DE249640C - - Google Patents

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DE249640C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λί 249640'-KLASSE 12 k. GRUPPE
HEINRICH KOPPERS in ESSEN, Ruhr.
Verfahren zur Gewinnung von Ammoniumsulfat aus Gasen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1911 ab.
Um bei der Darstellung von schwefelsaurem Ammoniak aus ammoniakhaltigen Gasen oder Dämpfen mittels Schwefelsäure oder entsprechenden Lösungen den beiden einander widersprechenden Bedingungen, nämlich der vollständigen Bindung des Ammoniaks auf der einen Seite und der Gewinnung eines möglichst neutralen Salzes auf der anderen Seite, gerecht werden zu können, muß man im allgemeinen
ίο einen Beharrungszustand in dem Säurebade aufrechterhalten, bei dem dieses etwa 2 bis 4 Prozent freie Säure besitzt. Bei diesem geringen Säuregehalt spielt natürlich deren ungleichmäßige Verteilung im Bade insofern eine große Rolle, als leicht an der Stelle, wo freie Säure fehlt, Ammoniak entweichen kann. Wenn man nun auch zwecks guter Vermischung den Zufluß der frischen Säure zum Bade möglichst gleichmäßig durchzuführen sucht, so wird dennoch durch das bisher übliche Herausnehmen und Rückleiten der Lauge zwecks Abschleuderns des Salzes eine örtliche und zeitliche Ungleichmäßigkeit bedingt, die einer gleichmäßigen Verteilung der Säure über die Gesamtmenge des Bades entgegensteht. Die Erfindung folgt dem Leitgedanken, die erforderliche Gleichmäßigkeit bezüglich der Verteilung der freien Säure in dem Bade dadurch herbeizuführen, daß die Entnahme der salzhaltigen Lauge und der Rückfluß der abgeschleuderten Lauge in das Bad vollkommen zentral oder symmetrisch zur Gaseinführung vorgenommen wird. Es bildet sich dann im Bade eine gleichmäßige Strömung aus, unter deren Einfluß die gewünschte gleichmäßige Verteilung der stetig zugeführten frischen 40
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Säure gewährleistet ist. Durch Verwendung einer der bekannten, stetig arbeitenden Trockenschleudern für das Salz kann nun auch noch die zeitliche Ungleichmäßigkeit in der Strömung, die durch den bisher üblichen absatzweisen Betrieb bedingt war, beseitigt werden. Auf diese Weise· wird dann bezüglich der Strömung ein vollkommener Beharrungszustand erreicht. Indem nun die Trockenschleuder über den Sättigungskasten gesetzt wird, kann das zum Einsetzen des Strahlsaugers dienende, unten in die Badflüssigkeit eintauchende Rohr gleich zum Rückführen der abgeschleuderten Lauge benutzt werden. Diese Anordnung hat außerordentliche Vorteile, indem der Gesamtaufbau durch Entfallen der bisher üblichen Abtropfbühne vereinfacht wird und außerdem neue Anschlüsse an den Sättigungskasten vermieden werden, die in Rücksicht auf dessen Herstellung aus Blei mit Schwierigkeiten verbunden sind.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des gekennzeichneten Erfindungsgegenstandes im Schnitt dargestellt.
In den Sättigungskasten a, der unten mit der trichterförmigen Verlängerung b zur Aufnahme des Salzes versehen ist, treten die ■ ammoniakhaltigen Gase oder Dämpfe durch Rohr c ein, um unter der gezahnten Glocke d hindurch das'Bad zu durchströmen und durch die Leitung e fortzugehen. In das an seinem oberen Ende aufgehängte, unten stetig in die Flüssigkeit eintauchende Rohr f ist nun der Strahlsauger g eingeführt, der die salzhaltige Lauge stetig in die Trockenschleuder h fördert. Diese ist nun so hoch gesetzt, daß die abge-
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schleuderte Lauge durch die Leitung * immer unmittelbar in das Rohr f zurückgeführt werden kann, während das Salz durch die Schnecke k weitergefördert wird. , In dem hierdurch vermittelten stetigen Betriebe bildet sich nun zwischen dem Ende des Rohres f und der Glocke des Strahlsaugers g eine völlig gleichmäßige Strömung aus, die für die Verteilung der freien Säure im Bade die besten Grundbedingungen ergibt. Die Stetigkeit des Betriebes der Trockenschleuder wirkt hierauf in dem Sinne zurück, daß der einmal eingetretene Beharrungszustand normalerweise nicht mehr gestört wird, wie dies bei dem bisher üblichen absatzweisen Betriebe der Trockenschleuder der Fall war.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Ammoniumsulfat aus Gasen in einem Sättigungskasten mit zentralem Gaszuführungsrohr und einem in dieses konzentrisch eingesetzten Rohr für einen Ejektor, gekennzeichnet durch die Einführung der aus einer hochstehenden Ammoniumsulfattrockenschleuder abfließenden Lauge in das den Ejektor enthaltende zentrale Rohr.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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