DE2477C - Neuerungen in den Mitteln zum Zusammenfügen und Verschliessen von Holzkisten - Google Patents
Neuerungen in den Mitteln zum Zusammenfügen und Verschliessen von HolzkistenInfo
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Description
1S78.
Klasse 88.
HENRY CHARLES STONE in BROOKLYN. Neuerungen in den Mitteln zum Zusammenfügen und Verschliersen von Holzkisten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1878 ab.
Der erste Theil dieser Erfindung besteht in der Anordnung von Verstärkungsstücken, welche
in unmittelbarer Fortsetzung der Endbretter mit diesen zusammen die entsprechenden Wände
einer Kiste bilden.
Es werden nämlich Leisten, deren Fasern mit denen der Hauptbretter der Kiste im rechten
Winkel stehen, als Verlängerung der Bretter in Verbindung mit diesen zu einer Kiste zusammengenagelt.
Diese Leisten nehmen, da sie selbst einen' Theil der betreffenden Kistenwand
ausmachen, keinen überflüssigen Platz ein, bedingen keinen Mehrverbrauch an Holz, und ihre
Befestigung erfordert bei weitem nicht so viel Zeit als die der bisher gebräuchlichen Querleisten.
Die Endseiten der Kiste werden kürzer geschnitten, als die Kiste selbst breit werden soll,
und dann an jedes Ende dieser Theile eine Holzleiste angefügt, welche von gleicher Dicke
ist wie der betreffende Theil und mit ihm in derselben Ebene liegt, so dafs sie nur eine
Fortsetzung desselben bildet. Diese Leisten können bei dem Zusammenfügen der Kiste
leicht und schnell eingeschaltet werden.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht der Kiste
ohne Deckel, und
Fig. ι a ist die Endansicht eines Theiles der Kiste in gröfserem Maafsstabe.
A A sind die Endtheile der Kiste, B ist der Boden, und CC sind die Seiten. Die Theile
werden durch die in gewöhnlicher Weise angebrachten Nägel E zusammengehalten. M M
sind Holzleisten, welche sich an den beiden Seiten der Endtheile AA von oben nach unten
erstrecken. Die Fasern der Endtheile A A sowie die Seitentheile B und des nicht dargestellten
Deckels laufen horizontal, während die Fasern der Leisten MM vertical laufen. Die
Leisten MM sind nicht dicker als die Endtheile und stehen weder nach innen noch nach aufsen
vor, nehmen daher weder im - Innern Raum weg, noch hindern sie das dichte Aneinanderstellen
der einzelnen Kisten; anderseits tragen sie sehr zur Verstärkung der Kiste bei.
Man mufs sich etwas längerer Nägel als gewöhnlich bedienen, welche, nachdem sie durch
die Zwischenleisten M gedrungen sind, den Kopfstücken A noch hinlänglich Halt geben.
Die Leisten M verhindern in wirksamer Weise ein Splittern des Holzes und ein Zerbrechen
der Kiste in einen oberen und unteren Theil, wie dies bisher zuweilen vorkam, verhindern
übrigens nicht .den Gebrauch von Querleisten in einzelnen Fällen, wo man eine derartige weitere
Verstärkung der Kiste für nothwendig erachten sollte.
Bei Kisten, wie z. B. den sogen. Oelkisten, bei welchen die Fasern der Endstücke von oben
nach unten laufen, mufs man natürlich die Leisten M aus Holz mit horizontal laufenden
Fasern machen.
An Stelle der Streifen M kann man auch zwei dünne, übereinandergeschlagene Metallstreifen
nehmen. Diese Form ist in Fig. 2 dargestellt. Die Metallstreifen können entweder
vorher mit Löchern für die Nägel versehen werden oder man kann dieselben so dünn
wählen, dafs es möglich ist, die Nägel direct durch dieselben hindurchzutreiben.
Ein zweiter Theil der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf Metallstreifen, welche'die Aufsenseite
der Kiste ganz. oder theilweise umspannen und aus zwei flach aufeinandergelegten oder ein
Stück bildenden Theilen oder Armen bestehen, die etwa einen rechten Winkel miteinander bilden
und noch mit Verlängerungen und Seitenarmen versehen sein können.
In den Fig. 3 bis 13 ist G1 der eine und G2
der andere Arm des winkelförmigen Streifens. Weitere Verlängerungen oder Abzweigungen sind
mit G3 u. s. w. bezeichnet.
Fig. 3 zeigt die einfachste Form des Streifens vor Anbringung desselben an einer Kiste. Dieser
Streifen ist in der dargestellten Form aus Blech zugeschnitten.
In Fig. 4 ist ein im Winkel umgebogener, gerade geschnittener Blechstreifen dargestellt.
Fig. 3 a und 4 a stellen die Streifen dar, nachdem sie an der Kiste befestigt sind.
Fig. 5 ist ein ähnlicher Streifen, dessen Arm G 2
jedoch länger und in einen zweiten rechten Winkel mit Arm G4 umgefaltet ist. Letzterer
legt sich an zwei Seiten der Kiste an, und das Ende desselben kann, wie auf der Zeichnung
dargestellt, über das Ende des Armes G1 genagelt werden.
In Fig. 6 ist auch der andere Arm G1 nach
G3 hin verlängert und bei G5 im rechten Winkel
gebogen, um eine andere Stelle am Rande der Kiste zu verstärken. '
In Fig. 7 ist ein in zwei rechte Winkel gefalteter Streifen vor seiner Befestigung an der Kiste
dargestellt, während er in
Fig. 7 a dargestellt ist, nachdem er an die Kiste angenagelt wurde.
Fig. 8 zeigt einen ähnlichen in die beiden Winkel zugeschnittenen Streifen.
Die übrigen Figuren stellen Modificationen dar, bei welchen sich aufser den beiden Endarmen
noch ein weiterer im Winkel stehender Arm von dem. Haupttheile abzweigt.
In Fig. 9 ist ein solcher Streifen in der angegebenen
Form aus Blech zugeschnitten.
In Fig. io sind die Endarme durch Umfalten
der Enden des Haupttheiles gebildet.
In Fig. ioa sind die drei Arme nochmals im rechten Winkel umgebogen, während
Fig. ι ob den Streifen nach der Befestigung an die Kiste darstellt. Die punktirten Linien
bezeichnen die Ränder der Kiste, während der Streifen mit vollen Linien gezeichnet ist.
In Fig. Ii ist ein Streifen rings um die Enden der Kiste gezogen; dieser unterscheidet sich
von den gewöhnlichen Streifen nur durch die sich abzweigenden Arme.
In den Fig. 12 und 13 ist die Art und Weise
dargestellt, wie man solche Arme aus einem geraden Streifen herstellen und, wenn nöthig,
wieder aus demselben entfernen kann.
Fig. 12 zeigt den Theil eines langen Streifens
mit einem rechten Winkel an einer Stelle, wo solcher nicht gewünscht wird, und mit einer
geraden Strecke, wo man einen Winkel haben möchte.
In Fig. 13 ist nun dieser Streifen dargestellt, wie er zweimal umgefaltet ist, um den winkligen
Theil gerade zu machen, und dreimal, um an der geraden Stelle einen Winkel herzustellen.
Um letzteres hervorzubringen, wird der Streifen an zwei Stellen in einen Winkel von 450 umgefaltet
und dann in gleichem Abstande von diesen beiden Falten in der Richtung des Haupttheiles
quer umgeschlagen. Wenn man alsdann das eine Ende des Haupttheiles nochmals in der Richtung dieses Haupttheiles quer umfaltet,
so erhält man einen geraden Streifen, von welchem sich an der gewünschten Stelle ein Arm
abzweigt.
Ein solcher Streifen mufs in der Nähe des rechten Winkels gut vernagelt werden. Um den
am linken Ende des Streifens (Fig. 13) angebrachten Winkel wegzubringen, wird der Streifen
in der Linie der beiden Ecken der von dem Arm . gebildeten rechten Winkel in der
Richtung des Hauptstreifens umgefaltet und dann zurückgeschlagen.
Als. Material für die Streifen kann man dünnes Eisenblech benutzen, welches verzinnt, verzinkt
oder überfirnifst ist.
Bei der in Fig. 11 dargestellten Anordnung
werden die Streifen durch die Arme G2 niedergehalten, so dafs der Haupttheil keinen Spielraum
hat und sich nicht nach aufsen werfen kann, ohne vorher die Arme G"1 abzureifsen
oder die Nägel, welche diese Arme halten, zu lösen. Da aber die Nägel im rechten Winkel
zu dem auf die Arme auszuübenden Zuge stehen, so widerstehen sie besser als die Nägel,
welche die Theile der Kiste direct zusammenhalten.
. Die Eckstücke in Fig. 3 bis 6 sind durch die Lage des Metalls in der Nähe des Winkels an
dem Obertheile der Kiste von besonderer Stärke. Der Streifen wird dort durch einen
oder mehrere Nägel gehalten, doch selbst ohne Nägel würde derselbe an dieser Stelle haften
bleiben.
Ein dritter Theil vorliegender' Erfindung besteht
in anderen Vorrichtungen zum Verstärken der Kanten und Ecken von Kisten und ähnlichen
Gegenständen mit Hülfe von Metallstreifen.
In Fig. 14 ist ein eigenthümlich gebogener
Eisenblechstreifen angewendet. Die Kante der Kiste ist bei α hinlänglich tief eingesägt, damit
der Streifen in seiner ganzen Breite in den Schnitt eingesteckt werden kann. Auf diese
Weise steckt ein dreieckiges Stück des Streifens in dem Holz, und von diesem Stück aus sind
die Arme G1G1 des Streifens nach oben gebogen
und erstrecken sich in diagonaler Richtung längs den betreffenden Seiten der Kiste,
um sich oben bei G2 durch nochmalige Umbiegung
über den Deckel oder Boden zu legen. Der Streifen wird durch Nägel H in dieser Lage
gehalten. Die Länge der Streifen und infolge dessen auch die Höhe, in welcher der Sägeschnitt
anzubringen ist, können innerhalb weiter Grenzen beliebig gewählt werden, ebenso können
sich die Enden des Streifens bei g beliebig weit über den Deckel oder den Boden der
Kiste erstrecken. Man kann die Enden der Streifen zuspitzen, umbiegen und dann mit
einem Hammer in das Holz der Kiste eintreiben. Die Ecken am Boden kann man sämmtlich
in der beschriebenen Weise beschlagen, bevor, der Deckel aufgenagelt wird. Die oberen
Streifen kann man natürlich erst dann festmachen, wenn der Deckel aufgesetzt wurde.
Es ist aber, wie der Erfinder meint, natürlich auch unbenommen, die oberen Streifen mit
ihren Theilen Gl G vorher fest zu machen und
die Enden G1G2 derselben provisorisch in das
Innere der Kiste umzubiegen. In. diesem Zustande können die Kisten von der Werkstätte
aus geliefert werden. . .
In Fig. 15 ist der Schnitt α nicht horizontal,
sondern schief in das Holz gemacht, und zwar in einem solchen Winkel, dafs die aufgebogenen
Arme des Streifens nicht mehr diagonal, sondern mit der Kante der Kiste parallel laufen.
Oben legen sich die Enden übereinander und werden durch einen Nagel aufeinander befestigt.
In Fig. 16 ist ein Ende des Streifens anders wie das andere gebogen. Während nämlich das
Ende G1 sich aufwärts biegt und sich bei G"
über den Deckel legt, erstreckt sich das andere Ende zur Seite und legt sich über die Endwand
der Kiste. Der Schnitt α braucht nicht genau so tief zu sein, als der Streifen breit ist, er kann
viel tiefer sein.
Man kann statt der Streifen auch runde Drähte verwenden, wie dies in den Fig. 17
und 18 dargestellt ist. Bei der Anwendung sehr schmaler Streifen oder runder Drähte kann
man auch den Schnitt α durch ein durch die Kante gebohrtes Loch ersetzen, durch welches
alsdann der Draht gesteckt wird. Bildet man dann aus den vorstehenden Enden eine Drahtschlinge,
so läfst sich dieselbe in dem Loch drehen, nach aufgesetztem Deckel über die
Kante desselben schlagen und dann durch einen Nagel befestigen.
Die Ecken der Kiste können ferner durch eigenthümlich geformte, über drei Seiten sich
erstreckende Metallecken geschützt werden.
In den Fig. 19 und 20 ist eine Art der Ausführung
dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 19 die noch nicht in die betreffende Form gebogene Blechtafel, während diese
Tafel in
Fig. 20 in die richtige Form gebogen ist.
P ist der Theil, welcher gegen die Seite der Kiste anliegt, und P der entsprechende, gegen
die andere Seite anliegende Theil. Diese beiden Theile sind glatt. Ein weiterer Theil i
ist gewellt, und zwar in Linien, welche von der Kante aus divergiren. Die Wellen müssen so'
tief sein, dafs sie gerade einen rechten Winkel b bedingen und das Metall hinlänglich zusammenziehen,
dafs das gewünschte Eckstück für die drei Seiten einer rechtwinkligen Kiste entsteht.
In den Fig. 21 und 22 der Zeichnung ist
das Metall des Theiles i nicht gewellt, sondern so zugeschnitten, dafs sich durch Uebereinanderlegen
der beiden Theile PP und Einstecken des Ausschnittes von P in den Einschnitt von P
das in Fig. 22 dargestellte rechtwinklige Eckstück bilden läfst. Die beiden Theile P und P
können aufeinander genietet oder durch einen Nagel zu gleicher Zeit auf die Kiste aufgenagelt
werden, doch halten sie auch ohne Nieten oder Nägel durch das Ineinanderstecken von Ein-
und Ausschnitt sehr gut zusammen.
Die Eckstücke werden am besten mit Nägeln befestigt, welche ähnlich den sogenannten Holzschrauben
einen nach unten konisch zulaufenden Kopf haben. Die Eckstücke selbst sind mit entsprechend konisch nach unten zulaufenden
Löchern versehen.
Die folgenden Vorrichtungen dienen dazu, ein Oeffnen der Kiste durch Unbefugte unmöglich zu machen. Es werden Schrauben eingesetzt,
welche nicht entfernt werden können, ohne dafs die Kiste selbst erheblich beschädigt
würde oder Spuren des Oeffnungsversuches auf den Schrauben selbst blieben.
Der Erfinder verwendet eine Schraube mit breiteren Gängen als die gewöhnlichen, welche
der Länge nach eingefräst werden und auf diese Weise einem Herausschrauben einen sehr starken
Widerstand entgegensetzen. Sie hat zwischen Kopf und Schaft einen schwachen Hals.
Ist sie in der gewöhnlichen Weise hinlänglich tief eingeschraubt worden, so wird beim Herausschrauben
der Kopf abgebrochen, so dafs die Kiste sich nur mit grofser Gewalt öffnen
läfst.
Fig. 23 stellt die Schraube während des Einschraubens dar.
Fig. 24 zeigt dieselbe ganz eingeschraubt, während in
Fig. 25 die Schraube mit abgebrochenem Kopfe dargestellt ist.
D ist der Schaft der Schraube, d der dünne
Hals und D1 der in der gewöhnlichen Weise mit einem Einschnitte versehene Kopf.
Die Schraube wird in der gewöhnlichen Weise eingeschraubt, bis der dünne Hals in oder etwas
unter die Ebene der Holzoberfiäche gelangt ist, alsdann wird der Kopf bei dem Hals d abgebrochen,
entweder durch einen seitlichen Schlag auf den Kopf oder mit Hülfe einer eigenthümlichen,
weiter unten beschriebenen Vorrichtung.
In den Fig. 26, 27 und 28 ist eine Modification der soeben beschriebenen Schraube dargestellt.
Hier hat sie zwei Köpfe, zwischen welchen sich der dünne Hals befindet. Der obere Kopf D1 ist mit einem Einschnitt für
den Schraubenzieher versehen, während der untere Kopf diesen Einschnitt nicht hat. Hier
wird die Schraube so weit eingeschraubt, dafs die obere Fläche des unteren Kopfes mit der
Holzoberfiäche in eine Ebene zu liegen kommt, worauf der obere Kopf abgebrochen wird.
Fig. 29 ist ein Querschnitt durch den Schaft einer Schraube und zeigt die flügelartige Form
der Schraubengänge, welche dadurch hervorgebracht wird, dafs man die Schraube auf irgend
einer geeigneten Maschine der Länge nach einfräst. Die Schraube läfst sich mit Hülfe eines
Schraubenziehers leicht einschrauben, wenn dieser jedoch in umgekehrter Richtung gedreht
wird, so leisten die elastischen Fasern des Holzes, nachdem sie sich hinter den Einfräsungen
wieder geschlossen haben, einer Rückwärtsbewegung Widerstand, welcher bewirkt, dafs die
Schraube an dem Halse d abbricht.
Bei der in Fig. 30 dargestellten modificirten Form befindet sich der dünne Hals unter dem
Schafte der Schraube. Bei Anwendung dieser Form wird der mit Gewinde versehene Theil
weit in das Holz eingeschraubt und liegt, wenn der Hals abgebrochen wurde, mit seinem oberen
Theile nicht mehr mit der Holzoberfläche in einer Ebene, sondern tief unterhalb derselben.
Das Abbrechen geschieht hier entweder in der Weise, dafs man den Schraubenzieher in
umgekehrter Richtung zu drehen sucht, oder indem man die Schraube so weit einschraubt,
dafs der Kopf derselben mit der Holzfläche in eine Ebene zu liegen kommt, und sie dann mit
Gewalt weiter dreht, was ein Äbreifsen des Halses zur Folge hat. Der in den Fig. 23, 24
und 25 dargestellte Kopf kann in derselben
Weise abgerissen werden, wie dies in den Fig. 31 und 32 dargestellt ist.
Ein Instrument,. welches das Abbrechen des Kopfes einer gewöhnlichen Schraube befördert,
ist in Fig. 33 und 34 dargestellt. Man wähle eine Schraube mit weitem Gewinde, welches in
dem Holze einen festen Halt hat und sich beinahe oder ganz bis zu dem unteren Theile des
Kopfes erstreckt, schraube sie bis beinahe zur Hälfte in der gewöhnlichen Weise ein und bewege
dann das Instrument Q derart, dafs der Schaft der Schraube in einen der Schlitze q
und der Kopf einseitig aufzuliegen kommt.
Wird nun die Schraube weiter gedreht, so erleidet der Kopf durch den einseitigen Druck
eine Zerrung, welche bewirkt, dafs er abbricht.
Fig. 35 ist eine Seitenansicht des Endes eines Schraubenziehers von eigenthümlicher Form,
während
Fig. 36 eine Endansicht desselben ist.
Dieser Schraubenzieher R kann durch irgend eine hinreichende Kraft oder durch den Schlag
eines Hammers eingetrieben werden, so dafs sich in dem sonst glatten Kopfe der in Fig. 28
dargestellten Schraube seichte Einschnitte bilden. Mit Hülfe derselben kann die Schraube unter
Anwendung eines entsprechend starken Druckes herausgezogen werden. Sollte sich ein Dieb
dieses Schraubenziehers bedienen, so würden die entstandenen seichten Einschnitte als Zeugen
der bewirkten Oeffnung dienen.
Der Vortheil der oben beschriebenen Vorrichtungen wird, ohne dafs man nöthig hat, den
Kopf abzubrechen, zumTheil durch eine Schraube erreicht, deren Kopf mit einem eigenthümlichen
Querschnitt versehen ist. In diesem Falle bildet die obere Fläche des Schraubenkopfes
Theile von zwei Schrauben, ähnlich dem hinteren Ende einer zweiflügeligen Schiffsschraube.
Wird ein Schraubenzieher an einen solchen Schraubenkopf angesetzt und in der Richtung
gedreht, in welcher die Schraube sich einschraubt, so drückt er gegen zwei rechtwinklige
Schultern von hinlänglicher Höhe und findet hinreichenden Halt, wird er aber in umgekehrter
Richtung gedreht, so findet er an der nach dieser Seite hin geneigten Ebene des Schraubenkopfes
keinen Halt und gleitet wirkungslos ab.
Eine Schraube dieser Art ist in Fig. 37 dargestellt. T ist der Schaft und T1 der eigenthümlich
geformte Kopf derselben.
Claims (18)
- Patent-Ansprüche:ι . Die oben beschriebene Aenderung an Kisten, welche aus den Holzleisten M besteht. Diese Holzleisten sitzen an den Seitenrändern der Endstücke A einer Kiste, liegen mit diesen in einer Ebene, und ihre Fasern stehen zu den Fasern der Endstücke im rechten Winkel.
- 2. Die Metallstreifen mm, welche zwischen die Endstücke und die daneben liegenden Theile einer Kiste eingeschaltet sind.
- 3. Eine rechtwinklige Holzkiste, in Verbindung mit Metallstreifen G' G2, deren Theile im Winkel zu einander stehen und in der oben beschriebenen Weise und für den angegebenen Zweck an die Kiste befestigt sind.
- 4. Die mit mehreren Armen G2 ^ersehenen Metallstreifen G in Verbindung mit einer rechtwinkligen Kiste.
- 5. Der in der oben beschriebenen Weise angebrachte Streifen G1G', welcher den Deckel auf zwei Seiten niederhält, von einer Kistenwand zur anderen reicht und die Arme miteinander verbindet.
- 6. Der Metallstreifen G1 G2 G3, welcher in Verbindung mit »einer rechtwinkligen Kiste derart angeordnet ist, dafs er drei Seiten aneinander befestigt.
- 7. Der mit einem Arm versehene oder L-förmige Streifen G1 G* in Verbindung mit einer rechtwinkligen Kiste, wie oben beschrieben.
- 8. Die unter 1 und 2 erwähnten Stücke M in Verbindung mit den Metallstreifen G1 G2.
- 9. Der Verstärkungsstreifen G, welcher bei a schief durch einen in der Kante der Kiste befindlichen Schnitt geht.
- 10. Der Streifen G1 G2 G3, welcher durch einen Schnitt der Kante einer rechtwinkligen Kiste geht und sich über drei Seiten dieser Kiste erstreckt.
- 11. Ein Eckstück PPi, welches ohne Schnitt aus einer Blechtafel derart gebildet wird, dafs man die Tafel theilweise biegt und den Theil i durch Zusammenfalten zusammenzieht, wie oben beschrieben und in den Fig. 14 und 15 dargestellt.
- 12. Die Verbindung einer rechtwinkligen Kiste mit einem Endstück aus Metall, wie es in Fig. 14 und 15 dargestellt ist.
- 13. Ein Eckstück PP1Vi2, welches aus Blech besteht und durch eigenthümliches Schneiden, Biegen und Ineinanderstecken auf die in den Fig. 16 und 17 dargestellte Weise hergestellt wird.
- 14. Eine rechtwinklige Kiste in Verbindung mit dem in den Fig. 16 und 17 dargestellten Eckstück.
- 15. Die Schraube D, welche an irgend einem Punkte ihres Schaftes eine Schwächung hat und durch Drehen oder in anderer Wdse in einem gegebenen Augenblicke abgebrochen wird.
- 16. Die Schraube D mit Kopf P)1, darunterliegendem zweiten Kopfe D2 und einer zwischen beiden befindlichen Schwächung.
- 17. Das Instrument Qq, welches dazu dient, eine Schraube abzubrechen, wenn man diese durch den Schlitz q in das Holz oder ähnliches Material eingeschraubt hat und fortgesetzt dreht.
- 18. Die Schraube T mit Kopf T\ welcher in der beschriebenen Weise und für den angegebenen Zweck auf seiner Oberfläche schief zugeschnitten ist.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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