DE243142C - - Google Patents

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DE243142C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B31/00Charging devices
    • C10B31/02Charging devices for charging vertically
    • C10B31/04Charging devices for charging vertically coke ovens with horizontal chambers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

-Hf ten=
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 243142 -KLASSE1IO α. GRUPPE
JULIUS MÜLLER und WILHELM DROSTE in BOCHUM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1911 ab.
Bei den älteren Koksofenanlagen sind die zur Ableitung der gasförmigen Produkte der Trockendestillation dienenden Steigrohre bekanntlich zwischen zwei Füllöffnungen eines jeden Ofens angebracht, so daß eine Reihe von Steigrohren entsteht, welche die Maschinen- von der Koksseite des Ofens trennt und so die Füllöffnungen in zwei Gruppen scheidet, von welchen jede für sich durch besondere Füllwagen bedient werden muß. Dies hat zur Folge, daß getrennte Gleise nebst einer entsprechenden Anzahl von Füllwagen nötig werden und eine größere Anzahl von Arbeiten erforderlich ist, um das Füllen eines Ofens
!5 von beiden Seiten der Steigrohrreihe aus zwecks schneller Ingangsetzung des Ofens möglichst gleichzeitig ausführen zu können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die durch diese Bauart der Anlage bedingten Nachteile, wie hohe Anlagekosten der Gleise, Unregelmäßigkeiten in der Beschickung der einzelnen Öfen und hohe Arbeitslöhne, dadurch zu beseitigen, daß nur ein Gleis und e i η Füllwagen verwendet werden, der so eingerichtet ist, daß ein Teil seines Inhalts zwischen die einzelnen Rohre der Steigrohrreihe hindurch in die auf der Koksseite des Ofens liegende Füllöffnung gelangt, während der andere Teil sich gleichzeitig in die auf der Maschinenseite liegenden Füllöffnungen . entleert. Zu diesem Behufe ist der Füllwagen mit einem Rüssel ausgerüstet, der mit einer von einer selbsttätig sich entleerenden Wagenabteiluna getrennten Nebenabteilung so verbunden ist, daß er zum Beschicken der hinter der Steigrohrreihe liegenden Füllöffnungen zwischen je zwei Steigrohre hindurchgeführt und während des Ortswechsels des Füllwagens zurückgezogen wird.
In der Zeichnung ist eine mit vorliegender Erfindung ausgerüstete Koksofenanlage dargestellt, und zwar zeigt: '.
Fig. ι einen Längsschnitt eines Koksofens und des Füllwagens sowie einen Querschnitt der Gasvorlage,
Fig. 2 einen Längsschnitt eines Teiles der Ofenbatterie, einen Querschnitt des Füllwagens und einen Teil der Gasvorlage in Ansicht,
Fig. 3 den Grundriß des Füllwagens und eines Teiles der Ofenbatterie,
Fig. 4 den Querschnitt desjenigen Teiles des Füllwagens, welcher die Füllung der auf der Koksseite des Ofens liegenden Füllöffnungen besorgt, und
Fig. 5 Einzelheiten des Füllrüssels in größerem Maßstabe.
Jeder Ofen α der Ofenbatterie b ist mit drei Füllöffnungen c, d, e versehen, von welchen die Öffnung c auf der Koksseite, dagegen die Öffnungen d und e auf der Maschinenseite des Ofens angebracht sind, und zwar so, daß ihre Abstände untereinander gleich groß sind, um eine gleichmäßige Verteilung der Kokskohlen im Ofeninnern mögliehst zu fördern. Zwischen den öffnungen c und d ist ein Steigrohr f angebracht, mit dessen Hilfe die im Ofen entwickelten , Gase
der Trockendestillation in die Gasvorlage g übergeführt werden, die auf dem auf der Ofenbatterie aufgeführten Aufbau h angebracht ist. Jede Reihe von Füllöffnungen ist auf der Oberseite der Ofenbatterie durch ein fortlaufendes Eisen i eingefaßt, um die Zerstörung der Ränder der Füllöffnungen zu verhindern. Die auf der Maschinenseite des Ofens liegenden Eisen sind hier als Gleise für
ίο die Räder der beiden Radstände /. des Füllwagens k ausgebildet. Dieser hat einen Wagenkasten von dreieckigem Querschnitt und ist in seiner Längsrichtung durch eine Scheidewand I in zwei ungleiche Abteilungen m und η zerlegt, von welchen erstere das doppelte Fassungsvermögen der letzteren hat. Die größere Abteilung m ist wiederum durch eine dachförmige Querwand m' in zwei Unterabteilungen zerlegt, so daß mit Hilfe der ge-
ao neigten Endwände und der schrägen Seitenwand des Wagenkastens zwei Trichter entstehen, deren Mündungen genau über den Füllöffnungen d und e liegen. Die Abteilung η ist an einem Ende kürzer gehalten wie die Abteilung m und hat in ihrem unteren Teil eine parallel mit der Scheidewand I verlaufende Mulde 0 zur Aufnahme einer Förderschnecke p. Zwischen den Trichtern der Abteilung m ist der Elektromotor q angebracht, der mit der Triebachse r beider Radstände und mit der Welle der Förderschnecke so gekuppelt ist, daß er je nach Bedarf zum Antrieb des Füllwagens oder der Schnecke dienen kann. An dem den Steigrohren f zugekehrten Ende der Wagenabteilung η ist ein die Fortsetzung der Mulde 0 bildender Rüssel s drehbar befestigt, der in hochgeklapptem Zustande mit dem Füllwagenkasten die Steigrohre f frei passieren kann, im niedergeklappten Zustande dagegen zwischen je zwei Steigrohren hindurch zu der hinter einem der letzteren liegenden Füllöffnung c reicht, so daß von der Förderschnecke durch den Rüssel s geschobene Kokskohlen ohne weiteres in die Füllöffnung c eintreten können. Ist bei schon vorhandenen Kokereien die Höhe des Aufbaues h ungenügend, um den Rüssel aus einem Stück herstellen zu können, so kann an seinem freien Ende ein um 90 ° drehbarer offener Schuh t angebracht worden, der im niedergeklappten Zustande die aus dem Rüssel s austretende Kohle in die Füllöffnung c überführt, in seiner über die Mündung des Rüssels geklappten Stellung die Rüssellänge nur um die Stärke seines eigenen Bodens u erhöht. Es kann aber auch der Aufbau leicht und ohne größere Kosten über der Gasvorlage angebracht und letztere mittels Flacheisenbänder unter den Aufbau gehängt werden. Hierdurch wird genügend Platz bzw. Höhe für den Rüssel gewonnen; auch kann andererseits der gewonnene Raum durch Erhöhung des Füllwagens ausgenutzt werden.
Ist ein gefüllter Wagen über dem zu füllenden Koksofen eingestellt, so werden die Unterabteilungen der Wagenabteilung m geöffnet, und ihr Inhalt tritt durch die Füllöffnungen d und e unter der Einwirkung seines Eigengewichts, nötigenfalls unter Mithilfe von Füllstangen, in den Ofen α über, während der Inhalt der Abteilung η nach Einschalten der Schnecke p von dieser nach und nach durch den inzwischen niedergeklappten Rüssel s entweder unmittelbar oder mit Hilfe eines Klappschuhes t in die Füllöffnung geschoben wird. Ist der Füllwagen entleert, dann wird der Rüssel zurückgeklappt, die Unterabteilungen der Abteilung m verschlossen, der Motor von der Förderschnecke abgekuppelt und mit der Triebachse des Füllwagens gekuppelt, um ihn zur Wiederfüllung zurückzuführen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Auf der Ofenbatterie fahrbarer Wagen zumt Beschicken von Koksöfen mit aufragenden Steigrohren usw., dadurch gekennzeichnet, daß an dem Wagen ein Rüssel angebracht ist, der zwischen den aufragenden Steigrohren usw. zu den dahinter liegenden Füllöffnungen hindurchgeführt und während der Wagenbewegung zurückgezogen werden kann. '
2. Ausführungsform des Beschickungswagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllwagenkasten aus zwei ungleich großen Abteilungen besteht, von welchen die eine (m) sich selbsttätig in die auf der Maschinenseite des Ofens liegenden Füllöffnungen (d, e) entleert und die andere (n) eine Förderschnecke (f) zum mechanischen Vorschub ihres Inhalts durch den Rüssel (s) nach den anderen Füllöffnungen (c) enthält.
3. Ausführungsform des Beschickungswagens nach Anspruch 1 für Koksofen- anlagen mit niedrigem Gasvorlagenaufbau, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rüssel ein umklappbarer Austrittsschuh (t) arigelenkt ist, der den Rüssel in seiner Arbeitsstellung zur erforderlichen Länge ergänzt, in umgeklappter Stellung dagegen nur um die Schuhbodenstärke verlängert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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