DE24955C - Streckofen mit Gasfeuerung, bei welchem besonders die Decke geheizt wird, die dann durch Strahlung wirkt - Google Patents

Streckofen mit Gasfeuerung, bei welchem besonders die Decke geheizt wird, die dann durch Strahlung wirkt

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DE24955C
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Germany
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DENDAT24955D
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W. HIRSCH & BEDRICH in Radeberg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B29/00Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins
    • C03B29/02Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a discontinuous way

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 32: Glas.
Strahlung wirkt.
Beim Strecken des. Tafelglases hat sich bei Anwendung von Gasfeuerung, speciell Kohlengasfeuerung, im Streckofen stets ein Uebelstand herausgestellt, der bei Anwendung von directer Holzfeuerung nicht eintritt. Es ist dieses das den Glasmachern bekannte Anlaufen des Glases, welches zwar auch bei Hohlglasfabrikation auftritt, dort aber keinen dauernden Nachtheil hinterläfst, weil sich das Angelaufene durch Waschen des Glases entfernen läfst, während bei Tafelglas, infolge des nochmaligen Weichwerdens des Glases beim Strecken, das Anlaufen einen Schleier auf dem Glase zurückläfst. Es macht sich das schädliche Anlaufen bereits beim Bügeln des Glases im Streckofen durch schwierigeres Gleiten des Bügelholzes auf der Tafel kenntlich.
Dieser Uebelstand tritt, wie gesagt, bei Anwendung directer "Holzfeuerung im Streckofen nicht ein, sondern nur bei directer Kohlenfeuerung, ganz besonders aber bei Kohlengasfeuerung.
Nach zahlreichen Versuchen durch Abänderungen im Streckofen ist es den Erfindern gelungen, das Strecken bei Kohlengasfeuerung ohne Auftreten des Anlaufens vorzunehmen.
Anstatt die von der directen Holzfeuerung oder bei den Versuchen mit Gasfeuerung in den Streckofen eintretenden brennenden Gase in der Niveauhöhe des Strecksteines oder dicht über demselben in den Streckofen ausmünden und dann die Verbrennungsproducte durch die Arbeitslöcher, welche zum Entfalten der Walze und zum Bügeln der Tafel dienen, entweichen zu lassen, sind nach dem dargestellten Streckofen die Gaseinströmungskanäle so hoch fortgeführt, dafs das einströmende Gas in dem oberen Theil des Ofens, nahe unter dem Gewölbe verbrennt und die Verbrennungsproducte durch im Gewölbescheitel angebrachte Schlitze ο abziehen, ohne dafs die Flamme, der Rauch oder sonstige Verbrennungsproducte mit dem Glase, gleichwohl ob dieses in Walzen- oder Tafelfortn ist, in Berührung kommen. Die zur Verbrennung nöthige Luft tritt durch die Arbeitslöcher ein. Der Ofen ist in seiner ganzen Arbeitspartie vollkommen rauch- und flammenfrei, und wird das Anlaufen der Glastafeln bei dieser Einrichtung und Heizmethode vollkommen vermieden. Es wirkt hierbei nur die strahlende Hitze der Flamme und des durch sie erhitzten Gewölbes und der Wände.
Die Gaskanäle α α können an allen vier Seiten, Fig. 1, oder an zwei gegenüberliegenden Seiten in den Streckofen ausmünden.
Der Abzugsschlitz 0 im Gewölbe kann genau im Scheitel desselben oder zu beiden Seiten des Scheitels angeordnet und bei gröfserer Länge durch Schlufssteine, die das Gewölbe im ,Scheitel stützen, unterbrochen werden.
Es empfiehlt sich, das Gewölbe b mit einem zweiten Gewölbe c zu überspannen und dadurch einen Kanal oder Raum e zu bilden, durch welchen das Gewölbe b oben von den abziehenden Verbrennungsproducten bespült wird. Der Abzug der letzteren kann dann durch einen oder durch mehrere auf die Seitenwände oder
die Ecken des Streckofens aufgesetzte Schornsteine bewirkt werden.
Bei dieser Anordnung werden auch mit Kohlengasfeuerung anlauffreie Glastafeln producirt.
Die Schwelgase aus den gewöhnlichen Generatoren sind specifisch leicht und haben bei richtig bemessenem Querschnitt und richtiger Lage der Abzugsöffnungen in den Strecköfen kein Bestreben, nach unten zu gehen. Es kann deshalb die Anordnung der Gaszuführung so, wie in Fig. 2 im Vertical- und Horizontalschnitt angegeben, eingerichtet sein, indem den Eintrittsöffnungen α die Abzugsöffnungen 0 gegenüberliegen, und wird dann von letzteren aus der Abzugskanal e über das Gewölbe weg in den Schornstein hineingeführt.
Bei dieser Anordnung hat sich die Vermeidung eines Nachtheiles herausgestellt, der bei der in Fig. ι angegebenen Ofenausführung eintreten kann. Es unterliegt das in seinem Scheitel durchbrochene Gewölbe und das obere Gewölbe bei seiner Erhitzung sowohl, wie bei zeitweiser Abkühlung einer geringen Bewegung in sich, welche zur Folge hat, dafs vom Stein und Bindematerial Partikelchen abbröckeln, die, wenn die Gasaustrittsöffnung in dem Gewölbescheitel angebracht ist, direct auf die in Behandlung befindliche weiche Glasplatte fallen und dieselbe verderben.
Dieser Uebelstand tritt dann nicht ein, wenn das untere Gewölbe im Scheitel nicht durch Gasaustrittsöffnungen durchbrochen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Anwendung von Generatorgas in Glasstrecköfen die Hochführung und der Austritt der Gaszuleitungskanäle in der obersten Partie des Ofens und die Abführung der Verbrennungsproducte durch einen Kanal zwischen dem Ofengewölbe und einem darüber liegenden Gewölbe, in welchen Kanal die Verbrennungsproducte entweder durch Oeffnungen im Gewölbescheitel oder durch Abzugsöffnungen gelangen, die den Eintrittsöffnungen gegenüberliegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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