DE249222C - - Google Patents

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DE249222C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/32Alkali metal silicates
    • C01B33/325After-treatment, e.g. purification or stabilisation of solutions, granulation; Dissolution; Obtaining solid silicate, e.g. from a solution by spray-drying, flashing off water or adding a coagulant

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
leicht lösliche Produkte.
Es besteht schon seit langem in der Industrie das Bedürfnis nach einem pulverförmigen, leicht löslichen Alkalisilikat (Wasserglas), da dieses handlicher ist als die üblichen Lösungen, deren Verwendung für manche Zwecke, so z. B. für pulverförmige Farben u. dgl., überhaupt ausgeschlossen ist.
Der Bereitung eines solchen Wasserglases in Pulverform für größeren Konsum stellten
ίο sich aber bisher große Schwierigkeiten entgegen. Die Wasserglaslösung läßt sich nicht ohne weiteres in Trockenform überführen, da beim Eindampfen an der Oberfläche sofort eine Haut entsteht, die wasserundurchlässig ist; günstigenfalls wird nur eine mehr oder minder feste Gallerte erzielt.
Die bisher vorgeschlagenen Wege zur Überführung des Wasserglases in eine trockene Pulverform haben nur ein in kochendem oder heißem Wasser lösliches Produkt ergeben. Auch der von anderer Seite vorgeschlagene Weg, die Wasserglaslösungen in - Tropfen, Strahlen oder Schichten durch eine schnelle Verdampfung, etwa auf einer rotierenden, hoch erhitzten Trommel zur Trockne zu bringen, hat nicht zum Ziele geführt. Dean es wird hierbei leicht eine Überhitzung des Wasserglases herbeigeführt sowie ein zu starkes Trocknen, so zwar, daß das Wasserglas nicht mehr von der heißen Trommel zu entfernen ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von feinkörnigen, leicht löslichen Alkalisilikaten, das die genannten Übelstände vermeidet und ein selbst in kaltem Wasser lösliches Produkt ergibt. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß eine hochkonzentrierte, heiße, zähflüssige Wasserglaslösung (so z. B. Natron- oder Kaliwasserglaslösung) aus einem Druckbehälter unter hohem Druck durch feine Öffnungen oder Streudüsen herausgepreßt und mit kalter Luft in Berührung gebracht wird. Durch diesen hohen Druck erhält das Wasserglas Staubform und fällt nach geeigneter Abkühlung als trockener Staub zu Boden.
Um das Verfahren an einem Beispiel zu erläutern, diene folgendes: ■
Man löst zunächst in. einem üblichen Wasserglasautoklaven, der unter hohem Druck (etwa 6 bis 8 Atm.) steht, das Anhydrid des Natronsilikates, also die übliche Ausgangssubstanz für die Herstellung von Wasserglaslösungen, in Wasser auf. Das Anhydrid stellt als Schmelzgut eine glasartige Masse dar, die sich nur schwer löst; das Auflösen wird daher zweckmäßig in rotierenden Apparaten unter hohem Druck und bei höherer Temperatur vorgenommen, bis die dickflüssige Lösung ein spezifisches Gewicht von etwa 1,44 besitzt. Die so erhaltene Lösung ist in heißem Zustande zähflüssig und nimmt beim Erkalten die Form einer zähen, unbeweglichen Gallerte an.
Die heiße Lösung wird nun unter hohem Drucke von etwa 8 Atm., der beständig aufrecht erhalten wird, durch eine Streudüse mit Öffnungen von etwa 1V2 mm Durchmesser aus dem Autoklaven austreten gelassen. Die
staubförmige Lösung wird unter der Einwirkung kalter Luft sofort in eine feste, trockene Form übergeführt. Diesen Vorgang unterstützt man dadurch, daß man, etwa mit einem Ventilator, das staubförmige Material durch einen Schacht in die Höhe führt, um es dann allmählich als vollkommen trockenes Pulver auf den Boden sinken zu lassen.
Der Staub wurde beispielsweise mit einem
ίο kalte Luft zuführenden Ventilator in einem Holzschachte etwa 4 m hochgeblasen. Der Schacht war in einer Entfernung von etwa I1Z2 m ringsum von einer Hülle von Sackleinen umkleidet. Das auf den Boden sinkende staubförmige Material hatte 10 bis 15 Prozent Wasser verloren. Durch die in der Luft enthaltende Kohlensäure wird die Oberfläche der Wasserglasstäubchen mit einer feinen Haut umgeben, wie dies stets beim Beblasen von Wasserglas mit Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen beobachtet wird.
Bei der Herstellung von Seifenpulver aus wasserhaltigen, weichen Seifenmassen ist vorgeschlagen worden, diese unter Druck auf höhere Temperatur zu erhitzen und in diesem Zustande unter plötzlicher Druckentlastung in einen entsprechend großen Raum zu schleudern,
Aus diesem nur für Seifenmassen bestimmten Verfahren war nicht ohne weiteres zu entnehmen, daß die sehr schwierig zu behandelnden Alkalisilikate sich auf ähnliche Weise in eine feinkörnige Form überführen lassen, ohne ihre Löslichkeit einzubüßen.
Die bisher zu gleichem Zwecke vorgeschlagenen Verfahren waren praktisch schwer ausführbar und ergaben kein brauchbares Resultat. . ■ .

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Überführung von Alkalisilikatlösungen in trockne, staubförmige, leicht lösliche Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß man unter hohem Druck stehende, bei hoher Temperatur konzentrierte, heiße, zähflüssige Alkalisilikatlösungen durch plötzliche Druckentlastung in Form eines feinen Staubes mit kalter Luft in Berührung bringt.
2. Ausfühfungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch.feine öffnungen aus dem Druckbehälter ausströmende Staub, bevor er auf den Boden fällt, mit Hilfe eines Ventilators oder einer ähnlich wirkenden Vorrichtung eine Strecke weit fortbewegt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968034C (de) * 1953-09-06 1958-01-09 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von festem kristallwasserhaltigem Natriummetasilicat

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968034C (de) * 1953-09-06 1958-01-09 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von festem kristallwasserhaltigem Natriummetasilicat

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