DE244231C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L17/00—Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
- F23L17/02—Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Sink And Installation For Waste Water (AREA)
Description
Elften=
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 244231 -■.'
KLASSE 36//. GRUPPE
HEINRICH MEISTER in HOHR B.KOBLENZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. August 1910 ab.
Die Erfindung betrifft einen oben geschlossenen Aufsatz für ein- und mehrfache Schornsteine,
dessen Eigenart darin liegt, daß er' sich in zwei, vier oder mehr Etagen aufbaut,
in deren Umwandungen ringsum senkrechte, breite Schlitze ausgespart und so angeordnet
sind, daß ■ unter diesen känalartigen Durchbrechungen sich infolge ihrer verschiedenen
Richtung und Lage immer einige befinden,
ίο deren, innere und äußere Mündungen gegen
den jeweilig herrschenden Wind geschützt liegen und dem Rauch Gelegenheit geben,
hier ungestört und zwanglos unmittelbar in der Richtung des Windes abziehen zu können,
während durch die übrigen der Wind dann zwar hindurchgehen ^kann, dabei aber,
an der Rauchsäule vorbei', oder auch (bei mehrfachen Schornsteinen) zwischen den Rauchsäulen
hindurch, nach außen abgeleitet wird.
Erreicht wird dies, indem ringsum, von jeder der vier Seitenkanten des Aufsatzes aus,
zwei solcher känalartiger Schlitze von annähernd der lichten Weite des Rauchrohres,
die nebeneinander rechts und links von der Kante beginnen, das eine Mal in die untere
(z. B. 22 und 24 in Fig. 4 der Zeichnung), das andere Mal in die obere Etage (z. B. 6 und 12
in Fig. 3) schräg hineinführen und dabei jedesmal ein nach hinten sich verbreiterndes Zungenstück
(z. B. 11 in Fig. 3) zwischen sich stehenlassen.
Dasselbe gilt auch, wenn der Aufsatz für mehrfache Schornsteine eingerichtet wird,
nur ist dann, indem besondere Zwischenstücke (z. B. 16 in Fig. 10) stehenbleiben, an jeder
Langseite für jedes weitere Rauchrohr noch ein mit dem vorhandenen parallellaufender
Schlitz (z. B. 17 in Fig. 10) einzuschalten.
Aus dieser Anordnung und Aussparung der Schlitze ergeben sich in jeder Etage außer den
Zungenstücken bzw. Zwischenstücken noch zwei Eckwangenstücke von annähernd dreieckiger
Grundriß form (z. B. 4 und 14 in Fig. 3), welche die gleichweiten kanalartigen Durch- '.
brechungen nach außen seitlich begrenzen. Weiterhin ergibt sich, daß immer zwei Durchbrechungen
auf gleicher Höhe gegeneinander gerichtet sind und in einem stumpfen Winkel
ineinander übergehen (z. B. 22 und 21 in Fig. 4), ferner die Gesamtrichtungen derselben in der
oberen Etage sich mit denjenigen in der unteren Etage diagonal kreuzen und außerdem
eine Durchdringung zweier sich kreuzender Ausgänge (Schlitze) nicht vorkommt, weil
diese jedesmal übereinander, d. h. in verschiedenen Etagen angeordnet sind.
Die Zungenstücke bzw. die Zwischenstücke
sind es nun, welche die inneren und äußeren Mündungen der Ausgänge schützen und zugleich
eindringenden Wind an der Rauchsäule vorbeileiten. Dies sowohl als auch die Tatsache,
daß bei vorliegendem Schornsteinaufsatz immer einige windgeschützte Ausgänge,
und zwar für jedes. Rauchrohr mindestens einer, vorhanden sind, läßt sich leicht nachprüfen,
wenn man die Richtungen der in Fig. 7 eingezeichneten Pfeile verfolgt. Kommt
z. B. der Wind in der Richtung des Pfeiles 13, dann sind u. a. in Fig. 3 die Ausgänge 6 und 2
sowie in Fig. 4 die Ausgänge 24 und 19 geschützt und erfolgt der ungestörte Rauchabzug
bei 2 und 19. Kommt dagegen, um noch ein weiteres Beispiel zu wählen, der
Wind in der Richtung des Pfeiles 10, dann sind u. a. in Fig. 4 die Ausgänge 19 und 24
geschützt und erfolgt der Abzug an deren Mündungen (in Fig. 8 und ii auch bei 23).
In beiden Fällen decken die zugehörigen Zungenstücke bzw. Zwischenstücke die entsprechenden
Ausgänge, und die Enden der ersteren schieben sich so weit vor die Enden
der Wangenstücke bzw. Zwischenstücke vor, daß der Rauch reichlich Spielraum hat, um
zwanglos unmittelbar in der Richtung des Windes abziehen zu können. Hierbei zeigt
es sich, daß, wenn z. B. die Ausgänge 19 und 24 (Fig. 4) geschützt liegen, die Aus-
. gänge 21 und 22 gefährdet sind, weil der in
der Richtung des Pfeiles 10 kommende Wind dann die inneren Flächen derselben, soweit
sie freiliegen, trifft. Je mehr nun diese Flächen nach außen hin abfallen, d. h. je breiter die
Köpfe der Zungenstücke bzw. Zwischenstücke sind, desto schräger trifft der Wind auf und
desto eher wird der Wind nach außen abprallen. Dies ist denn auch mit ein Grund,
weshalb die Köpfe möglichst breit gehalten sind, was wieder dazu führt, daß hierdurch
zugleich auch die Rauchsäule geschützt und durchgehender Wind an dieser vorbeigeleitet
wird. Außerdem kann der Wind, da immer je zwei Schlitze gegeneinander gerichtet sind
und in einem stumpfen Winkel ineinander übergehen, an der Rauchsäule vorbeistreichen
und nach außen entweichen.
Schornsteinaufsätze, bei denen der Wind an der Rauchsäule seitlich oder oben vorbeigeleitet
wird, sind bekannt. Bei diesen Einrichtungen wird für gewöhnlich eine Erhöhung des Schornsteinzuges durch den eintretenden
Wind bezweckt.
Eine solche Wirkung wird jedoch bei dem vorliegenden Aufsatz weder beabsichtigt, noch
dürfte sie eintreten, weil jedesmal die einzige Öffnung, durch welche der Wind nach außen
gelangen kann, nicht größer ist als diejenige, durch welche er eintritt. Eher wird deshalb,
wenn der Wind stärker ist als der Auftrieb des Rauches, dieser an der Abzweigungs-Öffnung
(z. B. 18 in Fig. 7) zurückgestaut, wenn nicht ganz abgeschnitten.
, Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Aufsatz in drei verschiedenen, für einfache, zweifache
und dreifache Schornsteine berechneten Ausführungen dargestellt. Fig. 2, 6 und 9
sind die vorderen Ansichten, Fig. 3, 7 und 10 Schnitte nach A-B, Fig. 1 und 5 Schnitte
nach C-D, Fig. 4, 8 und 11 Schnitte nach E-F und Fig. 12 ein Schnitt nach G-H. Seine
Bauart läßt eine ähnliche Herstellungs- und Anbringungsweise zu wie bei den bekannten
gemauerten Schornsteinabdeckungen mit auf pfeilerartigen Stützen ruhender Platte, indem
nämlich die Zungenstücke bzw. Zwischenstücke und die Wangenstücke nebst den erforderlichen
Deck- bzw. Zwischenplatten (z. B. 25 in Fig. ι und 2), der Zeichnung entsprechend,
aus Beton oder anderem geeigneten Material einzeln hergestellt und dann auf den betreffenden
Schornstein aufgemauert werden können. Hierbei müssen in der unteren Etage die Ausgänge 19, 21, 22 und 24 bzw. 20 und 23,
in der oberen Etage dagegen die Ausgänge 2, 6, 12 und 15 bzw. 9 und 17 entstehen. Das
in jeder Platte der Rauchsäule entsprechend ausgesparte Loch ist nur bei den obersten
Platten lose zu verschließen (z. B. 26 in Fig. 12). Bei dreifachen Schornsteinen wird oben noch
ein Aufsatz für einfache Schornsteine aufzusetzen sein, um für das mittlere Rauchrohr
besondere Ausgänge zu erhalten (Fig. 9). Dies zeigt zugleich den Weg, wie der Aufsatz auch
für mehr als dreifache Schornsteine eingerichtet werden kann.
Bei vorliegendem Schornsteinaufsatz steigt der Rauch durch die Etagen hindurch bis
oben unter die Verschlußplatte auf (z. B. 26 in Fig. 12) und sucht sich dann (bei Wind) in
einer der Etagen die zurzeit · geschützt liegenden Ausgänge, durch die er seitlich abzieht,
auf. Bei mehrfachen Schornsteinen kann es dabei vorkommen; daß der in dem einen
Rauchrohr aufsteigende Rauch: sich unter Umständen in einer Etage, die zu dem anderen
Rauchrohr gehört, einen geschützten Ausgang suchen muß. Er geht dann durch die betreffenden
Abzweigungsöffnungen (z. B. 18 in Fig. 7) von einem Rauchrohr in das andere über.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Etagenförmiger, oben geschlossener Aufsatz für ein- und mehrfache Schornsteine, dadurch gekennzeichnet, daß von jeder der vier Seitenkanten des Aufsatzes aus zwei senkrechte, breite Schlitze (kanalartige Durchbrechungen), die in den Umwandungen, der Etagen senkrecht ausgespart sind und rechts und links von der Kante nebeneinander beginnen, das eine Mal in die untere Etage, das andere Mal in die obere Etage schräg hineinführen, wobei zwischen ihnen jedesmal ein keilförmiges Zungenstück stehenbleibt, und ferner bei mehrfachen Schornsteinen an den Langseiten der Etagen weitere derartige Schlitze ausgespart und dabei besondere Zwischenstücke stehen gelassen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE244231C true DE244231C (de) |
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ID=503290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT244231D Active DE244231C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE244231C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133067B (de) * | 1952-11-10 | 1962-07-12 | Marcel Ostermann | Schornsteinaufsatz |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133067B (de) * | 1952-11-10 | 1962-07-12 | Marcel Ostermann | Schornsteinaufsatz |
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