DE2502167C2 - Elektrochemische Zelle mit bipolaren Elektroden - Google Patents
Elektrochemische Zelle mit bipolaren ElektrodenInfo
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Description
Eine elektrochemische Zelle soll, vom verfahrenstechnischen Zweck her, so beschaffen sein, daß der
vorgegebene elektrochemische Prozeß mit einem Mindestaufwand an elektrischer Energie und einem
Höchstmaß an Rauin-Zeit-Ausbeute durchgeführt werden
kann. Konstruktiv soll die Zelle gewissen wirtschaftlichen und praktischen Erfordernissen wie: kostengünstige
Werkstoffe für Gehäuse und Elektroden, unkomplizierte EinzeLJie und schnelle Montier- bzw.
Demonticrbarkeit genügen.
Nach der Wirkungsweise der Einzelelektroden
unterscheidet man zwischen münopr;3rer und bipolarer
Schaltung. In Trogzellen sind die Elektroden, vertikal stehend oder hängend, meist monopolar geschaltet. Der
Aufwand für die Gehäuse (Tröge) ist allerdings beträchtlich. In Rahmen- und Platten-Zellen können die
Elektroden monopolar oder bipolar geschaltet sein, «o
Eine Trennung der Elektrodenräume ist ohne weiteres möglich. Ein Nachteil dieser Anordnung besteht in der
Notwendigkeit einer Vielzahl von Dichtungselementen.
Dieser Nachteil wird bei der Plattenstapelzelle fast
vollständig vermieden. In einer besonders einfachen *s
Ausführungsform besteht die Zelle aus einem Stapel aus bipolar in Serie geschalteten kreisrunden Elektrodenplatten,
die eine zentrale Bohrung besitzen und in geringen Abständen voneinander angeordnet sind. Der
Elektrolyt fließt dabei vorzugsweise radial von innen nach außen. Als Abstandshalter dienen radial angeordnete
Streifen aus isolierendem Material. Wenn die Streifen entsprechend dünn (0,05 bis 2,0 mm) sind, ergibt
sich eine sogenannte Kapillarspaltzelle. Einzelheiten der Konstruktion dieser Zelle sind in Zusammenhang mit
der Elektrosynthese des Adipodinitrils in der DE-OS 18 04 809 (vgl. auch J. Appl. Electrochem. 2, 59 (1972))
und der Elektrosynthese des Dimethylsebacats in der DE-OS 20 14 985 (vgl. auch Elektrochim. Acta 18, 359
(1973)) beschrieben. Bei dieser Kapillarspaltzelle sind die Einzelelektroden gemeinsam in einem ungeteilten
Elektrolytraum untergebracht; die Steuerströme, die hierbei auftreten, sind wegen der Stapelgeometrie im
allgemeinen gering und werden zugunsten des erzielten einfachen Aufbaus vernachlässigt. 6<>
Man hat bisher die Plattenstapel entweder horizonta! angeordnet oder aufrecht hängend am Deckel der Zelle
befestigt. Im letzteren Falle wurden Elektrolyt und Betriebsspannung dem Stapel über eine entsprechende
Gestaltung des Deckels zugeführt.
Diese Anordnung hat Nachteile; z. B. ist durch Vergrößerung der Platten und/oder eine Vermehrung
ihrer Zahl, etwa beim Übergang vom Versuchs- in den Produktionsmaßstab eine Zellerweiterung kaum möglich,
da in der Regel z. B. eine zu starke Belastung des Zellendeckels auftritt Bei Montage und Demontage des
Plattenstapels ist ferner jeweils die Zuleitung zum Inneren des Stapels zu montieren bzw. zu lösen. Durch
thermische Belastung der Elektroden sowie unter dem quellenden Einfluß lösungsmittelhaltiger Systeme können
sich zudem die Elektrodenabstände merklich ändern.
Die Erfindung geht aus von einer elektrochemischen Zelle (vgl. A b b. 1 und 2), bei der vorzugsweise
kreisförmige bipolare Elektroden in geringem Abstand zueinander angeordnet einen Stapel (2) bilden und
gemeinsam in einem ungeteilten Elektrolytraum untergebracht sind, wobei der Stapel eine zentrale Bohrung
zur Flüssigkeitszufuhr aufweist und die Einzelplatten des Stapeis untereinander von Abstandshaltern derari
getrennt sind, daß sich im Plattenzwischenraum eine Flüssigkeitsströmung vorzugsweise radial von innen
nach außen einstellen kann und wobei ferner eine Grundplatte (2) bzw. Endplatte vorhanden ist, die Mittel
zur Flüssigkeitszuleitung (3) in die zentrale Bohrung und bzw. oder zur Zuleitung des elektrischen Stromes (5
bzw. 6) aufweist.
Die Erfindung beseitigt die geschilderten Nachteile dadurch, daß der Stapel auf der Grundplatte steht und
von dieser gelragen wird.
Die Zufuhr der Flüssigkeit kann, wie dies in A bb. 1
angegeben ist, mit einer eigenen Leitung oder in die Basisplattc integriert (A b b. 2) geschehen. Da die
Grundplatte den tragenden und daher i. a. fest angeordneten Bestandteil der Anlage darstellt während
die übrigen Teile abnehmbar gestaltet sind, ist diese Form der Zufuhr vorzuziehen.
Die abströmende Flüssigkeit gela-.rjri im allgemeinen
durch entsprechende Bohrungen (4) in der Grundplatte in einen darunter befindlichen, an die Grundplatte
angedichteten Gasabscheider (7) von dem aus sie über einen entsprechenden Ablauf (8) der weiteren Behandlung
zugeführt oder teilweise in die Zelle (über einen Wärmetauscher) zurückgeführt wird.
Außerdem weist die Anlage gewöhnlich auch ein Gehäuse (9) auf. um Verluste an gasförmigen Reaktionsteilnehmern oder -produkten zu vermeiden oder
gegebenenfalls die Anwendung von erhöhtem Druck zu gestatten.
Die Stromzufuhr geschieht einerseits über die Grundplatte und andererseits über eine entsprechende
ausgebildete Endplatte des Elektrodenstapels.
Der Plattenstapel ist vorzugsweise rotationssymmetrisch aufgebaut, besteht also im einzelnen aus
kreisrunden Platten mit zentraler Innenbohrung. Die Flüssigkeit durchströmt den Plattenstapel von innen
nach außen. Um große Änderungen der Strömungsgeschwindigkeit und damit stark unterschiedliche chemische
Belastung im Elektrodenspalt zu vermeiden, sollte das Verhältnis des Bohrungs- zum Außendurchmesser
nicht zu ungünstig sein. Ein Verhältnis von etwa 1 : 3 hat sich als besonders günstig erwiesen. Der Abstand
zwischen den Elektroden wird durch radial angeordnete Streifen aus isolierendem nicht quellendem Material
entsprechender Dicke eingestellt. Diese Abstandshalter können auch, wie in Abb. 4 angedeutet, die Form von
Keilen haben, die von außen nach innen sich verjüngen und entweder bis zur Innenausbohrung (a) oder bis zu
einem Endpunkt im Innern des Elektrodenspaltes (b)
reichen. Auf diese Weise läßt sich eine gleichmäßigere Strömung durch die Anordnung erzielen. Die Strömung
im Innern des Elektrodenplattenstapels kann ebenfalls, z. B. durch einen koaxial angeordneten Verdrängungskörper
in Form eines hängenden Kegelstumpfes gleichmäßiger gestaltet werden.
Der Abstand zwischen den bipolaren Elektrodeiiplatten
kann an sich in weiten Grenzen gewählt werden. Es ist jedoch für viele elektrochemische Reaktionen
zweckmäßig, den Abstand möglichst klein zu wählen, um die Zellenspannung und damit den Energieverbrauch
gering zu halten und um eine hohe Raum-Zeit-Ausbeute
und einen niedrigen Volumenfluß des umzuwälzenden Elektrolyten bei einer gegebenen
Strömungsgeschwindigkeit zu erzielen.
Die Platten selbst können rund sein oder aber eine andere geometrische Gestalt haben. Die kreisrunde
Form ermöglicht die technische Fertigung von Platten höher Ebenheit ohne größen Aufwand und erlaubi
Elektrodenabstände von weniger als 1 mm einzustellen. Die den Plattenstapel im Betrieb außen umgebende
Flüssigkeitsmenge stellt, wie schon angedeutet, bei diesem Zellenaufbau einen elektrischen Nebenschluß
dar, der jedoch nicht ins Gewicht fällt, wenn die Plattendicke groß ist gegen die Dicke des Kapillarspaltes
und überdies weiter herabgesetzt werden kann, wenn man die Elektrodenplatten jeweils mit dicht
anliegenden Ringen aus isolierendem Material umgibt. Die erfindungsgemäße Anordnung bietet hierbei einen
zusätzlichen Vorteil dadurch, daß die aus dem Stapel austretende Flüssigkeit nur einen dünnen Film bildet,
der über den Stapel außen herabrinnt. Ob dieser Vorteil genutzt werden kann, hängt natürlich davon ab, wie
groß die Leitfähigkeit der Flüssigkeit ist; bei niedrigerer Leitfähigkeit wird im allgemeinen ein geringerer
Verluststrom beobachtet als bei hoher Leitfähigkeit.
In manchen Fällen, z. B. Elektrolyse von halogenwasserstoffsauren
!lösungen, vermag das umzusetzende Medium Metalle, die im Innern der Zelle vorhanden
sind, anzugreifen. Dies gilt z. B. für die Kontakiplatten, die metallische Grundplatte und Rohrleitungen. Selbst
ein sehr geringer Angriff der Metalle führt zu Störungen, wenn eine kathodische Reduktion an Bleioder
Graphitkathoden — etwa die kcduktion von Aceton zu Pinacol — durchgeführt wird; das Verfahren
versagt, wenn die Kathoden durch Spuren von Eisen oder Kupfer vergiftet werden. In solchen Fällen ist es
notwendig, alle Metallteile der Zelle bis auf die Elektroden der direkten Einwirkung des Mediums zu
entziehen. Die Grundplatte nach Ä b b. 2 besteht in diesem Fall aus Kunststoff, z. B. Polypropylen. Die
Kontaktplatte ist in diese Basisplatte eingelassen und nach außen z. B. mit O-Ringen abgedichtet. Die
Strom-Zuleitung (6) ist durch die Basisplatte flüssigkeitsdicht hindurchgeführt. Ebenso kann die obere
Kontaktplatte in Kunststoff gekapselt werder..
Die Montage bzw. Demontage des Plattenstapels wird erleichtert, wenn sie — bei abgenommenem
Zellengehäuse — direkt auf die Grundplatte erfolgt. Der Plattenslapel kann dabei als Einheit von oben in die
Zelle eingesetzt bzw. aus ihr entfernt werden.
Das Material für die Elektrodenplatten der Zelle richlet sich nach der Art des durchzuführenden
Elektrodenprozesses. Mit Vorteil arbeitet man mit sogenannten Verbundelektroden. Auf eine Platte aus
Graphit, Titan, Aluminium oder Edelstahl wird galvanotechnisch, durch Aufkleben einer dünnen Folie mittels
eines leitenden Metallklebers oder durch Plattieren die vorgesehene Elektrodenschicht aufgebracht.
Diese kann z. B. bestehen: anodisch aus Platin, aktiviertem Titan oder Tantal, Bleidioxid, Magnetit oder
Mangandioxid; kathodisch aus Blei, amalgamiertem Blei, Kadmium, Nickel, Edelstahl.
Eine besonders einfache Konstruktion besteht aus Platten aus Graphit oder graphitgefülltem Kunststoff,
wobei demnach Kathode wie Anode aus Graphit bestehen.
Die Zelle eignet sich für absatzweisen und kontinuierlichen
Betrieb. Bei kontinuierlichem Betrieb besteht die Möglichkeit, den Elektrolyten durch mehrere Zellen
hintereinander zu leiten, d. h. eine Kaskade aus den Zellen zu bilden oder diese in einem Mischkreis
anzuordnen, dem kontinuierlich frischer Elektrolyt zugeführt und umgesetzter Elektrolyt entnommen wird.
Eine praktisch erprobte Konstruktion ist wie folgt aufgebaut iAbb.2): Die Grundplatte (I) besteht aus
Polypropylen und enthält die Zuieiiurg für den Elektrolyten (3;. Eine Stromzuführung (6) aus Stah! ist in
die Grundplatte tingelassen.
Der Plattenstapel (2) setzt sich aus 11 Ronden aus
synthetischem Graphit mit einem Außendurchmesser von 200 mm (Qualität ES der Firma Sigri in Meitingen)
zusammen. Der Durchmesser der Innenbohrung ist 65 mm. Die Dicke der bipolaren Platten beträgt 15 mm.
Der Abstand zwischen den Platten wird durch jeweils 4 radiale Streifen aus 0,5 mm dicken Polypropylen, die
sich nach innen keilförmig verjüngen eingestellt. Die Zahl der Elektrodenpaare bzw. Elektrolyseräurne
beträgt somit 10. Unter Berücksichtigung der durch die
Abstandshalter abgedeckten Zonen beträgt die gesamte Anoden- bzw. Kaihodenfläche 26 dm2.
Der Anschluß der Endplatten, deren Dicke 30 mm beträgt, erfolgt über je eine aufgeschraubte Edulstahlplatte,
die gegen den Elektrolyten mit Hilfe >όπ Polypropylen von O-Ringen aus Viton AR hermetisch
abgedichtet ist. Der Plattenstapel wird durch 3 um 120° gegeneinander versetzte Bolzen am Umfang zugsammengehalten.
Die Zelle ist in einem zylindrischen Gehäuse (9) aus technischem Glas montiert, welches in
einen Flüssigkeitskreislauf eingeschaltet ist. In diesem Kreis befindet sich außerdem ein Gasabscheider (7)
unterhalb der Zelle, eine Zentrifugalpumpe und ein Wärmetauscher.
Zur Demonstration der Zellenwirkung wird die elektrochemische Oxidation von Propylen zu Propylenoxid
in verdünnter NsBr-Lösung (Bromhydrinverfahren) durchgeführt.
Zu Beginn des Versuche.! wird die Zelle mit 45 kg einer 2p.,Ozentigen Natriumbromidlösung beschickt.
Die Lösung wird mit einem Volumenfluß von 2,6 mVh (entsprechend einer mittleren Geschwindigkeit von
35 cm/sec im Elektrodenspalt) umgepumpt. Vor der Zelle befindet sich ein Begasungsventil, durch das
Propylen mit einer Volumenmenge von 120 Normallitern pro Stunde, entsprechend einem berechneten
lOprozentigen stöchiometrischen Überschuß über die
angewandte Strommenge in feinster Verteilung im Elektrolyten dispergiert wird. Das nichtumgeset/.te
Propylen verläßt zusammen mit dem Elektrolytwasserstoff die Zelle über einen Kühler (25°C) und eine
nachgeschaltete Kühlfalle (-200C).
Nach Einschalten eines Stromes von 26 A, entsprechend einer Stromdichte von 10 A/cm2, stellt sich eine
Gesamtspannung von 31,0 Volt ein. Die Temperatur im
Elektrolyten wird durch Flußwasser-Kühlung auf 45°C gehalten. Der pH-Wert wird durch Zudosierung von
halbkonzentrierter Bromwasserstoffsäure über ein pneumatisch gesteuertes Ventil auf pH 9,0 gehalten.
Nach einer Stunde beträgt die gaschromatographisch (gegen n-Butanol als innerer Standard) ermittelte
Propylenkonzentration im Elektrolyten 0,45%, nach 2 Stunden 0,82% und nach 3 Stunden 1,20%. Die
mittlere Stromausbeute für Propylenoxid während dieser Anfangsperiode beträgt also 58%. Das als
Nebenprodukt gebildete Dibrompropan löst sich zunächst im Elektrolyten. Wenn die Löslichkeit
überschritten wird, tritt es als ölphase in Erscheinung, die in einem Abscheider im Elektrolytkreislauf zurückgehalten
wird. Nach 3 Stunden entspricht die vorhandene Dibrompropanmenge (0,1%) einer mittleren Stromausbeute
von 1,5%. Der Verbrauch an HBr zur Konstanthaltung des pH-Wertes beträgt 0.7 mMol/Ah.
Nach Ablauf der dreistündigen Anfangsperiode wird dem Reaktor 2prozentige NaBr-Lösung mit einer
Geschwindigkeit von 9 l/h zugeführt und propylenoxidhaltige Lösung mit derselben Geschwindigkeit zwecks
Aufarbeitung entnommen. Die Stromausbeute für Propylenoxid während dieser kontinuierlichen Betriebsperiode betrug 42%.
Eine elektrochemische Zelle zur Elektrosynthese von Sebacinsäuredi-2-äthylhexylester aus Adipinsäuremono-2-äthylhexylester
wird nach dem in Abb. 1 dargestellten Prinzip wie folgt aufgebaut:
Die Basisplatte (1) besteht aus 10 mm starkem Edelstahl, Werkstoff-Nr. 14 571, und enthält die
Zuleitung für den Elektrolyten (3) sowie eine Kabellasche (6) für die Stromzuführung. Der Plattenstapel (2)
setzt sich aus 11 runden Platten aus synthetischem Graphit, beschichtet mit einer 50 μ starken Platinfolie
zusammen. Der Außendurchmesser dieser Platten beträgt 130 mm, der Durchmesser der Innenbohrung
20 mm. Die Dicke der nicht durchbohrten Endplatte beträgt 30 mm, die der Bipolarplatten 15 mm. Der
Abstand zwischen den Elektroden wird durch jeweils 4 radial angeordnete Polypropylenstreifen 0,5 mm dick
und 3 mm breit, eingestellt.
Es sind 10 Elektrodenpaare vorhanden, die zusammen eine aktive Elektrodenfläche von 12,5 dm2 besitzen, je
1.25 dm2. Der Anschluß der Endplatte erfolgt über eine aufgeschraubte Edelstahlplatte, Werkstoff-Nr. 14 571,
die auf der Endelektrode aufliegt. Der Plattenstapel befindet sich in einem zylindrischen Gefäß aus
technischem Glas. Basisplatte sowie Endplatte werden mittels dreier Schrauben um 120" gegeneiannder
versetzt am Umfang zusammengehalten. Dieses Glasgefäß ist Bestandteil eines Flüssigkeitskreislaufes, in
■> welchem sich ein Gasabscheider außerdem direkt unter
der Zelle sowie eine Zentrifugalpumpe und ein Wärmetauscher befinden. Der Elektrolyt wird mittels
einer Dosierpumpe vor der Zelle in den Kreislauf gepumpt und verläßt die Zelle über einen Überlauf am
Gasabscheider. Die entstehenden Gase werden über einen Wärmetauscher abgeführt.
Zu Beginn des Versuches wird die Zelle mit 622ü g Elektrolyt, bestehend aus 2458 g Adipinsäuremono-2-äthylhexylester,
3686 g Methanol und 76 g 50prozenti-
!■> ger Natronlauge beschickt. Die Lösung wird mit einer
Geschwindigkeit von 7,35 mVh umgepumpt, dabei beträgt die Austrittsgeschwindigkeit am Elektrodenspalt
I m/sec.
Nach Einschalten eines Stromes von 25 A, entsprechend
einer Stromdichte von M A/dm', stellt sich eine
Gesamtspannung von 110 V ein. Die Temperatur wird auf 5O0C gehalten. Der Strom wird periodisch alle
20 Minuten für 15 Sekunden unterbrochen.
Nach einer Anlaufzeit von !Stunde sind 1769g Adipinsäuremono-2-äthylhexylester verbraucht, die
Säurezahl sinkt dabei von 77,2 auf 15,5. Durch kontinuierliches Zudosieren von 6220 g Elektrolyt pro
Stunde wird diese Säurezahl aufrechterhalten.
Stüno'lich verlassen 5864 g Elektrolyt den Kreislauf
durch den Überlauf. Über den Gaskühler verlassen 302 g Coj, 7 g H2 und 47 g Methanol die Zelle.
Aus dem Elektrolyten werden in einem Dünnschichtverdampfer
3639 g Methanol und 38 g Wasser abgetrennt. Als Rückstand werden 1824 g rohes Diisooctylsebacat
erhalten. Der Rohester wird mit 110 g NaOH
5prozentig verrührt, die wäßrige Phase abgetrennt. 3 χ mit je 1800 ml Wasser neutral gewaschen und
anschließend 2 Stunden mit Kaltdampf ausgeblasen. Die leichtflüchtigen Nebenprodukte werden dabei abge-
*o trennt. Man erhält 1168g 99,5prozentigen Sebacinsäuredi-2-äthylhexylester
(nach gaschromatographischer Analyse).
Die abgetrennte Salzlösung und das Waschwasser werden mit Schwefelsäure bis pH 2 angesäuert. Der
abgetrennte Adipinsäuremono-2-äthylhexylester wird
mit Wasser schwefelsäurefrei gewaschen und kann dem Kreislauf wieder zugeführt werden.
Die Stromausbeute beträgt 58,8%
Materialumsatz 80,0%
Materialumsatz 80,0%
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektrochemische Zelle aus vorzugsweise kreisförmigen bipolaren Elektroden, die in geringem Abstand voneinander angeordnet einen Stapel 5 bilden und gemeinsam in einem ungeteilten Elektrolytraum untergebracht sind, wobei der Stapel eine zentrale Bohrung zur Flüssigkeitszufuhr aufweist und die Einzelplatten des Stapels untereinander von Abstandshaltern derart getrennt sind, daß sich im Plattenzwischenraum eine Flüssigkeitsströmung radial von innen nach außen einstellen kann und wobei ferner eine Grundplatte (1) bzw. Endplatte vorhanden ist, wobei die Grundplatte Mittel zur Flüssigkeitszuleitung (3) in die zentrale Bohrung aufweist '5 und Mittel zur Zuleitung des elektrischen Stromes (5 bzw. 6) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapel auf der Grundplatte steht und von dieser getragen wird.20
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