DE250871C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q21/00—Devices for effecting ignition from a remote location
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4d. GRUPPE
EDUARD KÖRNER in COBLENZ-LÜTZEL
ungefaßten Kugel bestehendem Ventil.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Druckstoßgasfernzünder mit gesteuertem Kugelventil.
Bei den bisherigen Fernzündern dieser Art war die Einrichtung so getroffen, daß bei der
Öffnungsbewegung des Ventiles die Kugel durch Nocken des Schaltrades auf einer schiefen
Ebene seitlich vom Ventilsitz weggedrängt wurde.
ίο Bei dieser Ausführung konnte, um die Verdrängerwirkung zu sichern, die Steigung der
schiefen Ebene nur gering gewählt werden, wodurch andererseits die Kraft, mit welcher
die Kugel bei der Schlußbewegung dem Ventilsitz wieder zustrebte, verringert und die Gefahr
gezeitigt wird, daß unter dem Einfluß der unvermeidlichen Verteerungen die Kugel
überhaupt nicht, oder noch nicht vollständig, auf den Ventilsitz zurückkehrt.
Nach der Erfindung wird dieser Ubelstand unter gleichzeitiger Erreichung anderer Vorteile
dadurch vermieden, daß die Kugel durch das Schaltrad unmittelbar über ihren Sitz gehoben
wird.
Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem die Kugel beim Öffnen durch das Schaltrad
über eine oberhalb des Ventilsitzes angeordnete Kippkante nach Art eines einarmigen
Hebels aufgekippt wird.
Durch die neue Ausführung wird auch der Vorteil erreicht, daß die über ihren Ventilsitz
gehobene Kugel als Prellplatte wirkt, gegen welche das Gas stoßen muß, bevor es zur
Düse gelangen kann. Infolge der so erzielten Prellplattenwirkung wird das Gas veranlaßt,
die aus der Leitung mitgerissenen schwebenden Verunreinigungen fallen zu lassen, welche somit nicht zur Düse gelangen und diese verstopfen
können.
Mit besonderem Vorteil wird die Einrichtung so getroffen, daß das Schaltrad unterhalb des
Ventilsitzes angeordnet ist, so daß die Ventilkugel durch den Gasdruck entlastet wird.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in drei beispielsweisen Ausführungsformen
schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine erste Ausführungsform bei geschlossenem,
Fig. 2 bei geöffnetem Ventil.
Fig. 3 und 4 sind entsprechende Schnitte durch eine zweite und
Fig. 5 und 6 durch eine dritte Ausführungsform.
Das Zündergehäuse ist mit α bezeichnet.
In ihm ist das in bekannter Weise durch eine Membran o. dgl. beim Eintreten des steuernden
Druckstoßes in Pfeilrichtung gedrehte Schaltrad b auf der Achse c gelagert, das an
seinem Umfange abwechselnd mit Nocken d und kreisbogenförmigen Aussparungen e versehen
ist.
Oberhalb des Schaltrades δ ist ein Käfig f in das Gehäuse α eingeschraubt. Dieser Käfig
hat eine mittlere Bohrung g, an deren unterem Ende sich eine besonders aus Fig. 2 ersiehtliehe
ringförmige Schulter h befindet, welche
als Ventilsitz die in der Bohrung g liegende Kugel i abstützt und sich deren Oberfläche
anpaßt.
Bei der Stellung nach Fig. ι liegt die Kugel i
unter dem Einfluß ihres Eigengewichtes auf der Ringschulter h und ragt mit ihrem unteren
Teil in die ihr gegenüberstehende Lücke β des Rades h.
Wird das Schaltrad b in Pfeilrichtung gedreht, so gelangt einer der Zähne d unter die
Kugel i und hebt diese entprechend an, so daß das Gas aus dem Gehäuse α an der
Kugel i vorbei durch die Bohrung g nach oben strömen kann. Die Kugel i wirkt hierbei als
Prellplatte, welche in der einleitend erläuterten Weise reinigend wirkt.
Wie aus obigem hervorgeht, wird die Kugel i durch den Druck des darunter befindlichen
Gases entlastet, so daß die Arbeit des Rades b beim Anheben der Kugel * verringert wird.
Dies ist bei der unter Umständen sehr geringen Verstellkraft der Druckstoßgasfernzünder von
erheblicher Bedeutung.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1
und 2 dadurch, daß der Ventilsitzkörper f nicht oberhalb, sondern unterhalb der Kugel i,
und daß das Steuerungsrad b nicht unterhalb, sondern seitlich dieser Kugel angeordnet ist.
Demgemäß sind die Zähne d und Aussparungen e des Steuerungsrades seitlich an diesem Rade
angebracht.
Die Kugel i wird von einem halbkreisförmigen Käfig k umhüllt, welcher oberhalb
der Ventilsitzfläche eine vorspringende Kante I besitzt.
Wird das Rad b aus der Stellung nach Fig. 3 in diejenige nach Fig. 4 gedreht, so
wird die Kugel, welche vorher in einer Aussparung e des Rades b und auf dem Ventilsitz
f ruhte, durch einen Zahn d des Rades b in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise über die
Kippkante I nach Art eines einarmigen Hebels aufgekippt, wozu nur ein geringer Kraftaufwand
erforderlich ist. Auch hier wieder schwebt die Kugel i frei über dem Ventilsitz,
so daß sie bei weiterer Drehung des Schaltrades b unter dem vollen Einfluß der Schwerkraft
durch die nächste Zahnlücke auf den Ventilsitz zurückfällt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 wird die Kugel durch zwei einander gegenüberstehende
Schalträder b und V abwechselnd gehoben und fallen gelassen.
Bei sämtlichen drei dargestellten Ausführungsformen ist der Ventilsitz zugleich mit
der Kugel herausnehmbar.
Claims (3)
1. Gasfernzünder mit durch Druckstoß geöffnetem und geschlossenem, aus einer
losen, ungefaßten Kugel bestehendem Ventil, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel
durch das sie steuernde Schaltrad unmittelbar über ihren Sitz gehoben wird.
2. Druckstoßgasfernzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kugel beim öffnen durch das Schaltrad über eine oberhalb des Ventilsitzes angeordnete
Kippkante nach Art eines einarmigen Hebels aufgekippt wird.
3. Druckstoßgasfernzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltrad unterhalb des Ventilsitzes angeordnet ist, so daß die vom Schaltrade unmittelbar
gesteuerte Ventilkugel durch den Gasdruck entlastet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250871C true DE250871C (de) |
Family
ID=509359
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250871D Active DE250871C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250871C (de) |
-
0
- DE DENDAT250871D patent/DE250871C/de active Active
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