DE2500935B2 - Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Kraftstofflagern - Google Patents
Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder KraftstofflagernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
!.
Es sind Vorrichtungen zum Löschen von Treibstoffbränden
bekannt, wobei Löschmittel automatisch abgegeben werden. So beschreibt die US-PS 3 783 946
eine Vorrichtung zur Löschmittelabgabe auf die Außenwand eines Flugzeuges um einen Kraftstoffbrand
. zu löschen. Bemerkenswert für die verwendeten Löschmittelbehälter ist, daß in ihrem Inneren sich die
Löschmittel in homogenem und noch nicht verteiltem Zustand befinden. Diese müssen erst bei eintretenden
ο Brandfall durch entsprechende Vorrichtungen verteilt werden, die nicht in jedem Falle funktionieren und
auch in ihrer Wirkung unsicher sind.
Ferner sind aus der US Defense Publication SN-685 682 zur Brandbekämpfung an Kraftstoffbehältern
Mikrokapseln bekannt, die ein Feuerlöschmittel enthalten und deren Umhüllung durch Hitze und/oder
Druck bei einer vorbestimmten Temperatur zerstört wird, wodurch das Feuerlöschmittel freigesetzt wird.
Aus der VFDB-Zeitschrift »Forschung und Tech- -7<>
nik im Brandschutz«, November 1971, 20. Jg. H. Nr. 4, S. 101 bis HO, insbesondere S. 103 und 106,
sind Kombinationslöschverfahren mit mikroverkapselten flüssigen Halon, mit Halon-Gele, Halon-Emulsionen
und an festem Träger absorbiertes flüssiges -> Halon als Löschmittel bekannt.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter der eingangs
genannten Art, bei der im Brandfall das Löschmittel selbsttätig, ohne zusätzliche Hilfseinrich-)')
tungen auf der Außenwand des Kraftsoffbehälters oder des Flugzeuges, des Kraftfahrzeuges oder des
Kraftstofflagers verteilt wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Speicherräume und Abgabeleitungen
!'■ zur Abgabe einer Vielzahl an sich bekannter, ganz
kleiner zerstörbarer Löschmittelbehälter ausgestattet sind, die so als Wirbelkörper ausgebildet sind, daß sie
nach der Abgabe vom Auftrieb der Brandgase getragen über die Behälteraußenwand verteilt werden und
in dabei unter der zerstörenden Einwirkung der Hitze
das Löschmittel abgeben.
Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der ■»■>
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 Querschnitt eines Kraftstoffbehälters im Rumpf eines Flugzeuges mit Feuerlöschvorrichtung
und Speicherräumen,
■>» Fig. 2 Längsschnitt eines Kraftstoffbehälters in der
Tragfäche eines Flugzeuges mit Feuerlöschvorrichtung,
Fig. 3 Schnitt durch den Kraftstoffbehälter gemäß Fig. 1 in der Ebene der Speicherräume,
r>~) Fig. 4 Längsschnitt eines Speicherraumes mit Auslösevorrichtung,
r>~) Fig. 4 Längsschnitt eines Speicherraumes mit Auslösevorrichtung,
Fig. 5 Auslösevorrichtung von vorne gesehen für eine runde Ausführung des Speicherraumes,
Fig. 6 Auslösevorrichtung von vorne gesehen, für wi eine ovale Ausführung des Speicherraumes,
Fig 7 und 8 Querschnitte von Wirbelkörpern,
Fig. 9 Brennendes Flugzeug mit abgebrochener Tragfläche und durch flammenlöschende Wirbelkörper entstandene Fiuchtgasse.
Fig. 9 Brennendes Flugzeug mit abgebrochener Tragfläche und durch flammenlöschende Wirbelkörper entstandene Fiuchtgasse.
πι Um eine ausreichende Lö.chwirkung zu erzielen
werden Speicherräume 3 im Inneren oder außerhalb der Kraftstoffbehälter 1 angeordnet. Der verschlossene
Teil !ie°t nach oben Der offene, mit einem Dek-
kel 4 versehene Teil ist nach unten gerichtet. Ist der
Speicherraum 3 im Innern angebracht, so liegt er schräg. Aus Gründen der Stabilität können immer
zwei Speicherräume 3 oben gegeneinander stoßen. Der eine läuft unten nach der einen Behälterseite, der
andere nach der gegenüberliegenden Behälterseite (s. Fig. 1). Auch in den Kraftstoffbehältern 1 der Tragflächen
befinden sich Speicherräume 3, die naturgemäß kleiner sind (vgl. Fig. 2). Die Speicherräume 3
können auch so angebracht werden, daß der verschlossene Teil nach unten und der offene, mit dem
Deckel 4 versehene Teil nach oben gerichtet ist. In diesem Fall muß der Gasdruck etwas höher liegen.
Von diesen Speicherräumen 3 befinden sich im großen Kraftstoffbehälter 1 des Flugzeuges mehrere.
Beispielsweise im Abstand von je zwei Metern (s. Fig. 3). Wichtig ist der Deckel 4 mit der ihn umgebenden
Halterung 7 (s. Fig. 4), welcher mit der Behälteraußenwandung 2 aus aerodynamischen Gründen
in einer Flucht liegt und bei Brandhitze oder schwerem Absturzsofori herausfliegt. Das geht so vor
sich, daß der Deckel 4, welcher aus Blech besteht, an der Außenseite einen Streifen besitzt, der aus einem
in der Hitze sich auslösenden Schmelzring 5 besteht, so daß der Deckel 4 sich loslöst. Auf dem Schmelzring
5 sitzt ferner eine ringartige, den Deckel 4 umschließende Feder 6, deren Aufgabe im nor malen Ruhefall
darin besteht, den Deckel 4 in die Öffnung des Speicherraumes 3 zu pressen (s. Fig. 5). Bei schwerem
Absturz dagegen fliegt der Deckel 4 heraas und den Wirbelkörpern 8 wird der Weg freigegeben.
Der Querschnitt des Speicherraumes 3 und/oder seiner Austrittsöffnung kann rund oder oval sein (s.
Fig. 5 und 6).
Der Vorgang des Herausschleuderns von Wirbelkörpern 8 wird gefördert durch einen leichten Gasdruck,
unter den die Speicherräume 3 gesetzt werden. Er kann hervorgerufen werden mittels Aufpumpen
mit leichten Halondämpfen oder Heliumgas, welch letzteres den Auftrieb der austretenden Wirbelkörper
8 noch verstärkt. Der Gasdruck kann von außen bei jedem Speicherraum 3 nachgeprüft und nachgefüllt
werden.
Als Wirbelkörper 8 kommen Hohlkörper kleinster Abmessungen in Frage. Sie können aus verschiedenstem
Material und mit verschiedenster Füllung versehen sein. Doch unterliegen sie einigen Grundprinzipien.
Sie müssen, was das Material anbelangt bei einem Kraftstoffbrand ohne allzu große eigene Flammenwirkung
leicht verglühen oder unschädlich ohne Splitterwirkung zerplatzen. Die Füllung der Wirbelkörper
8 richtet sich nach der Beschaffenheit der Wandung und kann pulvrig, flüssig-pulvrig gemischt
oder aber flüssig sein. Die Füllung der Wirbelkörper 8 muß, nachdem die Wandung verbrannt, zerplatzt oder
zerschellt ist, auf die umgebenden Flammen eine diese bekämpfende Wirkung besitzen.
Als Beispiel für Wirbelkörper 8 wird genannt: Kleine, wenige cm große zweiteilige Hülsen 8a (s.
Fig. 7), deren Material aus ölfester Pappe besteht. Die Füllung kann bestehen aus Kieselgur getränkt mit
Halon (C2BR2F4) in einem Verhältnis von 40 Teilen
Kieselgur zu 60 Teilen Halon. Die Hülse ist noch mit einem harten Lack überzogen, um dem Innendruck
standzuhalten. Der Sinn dieser kleinen Wirbelkörper 8 besteht darin, nach selbständigem Öffnen des
Deckels 4 die Wirbelkörper 8 in die Zone der Flammen »edrückt und vnn diesen hin- und her"c'.r->öcn
zu bekommen, wobei die Flammen durch Unterbrechung der Verbrennungsreaktionen geschwächt werden.
Eine weitere Möglichkeit für diese Wirbelkörper 8 besteht in der Verwendung von kleinen Papphülsen
Sb, deren Füllung aus Trockenlöschpulvern besteht (s. Fig. 8). Schießlich können Wirbelkörper 8 aus
Glas, dessen Oberfläche mit Leimasbestanstrich verstärkt wurden, Plastik oder andere geeignete Stoffe
ι ο Verwendung finden. Hier kann die Füllung aus reinem
Halon 2402 bestehen. Mit einem Siedepunkt von 47,5 ° C ist dieses für die Temperaturverhältnisse aller
angeflogenen Länder geeignet, zumal die Speicherräume 3 im Innern der gut isolierten Kraftstoffbehälj
ier 1 liegen.
Eine besondere Variante besteht darin, daß in den erwähnten Wirbelkörpern 8 innerhalb deren Füllungen
eine Messerspitze Schwarzpulver, das in einem Minipäckchen versiegeltem Seidenpapier sich befin-
:<> det, eingelagert sein kann. Die Wirkung dieser minimalen
Schwarzpulvermengen besteht in der Intensivierung des Ausstreuens der brandbekämpfenden
Mittel.
,- Versuche
Es wurde ein Gefäß, das einem Kraftstoffbehälter entspricht, aus Blech hergestellt. Dann wurde es mit
30 Liter Kerosin gefüllt. Nun wurde in der Nähe dieses auf den Boden gesetzten Kraftstoffbehälters ein Liter
«ι Kerosin auf den Boden gegossen und entzündet. Nach
12 Minuten flog der Kraftstoffbehälter in die Luft.
Versuch 1
Es wurden sofort nach Brandbeginn in die Flammen
Es wurden sofort nach Brandbeginn in die Flammen
i. eine Anzahl kleiner Wirbelkörper geworfen, die aus
einer Papphülse mit Lacküberzug und einem Gemisch aus Halon 2402 und Kieselgur mit 60 zu 40 Teilen
bestanden. Die Wirbelkörper wurden durch die Flammen hochgeworfen, verbrannten rasch und warfen das
κι Kieselgur als Staub heraus, aus dem Halon verdampfte.
Alle drei bis vier Sekunden wurden neue Wirbelkörper in die Flammen geworfen und zwar so
lange, bis das auf dem Boden liegende Kerosin verbrannt war. Der Kraftstoffbehälter flog nicht in die
■ti Luft. Die Masse der Wirbelkörper betrug drei Gewichtsprozent
der Kraftstoffbehälterfüllung.
Versuch 2
Bei diesem Versuch wurden die Papphülsen mit ίο Trockenlöschpulver gemischt und feinstem Bimstaub
gefüllt. Gleiche Versuchsanordnung wie oben. Verbrauch 3,5%. Eine Explosion des Kraftstoffbehälters
erfolgte nicht.
Versuch 3
Dieser Versuch wurde wie Versuch 2 durchgeführt, zusätzlich war in die Trockenmasse eine kleine Messerspitze
Schwarzpulver, in Seidenpapier eingeschlagen, hineingelegt. Beim Versuch wurden die Wirbel-Mi
körper hochgewirbelt, verbrannten wie bisher und dann kam ein begrenzter Explosionsstoß, mehr ein
kräftiges Auseinanderreiben der Trockenpulverteil-"hen. Die Flammenhöhe wurde sichtbar kleiner. Der
Kraftstoffbehälter flog nicht in die Luft.
Versuch 4
Diesesmal wurden kleine Glaskugeln benutzt. Durchmesser 20 mm. Wandung sehr dünn. Füllung
Halon 2402. Die Glaskugeln waren zwecks Splitterwirkung mit einem kräftigen Überzug von Leim und
Mikroasbest versehen. Die in die Flammen hineingeworfenen Glaskugeln tanzten in denselben und zerplatzten
nach einer Weile. Verbrauch der Glaskugeln ■'■
mit Inhalt nur 2%. Der Kraftstoffbehälter flog nicht in die Luft.
Versuch 5
Dieser Versuch wurde analog Versuch 4 durchge- κι führt. Doch wurde in die Wirbelkörper vor Füllung
mit Halon eine sehr kleine Menge Schwarzpulver, ölfest verpackt, hineingelegt. Beim Experiment traten
während des Hochschleuderns der Glaskugeln leichte Knalle auf. Nach einigen Minuten wirkte sich der ver- ι %
stärkte Eingriff des Halons dahingehend aus, daß die Flamme erlosch, bevor der entzündete Treibstoff restlos
verbrannt war. Der Kraftstoffbehälter flog nicht in die Luft.
Einsatzfall
Grundsätzlich gibt es drei Einsatzfälle für die aus den Speicherräumen austretenden Wirbelkörper
a) Triebwerksbrand
b) ausgedehnte Brände am großen Kraftstoffbehäl- : >
ter
c) Aufschlagsbrand
a) Triebswerksbrand
a) Triebswerksbrand
Diese gefährlichen Brände treten auf bei Störungen der Verbrennung und können zur Vernich- w
tung des Flugzeuges führen. Die Katastrophe beginnt damit, daß Flammen aus dem Triebwerk
gegen die Tragflächentanks und gegen den Haupttank schlagen. In diesem Augenblick sollen
aus den Öffnungen der angestrahlten Spei- r> cherräume, nachdem die Deckel herausgeschleudert
sind, Wirbelkörper austreten und in den Flammenbereich gelangen.
b) Brand des großen Kraftstoffbehälters
Breitet sich der Triebwerksbrand aus, so greifer die Flammen auf die Wandung des Kraftstoffbehälters über, erhitzen diese und bringen der Kraftstoff im Inneren zum Verdampfen. Infolge des entstehenden Druckes klaffen bald Undichtigkeiten am Kraftstoffbehälter und lasser Kraftstoffflüssigkeit oder -dämpfe austreten, die bald das ganze Flugzeug einhüllen. Es kommi zu ersten Verpuffungen, denen dann die Explosion folgt. Hier könnte die Erfindung erheblich eingreifen. Aus allen flammenberührten Speicherräumen werden zehntausende von Wirbelkörpern freigesetzt, welche sich mit den entstehenden Flammen mischen und an diese Löschmittel abgeben. Es kommt zu einer Dämpfung der Explosionsneigung und zu einer Minderung des Explosionsumfanges.
Breitet sich der Triebwerksbrand aus, so greifer die Flammen auf die Wandung des Kraftstoffbehälters über, erhitzen diese und bringen der Kraftstoff im Inneren zum Verdampfen. Infolge des entstehenden Druckes klaffen bald Undichtigkeiten am Kraftstoffbehälter und lasser Kraftstoffflüssigkeit oder -dämpfe austreten, die bald das ganze Flugzeug einhüllen. Es kommi zu ersten Verpuffungen, denen dann die Explosion folgt. Hier könnte die Erfindung erheblich eingreifen. Aus allen flammenberührten Speicherräumen werden zehntausende von Wirbelkörpern freigesetzt, welche sich mit den entstehenden Flammen mischen und an diese Löschmittel abgeben. Es kommt zu einer Dämpfung der Explosionsneigung und zu einer Minderung des Explosionsumfanges.
c) Aufschlagsbrand beim Absturz eines Flugzeuges Wenn ein Flugzeug abstürzt oder an einen Berj
rast, so sollen aufgrund der Konstruktion dei Auslösevorrichtung deren Federn derart vibrieren,
daß der Deckel herausfliegt. Dadurch werden die Speicherräume geöffnet und es werder
Wirbelkörper freigesetzt. Ein durch Aufprall infolge Funkenbildung und durch entzündetes herausfließendes
Kerosin entstandener Brand kanr infolge der das Wrack umgebenden Wirbelkörper gar nicht recht zur Entfaltung kommen. Zumindest
entsteht unmittelbar an den Kraftstoffbehälterwandungen, aus dessen Innerem ununterbrochen
Löschmittel in Schwebeform heraus quellen, ein reiativ breiter Schutzwall, der da;
Wrack vor den entstehenden hohen Temperaturen schützt und es den Überlebenden ermöglicht
sich eine Fluchtgasse mitten durch die Wirbel körper zu bahnen und sich damit zu retten (vgl
Fig. 9).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter
von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Kraftstofflagern mit Speicherräumen und Abgabeleitungen
zur Abgabe des Loschmittels, die vom Innern kommend auf der Behälteraußenwand münden
und deren Verschlußvorrichtung im Brandfall mittels automatisch wirkender Fühl- und Auslösevorrichtungen
zur Abgabe des Löschmittels geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherräume (3) und Abgabeleitungen zur Abgabe
einer Vielzahl an sich bekannter, ganz kleiner zerstörbarer Löschmittelbehälter ausgestattet
sind, die so als Wirbelkörper (8) ausgebildet sind, daß sie nach der Abgabe vom Auftrieb der Brandgase
getragen über die Behälteraußenwand (2) verteilt werden und dabei unter der zerstörenden
Einwirkung der Hitze das Löschmittel abgeben.
2. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherräume (3)
und Abgabeleitungen unter schwachem, durch Nachpumpen aufrechterhaltenem Gasdruck zum
Austreiben der Wirbelkörper (8) stehen.
3. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckgase insbesondere
leichte Halondämpfe oder Helium Verwendung finden.
4. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung
als auf der Mündung der Speicherräume (3) sitzender Deckel (4) mit der Fühl- und
Auslösevorrichtung ausgebildet ist.
5. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühl- und Auslösevorrichtung
aus einem den Deckel (4) mit der umgebenden Halterung (7) verbindenden, in der
Hitze sich auflösenden Schmelzring (S) besteht.
6. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 4 oder
5, dadurch gekennzeichnet, daß als Notauslösevorrichtung eine bei Aufprall sich lösende Feder
(6) zwischen dem Deckel (4) bzw. dem Schmelzring (5) und seiner Halterung (7) angeordnet ist.
7. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelkörper (8) insbesondere als Hülse (8a, Sb), Torpedo, Kugel,
Kissen oder Beutel geformt ist.
8. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Wirbelkörpers (8) insbesondere aus Plastik, Glas
oder ölfester Pappe mit Lacküberzug besteht.
9. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelkörper (8) als Löschmittel, insbesondere flüssiges Halon,
ein Gemisch von Halon mit aufsaugenden Stoffen oder Trockenlöschpulvern enthält.
10. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Füllung des Wirbelkörpers (8) eine gegebenenfalls verpackte
Kleinstmenge Schwarzpulver eingelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752500935 DE2500935C3 (de) | 1975-01-11 | 1975-01-11 | Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Kraftstofflagern |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19752500935 DE2500935C3 (de) | 1975-01-11 | 1975-01-11 | Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Kraftstofflagern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2500935A1 DE2500935A1 (de) | 1976-12-02 |
| DE2500935B2 true DE2500935B2 (de) | 1980-04-30 |
| DE2500935C3 DE2500935C3 (de) | 1980-12-18 |
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ID=5936265
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|---|---|---|---|
| DE19752500935 Expired DE2500935C3 (de) | 1975-01-11 | 1975-01-11 | Feuerlöschvorrichtung für Kraftstoffbehälter von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Kraftstofflagern |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE2500935C3 (de) |
-
1975
- 1975-01-11 DE DE19752500935 patent/DE2500935C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2500935C3 (de) | 1980-12-18 |
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