DE2460751C3 - Thermoschalter - Google Patents
ThermoschalterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Thermoschalter, bei dem eine elektrische Kontaktfeder mit Hilfe eines
Bimetallstreifens betätigbar ist.
Die bekannten Thermoschalter dieser Art (DT-Gbm 19 17 409) sind infolge tier genutzten Auslenkung des
Bimetallsireifens in ihrem Einsatzhenjicl; mehr oder
weniger beschränkt, da sich der Kontaktdruck der elektrischen Kontaktfeder in der Arbeitsstellung mit der
Temperatur ändert. Damit ist auch verbunden, daß der elektrische Kontakt nur verhältnismäßig langsam
schließt und öffnet und demnach durch eine größere Zündfiinkenbclasiung schneller abbrennt, was wiederum
eine rasche Verschiebung der Ansprechtemperatur ίο mit sich bringt. Außerdem werdei; durch die zumeist
recht starke mechanische Belastung des Bimetallstreil'ens Ermüdungserscheinungen in Kauf genommen, die
zu einer langsamen aber steligen Kontaktdruekabsenkung
führen. Von Nachteil sind diese Erscheinungen insbesondere dann, wenn mit dem Thermoschalter
beispielsweise bei Elektroheizgeräten stärkere elektrische Ströme geschalte! werden sollen.
Durch die CH-PS 5 08 936 ist eine Raumihermostatschaltuhr
zur elektrischen Steuerung von Heizungs- und/oder Klimaanlagen mit für Tag und Nacht
getrennter Schaltzeit- und Tempcraturvorwahleinsicllung
bekannt, bei der das innere Ende einer Bimetall-Spirale mit einem Rihlcrhcbcl verbunden ist, der über
zwei Tasthebel von einem vom .Synchronmotor der Schalluhr angetriebenen Tastrad abgetastet wird, der
Fühlerhebel und damit die Bimetall-Spirale während der Tastpausc in der momentanen Lage arretiert werden,
um sie nach erneuter Beaufschlagung der Tasthebel durch das Tastrad freizugeben, und jeder der beiden
Schalter der elektrischen Kontakteinrichtung von dem diesem zugeordneten Tasthebel mittels einer Zugfeder
entsprechend der Freigabe durch den Fühlerhebel betätigt wird. Der Bimetall-Spirale wird hierbei die
eigentliche Schaltarbeit von der Zugfeder abgenommen,
allerdings unter Hinzunahme einer recht komplizierten und damit auch teuren und störungsanfälligen Tasteinrichtung.
Durch die DT-AS 15 65 498 ist eine Einrichtung zur
Leistungsregelung in Heiz- und Kochgeräten mit
mehreren Verbrauchern durch Ändern des Taktverhältnisses der Stromzufuhr bekannt, bei der einander
entsprechende Regeleinheiten mit je einer Flanschkupplung an die Abtriebswelle einer von einem
Synchronmotor angetriebenen Schaltuhr angeschlossen sind und in jeder Regeleinheit ein Schalter vorgesehen
ist, der einschließlich seines die Kontaktarme tragenden Fassungskörpers mittels eines Bimetallarms eine temperaturabhängige
Lageveränderung zu einer das Taktverhältnis bestimmenden Steuernockenscheibe erfährt.
Auch die Ausbildung des Schalters als Springkontaktschalter ändert jedoch nichts an dem Umstand, daß der
Kontaktdruck starken Schwankungen unterworfen ist, durch eine größere Zündfunkenbelastung eine erhebliche
Verschiebung der Ansprechtemperatur eintritt und den temperaturabhängigen Bewegungen des Bimetallarms
ein beträchtlicher Widerstand entgegengesetzt wird.
Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Thermoschalter der eingangs angeführten Art zu
schaffen, bei dem die in einem Teil des Temperaturbereichs auf die Kontaktfeder ausgeübte Kraft
temperaturunabhängig ist, das Ein- und Ausschalten im Ablauf beschleunigt wird und die mechanische Belastung
des Bimetallstreifens erheblich vermindert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein zum mechanischen Betätigen der elektrischen
Kontaktfeder gegen die elektrische Kontaktfeder schwenkbarer, durch den Bimetallstreifen mechanisch
midie Drehbewegung eines sich an einen Elektromotor
anschließenden Untersetzungsgetriebes an- mal aliktippelbarer
.Schaltfinger vorgesehen ist.
Damit wird die /iir Betätigung der elektrischen
Kontaktfeder benötigte Kraft "letztlich vom Elekiromotor
aufgebracht und die Rückführung des .Schaltfingers durch die elektrische Kontaktfeder besorgt, während
viem »!metallstreifen lediglich die vergleichsweise
geringen Kräfte zum An- und Abkuppeln des Schaltfingers
abverlangt werden. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen jedoch insbesondere auch darin, daß
bei der Betätigung der elektrischen Kontaktfeder ein
Übergang von der langsamen Auslenkbeweguiv des
Bimetallstreifens auf die schnelle Drehbewegung des Untersetzungsgetriebes vollzogen worden ist.
Zur Kleinhaltung des Bauteileaul'wandes ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die
Drehbewegung des von dem Elektromotor angetriebenen Untersetzungsgetriebes von einem durch den
Bimetallstreifen bei dessen durch Temperaturänderung verursachter Auslenkung axial verschiebbaren Zahnrad
abnehmbar. Um hierbei eine hohe Ansprechgenauigkeii zu erzielen und zugleich den Bauteileverschleiß stärker
/Ai beschranken, ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dafür gesorgt, daß das
axial verschiebbare Zahnrad sich im gesamten Verschiebebereich mit dem Untersetzungsgetriebe des Elektromotors
im Eingriff befindet und als Antriebshälfte einer Klauenkupplung ausgebildet ist.
Eine andere besonders hervorzuhebende Ausgestal-Hing
der Erfindung besteht darin, daß der Elektromotor und das sich an ihn anschließende Untersetzungsgetriebe
zugleich Bestandteile eines elektromotorisch betriebenen Zeitschalters sind. Auf diese Weise wird fü,- den
Thermoschalter der Mehraufwand des Elektromotors und des Untersetzungsgetriebes vermieden. Das bedeutet
eine äußerst kostensparende Verbesserung für alle die Geräte, für die außer einem Thermoschalter auch ein
elektromotorisch betriebener Zeitschalter vorgesehen ist. Noch einen Vercinfachungsschritt weiter geht die
zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, wonach die mit Hilfe des Bimetallstreifens betäligbarc
elektrische Kontaktfeder zugleich als Zeitschalterkontaktfeder verwendet ist.
Ferner ist als vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung
besonders hervorzuheben, daß der mit Hilfe des Bimetallstrcifens betätigbaren elektrischen Kontaktfeder
eine durch das Zeitschaltwerk wechselweise zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Dauerausschaltstellung
umstellbare Gegenkontaktfeder zugeordnet ist. Es handelt sich hierbei um eine vom
Fertigungsaufwand her äußerst kostensparende Zusammenfassung eines mit einem Thermoschalter elektrisch
in Reihe liegenden Zeitschalters. Von Bedeutung ist dies insbesondere für Elektroheizgeräte, bei de.ien in einer
vorwählbaren Einschaltperiode eine thermostatische Regulierung der Wärmeabgabe erfolgt.
Ein aufgrund dieser und noch zu erwähnender anderer vorteilhafter Ausgestaltungen besonders bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der teilweise schematisch vereinfachten perspektivischen
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Bei dem in der Zeichnung wiedergegebenen Thermoschalter besitzt das axial verschiebbare Zahnrad 1 eine
am freien Ende des Bimetallstreifens 2 verankerte Hohlwelle 3, in der die Abtriebshälfte 4 der Klauenkupplung
5 mit einer Vollwelle 6 drehbar gelagert ist, so daß die Klauenkupplung 5 eine recht genaue und
dennoch leichtgängige Führung erhall. Zur eigentlichen Bildung der formschlüssigen Kupplung 5 ist in das axial
verschiebbare Zahnrad 1 ein kreiszylindrischer Mitnahmestift 7 eingesetzt und in der Abtriebshälfte 4 der
lormschlüssigen Kupplung 5 ein Kranz dazu passender Bohrungen 8 vorgesehen, in die der Mitnahmestift 7
wahlweise und je nach der temperaturbedingten Auslenkung des Bimetallstreil'ens 2 eindringen kann.
Das freie Ende des Bimetallstreifens 2 ist als beiderseits in eine Ringnut 9 der Hohlwelle 3 des axial
verschiebbaren Zahnrades 1 eingreifende zweizinkige Gabel 10 ausgebildet, um einerseits bei tier Lagerung
der Hohlwelle 3 eine radiale Ausgleichsmoglichkeil für die leicht bogenförmige Auslenkung des Bimetallstrei-Iens
2 zu schaffen und andererseits einen besonders einfachen Zusammenbau bei einem verhältnismäßig
geringen axialen Spiel eier Hohlwelle 3 in dem Bimetallstreifen 2 zu ermöglichen.
Um nicht auf ein Blockieren des Elektromotors 11 und auf eine genaue Auswahl des Elektromotors Il in
bezug auf seine Blockierschwelle angewiesen zu sein, ist zwischen dem gegen die elektrische Kontaktfeder 12
schwenkbaren Schallfänger 13 und dem Elektromotor 11 eine die Andruekkraft des Schaltfingers 13
begrenzende Rutschkupplung 14 eingefügt. Diese Rutschkupplung 14 befindet sich vorzugsweise unmittelbar
am Sehaltfinger 13, so daß der Elektromotor 11 und das sich an ihn anschließende Untersetzungsgetriebe 15
nebenher anderen Zwecken dienen können. Durch die Einfügung eines Zwischenrades 16 ist die Rutschkupplung
14 räumlich von der formschlüssigen Kupplung 5 abgesetzt.
Der Bimetallstreifen 2 biegt sich bei seiner Erwärmung in Richtung des dunklen Pfeils und bei seiner
Abkühlung in Richtung des hellen Pfeils, wobei das ständig vom Elektromotor 11 über das Untersetzungsgetriebe
15 in Drehung gehaltene Zahnrad 1 jede Auslenkbewcgung des Bimetallstreifens 2 in axialer
Richtung mitmacht. Über die als zurückgesetzter Anschlag für den Bimetallstreifen 2 eingesetzte
Stellschraube Π kann recht genau die Temperatur
eingestellt werden, bei der die Klauenkupplung 5 den Sehaltfinger 13 an die Drehbewegung des Zahnrades 1
ankuppelt und umgekehrt bei ansteigender Temperatur wieder von diesem abkuppelt. Sobald der Mitnahmeslift
7 in einer der Bohrungen i! Halt gefunden hat. wird der Schaltfinger 13 verhältnismäßig schnell unter Überwindung
der Federkraft der elektrischen Kontaktfeder 12 gegen die elektrische Kontaktfeder 12 verschwenkt, bis
der an der elektrischen Kontaktfeder 12 befestigte Kontakt 18 mit einem durch die Rutschkupplung 14
vorgegebenen konstanten Kontaktdruck an dem Gegenkontakt 19 anliegt. Beim Hcrausgleiten des Mitnahmestiftes
7 aus der jeweiligen Bohrung 8 wird der Schaltfinger 13 durch die Federkraft der elektrischen
Kontaktfeder 12 ebenfalls verhältnismäßig schnell wieder in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt.
Der Elektromotor 11 ist vorzugsweise ein Synchronkleinmotor
und als solcher zusammen mit dem Untersetzungsgetriebe 15 hauptsächlich Bestandteil
eines elektromotorisch betriebenen Zeitschalters. Die Drehbewegung des Untersetzungsgetriebes 15 wird
hierbei durch eine nachfolgende Zahnrad-Ritzel-Kombination
20 noch so weit verringert, daß die abschließende Arbeitsscheibe 21 beispielsweise nur noch alle
vierundzwanzig Stunden eine Umdrehung ausführt. Die mit der Arbeitsscheibe 21 durch eine gemeinsame Achse
22 verbundene Nockenscheibe 23 besitzt einen anteilsmäßig großen erhabenen Umfangsabschnitt 24 für die
Ausschaltstellung des Zeitschalters und einen anteilmäßig kleinen im Radius zurückgesetzten Umfangsabschnitt
25 für die Einschaltstellung des Zeitschalters. Mit Hilfe der Rutschkupplung 26 ist es möglich, die
Nockenscheibe 23 über einen nicht gezeichneten Drehknopf manuell gegenüber der Arbeitsscheibe 21 zu
verstellen und so für den Einschaltzeitpunkt des Zeitschalters eine Vorwahl zu treffen. Zumeist läßt sich
auch die Einschaltdauer des Zeitschalters verändern,
IO und zwar beispielsweise dadurch, daß die Nockenscheibe 23 aus zwei manuell gegeneinander verdrehbaren
Tcilscheiben besteht. Die besonders vorteilhafte Zusammenfassung des Thermoschalters mit dem zuletzt
beschriebenen Zeitschalter gipfelt darin, daß der mit Hilfe des Bimetallstreifens 2 betatigbaren elektrischen
Kontaktfeder 12 eine durch die Nockenscheibe 23 wechselweise zwischen einer Bereitschaftsstellung und
einer Dauerausschaltstcllung umstellbare Gegenkontaktfeder 27 zugeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Thermoschalter, bei dem eine elektrische
Kontaktfeder mit Hilfe eines Bimetallsireifens betätigbar ist, dadurch g e k e η η / e i c h net,
daß ein zum mechanischen Betätigen der elektrischen Kontaktfeder (12) gegen die elektrische
Kontaktfeder schwenkbarer, durch den Bimetall streifen (2) mechanisch an die Drehbewegung eines
sich an einen Elektromotor (II) anschließenden Untersetzungsgetriebes (15) an- und abkuppelbarer
.Schaltfinger (13) vorgesehen ist.
2. Thermoschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung des von
dem Elektromotor (II) angetriebenen Untersetzungsgetriebes (15) von einem durch den Bimetallstreifen
(2) bei dessen durch Temperaliiränderung verursachter Auslenkung axial verschiebbaren
Zahnrad (1) abnehmbar ist.
3. Thermoschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das axial verschiebbare Zahnrad
(1) sich im gesamten Verschiebebereich mit dem Untersetzungsgetriebe (15) des Elektromotors (II)
im Eingriff befindet und als Antriebshälftc einer Klauenkupplung (5) ausgebildet ist.
4. Thermoschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das axial verschiebbare Zahnrad
(1) eine am freien Ende des Bimctallstreifens (2) verankerte Hohlwelle (3) besitzt, in der die
Abtriebshälfte (4) der Klauenkupplung (5) mit einer Vollwelle (6) drehbar gelagert ist.
5. Thermoschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Bimetallstreifens
(2) als beiderseits in eine Ringnut (9) der Hohlwelle (3) des axial verschiebbaren Zahnrades (1)
eingreifende zweizinkige Gabel (10) ausgebildet ist.
6. Thermoschalter nach einem der Ansprüche I bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem gegen die elektrische Kontaktfeder (12) schwenkbaren
Schaltfinger(13) und dem Elektromotor(11) eine die Andruckkraft des Schaltfingcrs (13) begrenzende
Rutschkupplung (14) eingefügt ist.
7. Thermoschalter nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (11) und das sich an ihn anschließende Untersetzungsgetriebe
(15) zugleich Bestandteile eines elektromotorisch betriebenen Zeitschalters (11, 15,
20-23) sind.
8. Thermoschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Hilfe des Bimetallstreifens
(2) betätigbare elektrische Kontaktfeder (12) zugleich als Zeitschalterkontaktfeder verwendet ist.
9. Thermoschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Hilfe des Bimetallstreifens
(2) betätigbaren elektrischen Kontaktfeder (12) eine durch das Zeitschaltwert (11, 15, 20-23)
wechselweise zwischen einer Bereitschaftsstellung (25) und einer Dauerausschaltstellung (24) umstellbare
Gegenkontaktfeder (27) zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742460751 DE2460751C3 (de) | 1974-12-21 | Thermoschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742460751 DE2460751C3 (de) | 1974-12-21 | Thermoschalter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2460751A1 DE2460751A1 (de) | 1976-06-24 |
| DE2460751B2 DE2460751B2 (de) | 1977-02-17 |
| DE2460751C3 true DE2460751C3 (de) | 1977-10-06 |
Family
ID=
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