DE243158C - - Google Patents
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- DE243158C DE243158C DENDAT243158D DE243158DA DE243158C DE 243158 C DE243158 C DE 243158C DE NDAT243158 D DENDAT243158 D DE NDAT243158D DE 243158D A DE243158D A DE 243158DA DE 243158 C DE243158 C DE 243158C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
- C10B25/02—Doors; Door frames
- C10B25/04—Doors; Door frames for ovens with vertical chambers
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Materials Engineering (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Closures For Containers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVs 243158 ™ KLASSE 26«. GRUPPE
stehender Retorten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1910 ab,
'■ Die Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung für die unteren Deckel gruppenweise
zusammengeschalteter stehender Retorten, bei welcher die Verschlußbügel der Deckel auf
der Kupplungswelle lose drehbar angeordnet sind. Bei derartigen Vorrichtungen ist es bekannt,
die Verschlußbügel auf eisernen Hohlwellen zu befestigen, die auf der Kupplungswelle drehbar und an einem Ende mit Kupp-
lungsklauen versehen sind. Mit diesen Klauen werden, um die Verschlußbügel mit der Welle
zu kuppeln, eiserne Kupplungsmuffen in Eingriff gebracht, die auf der Welle mittels Nut
und Feder verschiebbar sind. Bei dieser Vorrichtung können sich jedoch die Kupplungsmuffen, besonders wenn sie nicht häufig hin
und her geschoben werden, infolge der starken Oxydation, der sie durch die Ein wirkung des beim
Ablöschen des Kokses entstehenden Wasserdampfes ausgesetzt sind, leicht festklemmen.
Das Lösen solcher festgeklemmten Muffen ist infolge der unter den öfen herrschenden großen
Hitze mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und bedingt unter Umständen eine Außerbetriebsetzung
der Öfen.
Die Erfindung besteht darin, daß die Verschlußbügel der Retortendeckel mit den Kupplungsgliedern
der zur gemeinsamen Bedienung zweier oder mehrerer Retorten dienenden Welle durch Bolzen lösbar verbunden sind, die durch
Löcher der Kupplungsglieder und der Verschlußbügel gesteckt sind. Diese Verschlußvorrichtung
ist nicht nur billig herstellbar, sondern zeichnet sich auch durch große Betriebssicherheit
aus, da infolge der einfachen Bauart der Vorrichtung auch in dem Falle,
wenn die Teile während langer Zeit miteinander gekuppelt bleiben, kein Festklemmen
der Kupplungsorgane eintreten kann. Da ferner die durch die Löcher der Kupplungsglieder
und der Verschlußbügel gesteckten Bolzen verhältnismäßig weit von der Drehachse
der Verschlußbügel entfernt angeordnet werden können, ergibt sich für die Kraftübertragung
durch diese Verbindungsbolzen ein großer Hebelarm, so daß auch die Abnutzung
dieser Bolzen nur gering ist.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführüngsform der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt den unteren Teil einer mit der
Verschlußvorrichtung versehenen Retorte in senkrechtem Schnitt.
Fig. 2 ist eine Unteransicht der für zwei Retorten gemeinsamen Verschlußvorrichtung,
und
Fig. 3 ist eine Einzelansicht der Verschlußvorrichtung in größerem Maßstabe.
Bei der dargestellten Verschlußvorrichtung sind je zwei einarmige Hebel 1 unterhalb des
Retortendeckels 2 auf einer für zwei oder mehrere Retortendeckel gemeinsamen Welle 3
fest aufgekeilt, während die mit dem Retorten- r
deckel 2 verbundenen Bügel 4 auf der Welle 3 lose drehbar angeordnet sind. Die Bügel 4
sind in der Mittellinie des Retortendeckels 2 mit Augen 5 versehen und umgreifen die in
den Lagern 6 des Deckels 2 ruhenden Exzenterbolzen 7, die in bekannter Weise zum Anpressen
des Retortendeckels gegen seinen Sitz dienen. An dem von der Welle 3 abgekehrten
Ende sind die Bügel 4 durch ein Querstück 8 miteinander verbunden, dessen freies
Ende in der Schließlage des Deckels durch einen Überwurf 9 gehalten wird. Der Überwurf
9 ist auf der Exzenterwelle 10 drehbar gelagert, durch deren Drehung das mit den
Bügeln 4 verbundene Querstück 8 fest angezogen werden kann.
Ferner kann der Deckel 2 noch in bekannter Weise durch eine besondere Verriegelungsvorrichtung
in seiner Schließlage gesichert werden.
Die Verbindung der Bügel 4 mit den Hebeln ι der zum öffnen und Schließen der
Deckel 2 dienenden Welle 3 wird nach der Erfindung durch einen Bolzen 11 hergestellt,
der gegen selbsttätiges Herausfallen, beispielsweise durch eine drehbare Klinke 12, gesichert
werden kann. Die Welle 3 ruht in Auglagern 13 des Traggerüstes des Ofens.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß die Deckel 2 zweier oder mehrerer mit der Welle 3
gekuppelter Retorten mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung gemeinsam geöffnet und
geschlossen werden können. Hierbei ist indessen die Möglichkeit gegeben, im Bedarfsfalle
jede einzelne Retorte von den übrigen mit ihr gekuppelten Retorten zwecks Vornahme
von Ausbesserungsarbeiten o. dgl. abschalten zu können. Zu diesem Zwecke werden
die im Betrieb bleibenden Retorten durch Entfernung der lösbaren Verbindungsbolzen 11
ihrer Deckel mit den Kupplungshebeln 1 außer Verbindung gebracht. Alsdann kann der
Deckel 2 der auszubessernden Retorte durch Drehung der mit ihm durch den Bolzen 11
gekuppelten Welle 3 geöffnet und nach Bedarf wieder geschlossen werden.
Die beschriebene Einrichtung zeigt noch den Vorteil, daß sie in allen Teilen mit reichlichem
Spiel ausgeführt werden kann und daher von den durch die glühende Retortenfüllung
bedingten Wärmeausdehnungen nicht schädlich beeinflußt wird.
Ferner wird die Drucklast der Retortenfüllung bei der beschriebenen Vorrichtung
durch die mit dem Querstück 8 verbundenen Bügel 4 in günstiger Weise auf die beiden
Wellen 3 und 10 übertragen und hierdurch die Kupplungswelle 3 nach Möglichkeit entlastet.
Etwaige Ausbesserungsarbeiten an einzelnen Retorten lassen sich bei der beschriebenen
Vorrichtung leichter als bisher vornehmen. Dieser Umstand fällt besonders ins Gewicht,
weil derartige Arbeiten bei Vertikalöfen infolge der starken Verschmutzung der Retortendeckel
durch Teerablagerungen u. dgl. und mit Rücksicht auf die hohen Temperaturen unterhalb
der Retorten nur schwierig durchzuführen sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verschlußvorrichtung für die unteren Deckel gruppenweise zusammengeschalteter stehender Retorten, bei welcher die Verschlußbügel der Deckel auf der Kupplungswelle lose drehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußbügel (4) der Retortendeckel (2) mit den Kupplungsgliedern (1) der zur gemeinsamen Bedienung zweier oder mehrerer Retorten dienenden Welle (3) durch Bolzen (11) lösbar verbunden sind, die durch Löcher der Kupplungsglieder (1) und der Verschlußbügel (4) gesteckt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE243158C true DE243158C (de) |
Family
ID=502307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT243158D Active DE243158C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE243158C (de) |
-
0
- DE DENDAT243158D patent/DE243158C/de active Active
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