DE2462016C3 - Vorrichtung zur nicht starren Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photochemischen Reaktoren - Google Patents

Vorrichtung zur nicht starren Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photochemischen Reaktoren

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DE2462016C3
DE2462016C3 DE19742462016 DE2462016A DE2462016C3 DE 2462016 C3 DE2462016 C3 DE 2462016C3 DE 19742462016 DE19742462016 DE 19742462016 DE 2462016 A DE2462016 A DE 2462016A DE 2462016 C3 DE2462016 C3 DE 2462016C3
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sealing ring
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DE19742462016
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DE2462016A1 (de
DE2462016B2 (de
Inventor
Henry Lyon; Fabre Fernand; Guerrera Lucien; Marseille; Delahaye (Frankreich)
Original Assignee
Ausscheidung aus: 24 35 976 Produits Chimiques Ugine Kuhlmann, Paris
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur nicht starren Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photochemischen Reaktoren, insbesondere für die Chlorierung von Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise Methylchlorid.
Nach den üblichen Verfahren werden runde Rohre und Röhren an Apparaturen, z. B. chemischen Reaktoren und Destillationskolonnen, durch Schweißen, Einwalzen, mit Rohrverbindern, Muffen und Flanschen befestigt. Diese Methoden sind jedoch nicht anwendbar, wenn zerbrechliche Rohre, beispielsweise aus Kunststoff, Quarz und Graphit, befestigt werden sollen, besonders wenn diese Rohre große Längen haben und leichte Schwingungen und hohe Drücke aushalten müssen.
In diesem Fall kann die Befestigung mit einem System von Bünden erreicht werden, deren Dichtigkeit durch flache Dichtungen gewährleistet ist Eine solche Vorrichtung erfordert jedoch einerseits hohe Drücke und starkes Festklemmen, wodurch sehr häufig der Bund reißt, und führt andererseits, wenn es gelingt, die Verbindung herzustellen, zu einer starren Konstruktion, die nicht einmal eine sehr begrenzte Bewegung und Verschiebung des befestigten Rohres gestattet. Das von den Herstellern von Glasapparaturen angewandte klassische Verfahren, zylindrisch-konische Klemmflansche beiderseits einer Dichtung beispielsweise aus Polytetrafluoräthylen anzuklemmen, ist infolge der Starrheit der Konstruktion ebenfalls nicht befriedigend.
Die Photochemie, d. h. die technische Ausnutzung der
Wechselwirkung des Lichts mit den Atomen und Molekülen, ist eine Technik, die sich für die Chlorierung von Kohlenwasserstoffen insbesondere von Paraffinen, für die Chlorierung von organischen Stoffen, z. B. für die Chlorierung von Methylchlorid zur Herstellung von Gemischen von Methylenchlorid, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff, für Nitrosierungen, Sulfoxydationen von Paraffinderivaten und für die Photopolymerisation als besonders interessant erweist
ίο Die Untersuchungen mit photochemischen Strahlern, die für die durchzuführende Reaktion besonders gut geeignet sind, können im Laboratorium im kleinen Maßstab mit Apparaturen durchgeführt werden, bei denen die Befestigung der Röhren im allgemeinen keine besonderen Schwierigkeiten bietet. Im Gegensatz hierzu ist die großtechnische Anwendung der in dieser Weise entwickelten Verfahren zur Zeit häufig schwierig und kostspielig zu erreichen, weil keine Vorrichtung zur Befestigung von Glasrohren, die die photochemischen Strahler enthalten, insbesondere die Ultraviolettstrahler, an den Reaktoren verfügbar ist.
Um genügende Leistungen zu erzielen, haben diese Rohre im allgemeinen eine Länge von 2 bis 3 m, und sie arbeiten unter Drücken von etwa 2 bis 10 Bar. Ferner müssen sie in der Lage sein, den Schwingungen und Erschütterungen sowie dem Stoß, der auf Druckunterschiede zwischen dem Reaktor und dem Außenraum der Röhren zurückzuführen ist. zu widerstehen. Die bekannten Vorrichtungen zur Befestigung von Glasroh ren an Metallreaktoren waren unbefriedigend.
Aus den Unterlagen des DT-Gbm 18 73 846 ist eine Vorrichtung zum Verbinden eines Anschlußrohres mit einem Behälter bekannt, bei der eine abdichtende, das Anschlußrohr einschiebbar aufnehmende Muffe in einer öffnung an der Behälterwand angeordnet ist. Die Muffe dient zur Führung und Zentrierung des zu befestigenden Rohrs, das gegenüber der Muffe mittels eines O-Rings abgedichtet ist. Infoige der Zentrierung sind keine Bewegungen und Verschiebungen des Rohrs in allen Richtungen möglich. Auch kann eine derartige Befestigung keinen hohen Drücken, wie sie in photochemischen Reaktoren auftreten, widerstehen. Außerdem läßt sich keine Dichtigkeitskontrolle vornehmen. Für die Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photo chemischen Reaktoren ist diese bekannte Befestigungs art somit nicht geeignet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kombinierte Verwendung von aus flexiblen Werkstoffen bestehenden Lippendichtringen und aus Elastomeren oder Polytetrafluoräthylen bestehenden, eine Führung des Strahlers bewirkenden, Bewegungen und Verschiebungen des Strahlers in allen Richtungen ermöglichenden Dichtringen mit Rundquerschnitt, die eine wulstförmige Zone des Strahlers einrahmen.
Weitere Ausgestaltungen des Anmeldungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Hierdurch wird ermöglicht, daß die Strahler, die starken Druckschwankungen ausgesetzt sein können, ohne Schwierigkeit in nicht starrer Weise abgedichtet
(10 befestigt werden können, wobei selbst unter Drücken von 1 bis 10 Bar eine absolut dichte Verbindung erzielt werden kann. Die obere Grenze der anwendbaren Drücke hängt von der Festigkeit des Strahlers selbst und von derjenigen der Dichtung ab.
fts Als Beispiel der Verwendung dieser Befestigungsvorrichtung ist die Befestigung von UV-Röhren, die die Durchführung der photochemischen Chlorierung von Methylchlorid ermöglichen, an den Reaktoren zu
nennen.
Die photochemische Chlorierung von Methylchlorid durch Dissoziation des Chlormoleküls zum aktiven Chlorion, das durch Umsetzung mit dem Methylchlorid zur Bildung von Cemischen von höheren Chlormethanen führt, unter Verwendung von UltraviolettJicht ist ein bekanntes Verfahren. Die im allgemeinen in großer Zahl verwendeten röhrenförmigen Ultraviolettstrahler sind in Glasrohren enthalten, die einen Durchmesser von 40 bis 80 mm haben können. Ihre Befestigung an den Metallreaktoren, insbesondere aus Nickel, ist erfindungsgemäß besonders zuverlässig und vorteilhaft mit der in der beigefügten Abbildung dargestellten Vorrichtung möglich. Bei dieser Reaktion müssen die Elektroden, die die Ultraviolettstrahler speisen, aus Sicherheitsgründen unter Stickstoffdruck stehen. Das zu befestigende Rohr 1, das den Ultraviolettstrahler enthält, wird am entsprechenden Stutzen des Reaktors 2 unter Verwendung eines ersten kammprofilierten Dichtringes oder Lippendichtringes 3 aus einem Copolymeren aus Vinylfluorid und Hexafluorpropylen befestigt Dieser Lippendichtring ist mit einem zweiten Lippendichtring 4 der gleichen Art über ein Zwischenoder Distanzstück 5 verbunden, das mit einem Stutzen versehen ist. Die beiden Dichtringe 3 und 4 werden an das Rohr 1 mit einem Klemmflansch 6 angepreßt, an dem ein Rohr 7 befestigt ist, an das in geeigneter Höhe ein einwärts ragender Flansch angesetzt ist, auf dem ein Dichtring 8 mit Rundquerschnitt aus dem vorstehend genannten Polymerisat angeordnet ist.
Der obere Teil des Rohres 7 endet in einem Flansch, der mit üblichen Dichtungen versehen ist. Ein zweiter Dichtring 9 mit Rundquerschnitt des gleichen Typs wie der erste Dichtring wird mit einem zweiten Distanzstück 10 in seiner Lage gehalten. Das Ganze wird von einer Haube 11 aus Stahl überragt, cüe mit zwei Stutzen versehen ist, von denen einer der Zuführung des elektrischen Stroms, der für die Speisung der Elektroden erforderlich ist, dient und der andere die Einführung von Stickstoff, mit dem die Haube unter Druck gehalten wird, ermöglicht Vorrichtungen dieser Art, die zur Befestigung von 14 Rohren, die Ultraviolettstrahler enthalten und einen Durchmesser von 50 mm und eine Länge von 3 m haben, an einem Reaktor für die Chlorierung von Methylchlorid dienen, werden seit zwei Jahren für den kontinuierlichen Betrieb ohne jeden Bruch der Rohre verwendet
Ti otz aller getroffenen Vorsichtsmaßregeln hinsichtlich der Wahl der Werkstoffe, die den Lippendichtring bilden, kann immer ein Schaden an der Dichtung eintreten. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung stellt die Sicherheit und Dichtigkeit durch Verwendung von zwei Lippendichtringen sicher, die hintereinander in Abständen, die 10 bis 20 mm betragen können, angeordnet und mit dem Zwischen- oder Distanzstück 5 verbunden sind. Die Abdichtung wird hierbei durch die Anklemmvorrichtung des zweiten Lippendichtringes erreicht
Eine Vorrichtung dieser Art kann mit jeder beliebigen Alarmvorrichtung verbunden werden, die in dem Bereich, der die beiden Dichtringe trennt das Auftreten einer Undichtigkeit in der ersten Dichtung feststellt Es ist hierbei möglich, die Anlage stillzusetzen, um die schadhafte Dichtung auszuwechseln, ohne daß wesentliche Mengen der in der Apparatur vorhandenen Produkte in die umgebende Atmosphäre entweichen können, da der zweite Dichtring die während des Stillstandes der Anlage notwendige Abdichtung gewährleistet
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur nicht starren Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photochemischen Reaktoren, gekennzeichnet durch die kombinierte Verwendung von aus flexiblen Werkstoffen bestehenden Lippendichtringen (3, 4) und aus Elastomeren oder Polyteirafluoräthylen bestehenden, eine Führung des Strahlers (1) bewirkenden. Bewegungen und Verschiebungen des Strahlers (1) in allen Richtungen ermöglichenden Dichtringen (9, 8) mit Rundquerschnitt, die eine wulstförmige Zone des Strahlers (1) einrahmen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit zwei übereinander angeordneten Lippendichtringen (3,4) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zwischen den beiden Dichtringen (3, 4) mit einer Alarmvorrichtung, die auf Undichtigkeiten des ersten Dichtringes (3) anspricht, verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Strahlers (1) in einer Metallhaube (11) angeordnet ist, die zwei Stutzen zur Zuführung der Stromversorgung und zur Einführung von Stickstoff aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (U) mit einem Distanzstück (10) verbunden ist, das den Dichtring (9) oberhalb der wulstförmigen Zone des Strahlers (1) in seiner Lage hält und mit einem die wulstförmige Zone umgebenden Rohr (7) verbunden ist, das die zweite Dichtung (8) abstützt.
DE19742462016 1973-07-30 1974-07-26 Vorrichtung zur nicht starren Befestigung von röhrenförmigen Strahlern bei photochemischen Reaktoren Expired DE2462016C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7327775 1973-07-30
FR7327775A FR2239637B1 (de) 1973-07-30 1973-07-30

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2462016A1 DE2462016A1 (de) 1975-06-26
DE2462016B2 DE2462016B2 (de) 1977-05-18
DE2462016C3 true DE2462016C3 (de) 1978-01-05

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