DE247144C - - Google Patents
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- DE247144C DE247144C DENDAT247144D DE247144DA DE247144C DE 247144 C DE247144 C DE 247144C DE NDAT247144 D DENDAT247144 D DE NDAT247144D DE 247144D A DE247144D A DE 247144DA DE 247144 C DE247144 C DE 247144C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C11/00—Aliphatic unsaturated hydrocarbons
- C07C11/12—Alkadienes
- C07C11/16—Alkadienes with four carbon atoms
- C07C11/167—1, 3-Butadiene
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- C07C11/00—Aliphatic unsaturated hydrocarbons
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- C07C11/173—Alkadienes with five carbon atoms
- C07C11/18—Isoprene
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
2lf ten = (Exemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247144 KLASSE 12 o. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Isopren und Erythren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1911 ab.
Aus den Untersuchungen Eulers ist bekannt,
daß ß-Methylpyrrolidin durch sukzessiven Abbau nach der Methode von A.W. Hofmann
Isopren liefert.
Es wurde nun gefunden, daß in ähnlicher Weise sich auch a-ß-Dimethyltrimethylenimin
und a-Methyltrimethylenimin,
CH,
,CH,
,CH,
>NH
und CH,
>NH
CH,
40
45
zu Isopren bzw. Erythren abbauen lassen, z. B.
CH3
CH3-CHi
CH3 CH3
>N(~-CH3 = CH2=T. C-CH — Ν' ."+ H2O
OH
«-S-Dimetliyltrimethylenamnioniumhydroxyd.
CH3
(II) CH2 = C CH-N
CH3 CH3
CH3 OH
a-ß-Dimethylallyltrimethylammonramhydroxyd.
Dieser Befund zeigt, daß die Hofmannsche Abbaumethode sich nicht allein auf sechs- und
fünfgliedrige, sondern, was bisher noch nicht bekannt war und sich nicht ohne weiteres
voraussehen ließ, auch auf viergliedrige zyklische Basen anwenden läßt.
Besonders überraschend dabei ist, daß die CH3
«-,S-Dimethylallyldimethylamiii.
= CH2 + N(CH3J3
Isopren.
H2O
55
6o
Aufspaltung der Trimethyleniminbasen mit ganz ungewöhnlicher Leichtigkeit erfolgt.
Während der Abbau des ß-Methylpyrrolidins
nach Euler ein eindeutiger Vorgang ist, ist im vorliegenden Falle nach der Abbauphase
I die Bildung von drei voneinander verschiedenen ungesättigten Basen möglich:
CH3 CH3
I I
= C — CH —
I I
= C — CH —
ι.
,CH.
CH3
, CH2 —. CH-CH-CH2
■N<
CH3
I
CH =. C-CH9 ■N(
CH =. C-CH9 ■N(
von denen nur die beiden ersteren des weiteren Abbaus zu Isopren fähig sind. Von vornherein
durfte man erwarten, daß gerade für die Base 3 die Entstehungsbedingungen hier besonders günstige seien, in Wirklichkeit entsteht
aber nur eine einzige, einheitliche Base, der, weil sie bei weiterem Abbau glatt in
Isopren übergeht, nur eine der beiden Konstitutionsformeln 1 oder 2, vermutlich 1 zukommt.
Auch dieser Reaktionsverlauf, der ebenfalls für die Spaltung des a-Methyltrimethylenimins
zutrifft, ließ sich in keiner Weise voraussehen.
Von Trimethyleniminbasen ist bis jetzt nur das Trymethylenimin,
CH,
C H
CH.
NH,
selbst bekannt. Gabriel (Ber. 21, 2676; 23, 2727) erhielt dasselbe aus dem y-Brompropylamin,
Br-CH2 -CH2-CH2 — NH2,
CH3
CH — CH2-CH2 OH
durch intramolekulare Alkylierung. In ähnlicher Weise lassen sich a-Methyltrimethylenimin
und a - β - Dimethyltrimethylenimin aus a-Methyl-y-halogenpropylamin
X-- CH2 — CH2 — CH — NH2
I CH3
bzw. a-ß-Dimethyl-y-halogenpropylamin,
X-CH2-CH-CH-NH2,
I I
CH3 CH3
darstellen. Letztere Basen werden auf verschiedene Weise erhalten, z. B. aus Ketobutanol,
CH3-CO-CH2-CH2OH
und Methylketobutanol,
CH3-CO-CH- (CH3) — CH2 OH
(D. R. P. 222551 und 223207), indem man deren Oxime (kristallisierende Verbindungen vom
Siedepunkt 125 bis 1300 bzw. 1440; 20 mm) zu
den Oxybasen
CH, —CH-CH-CH9OH
und
40 NH2 NH2 CH3
(dickes, wasserlösliches öl, Siedepunkt 82 bis (dickes, wasserlösliches Öl, Siedepunkt 960;
850; 19 mm) 18,5 mm)
reduziert und diese mit Halogenwasserstoffsäuren erhitzt. Durch intramolekulare Alky-
das a-Methyltrimethylenimin
CH,
CH,
lierung erhält man dann aus den Halogenbasen
ct-ß-Dimethyltrimethylenimin
CH9
>NH und
als leicht bewegliche, stechend ammoniakalisch riechende, wasserlösliche, an der Luft rauchende
Öle, die in verdünnter schwefelsaurer Lösung Permanganat nicht entfärben, und von denen
die erstere unter Atmosphärendruck bei 750, die letztere bei 88° siedet.
Das bei der erschöpfenden Methylierung des a-ß-Dimethyltrimethylenimins nach bekannter
,CH,
\nh
Methode mittels Jodmethyl und methylalkoholischem Kali entstehende quaternäre Ammoniumjodid
ist nicht einheitlich. Es besteht zum weitaus größten Teil (etwa 90 Prozent) aus einem in kaltem Alkohol schwer löslichen
Ammoniumjodid und einem darin sehr leicht löslichen (etwa 10 Prozent). Ersteres, das aus
heißem Alkohol in kleinen, glänzenden Pris-
men kristallisiert, die bei 1910 unter Zersetzung
schmelzen, besteht aus a-ß-Dimethyltrimethylendimethylammoniumjodid
CH*-
CH*
,cn
XH,
,CH3
CH3
J
J
letzteres, das in bei 138 bis 1400 unzersetzt
schmelzenden Blättchen kristallisiert, erwies sich als identisch mit dem Ammonium] odid
des weiter unten beschriebenen a-ß-Dimethylallyldimethylamins,
dem ersten Abbauprodukt des a-ß-Dimethyltrimethylenimins nach dem
A.W. Hofmannschen Verfahren. Die Trimethyleniminbase erleidet also schon beim Methylieren
unter den oben bezeichneten Versuchsbedingungen partielle Aufspaltung, was beim Methylieren fünf- und sechsgliedriger Basen
(Pyrrolidin und Piperidinbasen) noch niemals beobachtet worden ist. Destilliert man das
wie vorstehend beschrieben erhältliche Gemenge der beiden Ammonium iodide direkt
mit Natronhydrat, so bildet sich ein Öl, das zu etwa 9/10 aus α-3-Dimethylallyldimethylamin,
zu etwa Y10 aus Isopren und Trimethylamin besteht. Durch Behandeln desselben mit
Säuren läßt sich das Isopren leicht daraus isolieren.
Das dem a-ß-Dimethyltrimethylendimethylammoniumjodid
entsprechende Ammoniumchlorid, durch Umsetzen des Ammonium] odids in wäßriger Lösung mit Chlorsilber oder durch
Einwirkung von Chlormethyl und Alkali auf die Trimethyleniminbase erhältlich, bildet eine
farblose, zerfließliche Kristallmasse. Die quaternären Ammoniumhalogenide des a-ß-Dimethyltrimethylenimins
lassen sich direkt auch durch Erhitzen der halogenisierten Basen
CH3-CH-X
-CH-CH2
I
I
CH*
N;
^CFI*
erhalten. Letztere gewinnt man leicht aus der in Patentschrift 233519 beschriebenen Oxybase
CH*- CH- CH- CH,
OH CH3
durch Erhitzen mit Halogenwasserstoffsäuren. So entsteht z. B. 2-Methyl-3-brombutyldimethylamin
CH*
■ CH — CH- CH2 -N(CH3J2
Br
sehr leicht, wenn man die Lösung jener Oxybase (2 - Methyl - 3 - oxybutyldimethylamin) in
etwa 3 Teilen Wasser unter Eiskühlung mit Bromwasserstoffgas sättigt und alsdann 24 Stunden
im siedenden Wasserbad erhitzt. Nach dem Abrauchen der überschüssigen Bromwasserstoffsäure
im Wasserbad bleibt das bromwasserstoffsaure Salz als bräunliche, halb kristallinische
Masse zurück. Beim Erhitzen desselben mit überschüssiger Sodalösung im Wasserdampfstrom
spaltet sich die gebromte Base zum Teil in Bromwasserstoff und die ungesättigte
Base
CH2 = CH-CH-CH0-N (CFI3J2
I
CH3
I
CH3
(identisch mit Eulers sogenanntem Dimethylpyrrolidin; Journal für praktische Chemie (2)
57, 151), zum Teil isomerisiert sie sich zu
α - β - Dimethyltrimethylendimethylammoniumbromid
CH3
,CH
CH*-CHi
,CH3
CH3
Ersteres destilliert mit den Wasserdämpfen über, letzteres bleibt im Kolben gelöst zurück.
Versetzt man die alkalische Lösung mit Jodkalium und übersättigt mit konzentrierter
Natronlauge, so fällt das entsprechende Ammoniumjodid als dickes, schnell kristallinisch
erstarrendes Öl aus. Man saugt es auf Glaswolle ab, wäscht mit konzentrierter Natronlauge
und kristallisiert es nach dem Trocknen aus heißem Alkohol um. So dargestellt bildet
es kleine, in kaltem Alkohol schwer lösliche Prismen, die bei 1910 unter Zersetzung
schmelzen und völlig identisch sind mit dem durch direkte Methylierung des a-ß-Dimethyltrimethylenimins
gewonnenen Ammonium] odid (s. oben).
Abbau des a-ß-Dimethyltrimethylenimins zu Isopren.
Erste Abbauphase.
a-ß-Dimethyltrimethylendimethylammoniumjodid
(Schmelzpunkt 1910) setzt sich in wäßriger
Lösung, mit der berechneten Menge frisch dargestellten Silberoxyds behandelt, schnell zu
dem entsprechenden Ammoniumhydroxyd und Jodsilber um. Die von letzterem abfiltrierte
Lösung wird der Destillation unterworfen, wobei bereits von Anbeginn derselben Zerfall des
Ammoniumhydroxyds in Wasser und ci-ß-Dimethylallyldimethylamin,
CH0
C — CH-Ni
C Ho C Hr,
stattfindet, das mit den Wasserdämpfen als leichtes, in Wasser schwer lösliches Öl übergeht.
Das Destillat wird zweckmäßig mit Salzsäure oder besser Weinsäure neutralisiert, stark
ίο konzentriert, die Base daraus durch Ätzalkali
in Freiheit gesetzt, über Ätzkali getrocknet und durch Destillation gereinigt.
Einfacher und schneller läßt die Base sich aus dem a-ß-Dimethyltrimethylendimethylammoniumjodid,
-chlorid oder -bromid durch Erhitzen · mit überschüssigem gepulvertem Ätzkali im Ölbad, mit oder ohne Zusatz von
etwas Wasser oder Alkohol gewinnen.
a-c-Dimethylallyldimethylamin ist ein dünnes,
farbloses, piperidinartig riechendes öl, das unter Atmosphärendruck bei 105 bis io6° siedet
und in verdünnter schwefelsaurer Lösung Permanganat entfärbt. Mit Jodmethyl verbindet
sich die Base unter starker Wärmeentwicklung zu a-ß-Dimethylallyltrimethylammoniumjodid,
das in kaltem und warmem Alkohol leicht löslich ist und daraus in Blättchen vom Schmelzpunkt 138 bis 1400 (ohne
Zersetzung) kristallisiert.
Zweite Abbauphase.
In gleicher Weise, wie vorstehend beschrieben, wird das erhaltene α-8-Dimethylallyldimethylammoniumjodid
(Schmelzpunkt 138 bis
1400) in das Ammoniumhydroxyd übergeführt
und dieses durch Erhitzen seiner wäßrigen Lösung gespalten, oder aber das Ammoniumhalogenid
wird direkt mit gepulvertem Ätzalkali, Kalk oder Barythydrat, zweckmäßig unter Zugabe von etwas Alkohol oder Wasser,
erhitzt. Die Spaltung in Trimethylamin, Wasser und Isopren erfolgt ungewöhnlich leicht und
quantitativ. Das Isopren wird in einer mit Eis gekühlten Vorlage, aufgefangen, vom Trimethylamin
durch Behandeln mit verdünnter Schwefelsäure befreit, über Chlorcalcium getrocknet
und durch Destillation über metallischem Natrium gereinigt. Es siedet konstant bei 34 bis 350.
Beispiel 2. 50
Abbau des α-Methyltrimethylenimins (Siedepunkt 750) zu Erythren.
Die Umwandlung der Base in das Ammoniumjodid bzw. -chlorid erfolgt genau so, wie
im Beispiel 1 für die entsprechenden Verbindungen des a-ß-Dimethyltrimethylenimins beschrieben.
Auch bei der Spaltung des Ammoniumhydroxyds wird genau so, wie im Beispiel ι angedeutet, verfahren. Das dabei entstehende
a-Methylallyldimethylamin
CH3
= CH-CH-N
CH3
ist ein farbloses, leicht bewegliches, coniinartig riechendes Öl vom Siedepunkt 90 bis
930, das sich mit Chlormethyl zu a-Methylallyltrimethylammoniumchlorid
CH9 = CH-CH-Nt
einer farblosen, hygroskopischen Kristallmasse verbindet und beim Erhitzen mit überschüssigem,
zerriebenem Ätzalkali, Baryt oder Kalk leicht und glatt in Erythren, Wasser und Trimethylamin zerfällt. Ersteres wird in einer
durch Kältemischung gekühlten Vorlage verdichtet und in bekannter Weise isoliert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: gVerfahren zur Darstellung von Isopren und Erythren, darin bestehend, daß man die durch erschöpfende Alkylierung aus ci-ß-Dimethyltrimethylenimin und a-Methyltrimethylenimin oder auf anderen Wegen erhältlichen quaternären Ammoniumhalogenide bzw. Ammoniumhydroxyde nach dem Abbauverfahren von A. M7. Hof mann in a-ß-Dimethylallyldimethylamin und a- ·> Methylallyldimethylamin überführt und diese abermals derselben Abbaumethode unterwirft oder aber, indem man beide Abbauphasen in einer Operation vereinigt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE247144C true DE247144C (de) |
Family
ID=505959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT247144D Active DE247144C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE247144C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4871874A (en) * | 1987-06-15 | 1989-10-03 | Ethyl Corporation | Process for producing dienes |
| WO2001038292A3 (de) * | 1999-11-25 | 2002-02-28 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung optisch aktiver amine |
-
0
- DE DENDAT247144D patent/DE247144C/de active Active
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4871874A (en) * | 1987-06-15 | 1989-10-03 | Ethyl Corporation | Process for producing dienes |
| WO2001038292A3 (de) * | 1999-11-25 | 2002-02-28 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung optisch aktiver amine |
| US7078226B1 (en) | 1999-11-25 | 2006-07-18 | Basf Aktiengesellschaft | Method for producing optically active amines |
| RU2293724C2 (ru) * | 1999-11-25 | 2007-02-20 | Басф Акциенгезельшафт | Способ получения оптически активных аминов (варианты) и оптически активный амид |
| US7358396B2 (en) | 1999-11-25 | 2008-04-15 | Basf Aktiengesellschaft | Preparation of optically active amines |
| RU2293724C9 (ru) * | 1999-11-25 | 2008-06-27 | Басф Акциенгезельшафт | Способ получения оптически активных аминов (варианты) и оптически активный амид |
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