DE250577C - - Google Patents

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DE250577C
DE250577C DENDAT250577D DE250577DC DE250577C DE 250577 C DE250577 C DE 250577C DE NDAT250577 D DENDAT250577 D DE NDAT250577D DE 250577D C DE250577D C DE 250577DC DE 250577 C DE250577 C DE 250577C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
    • B42B2/02Machines for stitching with thread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250577 ™ KLASSE 11 a. GRUPPE
Verfahren zum Heften von Büchern. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1911 aferf
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Heften der Druckbogen, welche zu Büchern gebunden werden sollen. Gemäß diesem Verfahren werden die Blätter jedes Druckbogens mittels einer oder mehrerer Reihen von Stichen geheftet und die verschiedenen Bogen, die das Buch bilden, zusammengehalten. Die Stiche sind derart gebildet, daß sich einer derselben, wenn beim Einbinden ein Faden zwischen zwei Druckbogen zerrissen wird, nicht auflösen kann, so daß auch die Blätter eines Bogens sich nicht trennen können. Ein weiterer Vorteil der gemäß vorliegender Erfindung gebildeten Stiche besteht darin, daß ein einzelner Bogen oder eine Gruppe von Bogen von den übrigen gehefteten Bogen getrennt und entfernt werden kann, ohne daß die Stiche sich auflösen.
Gemäß dem neuen Verfahren zum Heften endigt jeder Stich, jedoch mit Ausnahme des ersten einer Reihe, in einer Schleife, welche als Knoten um die Endschleife des vorhergehenden Stiches geknüpft und dann nach vorn gezogen wird, um ihrerseits von einem in der Endschleife des folgenden Stiches gebildeten Knoten umfaßt zu werden.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine Anzahl gehefteter Druckbogen, wobei der die Stiche bildende Faden zwecks besserer Darstellung der verschiedenen ineinandergreifenden Schleifen bedeutend vergrößert und lose geknüpft ist.
In Fig. 2 ist ein gemäß vorliegender Erfindung gebildeter Stich in größerem Maßstabe dargestellt.
Die verschiedenen Druckbogen sind, mit dem vorderen links gelegenen beginnend, mit den Bezugszeichen i, 2 und 3 versehen. Jeder Druckbogen setzt sich aus einer Anzahl von Blättern zusammen, und in dem Rücken eines jeden zusammengefalteten Bogens sind Löcher vorgesehen, durch die der zum Bilden der Stiche dienende Faden bequem gezogen werden kann. Die Löcher werden entweder in den Rücken geschnitten oder mit Hilfe eines ^Locheisens hergestellt.
Der fortwährend zugeführte, zum Bilden der Stiche verwendete Hauptfaden, der mit 4 bezeichnet ist, wird von einer nicht dargestellten Spule oder einem ähnlichen Halter abgewickelt Das freie Ende dieses Fadens, welches während des Heftens durch eine nicht dargestellte Vorrichtung in der erforderlichen Lage gehalten wird, ist mit dem Bezugszeichen 4' versehen. 5 stellt die Endschleife des ersten Stiches einer Reihe dar; der erste und zweite Teil jeder der gabelförmig ausgebildeten, auf die Endschleife des ersten Stiches folgenden Schleifen einer Reihe ist mit 6 bzw. 7 bezeichnet.
Die Stiche werden auf folgende Weise gebildet: Nachdem der mit den zum Durchlassen des Fadens dienenden Löchern versehene Druckbogen 1 in die erforderliche Lage gebracht worden ist, um geheftet werden zu können, wird eine mit dem Faden 4 gebildete Schleife durch das erste Loch τα und längs des Rückens zwischen den inneren Blättern des Bogens hindurch- und aus dem zweiten Loch ΐέ herausgezogen. Es wird auf diese

Claims (1)

  1. ■ Weise die Schleife 5 gebildet, welche mittels eines nicht dargestellten Hakens o. dgl. in der erforderlichen Stellung gehalten wird. Hierauf wird der Druckbogen 2 in die zum Heften erforderliche Lage gebracht, und eine zwischen dem Druckbogen 1 und dem nicht dargestellten Fadenhalter geschlungene Schleife wird durch das Loch ia des Bogens 2 und längs des Rückens zwischen den inneren Blättern dieses Bogens hindurch- und durch das Loch 2* herausgezogen. Das Ende dieser Schleife wird dann gegabelt, indem zwei kurze Schleifen 6 und 7 gebildet werden, von denen die erstere durch die Schleife 5 gesteckt wird, welche dann freigegeben und zusammengezogen wird. Es wird dabei das Fadenstück 8, welches zwischen dem Loch ia des Bogens 1 und dem Loch 2a des Bogens 2 gelegen ist, zurückgezogen. Wenn beim Anziehen der Schleife 5 das Fadenstück 8 zu lang wird, kann der überschüssige Faden zum Vergrößern der Schleife 6 benutzt werden. Die dritte Schleife 7 wird hierauf durch die Schleife 6 gesteckt und festgehalten, während die Schleife 6 freigegeben und zusammengezogen wird; sie bildet dann einen die Schleife 5 umfassenden Knoten. Das Herausziehen der Schleife 7 hat ein weiteres Zusammenziehen der Schleife 6 zur Folge; erstere wird dann zwecks Bildens des nächstfolgenden Stiches in die erforderliche Lage gebracht. Hierauf wird der dritte Druckbogen mittels des soeben beschriebenen Verfahrens angereiht usf.
    Bei der praktischen Anwendung dieses Verfahrens werden die eine Anzahl Bücher bildenden Druckbogen, die je nach der Größe des Buches durch eine einzige oder mehrere Reihen von Stichen zusammengehalten werden, zusammengeheftet; um nachher die Büeher trennen zu können, wird der Faden zwischen den außen gelegenen Druckbogen angrenzender Bücher zerschnitten.
    Bei dem Verfahren zum Heften von Büchern gemäß vorliegender Erfindung können die Fäden, wie die Linie C-D in der Fig. 2 andeutet, zwischen zwei Druckbogen zerschnitten und die letzteren vollständig voneinander getrennt werden, wobei der von den Schleifen gebildete Knoten das Auflösen der anderen Stiche verhindert.
    Bei den bisher bekannt gewordenen Verfahren wird der gebildete Stich häufig zerrissen, bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung wird jedoch der Faden erst, nachdem der Knoten gebildet und verhältnismäßig fest geknüpft ist, auf Zug beansprucht. Die Stelle, an der der Faden höchstwahrscheinlich zuerst zerrissen wird, befindet sich in der Schleife 7, so daß in diesem Falle der Stich nicht beschädigt wird und ohne Unterbrechung weiter geheftet werden kann; es muß nur der nächstfolgende Stich in derselben Weise wie der erste Stich einer Reihe gebildet werden.
    In Fig. ι ist noch ein gewöhnlich beim Binden von Büchern zur Verwendung gelangender Befestigungsstreifen 9 veranschaulicht, der durch den Hilfsfaden 10 in der erforderlichen Lage gehalten wird. Der Faden 10 wird abwechselnd mit den Fadenteilen 8 des Hauptbefestigungsfadens 4 zweier Reihen verschlungen.
    Pa ten τ -Anspruch:
    Verfahren zum Heften von Büchern, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Faden zwecks Bildens der einen Knoten aufweisenden Stiche zuerst durch den Rücken und längs desselben zwischen den Blättern eines Druckbogens gezogen und eine erste Schleife (5) gebildet wird, und daß eine mit demselben Faden gebildete zweite Schleife durch den Rücken und längs desselben zwischen den Blättern des nächstfolgenden Druckbogens und die erstgenannte Schleife gezogen wird, wobei der diese zweite Schleife (6) bildende Faden zur Bildung einer dritten Schleife (7) dient, welche durch die zweite Schleife (6) hindurchgezogen wird, worauf ein Zusammenziehen derselben erfolgt, so daß dieselbe einen die Schleife (5) umfassenden Knoten bildet, während die dritte Schleife (7) dann wieder die erste Schleife für den nächstfolgenden Stich der zu bildenden Reihe darstellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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