DE2425834B2 - Kopfhoerer - Google Patents
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Description
-15
Gegenstand der Erfindung ist ein Kopfhörer, bestehend aus zwei Hörermuscheln, die mittels eines
federnden, ein- oder mehrteiligen Bügels verbunden sind, wobei innerhalb dieses Bügels ein bei Gebrauch
des Hörers am Kopf des Benutzers aufliegendes Tragband vorgesehen ist.
F.in Kopfhörer dieser Bauart ist beispielsweise aus der
DT-I1S 4 25 897 bekanntgeworden. Der federnde Bügel
hat lediglich die Aufgabe, den Anpreßdruck der Hörermuschel an das Ohr zu bewirken, und er
umschließt im Gebrauchsfalle berührungsfrei den Kopf des Benutzers. Das Tragband hingegen liegt um Kopf
auf und verhindert das Abgleiten des Hörers in einen
Bereich außerhalb der Ohrmuscheln. Zur Anpassung an die Kopfgröße des Benutzers ist im Scheitelpunkt des
ledernden Bügels ein Schieber vorgesehen, an dem das Tragband durch eine in der Länge verstellbare
Einstellvorrichtung befestigt ist.
Wenn verschiedene Personen den Hörer benutzen, ist es sehr umständlich, die Einstellvorrichtung jeweils
richtig einzustellen, wobei es in der Regel eines mehrmaligen Probierens bedarf, bis die Länge des
Tragbandes gut passend eingestellt ist.
Außerdem wird das Tragband durch das oftmalige Verstellen bald abgenutzt sein, es wird unansehnlich und
nach längerer Benutzungsdauer möglicherweise auch reißen.
Andere, beispielsweise aus der GB-F1S 2 24 00] oder
der DTPS 7 2 j 955 bekannte Kopfhörer mit Einstellvorrichtungen sind ohne Tragband mit Federelementen
ausgebildet. Sie sind aber mechanisch komplizierter aufgebaut und/oder bedürfen beim Aufsetzen eines
gewissen Kraftaufwandes, wobei u.a. ein erheblicher Reibungswiderstand zu überwinden ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gebteilt, einen Kopfhörer zu schaffen, der einfach und ohne Kraftaufwand
aufsetzbar ist und sich dabei selbsttätig dem Kopf des jeweiligen Trägers anpaßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einen; Kopfhörer der eingangs geschilderten Art dadurch
gelöst, daß die Enden eines biegsamen, praktisch dehnungsfreien Tragbandes über ein federndes, z.B.
guinrnielasiisches Element mit je einer Hörermuschel
oder deren Halterung verbunden sind.
Es wird hierbei von der Beobachtung ausgegangen, daß ein Kopfhörer normalerweise so aufgesetzt wird,
daß die Hände die Muscheln umfassen, sie auseinanderziehen und, den Bügel über den Kopf haltend, eine
Abwärtsbewegung ausführen, bis der Bügel den Scheitel des Kopfes berührt. Darauf folgen weitere Bewegungen,
mit dem Ziel, die Kopfhörermuscheln am Bügel so lange hin- und herzuschieben, bis sie das Ohr richtig abdecken.
Diese Einstellbewegungen, die bei ungeschickten Menschen fast nie zu einem richtigen Sitz des
Kopfhörers führen, werden durch die Erfindung überflüssig. Beim erfindungsgemäßen Kopfhörer ist es
nur erforderlich, den ersten Teil der vorstehend beschriebenen Bewegungen auszuführen, d.h. man
braucht nur den Kopfhörer über den Kopf halten und die Muscheln an die Ohren anlegen. Alles weitere kann
entfallen, da sich der Kopfhörer nach der Erfindung praktisch von selbst einstellt.
Das federnde Element ist dabei so dimensioniert, daß seine Federkraft im gesamten Verstellbereich mindestens
angenähert gleich, vorzugsweise aber geringfügig ist ist, als die Wirkung der Schwerkraft auf die
Kopfhörermuschc! samt Kabel.
In einer bevorzugten Ausführungsforrn kann die
Anordnung derart getroffen sein, daß sowohl die Enden des federnden Bügels als auch die Enden des
Tragbandes I.üngsschlit/i: oder zumindest längliche
Führungen aufweisen, in die jeweils Führungselemente des federnden Hügels bzw. des Tragbandes eingreifen.
Sofern der federnde Bügel aus zwei FeJerdrähten, /. Ii. Siahldriihtcn. besieht, können diese im Bereich
der liörermiischel oder deren Halterung im Abstand
voneinander geführt sein, so dal3 sie einen Schlitz bilden,
wogegen das Tragband aus einem dünnen, biegsamen, keine oder nur eine verschwindende Dehnbarkeil
aufweisenden Material, vorzugsweise aus Kunststoff, besteht.
Zweckmäßigerweise weist der federnde Bügel an seinen Enden je e;n die Verbindung zwischen der
liörermuschel und Bügel herstellendes, gegebenenfalls als Gelenk ausgebildetes Kupplungsstück auf. und im
Absland davon ein in der Nähe der liörermuschel verschiebbares Formstück, und in einem weiteren
Abstand davon einen unverschieblichen Klot.', mit einer
Nm, in der das mil einem Längsschlitz versehene Trugband geführt ist, dessen finden in je einem der
verschiebbaren Formstücke fest gelagert sind, wobei zwischen dem Formstück und dem die Hörermuschel
nagenden Kopplungsstück ein federndes Glied, beispielsweise ein Gummiband, angeordnet ist.
Vorteilhafterweise sind bei dem erfindungsgemäßen Kopfhörer die beiden Stahldrähte, die den federnden
Bügel bilden, mit Kunststoff überzogen und sowohl im unverschieblichen Kunststoffklolz als auch im Kupplungsstück
fest eingelassen, wobei zwischen diesen Teilen der Schlitz ausgebildet ist, in dem das Formstück,
das mit dem Tragband fest verbunden ist, verschiebbar gelagert ist. Die beiden mit Kunststoff überzogenen
Federdraht«:, die den federnden Bügel bilden, können
zweckmäßig zur Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen den beiden Hörermuscheln herangezogen
werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Ks zeigt
Fig. I in sehematischer Darstellung das Prinzip eines
Kopfhörers gemäß der Erfindung und
F i g. 2a, 2b u. 2c Einzelheiten des in F i g. 1 nur schematisch dargestellten Kopfhörers.
Fig. I zeigt in einer sehr schematischen Darstellung
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem federnden Bügel, der aus zwei mit Kunststoff überzogenen
Stahldrähten 16, 17 besteht, jedes Bügelende trägt eine Hörermuschel 4. Mit 12 ist ein Tragband
bezeichnet, das aus einem biegsamen, praktisch jedoch dehnungsfreien Material besteht. Die Enden des
Tragbandes !2 sind über federnde, beispielsweise gummielastische Elemente 13 mit je einer Hörermuschel
4 bzw. mit deren Halterung verbunden. Der besseren Übersicht halber ist das Tragband 12 in F i g. 1
als Bogen daigestellt, der nur am Scheitel deo Kopfes 1
anliegt. Tatsächlich schmiegt sich aber das Band 12 in weit höherem Maße als dargestellt der Kopfform des
Benutzers an.
Als federnde Elemente 13 können außer gummielastischem
Material auch Schraubenfedern, Rollbandfedern oder geeignete, mit gummielastischem Material durchsetzte
Textilbänder verwendet wenden.
Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß der federnde Bügel aus den beiden federnden Drähten 16, 17 lediglich die
Aufgabe hai, die Hörermuscheln 4, 5 an die Ohren 2, 3 des Benutzers 1 anzudrücken. Da der Bügel in weitem
Bogen den Kopf 1 berührungsfrei umgreift bleibt der Anpreßdruck praktisch nahezu unverändert von der
(H)
Kopfform. Er ist allerdings nur so groß, daß ein leichtes Anliegen der Hörermuscheln 4, 5 an den Ohren 2, i
bewirkt wird, das nicht ausreichen würde, den Kopihörer entgegen der Wirkung der Schwerkraft in
der richtigen Gebrauchslage zu halten. Diese Aufgabe übernimmt jedoch das Tragband 12 gemeinsam mit den
Leiden federnden Elementen 13, die das Bestreben haben, diel· lörermuscheln bei aufgesetztem 1 lörer nach
oben, also entgegen der Schwerkraft, zu bewegen, wobei sich das Tragband 12 am Kopf 1 weitgehend
anlegt. Die Federkraft der beiden F'ederelemente 13 ist wieder so dimensioniert, daß ihre Wirkung auf die
Hönrmuscheln die der Schwerkraft nur ganz wenig übersteigt, so daß sie bei aufgesetztem Hörer nicht im
Stande ist, die Reibungswiderstände zwischen Ohr und Hörermuschel, verursacht durch den leichten Anpreßdruck
des federnden Kopfbügels, zu überwinden. Einmal aufgesetzt, verbleibt daher der Hörer in der ihm
erteilten Stellung der Hörermuscheln. Der erfindungsgemäße Kopfhörer kann daher mit nur einer einzigen
fließenden Bewegung aufgesetzt werden, da man nur darauf zu achten hat, daß die Hörermuscheln die
Ohrmuscheln bedecken. Vor dem Aufsetzen befand sich ja der Hörer in seiner kleinsten Stellung und es waren
nur die Hörermuscheln bis zu den Ohren herunterzuziehen. Beim Loslassen der Hörermuscheln verbleiben sie
in der richtigen Lage am Ohr des Benutzers.
Konstruktive Einzelheiten des in F i g. I schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles sind in den F i g. 2a,
b, c gezeigt.
An dem Kopfhörergehäuse 14 ist ein Kopplungsstück 15, das gegebenenfalls auch ein Gelenk sein kann,
befestigt. Darin sind die federnden Bügeldrähte 16, 17 mit ihren Enden verankert. In einem Abstand vom
Kopplungsstück 15 ist ein Klotz 18 vorgesehen, der beide Drähte zusammenhalt, so daß sie einen Längsschlitz
bilden, in dem sich ein Formkörper 21 verschiebbar angeordnet befindet. Der Klotz 18 weist
eine Nut 19 auf, in der der biegsame, dünne Bügel 12, z.B. aus Kunststoff, mittels seines Längsschlitzes 11 gleiten
kann. An jedem seiner beiden Enden ist der Bügel 12 mit dem beiderseits vorhandenen spulenförmigen Formkörper
21 fest verbunden, der seinerseits mittels eines elastischen Elementes 24, z.B. ein Gummiband, gegen
die Muschel 14 bzw. das Kopplungsstück 15 gezogen wird, so daß der Bügel 12 bei Nichtgebrauch immer die
unterste (kleinste) Stellung einnimmt.
Beim Aufsetzen des vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Hörers wird der Hörer über den
Kopf gehalten und nach abwärts bewegt. Bei dieser Abwärtsbewegung der Muscheln wird sich zunächst der
dünne, biegsame Bügel 12 am Scheitel des Kopfes des Benutzers anlegen. Dabei befinden sich die Hörermuscheln
aber noch oberhalb der Ohreintrittsöffnung. Wird der Abwärtszug fortgesetzt, bis Hörermuschel und
Ohrmuschel zur Deckung gelangen, spannt sich das Gummiband und liefert eine Rückstellkraft, die etwa
dem Gewicht der Muscheln entspricht. Die dem jeweiligen Abstand zwischen Scheitelhöhe und Gehöreingang
entsprechende variable Rückstellkraft wird durch die Reibung zwischen Ohrpolster und Ohrmuschel
praktisch unwirksam, was zur Folge hat, daß der Kopfhörer gemäß der Erfindung, insbesondere bei
leichter Bauweise, auch bei stundenlangem Tragen keine unangenehmen Druckerscheinungen am Ohr
hervorruft.
Hierzu 1 I3!att Zeichnungen
Claims (6)
1. Kopfhörer, bestehend aus zwei Hörermuscheln, die mittels eines federnden, ein- oder mehrteiligen
Bügels verbunden sind, wobei innerhalb dieses Bügels ein bei Gebrauch des Hörers am Kopf des
Benui/eis iiufhcgencles I ragband vorgesehen ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Finden
eines biegsamen, praktisch dehnungsfreien Tragbandes (12) über ein federndes, /.B. gummielastkches
Element (24) mit je einer Hörermuschel (14) oder deren Halterung verbunden sind.
2. Kopfhörer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Enden des federnden
Bügels (16, 17) als auch die Enden des Tragbandes (12) Längsschlhze oder zumindest längliche Führungen
(11) aufweisen, in die jeweils Führungselemente (18, 21) des federnden Bügels (16, 17) bzw. des
Tragbandes (12) eingreifen.
3. Kopfhörer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Bügel
(16, 17) aus zwei Federdrähten, z.B. Stahldrahten besteht, die im Bereich der Hörermuschel (14) oder
deren Halterung einen Schlitz (11) bildend und in Abstand voneinander geführt sind, wogegen das
Tragband (12) aus einem dünnen, biegsamen, keine oder nur eine verschwindende Dehnbarkeit aufweisenden
Material, vorzugsweise aus Kunststoff, besteht.
4. Kopfhörer nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Bügel
(16, 17) an seinen Enden je ein die Verbindung zwischen 1 lörermuschel (14) und Bügel (16, 17)
herstellendes, gegebenenfalls als Gelenk ausgebildetes Kupplungsstiick (15) aufweist, und im Abstand
davon ein in der Nahe der Hörerinusehel (14) verschiebbares Formstück (21) trägt, und in einem
weiteren Abstand davon einen uiiverschieblichcn Klotz (18) mit einer Nut (9) besitzt, in der das mit
einem Längsschlitz (11) versehene Tragband (12) geführt ist. dessen Enden in je einem der
verschiebbaren Formstücke (21) fest gelagert sind, und zwischen dem Formstück (21) und dem die
Hörermuschel (14) tragenden Kupplungsstück (15) ein federndes Glied (24), beispielsweise ein Gummiband,
angeordnet ist.
5. Kopfhörer nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stahldrähte,
die den federnden Bügel (16, 17) bilden, mit Kunststoff überzogen sind und sowohl im unverschieblichen
Kunststoffklotz (18) als auch im Kupplungsstück (15) fest eingelassen sind und zwischen diesen beiden Teilen der Schlitz (11)
ausgebildet ist, in dem das Formstück (21), das mit dem Tragband (12) fest verbunden ist, verschiebbar
gelagert ist.
6. Kopfhörer nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden mit
Kunststoff überzogenen Federdrähte, die den federnden Bügel (16, 17) bilden, die elektrische
Verbindung zwischen den beiden Hörermuscheln darstellen.
•l"
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