DE24409C - Vorrichtung zum Einsetzen und Ein. kitten der Oesen in Knöpfe aus Thon, Porzellan Glas u. s. w - Google Patents

Vorrichtung zum Einsetzen und Ein. kitten der Oesen in Knöpfe aus Thon, Porzellan Glas u. s. w

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DE24409C
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J. F. BAPTEROSSES in Paris j
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D19/00Producing buttons or semi-finished parts of buttons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen, mit Hülfe deren aus Thon, Porcellan, Glas oder dergleichen hergestellte Knöpfe in grofser Anzahl auf einmal mit ihren Metallöhren versehen werden.
Mehrere Vorrichtungen sind hierzu nöthig. Dieselben bestehen aus:
1. dem Centrirapparat, der in Fig. 1 bis 3 dargestellt ist und dazu dient, die mit Oehren zu versehenden Knöpfe alle mit ihrer Oeffnung nach einer Seite hin in die für die Aufnahme des Kittes sowie der Metallöhre geeignete Lage zu bringen;
2. dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Behälter und Vertheiler des flüssigen Kittes;
3. dem in Fig. 6 bis 10 dargestellten Vertheiler und Centrirapparat für die Metallöhre, und
4. dem in den Fig. 11 bis 13 dargestellten Apparate, mit Hülfe dessen die vertheilten und centrirten Oehre gefafst und in die mit Kitt gefüllten Oeffnungen der Knöpfe eingesetzt werden.
Der Centrirapparat, Fig. 1 bis 3, besteht aus dem in Fig. 2 im Querschnitt dargestellten Rahmen, dessen Boden mit in Reihen geordneten Löchern 0 0 versehen ist. In diesen Rahmen werden die Knöpfe mit ihren Oeffnungen nach unten eingelegt, und zwar so, dafs je eine Oeffnung über eines der Löcher 0 zu liegen kommt. Auf die so in Reihen gelegte Knöpfe wird alsdann eine Kautschukpl'atte gelegt und diese durch die in Fig. 3 in oberer Ansicht dargestellte, mit Riegeln versehene Klemmplatte auf die Knöpfe aufgedrückt, so dafs diese, wenn die Klemmplatte mit ihren Riegeln auf den durchlöcherten Rahmen aufgeriegelt ist, fest in ihrer Lage gehalten werden. Der Rahmen wird alsdann in die in Fig. 2 dargestellte Lage umgedreht und der in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte eigentliche Centrirapparat aufgelegt. Hierbei dringen die in der Platte P eingenieteten kleinen Stifte / in die Löcher ο der Platte und in die Oeffnungen der Knöpfe ein und bewirken so eine genaue Centrirung dieser Oeffnungen für die spätere Aufnahme der Trichter des Füllapparates sowie der Enden der einzukittenden Metallöhre. Rapportstifte g in dem Centrirapparat P und entsprechende Rapportlöcher t des Rahmens, Fig. 2, bewirken die genaue Justirung der beiden Platten.
Nachdem die Oeffnungen der Knöpfe auf diese Weise genau justirt worden sind, wird die Platte P abgehoben und an deren Stelle der in Fig. 4 im Querschnitt und in Fig. 5 in oberer Ansicht dargestellte Füllapparat aufgesetzt.
Dieser besteht aus einem Behälter, in welchem sich der flüssige Kitt befindet und in dessen Boden die trichterförmigen Ansätze b b angebracht sind. Ueber jedem dieser Ansätze ist ein kleiner Deckel c an einem Draht befestigt, und diese Drähte sitzen an dem über dem Behälter liegenden, mit den Handgriffen d versehenen gitterförmigen Rahmen C, so dafs, wenn dieser Rahmen mit Hülfe der Handgriffe d gesenkt wird, die Deckel c sich auf die Trichter b pressen und diese verschliefsen, so dafs alsdann kein Kitt durch dieselben ausfliefsen kann. Zwischen den Handgriffen d dieses Rahmens und den an dem Behälter angebrachten, unter jenen liegenden Griffen α befinden sich Federn, welche den Rahmen C in der Höhe zu halten
bestrebt sind. Die beiden Excenterhebel K halten den Rahmen C in der in Fig. 4 punktirt gezeichneten Stellung niedergedrückt und die Trichter b geschlossen. . . .
Dieser Behälter wird nun mit geschlossenen Trichtern auf den mit Köpfen gefüllten Rahmen, Fig. 2, aufgesetzt, und zwar so, dafs sich in jeder Oeffnung ο des Rahmens das Ende eines Trichters einlegt, wie in Fig. 4 dargestellt. Hierauf wird der Rahmen C durch Niederlegen der Hebel K gehoben, die Deckel entfernen sich von den Trichtern b und diese lassen den Kitt in die Oeffnungen der Knöpfe einfliefsen. Alsdann werden die Trichter durch Senken des Rahmens C wieder geschlossen und der Kittbehälter abgehoben, um dem in den Fig. 11 bis 13 dargestellten Oehreneinsatzapparat Platz zu machen.
Die Oesen werden in folgender Weise in diesen Einsatzapparat gebracht:
Dieselben werden zuerst auf den in Fig. 6 bis 8 dargestellten Vertheilungsapparat aufgeschüttet. Dieser Apparat besteht aus der Platte e, in welche die der äufseren Contour der Oehre entsprechend geformten Löcher f ausgestanzt sind. Die Dicke dieser Platte e entspricht dem Durchmesser des Drahtes, aus welchem die Metallöhre gebogen sind. Diese gelochte Platte e ist durch den Bolzen V derart auf der Platte E befestigt, dafs sie auf dieser etwas in der Richtung ihrer Längsachse verschoben werden kann. Die Platte E ist mit den Durchbohrungen h versehen, welche in Anzahl und Anordnung mit den Löchern f der Platte e übereinstimmen. Letztere wird nun zuerst so geschoben, dafs die vollen Stellen der Platte E unter die Löcher / zu liegen kommen. Die auf die Platte e geschüttelten Mettallösen legen sich, wenn man die Platte etwas schüttelt, von selbst in die von den Löchern f gebildeten Vertiefungen ein; wo eine Vertiefung unausgefüllt bleiben sollte, hilft man mit der Hand nach. Wenn alle Vertiefungen gefüllt sind, streicht man die überflüssigen Oehre von der Platte e weg und bringt nun beide Platten auf den in Fig. 9bis und 10 dargestellten Rahmen. Die Rapportstifte g' der Platte E und die Rapportlöcher t' jenes Rahmens sichern das richtige Aufeinanderfallen der Oeffnungen // der Platte E und der an beiden Enden konisch erweiterten Oeffnungen η des Rahmens.
Nunmehr wird die Platte E derart verschoben, dafs die Oeffnungen f mit den Oeffnungen h der Platte E zusammenfallen, was zur Folge hat, dafs die Oehre aus den Oeffnungen/ durch die Oeffnungen h in die konischen Löcher des Rahmens fallen, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist.
Die Oesen stehen nunmehr in dem Rahmen, wie in Fig. 10 dargestellt ist, und sind jetzt bereit, von den Zangen des in den Fig. 11 bis 13 dargestellten Apparates zum Einsetzen der Oehre in die mit Kitt gefüllten Knöpfe gefafst zu werden.
Dieser Apparat besteht aus einem Rahmen, in dessen Seiten wänden die Zapfen der I-förmigen Blätter F, Fig. 12, gelagert sind. Je zwei solcher Blätter bilden eine Zange, welche sich schliefst, wenn die entsprechenden verticalen Lappen ν der Blätter auseinandergespreizt werden, Fig. 11, und sich öffnet, -wenn diese Lappen ν einander genähert werden, Fig. 13. Das Oeffnen und Schliefsen dieser Zangen geschieht in folgender Weise:
Zwischen den beiden Führungen G G stecken die beiden an ihrer unteren Kante tief gezackten Platten M und JV. Die Zacke der Platte JV (Fig. 11, in Fig. 13 punktirt gezeichnet) stecken je zwischen den beiden zusammengehörigen Lappen ν einer Zange, so dafs die Zange geschlossen wird, wenn sich jene Zacken JV nach unten bewegen und dabei die entsprechenden Lappen ν aus einander treiben, Fig. 11. Die Zacken der Scheiben M dagegen, vor der in den Fig. 11 und 13 dargestellten, von derjenigen der Zacken JV abweichenden, mehr spitzwinkligen Form, stecken je zwischen den zwei Lappen ν zweier neben einander liegenden Zangen, so dafs sie, wenn sie niedergelassen werden diese Lappen von einander entfernen bezw. die Lappen einer und derselben Zange einander nähern, wodurch die Zangen geöffnet werden. (Fig. 13.) Die Platten M und JV werden durch die Hebel H gehoben und gesenkt. Diese Hebel haben in den Führungen G G ihre Drehpunkte und umfassen mit entsprechenden Schlitzen die an der Platte M sitzenden Zapfen i einerseits und die an der Platte N sitzenden Zapfen i' andererseits, wie dies aus den Fig. 11 und 13 deutlich ersichtlich ist.
Dieser Apparat wird mit geöffneten Zangen, Fig. 13, auf den Rahmen, Fig. 9, aufgesetzt und alsdann die Handhaben H in der Richtung der Pfeile, Fig. 13, gedreht, was zur Folge hat, dafs sich die Platte M hebt und die Platte JV senkt. Hierdurch schliefsen sich die Zangen und fassen die in dem darunterliegenden Rahmen stehenden Oesen, Fig. 11. Der Apparat wird alsdann auf den Rahmen aufgesetzt, in welchem sich die eben mit Kitt gefüllten Knöpfe befinden. Die herabhängenden Enden der Oehre werden hierdurch in die gefüllten Oeffnungen der Knöpfe eingesenkt und von den Zangen so lange in denselben gehalten, bis sich der Kitt einigermafsen erhärtet hat. Hierauf werden die Handhaben H in der Richtung der Pfeile, Fig. 11, gedreht; die Platte JV hebt und die Platte M senkt sich und öffnet die Zangen, welche die bis dahin festgehaltenen Oesen löslassen, worauf der Apparat weggenommen wird.
Nach erfolgtem vollständigen Erhärten des Kittes wird die Platte, Fig. 3, von dem Rah-
men ο ο abgeriegelt und dieser entleert, um von neuem mit Knöpfen gefüllt zu werden.
Je nach der Natur und Form der Knöpfe und Oehre können die beschriebenen Vorrichtungen in Form und Anordnung variiren; auch kann gegebenenfalls die eine oder andere dieser Vorrichtungen in Wegfall kommen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Einsetzen und Einkitten der Oesen in Knöpfe, bestehend aus folgenden vier Haupttheilen:
    a) dem Rahmen, Fig. 2, mit der gelochten Platte ο und der Klemmplatte, Fig. 3, in Verbindung mit der mit Stiften/ versehenen Platte P, Fig. 1, zum Rangiren der Knöpfe und Centriren der zur Aufnahme der Oehre bestimmten Oeffhungen;
    b) dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Apparat zum Füllen der Knopföffnungen mit flüssigem Kitt, bestehend in dem Kittbehälter mit Trichtern b im Boden, in Verbindung mit dem senkrecht verschiebbaren Rahmen C mit zum Verschliefsen der Trichter bestimmten Deckel c; .
    c) den Platten e, Fig. 6 bis 8, mit den der Gestalt der Oehre angepafsten Durchlochungen /, welche Platte auf der mit Löchern h versehenen Platte E verschoben werden kann, in Verbindung mit dem gelochten Rahmen, Fig. 9 und 10, zum Rangiren und Senkrechtstellen der Metallöhre;
    d) dem in den Fig. 11 bis 13 dargestellten Apparat zum Fassen der Oehre und Einstecken derselben in die gefüllten Knöpfe, bestehend aus den Zangen Fv in Verbindung mit den vertical verschiebbaren, mit Zacken versehenen Platten M und N zum Oeffnen und Schliefsen der Zangen.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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