DE2502964B2 - Photoelektronen-vervielfacherroehre - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Photoelektronen-Vervielfacherröhren
und insbesondere den Aufbau von Photoelektronen-Vervielfacherröhren mit verbesserten
und stabileren Betriebseigenschaften.
Photoelektronen-Verviilfacherröhren weisen normalerweise
eine Photokathode zur Erzeugung von Elektronen in Abhängigkeit von dem auf die Photokathode
fokussieren und auftreffenden Licht, einen Elektronenvervielfacher zur Verstärkung oder Vervielfachung
des durch die Photokathode erzeugten Elektronenstroms und eine Anode auf, um die durch die
Vervielfachung erzeugten Elektronen aufzunehmen. Der übliche Elektronenvervielfacher enthält eine Reihe
von Sekundär-Elektronen emittierenden Dynoden und ist zwischen der Photokathode und der Anode
angeordnet. Die Photokathode, die Dynoden und die Anode bilden normalerweise zusammen die Elektroden
der Anordnung.
Rei Aufbau eines Photoelektonen-Vervielfacherröhrentyps
mit seitlichem lichteintritt sind die Elektroden der Anordnung in Längsrichtung in einer sog.
Kreiskäfig-Anordnung zusammengesetzt und zwischen
zwei Tragelementen oder Abstandteilen mittels Draht- j halterungsstäben gehaltert, die durch die Halterungslöcher in jedem Abstandsteil hindurchragen. Diese
Elektronenanordnung ist innerhalb eines evakuierten, üblicherweise aus Glas bestehenden Röhrenkolbens
angebracht Zusätzlich zu den Drahtverbindungen zu
den Röhrenstiften der Anordnung, die eine teilweise Halterung der Elektrodenanordnung schaffen, wurden
verschiedene Halterungselemente entwickelt, um die Elektrodenanordnung innerhalb des Glas-Röhrenkolbens
starr oder federnd zu halten. Einige dieser Halterungselemente Gestehen aus mehreren Metallfederblättern,
die beispielsweise durch Anschweißen an die Elektrodenhalter befestigt sind. Eine andere Art von
bekannten Halterungselementen besteht aus einzelnen Federblatt-Klammern, die sich parallel zu den in
Längsrichtung angeordneten Elektroden erstrecken und an einem isolierenden Bereich der Halterungs- oder
Abstandsteile an den jeweiligen Enden der Elektrodenanordnung angeklemmt sind. Bei all diesen Halterungsmaßnahmen
wurden die verschiedenen Halterungselemente ve* wendet, ohne daß die nachfolgend beschriebenen,
in elektrischer und elektrostatischer Hinsicht nachteiligen sog. »Hysteresis-Effekte« in Betracht
gezogen worden sind.
Photoelektronen-Vervielfacherröhren mit seitlichem Lichteintritt werden üblicherweise für die Photometrie
verwendet, um periodische bzw. diskontinuierliche Licht-Eingangssignale unterschiedlicher Signalintensität
nachzuweisen. Üblicherweise zeigen die in dieser Weise verwendeten Photoelektronen-Vervielfacherröhren
zeitweilige Instabilitäten des Anodenstromes und Abweichungen der Anodenempfindlichkeit für
einige Sekunden nach Auftreten des Lichteingangssignals und nach dem Anlegen geeigneter Betriebsspannungen
an die Elektroden der Anordnung. Die Empfindlichkeit der Anordnung kann um einige Prozent
oberhalb oder unterhalb eines normalen, stabilen Wertes liegen, bevor dieser stabile Wert erreicht wird.
Diese Instabilität, die gelegentlich aufgrund ihres zyklischen oder periodischen Verhaltens als »Hysteresis«
bezeichnet wird, wird vermutlich durch Auftreffen von Elektronen auf die Elektroden-Halterungselemente
und auf den Glas-Röhrenkolben und durch eine dadurch auftretende Aufladung der Halterungselemente und des
Kolbens bewirkt, wodurch sich die elektronenoptischen Eigenschaften innerhalb der Röhre ändern. Der
Zeitraum, der für die Ausbildung eines stabilen Wertes erforderlich ist, hängt vermutlich von dem Widerstand
der Halterungselemente, von deren Oberflächenkapazität und dem Photoelektronen-Vervielfacherstrom ab.
Mit unterschiedlichem Erfolg wurden bei der Suche nach einer Anordnung, die im wesentlichen frei von den
zuvor beschriebenen Instabilitäten ist (d. h. bei der Suche einer »hysteresisfreien« Anordnung), verschiedene
konstruktive Maßnahmen und Abänderungen an den Photoelektronen-Vervielfacherröhren vorgeschlagen.
Einer dieser Versuche bestand darin, die Elektroden-Tragelemente mit einem leitenden Material zu beschichten
und diese leitende Schicht an die Kathodenspannung zu legen. Bei einem Betrieb einer derartigen Einrichtung
wirkt der leitende Bereich als Fokussierungselektrode und verhindert, daß die divergierenden Elektronen auf
die jeweiligen Tragelemente auftreffen. Ein weiterer Vorschlag in dieser Richtung besteht darin, anstelle des
billigeren und leichter zu verarbeitenden Glaskolbens aus Kalkglas, das normalerweise bei der Fertigung
bekannter Anordnungen verwendet w.'rd, einen Glaskolben aus Hartglas zu verwenden. All diese und auch
weitere Vorschläge zur Lösung dieses Problems haben sich als ungeeignet erwiesen, da sie unwirksam, teuer
und/oder unausführbar sind.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Photoelekironen-Vervielfacherröhre zu schaffen, die
die genannten Nachteile bekannter Anordnungen nicht aufweist
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Photoelektronen-Vervielfacherröhre dadurch gelöst,
daß die Halterungseinrichtung wenigstens ein federndes Teil aufweist, das zwischen wenigstens einem Trageleaient
und der Innenwand des Röhrenkolbens unter mechanische Spannung gesetzt ist, um die Elektroden
anordnung in einer im wesentlichen festen, zur Innenwandung beabstandeten Lage zu halten und
elektrische Ladungsübergänge zwischen den Elektroden und der Innenwandung im wesentlichen zu
vermeiden, und daß die Elektronenanordnung leitende Fokussierungseinrichtungen aufweist, die zwischen den
Enden der Elektroden und den Tragelementen angeordnet sind, um zu verhindern, daß die divergierenden
Elektronen auf die Tragelemente auftreffen. Die erfindungsgemäße Photoelektronen-Vervielfacherröhre
weist eine Elektrodenanordnung mit einer Re;he von
tich in Längsrichtung zwischen den isolierenden Halterungsteilen erstreckenden Flektroden innerhalb
eines lichtdurchlässigen, d. h. aus Glas bestehenden Glaskolbens auf. Eine isolierende Halterungseinrichtung
hält die Elektrode in einer festen, mechanisch vorgegebenen Lage zu der Innenwandung des Glaskolbens
und verhindert im wesentlichen einen Austausch von elektrischen Ladungen zwischen der Innenwandung
des Glaskolbens und den Elektroden. Eine Elektroden-Fokussierungseinrichtung verhindert im wesentlichen,
daß divergierende Elektronen auf die Halterungsteile auftreffen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
F i g. 1 eine perspektivische Schnittdarstellung einer zusammengebauten Photoelektronen-Vervielfacherröhre
gemäß dem Stand der Technik,
Fig.2 einen Querschnitt der in Fig. 1 dargestellten
Röhre,
Fig. 3 eine perspektivische Schnittdarstellung eines
Ausführungsbeispieles einer zusammengebauten Photoelektronen-Vervielfacherröhre gemäß der Erfindung,
wobei insbesondere eine elastische Halterungsanordnung zu sehen ist,
F i g. 4 einen Querschnitt der in F i g 3 dargestellten Röhre,
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Querschnittsansicht der in F i g. 3 dargestellten federnden
Halterungseinrichtung und
Fig.6 eine schematische Darstellung der Querschnittsansicht
einer weiteren federnden Halterungseinrichtung für die in F i g. 3 dargestellte Röhre.
In den Fig. 1-2 ist eine Photoelektronen-Vervielfacherröhre
110 bekannter Bauart und in den F i g. 3—4 eine Photoelektronen-Vervielfacherröhre 210 gemäß
der Erfindung dargestellt. Die Bezugszahlen der entsprechenden Teile der bekannten und erfindungsgemäßen
Röhre unterscheiden sich durch die erste Ziffer, um die ins Auge gefaßte Anordnung eindeutig und klar
zu kennzeichnen. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich in gleicher Weise auf die entsprechenden
Teile beider Anordnungen, die im übrigen entsprechende Bäzugszeichen besitzen.
facherröhre HO bekannter Bauart weist eine Elektrodenanordnung 112 auf, die in einem zylindrischen
Glaskolben 114 federnd gehaltert ist Die Elektroden der Photoelektronen-Vervielfacherröhre HO sind in
Längsrichtung (d. h. parallel zur Achse X-X) in der
ίο Form eines kreisrunden Käfigs (d.h. entlang der
Querschnittsebene senkrecht zur Achse X-X, vergL
Fig.2) zwischen zwei parallelen Halterungs- oder Abstandsplatten 116 und 118 befestigt Die Abstands
platten 116 und 118 können aus irgendeinem bekannten
Isolationsmaterial aus keramischem Werkstoff oder Glas bestehen, der üblicherweise bei der Herstellung
von Teilen für Elektronen-Entladeanordnungen verwendet wird. Einer dieser keramischen Werkstoffe ist in
der US-PS 30 37 874 beschrieben.
In F i g. 2 weiser« die Elektroden der Photoelektronen-Vervielfacherröhre
110 eine Photokathode 120. Dynoden 122. eine Anode 124, ein lichtdurchlässiges
Drahtgitter 128 und eine Elektroden-Abschirmpiatte 130 auf.
Die Elektronenanordnung 112 ist im Glaskolben 114
mittels tiner an sich bekannten Elektroden-Halterungs
einrichtung federnd befestigt, die mehrere federnde Metallfederklammern 132 (vergl. F i g. 2) und ein
Federblatt 134 aufweist, das um den Umfang der AbstandsplatiL· 116 symmetrisch angeordnet ist. Die
Metallklammern 132 sind einzeln an die Elektroden-Halterungsstäbe 140 angeschweißt oder in anderer
Weise daran befestigt, die durch jede der Abstandsplatten 116 und 118 hindurchragen und mit diesen fest
verbunden sind. Die Halterungsstäbe 140 stellen eine Einrichtung dar, um die Elektroden der Anordnung
durch Schweißen oder durch andere geeignete Befestigungseinrichtungen fest zu montieren und um weiterhin
das Verbinden der Drähte 141 mit den Röhren-Steckstiften zu erleichtern. Das Federblatt 134 besteht aus
einer sich nach innen erstreckenden bzw. nach innen umgebogenen Platte 130.
Beim Zusammenbau der Photoelektronen-Vervielfacherröhre 110 wird der obere Teil der zu einem
einzigen Einbauteil zusammengesetzten Elektrodenanordnung, die die Abstandsteile 116—118, die Elektroden-Halterungseinrichtung,
die Elektroden 120—130, den Glas-Röhrenfuß 113 und die Leitungsdrähte 141
aufweist, in den Röhrenkolben 114 hineinsteckt, wobei
die zusammengesetzte Elektrodenanordnung gleitend an der Innenwandung des Röhrenkolbens 114 anliegt.
Die elastischen Federklammcrn 132 und das Federblatt 134, die während des Einsetzens gespannt werden,
bilden nach Zuschmelzen bzw. Abdichten und Evakuierung des Röhrenkolbens am Röhrenfuß 113 eine feste,
jedoch federnde Halterungsvorrichtung für die Elektrodenanordnung.
Bei der Entwicklung von Photoelektronen-Vervielracherröhren
wurde im allgemeinen darauf geachtet.
eine geeignete Halterungsvorrichtung für das Elektrodenbauteil zu wählen, damit die Photoelektronen-Vervielfacherröhre
frei von den bereits beschriebenen Hystercsis-Effekten bleibt, die in Zusammenhang mit
der elektrischen Betriebsweise der Anordnung auftreten. Aus diesem Grunde haben die Konstrukteure der
bekannten Photoelektronen-Vervielfacherröhren, wie sie beispielsweise in den Fig. 1—2 dargestellt sind,
entweder absichtlich eine oder mehrere der Metallklam-
mern 132 und die Federblätter 134 (oder mechanisch äquivalente Bauteile) mit einem oder mehreren der
Elektrodenpotentiale elektrisch verbunden, um die Herstellung zu vereinfachen, oder die Konstrukteure
haben unbewußt zugelassen, daß eine oder mehrere Elektroden in elektrischem Kontakt mit der Innenwandung
des Röhrenkolbens stehen. Wie im weiteren noch beschrieben werden wird, wurde festgestellt, daß die
Auswahl einer geeigneten elektrisch isolierenden Halterungseinrichtung für die Verringerung der zuvor
beschriebenen Hysteresis-Effekte kritisch ist.
Anhand der Fig.3 und 5 ist eine Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, bei der die Halterungseinrichtung aus mehreren Metall-Federblattklammern 233
besteht, die um die Abstandsteile 216 und 218 symmetrisch angeordnet sind. Die Elektroden-Anordnung
212 ist dabei ausreichend gut gegenüber der inneren Zylinderwandung des Röhrenkolbens 214
isoliert und wird in mechanischer Hinsicht in einer im wesentlichen festen, ausgerichteten Lage zur inneren ia
Zylinderwandung gehalten, so daß zwischen der inneren Zylinderwandung des Glaskolbens 114 und den
entsprechenden Elektroden ein elektrischer Ladungsübergang vermieden wird.
Die Federblatt-Klammern 233 (vergl. F i g. 5) werden
in an sich bekannter Weise hergestellt und ergeben eine feste, jedoch elastische Halterung für die Elektrodenanordnung
212. Nach innen gerichtete Einbuchtungen oder rohrförmige Ansätze 233a und 233Ö der Klammern
233 sind an den isolierenden Bereichen der Außenflächen 2166 und 2186 der keramischen Abstandsteile 216
und 218, d. h. an den nicht beschichteten Bereichen der Ke:amikteile, durch die keine Elektroden-Halterungsstäbe
240 hindurchgehen, federnd angebracht oder befestigt. Die Federn 233 werden aufgrund der
Federkraft der einzelnen Metallklammern 233 in einer festen, ausgerichteten Lage in bezug auf die Abstandsteile
216 und 218 gehalten, wobei die Metallklammern 233 die keramischen Abstandsteile 216 und 218 in der in
F i g. 3 dargestellten Weise spreizen oder einspannen.
Fig.4 zeigt einen leitenden Bereich 250 auf der
jeweiligen inneren Fläche 216a und 218a der keramischen Abstandsteile 216 und 218. Die leitenden Bereiche
250 bestehen vorzugsweise aus einer Metallisierung, beispielsweise aus Molybdän. Aluminium oder einer
anderen leitenden Metallschicht, die auf die keramischen Abstandsteile beispielsweise mittels Siebdruck,
Bedampfen oder mittels anderer bekannter Techniken aufgebracht werden kann. Im Gegensatz zu der in
F i g. 1 dargestellten Ausführungsform bekannter Art kann die Elektrodenanordnung 212 einen Spalt oder
eine Trennung »gw (vergL F i g. 3) zwischen den
Elektroden und den Abstandsteil-Oberflächen 216a und
218a aufweisen, um eine elektrische Verbindung zwischen den einzelnen Elektroden und den leitenden
Bereichen 250 zu vermeiden.
Die leitenden Bereiche 250 sind über einen Stab 240c oder andere geeignete elektrische Leitungen mit der
Photokathode elektrisch verbunden. Bei einer Betriebseinrichtung, bei der an die Röhrenstifte 211 geeignete
Betriebsspannungen angelegt werden, wirken die leitenden Bereiche 250 als Fokussierungselektroden und
verhindern das Auftreffen divergierender Elektronen auf die Abstandsteile 216 und 218.
Die leitenden Bereiche 250 sollten sich über die inneren Bereiche der keramischen Abstandsteile 216
und 218 erstrecken, auf die anderenfalls die von den
gewünschten Elektronen-Flugbahnen zwischen den Elektroden 230 abweichenden Elektronen am häufigsten
auftreffen. Die Elektroden entsprechen den in Fig.2 dargestellten Elektroden 120 bis 130. Diese
inneren Bereiche überdecken im allgemeinen die zwischen den Elektroden verlaufenden Elektronen-Flugbahnen
und sind diesen am nächsten.
Die Erfindung verbindet bei einer Photoelektronen-Vervielfacherröhre
eine elastische Halterungseinrichtung für die Elektrodenanordnung, die zwischen der
Innenwandung des lichtdurchlässigen Röhrenkolbens und den Elektroden der Vorrichtung einen hohen
elektrischen Widerstand (d. h. eine gute elektrische Isolation) ermöglicht, mit einer Fokussierungseinrichtung,
die verhindert, daß divergierende oder Streuelektronen auf die Elektrodenhalterungsteile auftreffen.
Überraschenderweise hat sich dabei herausgestellt, daß die mit dieser neuen Kombination versehenen Photoelektronen-Vervielfacherröhren
außerordentliche Vorteile aufweisen, die durch die zu erwartenden einzelnen Beiträge der voneinander unabhängig betrachteten
Maßnahmen nicht erklärt werden können.
Bei einem gefertigten Ausführungsbeispiel der neuen,
in den Fig.3 bis 5 dargestellten Photoelektronen-Vervielfacherröhren
wies der zylindrische Röhrenkolben eine Länge von etwa 140 mm und einen Durchmesser
von 25 mm auf und war aus Kalkglas hergestellt. Das Material für die mit einer Metallschicht versehenen
Bereiche 250 bestand aus Molybdän, das in einer für die
Anwendung bei Elektronen-Entladungsröhren geeigneten Weise mittels Siebdrucktechnik bzw. mittels eines
Maskierungsverfahrens auf die isolierenden keramischen Abstandsteile 216 und 218 aufgebracht wurde;
und die Klammern 233, die aus einer Nickel-Chrom-Legierung (Handelsname »Inconel«) hergestellt wurden,
waren etwa 0.25 mm dick. 30 mm lang und 3 mm breit. Der Röhrenfuß 213 wurde aus einer Na-Ca-Si-PbO2-Glasart
hergestellt, die für Elektronen-Entladcanordnungen geeignet ist. Die elektrischen Funktionskennwerte
der neuen Anordnung zeigten, daß die unerwünschten Hysteresis-Effekte praktisch nicht mehr
auftraten.
Aus der vorstehenden Kennzeichnung und Beschreibung der Erfindung geht hervor, daß verschiedene
äquivalente, mechanische Einrichtungen und Anordnungen der Halterungseinrichtung für die Elektrodenanordnung
geschaffen werden können. Beispielsweise können die in Fig. 1 und 2 dargestellten Klemmen 132
verwendet werden, wenn diese aus einem geeigneten Isolationsmaterial hergestellt sind. Fig.6 zeigt ein
weiteres Beispiel für die Halterungsvorrichtung, die eir einziges Federteil 235 aufweist Wie in Fig. t
dargestellt kann das Federteil 235 aus einem einziger fortlaufenden Band aus einer Nickel-Chrom-Legieruni
(Handelsname »Inconel«) bestehen, eine Breite vor 3 mm und eine Dicke von 0,25 mm aufweisen, oder da:
Federteil 235 kann auch aus anderen Metallen odei Legierungen geeigneter Breite und Dicke hergestefl
sein. Dieses Teil 235 ist in Form eines Ringes hergestell und weist mehrere nach innen gerichtete ebene Fiächei
auf. wobei jede Räche Vorsprünge 236a oder 236f> fü
die Befestigung besitzt die von gegenüberliegendei Seiten des Metalibandes nach innen vorstehen. Bei de
Montage wird das Ringteil 235 vorzugsweise um dei Außenumfang des Abstandsteiles 216 herum angeleg
bzw. verformt mit dem es dann aufgrund der Elastizitä des Metallbandes und der Haltewirkung der Vorsprün
ge 236a und 2366 (die jeweils auf die gegenüberliegen den Oberflächen des Abstandsteils 216 übergreifen) fes
verbunden ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Elektrodenanordnung in einer im wesentlichen festen,
vorgegebenen Lage zur Zylinder-Innenwandung des Glaskolbens 214 federnd gehaltert, nämlich durch die
auf mechanische Weise erzwungene Federwirkung der vorstehenden Winkelkontaktbereiche 237 des Ringteils
235, die an die Innenwandung des Röhrenkolbens 214 anstoßen und unter Spannung gesetzt werden.
Anstelle der leitenden Schichten 250 können auch Metallelektroden in den Bereich »g« (vergl. F i g. 3)
parallel zu den Flächen 216a oder 218a der Abstandsteile angeordnet werden. Die notwendige elektrische
Isolation zwischen den Elektroden-Halterungsstäben
240 und den leitenden Bereichen 250 auf den Flächen 216a und 218a wird mittels nicht metallisierter, nicht
leitender, isolierender Flächenbereiche auf den genannten Flächen 216a und 218a geschaffen; es können jedoch
auch andere Verfahren und Maßnahmen für die elektrische Isolation verwendet werden. Vorzugsweise
sollten die leitenden Bereiche 250 eine Metallschicht mit zusammenhängenden Oberfläehenbereichen aufweisen:
es können jedoch auch einzelne, mit anderen Flächenbereichen nicht zusammenhängende Flächenbereiche der
Metallschicht ohne Nachteil verwendet werden, wenn diese einzelnen Flächenbereiche in geeigneter Weise ar
geeignete Betriebsspannungen angelegt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Photoelektronen-Vervielfacherröhre zum Nachweis periodisch auftretender Lichtsignale unterschiedlicher
Intensität mit einer in einem evakuierten, lichtdurchlässigen Röhrenkolben angeordneten
Elektrodenanordnung, wobei die Elektrodenanordnung in dem Röhrenkolben durch Halterungseinrichtungen befestigt ist, und die
Elektroden der Elektrodenanordnung zwischen isolierenden Tragelementen in Längsrichtung befestigt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtung wenigstens ein federndes
Teil (233, 235) aufweist, das zwischen wenigstens einem Tragelement (216, 218) und der Innenwand
des Röhrenkolbens (214) unter mechanische Spannung gesetzt ist, um die Elektrodenanordnung (212)
in einer im wesentlichen festen, zur Innenwandung beabstandeten Lage zu halten und elektrische
Ladungsübergänge zwischen den Elektroden (230) und der Innenwandung im wesentlichen zu vermeiden,
und daß die Elektrodenanordnung (212) leitende Fokussierungseinrichtungen (250) aufweist, die zwischen
den Enden der der Elektroden (230) und den Tragelementen (216, 218) angeordnet sind, um zu
verhindern, daß die divergierenden Elektronen auf die Tragelemente (216,218) auftreffen.
2. Photoelektronen-Vervielfacherröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtung
mehrere elastische Federblatteile (233) aufweist, die zwischen wenigstens einem
Tragelement (216, 218) und der Innenwandung angeordnet sind.
> 3. Photoelektronen-Vervielfacherröhre nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtung wenigstens ein elastisches Federteil
(235) aufweist, das um den Außenumfang von wenigstens einem Tragelement (216, 218) herum
mechanisch befestigt ist.
4. Photoelektronen-Vervielfacherröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierungseinrichtungen
wenigstens einen leitenden Bereich (250) aus einer Metallschicht auf der inneren
Fläche jedes Tragelements (216,218) aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
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| JPS5721103B2 (de) | 1982-05-04 |
| DE2502964A1 (de) | 1975-08-21 |
| JPS50105369A (de) | 1975-08-20 |
| GB1494837A (en) | 1977-12-14 |
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