DE247629C - - Google Patents

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DE247629C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C17/00Moulding machines characterised by the mechanism for separating the pattern from the mould or for turning over the flask or the pattern plate
    • B22C17/08Moulding machines with mechanisms to turn over the pattern plate or the mould around a horizontal axis
    • B22C17/10Turning-over pattern plate and flask only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247629 KLASSE 31 ö. GRUPPE
Abhebe- und Wende-Formmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1911 ab.
Um das Formen zu verbilligen, wird häufig das bekannte Handformen durch das billigere Formen mittels der Formmaschine ersetzt. Zum Arbeiten mit Formmaschinen sind jedoch teure Modellplatten erforderlich, die sich nur bei großen Stückzahlen der Abgüsse rentabel erweisen.
Die der Erfindung gemäß ausgebildete Abhebe- und Wende-Formmaschine ermöglicht ίο eine wesentliche Verbilligung der Formarbeit, indem unter Anwendung von Formkasten mit Wendezapfen das Wenden der Kasten bewirkt wird, ohne daß Wendeplatten erforderlich sind.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der Einrichtung. Auf der Platte F liegen die beiden Formkasten A und A1 mit dem Abhebenockeri E, unter welchen die Abhebestifte G greifen. Diese Abhebestifte können durch geeignete Einrichtung, die hier nicht gezeichnet ist, in den Führungen / und K auf und ab bewegt werden.
An dem Kasten sieht man weiter die HaIbzapfen B, welche in der Gabel H ebenfalls in dem Untergestell /, K auf und ab bewegt werden können.
An dem Halbzapfen B sind noch die Rundzapfen C und der Führungsstift D ersichtlich; Fig. 2 stellt die Einrichtung von vorn gesehen dar, und zwar links in der Ansicht und rechts im Schnitt.
In Fig. 3 ist das Wenden des ganzen Kastens dargestellt. Die Gabel H ist so weit hochgehoben, daß sich der Kasten herumschwenken läßt.
Aus Fig. 4 ist das Abheben der Kastenhälfte A1 mittels der Abhebestifte ersichtlich.
Fig. 5, 6, 7 zeigen die Hilfseinrichtung, wie mittels Schneckenrad der ganze Kasten mechanisch gedreht werden kann.
Die Formkastenhälften A und A x tragen an zwei gegenüberliegenden Seiten je einen Halbzapfen B, B.
Wenn die Kastenhälften zusammengelegt sind — zum genauen Einstellen dient der Stift D — bilden die beiden übereinander liegenden Halbzapfen einen Zapfen, um welchen sich der ganze Kasten drehen läßt.
Jede Zapfenhälfte B, B trägt einen runden Zapfen C, C, um welche jede einzelne Kastenhälfte gedreht werden kann.
Außerdem hat jede Kastenhälfte Abhebenocken E, die so versetzt sind, daß beim Schwenken des Kastens immer die Nocken der oberen Kastenhälfte über die Abhebestifte der Formmaschine zu stehen kommen.
Die auf dem Formmaschinengestell ruhende Platte F dient zum Ansetzen der Kasten.
Die Platten und das Gestell besitzen in bekannter Weise Augen /, K, welche den Gabelstangen H, deren Gabeln die Lager für die Wendezapfen bilden, und den Abhebestiften G als Führung dienen.
In bekannter Weise werden die Abhebestifte unter sich verbunden, ebenso die Gabelstan-
gen, und jede Gruppe für sich wird durch die Hebel, Schrauben, hydraulischen Kolben oder ähnliche Hilfsmittel gehoben oder gesenkt.
Mit der Maschine wird in folgender Weise gearbeitet:
Die eine Kastenhälfte A1 wird mit Sand L gefüllt und das Modell M in bekannter Weise darin eingedrückt. Dann wird die andere Kastenhälfte A aufgesetzt,. wie in Fig. ι und 2 dargestellt ist, in bekannter Weise mit Sand gefüllt und fertiggestampft. Hierauf wird die Gabelstange H gehoben, der ganze Kasten um die Zapfen B1 B geschwenkt (Fig. 3) und die Gabelstange wieder heruntergelassen. Jetzt liegt die Kastenhälfte A unten und A1 oben. Die Abhebestifte G werden gehoben und heben mittels der Nocken E die Kastenhälfte A1 ab.
Die Kastenhälfte A1 wird nun wegbefördert, bei kleineren Kasten vom Former weggetragen, bei größeren Kasten durch den Kran, der mit einer Kette o. dgl. A1 den Zapfen an C, C faßt.
Nun wird ein neuer Kasten aufgesetzt und aufgestampft, und der Vorgang wiederholt sich beliebig oft.
Die fertigen Kastenhälften werden in bekannter Weise zusammengesetzt, wobei der Stift D als Führung dient.
Das Schwenken, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, ist bei großen Kasten nicht mehr ohne Hilfsvorrichtung auszuführen.
Zu diesem Zwecke dient die in Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Einrichtung, welche seitlich an einer der beiden Gabeln angebracht werden kann. Sie besteht aus einem Schneckenrad 0, welches an der Seite zwei Führungsleisten N besitzt; in diese Führung greifen die Zapfen C, C ein. Beim Drehen der Schnecke dreht sich das Schneckenrad und nimmt durch die Führung die Zapfen mit, so daß sich der ganze Kasten drehen muß.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Abhebe- und Wende-Formmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß sie ohne Wendeplatte mit Formkastenhälften arbeitet, die an gegenüberliegenden Seiten halbe, bei der Zusammensetzung sich ergänzende Wendezapfen (B) tragen.
2. Formkasten für die Formmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbzapfen noch Rundzapfen (C) tragen, mit denen der Kasten für sich gewendet werden kann.
3. Ausführungsart der Formmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeeinrichtung mittels zweier Führungsleisten die Rundzapfen mitnimmt,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT247629D Active DE247629C (de)

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