DE246205C - - Google Patents

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DE246205C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/16Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics in superimposed, i.e. stack-packed, form
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/09Apparatus for passing open width fabrics through bleaching, washing or dyeing liquid
    • D06B2700/095Apparatus for passing open width fabrics through bleaching, washing or dyeing liquid for continuous treatment of open width fabrics, in which the fabric is guided without tension, e.g. superimposed or festooned, in order to extend the duration of treatment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246205 -KLASSE 8«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. August 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Färben, Dämpfen, Bäuchen, Bleichen usw. von Baumwollgeweben von der Art, daß das Gewebe während des Arbeitsprozesses in ausgebreitetem, jedoch ungespanntem Zustande verbleibt und die Behandlungskammer ununterbrochen durchläuft.
Die manigfach zu diesem Zwecke angewendeten bisherigen Einrichtungen sind nicht ganz
ίο von Übelständen frei, wenn auch einige unter ihnen ziemlich ausgedehnte Anwendung gefunden haben. Die meistenteils bisher angewandten Dampfkammern, bei denen das Gewebe zwischen Walzen in die Dampfatmo-Sphäre und aus ihr heraustritt, wobei es die Kammer in Faltenform durchwandert, weisen den Übelstand auf, daß die Spannung des Dampfes, welche zwecks intensiver Behandlung der Ware zwei Atmosphären betragen muß, deswegen auf bedeutend geringerer Stufe gehalten werden muß, weil die Dichtung am Ein- und Ausgang des Gewebes nicht vollständig bewirkt werden kann. In letzter Zeit hat man es versucht, die Ein- und Ausführung der Gewebebahn aus der Behandlungskammer unter vollständig dichtendem Abschluß dadurch zu bewirken, daß die Gewebebahn durch einen von einer Walze zugedeckten, in einer Mulde befindlichen Schlitz ein- und ausgeführt wurde. Jedoch auch diese Einrichtung hat sich nicht bewährt, weil das Gewebe in beträchtlichem Maße durch die Muldenpressung angestrengt wird und bei manchen Stoffarten, wie z. B. bei bedruckten Geweben, die gedämpft werden sollen, überhaupt nicht einer Pressung unterliegen kann. Auch das Taglianische Verfahren entsprach nicht vollkommen den an dasselbe geknüpften Erwartungen, was darin seinen Grund hat, daß die vor und hinter der Maschine befindlichen Flüssigkeitssäulen, welche den Abschluß der Behandlungskammer gegen die Außenluft bilden und durch welche das Gewebe wandert, bei einigermaßen beträchtlichem Druck eine ungewöhnlich große Höhe erhalten müssen.
Unter solchen Umständen hat man die alten Dampfkasten den neueren Arbeitsmethoden, mit welchen doch nur Unannehmlichkeiten verbunden waren, vorgezogen, wenn man, um sich die Vorteile einer hohen Dampfspannung dienstbar zu machen, nicht zur unterbrochenen Arbeitsweise seine Zuflucht nahm, die darin bestand, daß die Stoffbahn in Deckenform in einen Kochkessel eingefahren und hier unter Abwicklung von einer auf die andere Walze einer Dämpfung unterzogen wurde.
Gemäß vorliegender Erfindung nun wird eine neue Vorrichtung vorgeschlagen, welche bei ununterbrochenem Arbeitsgange die Anwendung hohen Druckes gestattet, wobei die Gewebebahn in losem, ungespanntem Zustande durch die Maschine geführt und auf ihrem Wege verschiedene Male mit den notwendigen Lösungen imprägniert wird. Die Vorrichtung setzt sich aus drei Kammern in der Weise zusammen, daß einer stets unter Druck stehenden Behandlungskammer am Wareneingang eine Beladekammer und am Warenausgang
eine Entladekammer zugeordnet ist, die nur zeitweise, d. h. während sie mit der mittleren Behandlungskammer in Verbindung stehen, unter Druck gesetzt werden, zeitweise dagegen, d. h. dann, wenn sie mit der Außenluft in Verbindung treten, gegen die Mittelkammer abgeschlossen und vom Überdruck befreit werden. Während die Ware in der Beladekammer und der Entladekammer nur zeitweise bewegt
ίο wird, durchläuft sie die eigentliche Behandlungskammer fortlaufend. Die Beladekammer steht zwecks Zuführung der Ware gewöhnlich mit der Außenluft in Verbindung und wird, nachdem sie sich mit Ware gefüllt hat, gegen die Außenluft abgeschlossen und nach Unterdrucksetzung mit der Behandlungskammer zwecks Abgabe der aufgespeicherten Ware in dieselbe zeitweise in Verbindung gebracht. Die Entladekammer dagegen steht gewöhnlich mit der Behandlungskammer in Verbindung und wird gegen dieselbe nur dann abgesperrt und nach außen geöffnet, wenn der darin aufgespeicherte Warenvorrat aus der Maschine befördert werden soll. Die durch die neue Vorrichtung bedingte Führung des Gewebes geht somit darauf hinaus, daß die Stoffbahn vor und hinter der Maschine sowie in der Behandlungskammer fortlaufend bewegt wird, während in der Beladekammer und in der Entladekammer die Bewegung eine periodische ist.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung zur Darstellung gekommen, und zwar bedeutet:
Fig. ι einen Längsschnitt durch die neue Einrichtung in schematischer Ausführungsform,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Beladekammer, woraus die Art der Beförderung des Gutes aus der Beladekammer nach der Behandlungskammer ersichtlich ist.
Fig. 3 endlich zeigt einen geeigneten Schieberverschluß, wie er bei der Einführung der Ware in die Belade- bzw. Entladekammer Verwendung finden kann.
Die neue Vorrichtung zerfällt in die drei Kammern I1 II, III, wovon in folgendem in Richtung des Warenlaufs die erstere Beladekammer, die mittlere Behandlungskammer und die letzte Entladekammer genannt werden soll. Die Behandlungskammer II, welche bei Verwendung derselben zu Bleichzwecken ständig unter 2 Atm. Druck gehalten wird, besitzt mehrere Tröge 1, 2, 3, 4, 5, 6, in welchen die Ware aufgespeichert wird, um in losem Zustande, und zwar während einer langen Zeit, der Dampfeinwirkung ausgesetzt zu werden. Beim Übergang von einem Trog zum andern geht die Ware über die Breithalter 7, 8 sowie durch Quetsch werke 9. In den Laugentrögen 10, deren in Fig. 1 drei dargestellt sind, erfährt sie eine Tränkung mit einer geeigneten Flüssigkeit. Die Tröge 10 stehen durch das Rohr 11 untereinander in Verbindung, und es kann die in ihnen befindliche Flüssigkeit mittels einer selbsttätigen Regelvorrichtung auf einer bestimmten Höhe erhalten werden.
Die Kammern I und III dienen zum Aufspeichern der Ware beim Beladen bzw. Entladen der Vorrichtung. In der Zeit, wo in die Beladekammer I kein Wareneingang und aus der Entladekammer III kein Warenausgang stattfindet, stehen die Behandlungskammer II und die Entladekammer III in Verbindung. Der Durchgangsschlitz 12 in der Trennwand 13 zwischen den Kammern II und III ist hierbei geöffnet, und die Ware bewegt sich aus der Behandlungskammer II von links nach rechts, um in der Entladekammer III durch den Faltenleger 14 auf dem Tische 15 in Falten gelegt zu werden. Gleichzeitig findet in der Beladekammer I, die von der Behandlungskammer II durch den Schieber 16 abgesperrt sein kann, das Vorbereiten einer neuen Ladung statt. Die Gewebebahn wird hierzu durch den Einführungsschlitz 17, der zu diesem Zwecke zeitweise geöffnet ist, durchgeleitet und mittels des Faltenlegers 18 bekannter Bauart auf dem Tische 19 aufgestapelt. Nach Aufspeicherung einer genügenden Warenmenge in den Kammern I und III findet die Überführung der Ware aus der Kammer I in die Kammer II bzw. aus der Kammer III nach außen in folgender Weise statt:
Die Durchgangsschlitze 12 und 17 werden zu gleicher Zeit mittels der Drosselschieber 20 und 21 geschlossen. Eine beispielsweise Ausführungsform der Drosselschieber ist aus der Fig. 3 ersichtlich. Die Schieberplatten 20 werden mittels der Stangen 22 auf und nieder bewegt und gleiten in einer Führung 23. Hierbei wird das Gewebe durch die Schieberplatten 20 gegen eine zweckmäßig elastische Abschlußleiste 24 gepreßt, derart, daß eine dampfdichte Absperrung des Durchgangsschlitzes bei ruhendem Gewebe bewerkstelligt wird. Hierauf wird die Kammer I mittels eines geeigneten Ventiles mit dem Dampfkessel verbunden, derart, daß sie sich mit Dampf füllen kann, während die Kammer III durch Öffnung eines Abdampf ventiles mit der freien Atmosphäre verbunden wird. Nachdem der mittels des Ventiles 25 regelbare Druck zu beiden Seiten des Schiebers 16 dem Druck der Kammer II und der Druck zu beiden Seiten des Schiebers 26 in der Kammer III dem atmosphärischen Druck gleich geworden ist, wird das Dampfzuführungsventil der Kammer I und das Dampfableitungsventil der Kammer II geschlossen, die Schieber 16 und 25 emporgezogen, die Tafeltische 19 und 15 um die Achsen 27 und 28 mittels der mit den Schiebern 16
und 26 verbundenen Hebelanordnung 29, 30 gekippt und die Ware auf der einen Seite in den Trog ι (Fig. 2) und auf der anderen Seite aus der Kammer III herausbefördert. Hierauf werden die Schieber 16 und 26 geschlossen, die Tische 19 und 15 in ihre ursprüngliche Stellung gebracht, das Ventil, welches die Verbindung der Kammer III mit dem Dampfkessel herstellt, geöffnet, und das Ventil, welches die Verbindung zwischen Kammer I und der Atmosphäre vermittelt, gleichfalls geöffnet. Wenn dann der Druck in der Kammer III gleich geworden ist demjenigen in der Kammer II, und der Druck in der Kammer I gleich dem Atmosphärendruck, wird das Dampfauslaßventil für die Kammer I gedrosselt und die Schieber 20 und 21 emporgehoben.
Mit 31 ist ein dem Regulierventil ähnliches Verbindungsventil zwischen der Kammer II und III dargestellt. Die Tröge 32 und 33 vor den Kammern I bzw. III haben den Zweck, die nach Abschluß der Schieber 20 und 21 weiter zulaufende Ware aufzuspeichern (z. B. Fig. 2). Fangen dann nach dem Emporheben der Schieber 20 und 21 die während des Schieberverschlusses nicht fördernden Zugwalzen der Faltenleger wieder zu arbeiten an, dann werden in dem zwischen zwei Ladungen liegenden Zeitabschnitt die Vorratströge 32 und 33 geleert. Die Faltenschläge müssen daher in dieser Periode derart bemessen sein, daß nicht nur die in den Trögen 32, 33 aufgespeicherte, sondern auch die ständig zulaufende Ware gefördert wird. Die Falten- leger bewegen sich ständig, die Ware wird jedoch zur Zeit der Beladung der Kammer I und der Entladung der Kammer III nicht gefaltet. Dies wird dadurch erreicht, daß die sich drehenden oberen Zugwalzen 34, 35 der Faltenleger mit den Schiebern 20 und 21 mittels der Hebel 36, 37 derart verbunden sind, daß sie beim Niederbewegen der Schieber von den unteren Zugwalzen abgehoben werden, und daher eine Förderung der Ware nicht ein-
treten kann. ,
Alle Bewegungsvorrichtungen können in zwei Gruppen eingeteilt werden, und zwar in ununterbrochen wirkende zur Bewegung der Ware und in zeitweise, und zwar während der Be- und Entladung wirkende Antriebe. Zur ersteren Gruppe gehören die Förderwalzen, in der Kammer II sowie die Faltenleger in den Kammern I und III, zur zweiten Gruppe dagegen die Dampfzylinder 38 und 39 zur Bewegung der Schieber 16 und 26, ferner die Exzentertriebe 40, 41 zur Beeinflussung der Schieber 20 und 21, sowie endlich die auf der Zeichnung nicht dargestellten Dampfzu- und -ablaßventile für die Kammern I und III.
Selbstverständlich kann die Beeinflussung der einzelnen Antriebe zum Zwecke der Erfüllung obiger Wirkungsperioden eine beliebige sein. So können die Schieberklappen 16 und gemäß der figürlichen Darstellung mit Kolben 42, 43 verbunden sein, welche je nach Einlaß gespannten Dampfes unterhalb oder oberhalb ihrer Kolbenflächen eine Öffnung bzw. Schließung der Schieber herbeiführen. Die Exzenter 40,41 wirken auf Rollen, welche an den oberen Enden der Stangen 22 bzw. angeordnet sind, derart, daß durch die Exzenter ein Öffnen bzw. ein Verschluß bewirkt werden kann. Die Offenstellung der Schieber 20, 22 wird durch das Gewicht der oberen Zugwalzen 34, 35 der Faltenleger bei Unterstützung durch die Federn 45, 46 bewirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Färben, Dämpfen, Bäuchen, Bleichen und Imprägnieren von Baumwollgeweben in breitem Zustande und in ununterbrochenem Arbeitsgange, dadurch gekennzeichnet, daß der stets unter Druck arbeitenden Behandlungskammer II am Wareneingang eine Beladekammer I und am Warenausgang eine Warenentladungskammer III zugeordnet ist, deren erstere zum Aufnehmen eines bestimmten Waren-Vorrates gewöhnlich mit der Außenluft in Verbindung steht und zwecks Abgabe desselben an die Behandlungskammer II zeitweise gegen die Außenluft abgeschlossen und mit der Behandlungskammer auf gleiche Druckstufe gesetzt und verbunden wird, während die mit der Behandlungskammer II gewöhnlich verbundene und auf gleicher Druckstufe stehende Entladekammer III zeitweise zur Abgabe ihres Warenvorrates gegen die Behandlungskammer II abgesperrt, auf Atmosphärendruck gebracht und mit der Außenluft verbunden wird, derart, daß die Gewebebahn vor der Kammer I, in der Kammer II und hinter der Kammer III fortlaufend, in den Kammern I und III dagegen periodisch bewegt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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