2 eine Draufsicht bei einer weiteren Ausführungsform, welche in Fig. 3 in Seitenansicht dargestellt ist; Fig. 4 eine Draufsicht bei einer vierten Ausführungsform und Fig. 5 die schematische Darstellung bei einer fünften Ausführungsform.
- Das Gebläsegehäuse 1 mit Filterkammer 2 ist längs der Schienen 3 oberhalb der Textilmaschine verfahrbar.
- Üblicherweise wird die Reinigungsvorrichtung in beiden Richtungen verfahrbar ausgebildet. An die Luftleitstutzen 4,5 ist einmal ein Blasschlauch 6, zum anderen ein Saugachlauch 7 angeschlossen.
- Beim Ausffihrungsbeispiel in der unteren Hälfte der Fig. 1 ist der Schlauchteil zwischen den Luftleitstutzen 4, 5 und dem vertikal verlaufenden Teil 6', 7' jedes Luftschlauches flexibel, beispielsweise als Faltenschlauch ausgebildet. Beide Oberteile der vertikal verlaufenden Schlauchteile 6', 7' werden von einer Trag- und Haltevorrichtung 8 gehalten. Diese Trag- und Halteführung ist an einer nach außen zeigenden Führungsschiene, vorzugsweise einer Teleskopschiene 9 aufgehängt. Weiterhin ist an der Trag- und Haltevorrichtung 8 ein nach unten ragender Arm befestigt, der an seinem Ende eine Führungsrolle 10 trägt.
- An der Fadenanknüpfvorrichtung 11 ist eine Schiene 12 befestigt, welche beidseits eine Auflauframpe 12' aufweist.
- Normalerweise nehmen die Schläuche 6, 7 bzw. die vertikal verlaufenden Schlauchteile 6', 7' eine in Fig. 1 mit ausgezogenen Strichen dargestellte Lage ein. Nähern sich dagegen die Reinigungsvorrichtung und die Fadenanknüpfmaschine, kommt die Rolle 10 in Kontakt mit einer der Auflauframpen-12', wodurch diese Auflauframpe 12' im Zusammenwirken mit der Rolle 10 die Trag- und Haltevorrichtung 8 und damit auch die vertikal verlaufenden Schlauchteile 6', 7' nach außen führen. Die Schläuche nehmen dabei die strichpunktiert gezeichrvte Stellung ein. Beim Nachaußenführen der Schläuche 6, 7 wird eine vorzugsweise im Teleskoprohr 9 angeordnete Feder 13 gespannt, welche die Schläuche 6, 7 in ihre Normallage zurückführt, wenn die Schläuche aus dem Bereich der Fadenanknüpfmaschine 11 kommen, das heißt, wenn die Rolle 10 längs der anderen Auflauframpe 12' sich bewegt.
- Bei der Ausführungsform in der oberen Hälfte der Fig. 1 sind anstelle der flexiblen Schlauchteile die Luftleitstutzen 14, 15 als Teleskoprohre ausgeführt, an deren vorderen Ende die vertikal verlaufenden Luftschläuche 6', 7' angeordnet sind. Diese Teleskoprohre werden auseinandergeführt, wenn die Rolle 10 in Kontakt mit der Schiene 1< tritt. Im übrigen ist die Arbeitsweise gleich wie bei der Vorrichtung der unteren Hälfte der Fig. 1.
- Die Reinigungsvorrichtung und die Fadenanlcnüpfmaschine können während ihres Betriebs aufeinander zulaufen oder die Reinigungsvorrichtung iiberholt die Fadenanknüpfmaseine, da üblicherweise die Bewegungsgeschwindigkeit der Reinigungsvorrichtung dreimal so hoch ist wie diejenige der Fadenanknüpfmaschine.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Trag- und Haltevorrichtung 8' jedes Schlauches 6, 7 befestigt an einem Ende eines Arms 16 eines Dreieckslenkers 16, 20. Der Arm 16 ist drehbar bei 17 am Gebläsegehäuse 1 bzw. am Filterkasten 2 gelagert. Das andere Ende des Arms 16 ist über ein Gelenk 18 mit einem Arm 20 verbunden, der seinerseits über ein Gelenk 19 mit einer Spindelwelle 21 verbunden ist Die Spindelwelle 21 wird von einer drehbaren Spindelmutter 23 bewegt, wobei die Spindelmutter 23 durch einen Motor 22 in Drehung versetzt werden kann.
- An einem Beriihrungspunkt zwischen den Schläuchen und der Fadenanknüpfmaschine ist ein nicht dargestellter Schalter vorgesehen, welcher ein Einschaltsignal an den Motor 22 gibt, wenn sich die Reinigungsvorrichtung und die Fadenanknüpfmaschine einander nähern. Durch die Drehung der Spindelmutter 23 wird die Spindel 21 in Richtung des Motors 22 verkürzt, so daß das Gelenk 18 eine durch den Kreispfeil angedeutete Bewegung beschreibt. Hierdurch wird der Arm 16 nach außen geschwenkt, wobei die Schlauchteile 6', 7' eine durch den Kreispfeil angedeutete Bewegung durchführen. Hierdurch schwenken also die Schlauchteile 6', 7' aus der Bewegungsbahn der Fadenanknüpfmaschine nach außen aus.
- Sobald die Reinigungsvorrichtung aus dem Bereich der Fadenanknüpfmaschine gekommen ist, wird ein weiterer Schalter betätigt, welcher den Motor 22 in Gegenrichtung drehen läßt, so daß die Schläuche wieder nach innen schwenken.
- Beim Motor 22 handelt es sich im gezeigten Beispiel um einen Elektromotor. Die Bewegung kann jedoch auch durchgeführt werden mittels eines Hydraulik- oder Pneumatikmotors, worunter auch kolbenbetätigte Motoren zu verstehen sind. Es kommt lediglich darauf an, daß der Motor das Gelenk 19 parallel zur Bewegungsbahn der Reinigungsvorrichtung zu bewegen vermag. Im Rahmen dieses Gedankens ist es auch möglich, daf3 der Kolben eines Zylinders mit seiner Kolbenstange direkt an der Trag-und Haltevorrichtung e bzw. 8' angreift und die Schläucjhe ohne kinematische Zwischenglieder nach außen bewegt und zurückführt. Zylinder und Kolben sind hierbei vorzugsweise rechtwinklig zur Bewegungsbahn der Reinigungsvorrichtung angeordnet.-In Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Reinigungsvorrichtung nach Fig. 2 gezeigt, wobei die rechte Hälfte die Schlauchstellung während des normalen Reinigungsbetriebs zeigt und die linke Hälfte die Schlauchstellung darstellt, wenn sich die Reinigungsvorrichtung im Bereich der Fadenanknüpfmaschine 11 befindet.
- Die vorerwähnten Schalter können mechanisch oder photoelektrisch betätigte Schalter seinem. Es sind auch druckbetätigte Schalter denkbar, welche ansprechen, wenn der Blasluftstrom des Blasschlauches 6' auf sie trifft.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 werden die Schläuche 6, 7 wieder von einer gemeinsamen Trag- und Haltevorrichtung 8 gehalten, welche ihrerseits an einer Teleskopführungsschiene 9 gelagert ist. Der Motor 22' vermag eine Gewindespindel 24 in Drehung zu versetzen, auf welcher zwei Gewindemuffen 25 angeordnet sind. Zwischen den beiden Gewindemuffen 25 und der Trag- und Haltevorrichtung 8 ist jeweils ein schräg verlaufender Hebelarm 26 angeordnet. Versetzt der Motor 22' die Gewindespindel 24 in Drehung, bewegen sich die beiden Gewindemuffen 25 aufeinander zu, wodurch über die beiden Hebelarme 26 die Trag- und Haltevorrichtung 8 mit den Schläuchen 6, 7 nach außen bewegt wird. Bei einer Drehung der Spindel 24 in die entgegengesetzte Drehrichtung werden die Schläuche zurückgeführt. Der Motor 22' wird durch die vorerwähnten Schalter betätigt.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 sind anstelle der Gewindemuffen 25 gemäß Fig. 4 Verschiebemuffen 25' vorgesehen, welche auf der Stange 24' verschiebbar sind.
- Die Verschiebebewegung der Muffen 25' erfolgt über Dreieckslenker 27, 28, wobei der Lenker 28 mittig gelagert ist und einen Hebelarm 29 aufweist, an welchem eine Rolle 10 befestigt ist. Diese Rolle 10 kann in Kontakt treten mit der Schiene 12, wobei dann die beiden Muffen 25' aufeinander zubewegt werden. Die Rückstellbewegung erfolgt über eine Feder 13'. An den Verschiebemuffen 25' ist jeweils angelenkt ein Hebelarm 26 gemäß Fig. 4 und die Verstellbewegung der Schläuche nach außen und innen erfolgt im übrigen wie anhand der Fig. 4 beschrieben. Ansprüche
Claims (17)
- Ansprüche 0 Reinigungsvorrichtung bei Textilmaschinen, welche langs der Maschine verfahrbar ist und ein oberhalb der Maschine geführtes Gebläse aufweist, an dessen Luftleitstutzen mindestens ein vertikal angeordneter mit auf die Maschine gerichteten Öffnungen versehener Luftleitschlauch angeschlossen ist, wobei längs der Textilmaschine weiterhin unabhängig von der Reinigungsvorrichtung eine Fadenanknüpfmaschine verfahrbar ist, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Bewegungsbahn des Luftleitschlauches möglichst nahe der Textilmaschinenseite verläuft und mit der Bewegungsbahn der Fadenanknüpfmaschine sich mindestens zum Teil überlappt und daß weiterhin Mittel vorgesehen sind, welche beim Aufeinandertreffen des Schlauches mit der Fadenanknüpfmaschine diesen senkrecht zu seiner Bewegungsbahn nach außen um die Fadenanknüpfmaschine und ihn zu rück in seine Normallage führen, sobald der Schlauch aus dem Bereich der Fadenanknüpfmaschine kommt.
- 2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Fadenanknüpfmaschine eine den Schlauch abweisende Schiene aufweist.
- 3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der obere Teil des Schlauches flexibel ausgebildet ist.
- 4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der flexible Teil als Faltenschlauch ausgebildet ist.
- 5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Luftleitstutzen als Teleskoprohr ausgebildet ist.
- 6. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, , dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß am Oberteil des vertikal verlaufenden Schlauchteils eine Trag- und Haltevorrichtung für den Schlauch vorgesehen ist, welche den Schlauch nach außen und zurück führt.
- 7. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine den Schlauch zurückführende Feder vorgesehen ist.
- 8. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß am Schlauch bzw.seiner Trag- und Haltevorrichtung eine mit der Schiene in Kontakt tretende Rolle angeordnet ist.
- 9. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Schlauch nach außen und innen längs einer Führungsschiene verschiebbar ist.
- 10. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Führungsschiene als Teleskopschiene ausgebildet ist.
- 11. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Schlauch an einem Dreieckslenker angelenkt ist.
- 12. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß am den Schlauch an der Führungsschiene führenden Teil ein schrägverlaufender Hebelarm angreift, der mit seinem anderen Ende an einer Verschiebehülse angelenkt ist, die längs eines zur Bewegungsbahn des Schlauches parallelen Laufschiene verschiebbar ist.
- 13. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2 und 12, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß an der Verschiebehülse ein Dreieckslenker angreift, der einen mit der Schiene in Kontakt tretenden Hebelarm aufweist.
- 14. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 7 und 9 bis 12, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß an einem Berührungspunkt zwischen Schlauch und Fadenanknüpfmaschine ein Schalter angeordnet ist, welcher ein den Schlauch nach außen bewegender Motor betätigt.
- 15. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß an einem weiteren zur Fadenanknüpfvorrlchtung symmetrischen Berührungapunkt ein weiterer Schalter vorgesehen ist, welcher den Motor in Richtung der Zurückführung des Schlauches betätigt.
- 16. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 11, 12, 14 und 15, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß der Dreieckslenker bzw. die Verschiebehülse vom Motor betätigt werden.
- 17. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß bei mehreren Schläuchen diese gemeinsam nach außen und wieder nach innen geführt sind.
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