DE2502954C3 - Verfahren zur Inhibierung der Polymerisation von monomeren Acryl- und Methacrylsäureester!! - Google Patents
Verfahren zur Inhibierung der Polymerisation von monomeren Acryl- und Methacrylsäureester!!Info
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Description
in der X ein Wasserstoffatom, eine niedermolekulare Alkyl- oder eine niedermolekulare Alkoxygruppe. R
ein Wasserstoffatom oder eine niedermolekulare Alkylgruppe und R1 eine niedermolekulare Alkylgruppe bedeuten oder die Reste R und R1 zusammen
mit dem Stickstoffatom einen Pyrrolidinyl-, 2,5-Dimethylpyrrolidinyl-. Piperidino- und/oder Hexahydro-1 H-azepin-1 -yl-Rest bilden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Inhibierung der Polymerisation von monomeren Acryl und Methacrylsäureestern, deren Alkoholkomponente
eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, durch Zugabe eines aliphatischen oder aromatischen
Amins als Inhibitor in die Esterzubereitung.
Es werden heute für verschiedenartige Anwendungen, z. B. als Zwischenprodukte für Polymerisate und
Mischpolymerisate, erhebliche Mengen an ungesättigten Carbonsäureestern, z. B. Melhylmethacrylat, hergestellt. Während der Herstellung, des Transports und der
Lagerung dieser Ester muß eine Polymerisation vermieden werden. Wenn im Verlaufe der Herstellung
eine vorzeitige Polymerisation eintritt, führt dies zur Verschmutzung bzw. Verstopfung der Herstdlungsvorrichtung und der Leitungen, so daß eine Stillegung des >o
Betriebs und eine teure Reinigung der Anlage erforderlich ist. Derartige vorzeitige Polymerisationen
treten besonders leicht in der zur Reinigung des Estermoiiomeren notwendigen Destillationsstufe auf.
Wenn während des Transports oder der Lagerung eine «
vorzeitige Polymerisation erfolgt, ist die Entfernung des Polymerisats aus dem Lagerbehälter extrem schwierig.
Außerdem tritt durch eine vorzeitige Polymerisation ein erheblicher Verlust ein, ganz abgesehen von der Gefahr
für Bedienungsmannschaft und Transportpersonal, fen
Es ist daher allgemein üblich, zur Inhibierung einer
vorzeitigen Polymerisation den ungesättigten Estern Stabilisatoren zuzugeben. Bevorzugte Polymerisationsinhibitoren verhindern jedoch nicht nur die vorzeitige
Polymerisation, sondern sollen andererseitü auch die b>
gewünschte Polymerisalionsreaktion, oder die Eigenschaften des Polymerisates, nicht nachteilig beeinflussen. Bei der gewollten Polymerisation wird die Wirkung
der Polymerisationsinhibitoren im allgemeinen dadurch verringert, daß man Polymerisationsinitiatoren zugibt,
Zu bekannten Polymerisationsinhibitoren gehören Phenole (wobei gewöhnlich Hydrochinon verwendet
wird) und aliphatische und aromatische Amine, beispielsweise Phenylendiamine. Diese Inhibitoren sind
z, B. in der US-PS 23 73 464 sowie in den Veröffentlichungen von W. Ross Y a t e s und ]udson L Ihrig,
»Inhibition of the Oxidation and Polymerization of
ίο Methyl Methacrylate. II. Effect of Aromatic Amines«, ].
Am. Chem. Soc 87 :4, 20.2. 1965, Seiten 710 bis 715, John L. Kice, »Inhibition of Polymerization. I. Methyl
Methacrylate«, J. Am. Chem. Soc, 76, 1954, Seiten
6274 ff. und Robert G. C a I d w e 11 und Judson L
Ihrig, »The Reactivity of Phenols toward Peroxy
Radicals. I. Inhibition of the Oxidation and Polymerization of Methyl Methacrylate by Phenols in die Presence
of Air«, ]. Am. Chem. Soc, 84, 1962, Seiten 7378 ff. beschrieben.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Inhibierung der Polymerisation von
monomeren Acryl- und Methacrylsäureestern, deren Alkoholkomponente eine Alkylgruppe mit I bis 8
Kohlenstoffatomen ist, durch Zugabe eines aliphatischen oder aromatischen Amins als Inhibitor in die
Esterzubereitung zu schaffen, das verbesserte Anlaufzeiten gibt.
Im Rahmen von Untersuchungen, die zur vorliegenden Erfindung führten, wurde festgestellt, daß Gemische
von Polyalkylenaminen und bestimmten N-Aryl-p-phenylendiaminen synergistische Wirksamkeit im Hinblick
auf die Inhibierung der Polymerisation von Acryl- und Methacrylsäureestern aufweisen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wurde
)5 nun dadurch gelöst, daß man als Inhibitor ein Gemisch
zugibt, bestehend aus einem geradkettigen Polyalkylenamin mit 3 bis 7 Stickstoffatomen und Alkylengruppen
mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen und einem Arylendiamin der allgemeinen Formel
in der X ein Wasserstoffatom, eine niedermolekulare
Alkyl- oder eine niedermolekulare Alkoxygruppe, R ein Wasserstoffatom oder eine niedermolekulare Alkylgruppe und R1 eine niedermolekulare Alkylgruppe
bedeuten oder die Reste R und R1 zusammen mit dem Stickstoffatom einer Pyrrolidinyl-, 2,5-Dimethylpyrrolidinyl-, Piperidino- und/oder Hexahydro-1 H-azepin-1 -yl-Rest bilden.
Die Inhibitorgeniische dieser Erfindung verleihen den
monomeren Acryl- und Methacrylsäureestern größere Stabilität als die einzelnen Komponenten, wenn sie
allein verwendet werden.
Gewöhnlich wird erfindungsgemäß so vorgegangen, daß man das Inhibitorgemisch dem Reaktor zugibt,
nachdem der Ester hergestellt, aber bevor das Reaktionsprodukt destilliert wird, um den ungesättigten
Ester von den Nebenprodukten und dem Reaktionsmedium zu isolieren. Im dllgemeinen werden der nach der
Destillation gewonnenen Esterfraktion zusätzliche Mengen an Inhibitorgemisch zugegeben, um die
Polymerisation während der Lagerung zu vermeiden.
Die Inhibiiorwirkung ist konzentrationsabhängig,
d, hn die Zeit vor dem Anlaufen der Polymerisation ist
um so länger, je mehr Inhibitor zugegeben wird. Pie Inhibitorgemische dieser Erfindung sind besonders
wirkungsvoll. Mengen von 1 ppm oder weniger, bezogen auf das Gewicht des Esters, sind ausreichend,
um eine Polymerisation zu inhibieren. Normalerweise werden für die meisten Zwecke 5 bis 50 ppm empfohlen,
wobei Mengen von 50 bis 200 ppm mitunter verwendet werden und 200 bis 5000 ppm zur Anwendung gelangen, in
wo erschwerte Bedingungen auftreten, die eine stärkere Inhibierung erforderlich machen. Obgleich größere
Mengen ebenfalls wirksam sind, werden jedoch höhere Dosierungen aus wirtschaftlichen Gründen vermieden
und sind gewöhnlich überflüssig. Die für irgendeine π gewünschte Induktionszeit erforderliche Menge kann
nach den hier beschriebenen Verfahren leicht bestimmt werden. Eine verbesserte Stabilisierung des ungesättigten
Esters ist zu beobachten, wenn die Menge des Polyalkylenamins 10 bis 90 Gewichtsteile pro 100
Gewichtsteile Inhibitprgemisch beträgt. Es ist darauf
hinzuweisen, daß der restliche Teil des Inhibitorgemisches ein Arylendiamin ist Im allgemeinen beträgt der
Anteil des Polyalkylenamins in dem Inhibitorgemisch 20 bis 80 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Gemisch. r>
wobei Mengen von 40 bis 60 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Gemisch bevorzugt weclen. Oftmals
werden gleiche Mengen Polyaikylenamin und Arylendiamin
verwendet.
Unter der Bezeichnung »Niedrigalkyl« sind verzweig- jn
te und unverzweigte primäre, sekundäre und tertiäre Alkylreste mit I bis 5 Kohlenstoffatomen zu verstehen,
wie z. B. Methyl-, Äthyl-, PropyJ-, n-Buryl-, Isobutyl-,
sek.-Butyl-, tert.-Butyl-Reste.
Die Bezeichnung »Polyalkylenamin« ist a1^ Gattungs- r,
bezeichnung für die Klasse von Aminen zu verstehen, die gekennzeichnet ist durch acyclische und cyclische
aliphatische Verbindungen, die Aminogruppen aufweisen, die durch Alkylenreste verbunden sind, und deren
Gemische. Die Alkylenreste können bei den Polyalkylenaminen gleich oder verschieden sein. Als Alkylengruppen
sind solche mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen zufriedenstellend, wobei Dimethylenreste besonders
bevorzugt werden. Wichtige Unterklassen von Polyalkylenaminen sind in den US-Patentschriften 32 44 666
und 37 48 221 beschrieben.
Zu geeigneten Polyalkytenaminen gehören beispielsweise
Diäthylentriamin.Triäthylentetramin,
Tetraäthylenpentamin, Pentaäthylenhexamin. -,o
Tetraäthylenpentamin, Pentaäthylenhexamin. -,o
Imino-bis(propylamin), Pentamethylenhexamin.
Diäthyldiäthyientriamin, Dipropylentriamin,
Tripropylentetramin,
Diäthyldiäthyientriamin, Dipropylentriamin,
Tripropylentetramin,
Diaminopropyltetramethylendiamin (Spermin) und Hexaäthylenheptamin. -,-,
Typische Beispiele für Verbindungen, die mit den Inhibitorgemischen dieser Erfindung stabilisiert werden
können, sind Methyl-, Äthyl-, Butyl- und 2-Äthylhexylester
der Acrylsäure und der Methacrylsäure.
Beispiele für zufriedenstellende N.N-Dialkyl-N'-phenylphenylendiamine
sind:
N.N-Dimethyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N,N-Diäthyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N,N-Dipropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N,N-Di-n-butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin b-,
N.N-Di-sek.-butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N.N-Di-n-pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-äthyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-propyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-isopropyl-N'-phenyl-p-phepylendiamin
N-Methyl-N-n-buiyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-sek.-butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-isobutyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Methyl-N-tert.-butyl-N'-phenyl-p-phenylencliamin
N-Methyl-N-n-pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Äthyl-N-propyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Äthyl-N-isopropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin N-Äthyl-N-n-butyl-N'-pher.jI-p-phenylendiamin
N-Äthyl-N-n-pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-'rTopyl-N-n-butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Propyl-N-sek.-butyl-N'-phenyl-p-phenylendianiin.
N-Äthyl-N-isopropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin N-Äthyl-N-n-butyl-N'-pher.jI-p-phenylendiamin
N-Äthyl-N-n-pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-'rTopyl-N-n-butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Propyl-N-sek.-butyl-N'-phenyl-p-phenylendianiin.
Beispiele für zufriedenstellende N.N-Dialkyl-N'-substituierte
Phenylphenylendiamine sind:
N,N-Dimethyl-N'-(4-methoxyphenyl)-p-phenylendiamin
N.N-Dimethyl-N'-(4-äthoxyphenyl)-p-phenylendiamin
N.N-Diäthyl-N'-(4-methoxyphenyl)-p-phenylendiamin
N.N-Diäthyl-N'-(4-äthox.yphenyl)-p-phenylcniliamin.
Typische Beispiele für zufriedenstellende N-Alkyl-N'-phenyl-p-phenylendiamine
sind:
N-Methyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Äthyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Propyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-lsopropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-lsobutyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-sek.-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-n-Pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-ten.-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-tert.-Amyl-N'-phenyl-p-phenyiendiamin.
Zufriedenstellende heterocyclische-Amino-N'-phenyl-p-phenylendiamine sind
N-Äthyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Propyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-lsopropyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-lsobutyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-sek.-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-n-Pentyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-ten.-Butyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-tert.-Amyl-N'-phenyl-p-phenyiendiamin.
Zufriedenstellende heterocyclische-Amino-N'-phenyl-p-phenylendiamine sind
N-(4-Anilinophenyl)-pyrrolidin
N-(4-Anilinophenyl)-2,5-dimethylpyrrolidin
1 -(4-AnilinophenyI)-piperidin und
l-(4-Anilinophenyl)-hexahydro-IH-azepin.
Die Inhibitorgemische dieser Erfindung verlängern die Induktionsdauer vor dem Anlaufen der Polymerisation von Acryl- und Meihacrylsäureestermonomeren. Die «Anlaufzeit« ist die Zeit vom Beginn der Untersuchung bis zum Beginn der Polymerisation. Sie kann zweckmäßigerweise dadurch bestimmt werden, daß man entweder die Temperatur einer Probe mißt, um die Freisetzung von Wärme festzustellen, die dann stattfindet, wenn die Polymerisation beginnt, oder daß man die Volumänderung einer Probe mißt, um die Volumverringerung festzustellen, die im Verlauf der Polymerisation erfolgt. Jedes Verfahren ist bei nichtkalalysierten Proben oder Proben, denen der Polymerisationsinitiator zugegeben wurde, anwendbar. Das exotherme Verfahren ist von Bockstahler u. a. in Ind. & Eng. Chem., 50(10), 1581, und das dilatometrische Verfahren von C a I d w e 11 und I h r i g.). Am. Chem. Soc. 84. 2886 beschrieben.
N-(4-Anilinophenyl)-2,5-dimethylpyrrolidin
1 -(4-AnilinophenyI)-piperidin und
l-(4-Anilinophenyl)-hexahydro-IH-azepin.
Die Inhibitorgemische dieser Erfindung verlängern die Induktionsdauer vor dem Anlaufen der Polymerisation von Acryl- und Meihacrylsäureestermonomeren. Die «Anlaufzeit« ist die Zeit vom Beginn der Untersuchung bis zum Beginn der Polymerisation. Sie kann zweckmäßigerweise dadurch bestimmt werden, daß man entweder die Temperatur einer Probe mißt, um die Freisetzung von Wärme festzustellen, die dann stattfindet, wenn die Polymerisation beginnt, oder daß man die Volumänderung einer Probe mißt, um die Volumverringerung festzustellen, die im Verlauf der Polymerisation erfolgt. Jedes Verfahren ist bei nichtkalalysierten Proben oder Proben, denen der Polymerisationsinitiator zugegeben wurde, anwendbar. Das exotherme Verfahren ist von Bockstahler u. a. in Ind. & Eng. Chem., 50(10), 1581, und das dilatometrische Verfahren von C a I d w e 11 und I h r i g.). Am. Chem. Soc. 84. 2886 beschrieben.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Inhibitoren wurden mittels des exothermen Verfahrens
nach Bockstahler u. a. bewertet. Die Zeit, die bei einem unter Versuch siehenden Monomeren zur Einleitung
der Polymerisation erforderlich ist, wird bei erhöhten Temperaturen bestimmt, Der Versweh beruht auf dem
Prinzip, daß die Polymerisation exotherm ist und daher
die Initiierung durch Beobachtung einer Temperaturänderung zwischen einer Versuchsprobe und einer
stabilen Vergleichsprobe, die in der gleichen Umgebung gehalten wird, festzustellen ist, Das Verfahren besteht
darin, daß man ein Reagenzglas (das mit einem Thermoelement ausgestattet ist) und eine gemessene
Menge eines Monomeren enthält, in ein innerhalb der to Grenzen von ±0,25°C gehaltenes, temperaturkonstantes
Bad bringt. Ein ähnliches Reagenzglas, das Silikonöl enthält, wird als Vergleichsprobe verwendet. Ein
Differentialthermoelement mißt kontinuierlich den Unterschied der Temperatur ΔΤ zwischen der Versuchs-
und der Vergleichsprobe. Alle Proben werden im Dunkeln gemessen, um Lichteinwirkungen auszuschalten.
Der Thermostrom wird auf einen Schreiber übertragen und so Δ T gegen die Zeit aufgezeichnet.
Wenn die Polymerisation eintritt, ist eine scharfe Abweichung des Δ T-Wertes zu beobachten, wodurch
die Anlaufzeit bestimmt wird.
Es folgt nunmehr eine Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen.
Das zur Erläuterung der Wirkung der Inhibitorgemisehe
der Erfindung verwendete Versuchsmonomere ist Äthylmethacrylat. Eine Äthylmethacrylat-Lieferung mit
einem Gehalt an Hydrochinoninhibitor wird wiederholi mit 0,5 n-Natriumhydroxidlösung und schließlich mit
Wasser gewaschen, um den gesamten Hydrochinoninhibitor aus dem Material zu entfernen. 50 g des
unstabilisierten Äthylmethaerylats werden in das eine
Reagenzglas plaziert. Man stellt ein« Lösung des
Inhibitorgemisches her, indem man eine sorgfältig gewogene Menge des Inhibitorgemisches zu 10 ml
unstabilisiertem Äthylmethacrylat zugibt. Man gibt dann mit einer Mikropipette ein geeignetes Volumen
der Inhibitorgemisch-Lösung zu der Versuchsprobe zu. wodurch man die gewünschte Inhibitor-Konzentration
erhält. Die Versuchsprobe wird in einem temperaturkonstanten Bad auf 85°C gehalten und die Anlaufzeit,
wie vorausgehend beschrieben, in Stunden bestimmt. Bei Wiederholung des Versuches wird die Durchschnittsanlaufzeit
angegeben.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren verbessert inhibierte Acrylatzubereitungen, welche als Inhibitorgemisch
Tetraäthylenpentamin, Triäthylentetramin und ein Gemisch von Polyäthylenaminen (das von der Firma
Union Carbide Corporation unter der Bezeichnung »Polyamin H« in den Handel gebracht wird) enthalten,
sind in den Tabellen I bzw. JI und III erläutert Zubereitungen, die das Acrylatmnnomere und Polyalkylenamin
enthalten, und Zubereitungen, die Acrtylatmonomeres und Arylendiamine enthalten, dienen als
Kontrollproben. Zubereitungen, die Acrylativ.onomeres
und Gemische von Polyalkylenamin und Arylendiamin
enthalten, entsprechen den durch das erfindungsgemäße Verfahren verbessert inhibierten Zubereitungen. Die
Zahlen zeigen, daß die Acrylatzubereitungen, die Gemische von Polyalkylenamin und Arylendiamin
enthalten, wesentlich verbesserte Anlaufzeiten aufweisen.
Tetraäthylenpentamin
Arylendiamin
(ppm)
Anlaufzeit
(Stunden)
N-tert.-Amyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N-tert.-Amyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin
l-(4-Anilinophenyl)-hexahydro-lH-azepin
l-(4-Anilinophenyl)-hexahydro-lH-azepin
N,N-(Diäthyl)-N'-(phenyI)-p-phenyIendiamin
N,N-(Diäthyl)-N'-(phenyl)-p-phenyIendiamin
| — | 16 |
| 5 | 119 |
| 2,5 | 178 |
| 2,5 | 83 |
| 5 | 137 |
| 2,5 | 160 |
| 5 | 113 |
| 2,5 | 226 |
| 5 | 118 |
| 2,5 | 172 |
Tabelle Π
Triäthyientetramin
Arylendiamin
(ppm)
Anlaufzeit
(Stunden)
(Stunden)
N,N-(Dimethyl)-N'-(4-methoxyphenyl)-p-phenylendiarnin 5 N,N-(Dimethyl)-N'-(4-methoxyphenyl)-p-phenylendiamin 2,5
N,N-(Diisobutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin 2.5
5 N,N-{Diisobutyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin 2,5
17
133
167
52
88
89
Acrylatzubereitungen mit einem Gehalt von 1:1-Gemischen aus einer Mischung von Polyalkylenaminen
und Arylendiaminen
(ppm) (ppm) (Stunden)
N-(tert.-Butyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin 2.5 N-6tert.-Butyl)-N'-phenyl-p-phenylendiamin
N.N-<[)i;ithy I )-N'-( phenyl )-p-phenylendiamin
2.5 N.N-(Di;ithyl)-N'-(phenyl)-p-phenylendianiin
■ι t- wurde ein Produkt der Union Carbide Corporation eingesetzt, das ein Cicmisch von l'olyathylcnamincn ist.
| — | 16 |
| 5 | ιιυ |
| 2.5 | 153 |
| 2.5 | 93 |
| 5 | 118 |
| 2.5 | 171 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Inhibierung der Polymerisation von monomeren Acryl- und Methacrylsäureester^ deren Alkoholkomponente eine Alkylgruppe mit I bis 8 Kohlenstoffatomen ist, durch Zugabe eines aliphatischen oder aromatischen Amins als Inhibitor in die Esterzubereitung, dadurch gekennzeichnet, daß man als Inhibitor ein Gemisch zugibt, bestehend aus einem geradkettigen Polyalkylenamin mit 3 bis 7 Stickstoffatomen und Alkylengruppen mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen und einem Arylendiamin der allgemeinen Formel
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|---|---|---|---|
| US43643874A | 1974-01-25 | 1974-01-25 |
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| DE2502954C3 true DE2502954C3 (de) | 1978-10-05 |
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- 1975-01-24 DE DE19752502954 patent/DE2502954C3/de not_active Expired
- 1975-01-24 IT IT1956975A patent/IT1031139B/it active
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