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Startblock Die Erfindung betrifft einen Startblock für Schwimmer.
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Bei Sportanlagen für Schwimmwettkämpfe, bei denen die zum Zurücklegen
bestimmter Distanzen von den Schwimmern benötigten Zeiten genau ermittelt werden
sollen, ist das Erkennen eines regelwidrigen Fehlstarts, bei dem der Schwimmer vor
dem Startsignal vom Startblock abspringt, besonders wichtig. Es ist zwar möglich,
daß der Starter durch Beobachtung der Schwimmer einen Fehlstart erkennt, sicherer
jedoch ist es, wenn ein Fehlstart
automatisch festgestellt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu einer derartigen automatischen
Feststellung eines Fehlstarts vorzusehene Die Erfindung besteht darin, daß eine
auf die Entlastung des Startblocks vom Körpergewicht ansprechende Vorrichtung zur
Steuerung einer Einrichtung zur Anzeige eines Fehlstarts vorgesehen ist. Der Vorteil
der Erfindung liegt darin, daß zum Feststellen eines Fehlstarts kein menschlicher
Beobachter mehr erforderlich ist. Der Einrichtung zur Anzeige des Fehlstarts muß
einerseits das Startsignal zugeführt werden, und andererseits die von der auf die
Entlastung des Startblocks ansprechenden Vorrichtung gelieferten Signale, und dann,
wenn eines der letztgenannten Signale vor dem Startsignal liegt, zeigt die Einrichtung
einen Fehlstart ano Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß insbesondere
für Trainingszwecke es möglich ist, den Startblock in der Weise zu benutzen, daß
durch den Absprung des Schwimmers automatisch eine Zeitmessung in Gang gesetzt wird,
so daß der Schwimmer zur Überwachung seiner Zeiten nicht unbedingt auf die Mithilfe
einer zweiten Person angewiesen ist0 Das Stoppen der Zeitmeßeinrichtung kann beispielsweise
in an sich bekannter Weise dadurch erfolgen, daß der Schwimmer am Ziel an eine Anschlagmatte
anschlägt, die ein elektrisches Signal zum Stoppen der Zeitmeßeinrichtung abgibt.
Die soeben geschilderte Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Startblocks
eignet sich besonders dann, wenn lediglich ein einziger Schwimmer auf der Anlage
trainiert. Es ist jedoch auch
möglich, die Anordnung so auszubilden,
daß bei Vorhandensein mehrerer Startblöcke mehrere Schwimmer gleichzeitig trainieren
können; hierbei ist es jedoch dann zweckmäßig, daß jedem Startblock eine eigene
Zeitmeßeinrichtung zugeordnet wird, die jeweils nur von diesem Startblock aus in
Gang gesetzt wird0 Die auf die Entlastung des Startblocks vom Körpergewicht ansprechende
Vorrichtung kann die Einrichtung zur Anzeige eines Fehlstarts mechanisch oder elektrisch
beeinflussen. Die Vorrichtung kann beispielsweise eine Kraftmeßeinrichtung sein,
die in die Absprungfläche des Startblocks eingelassen ist.
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Sie kann auch eine Kraftmeßeinrichtung sein, die jeweils die Kraft
ermittelt, die vom gesamten Start.
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block einschließlich des Gewichts eines etwa darauf stehenden Schwimmers
ausgeübt wird. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist jedoch eine Absprungplatte
vorgesehen, deren nach oben weisende Fläche die Absprungfläche bildet, und die Absprungplatte
ist in etwa senkrechter Richtung mit vorgegebenem Spiel beweglich gehalten, und
es ist eine Feder vorgesehen, die die Absprungplatte, solange sie unbelastet ist,
in der oberen Endlage hält. Der Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung besteht
darin, daß die Entlastung des Stärtblocks vom Körpergewicht auf einfache Weise aus
der Lageänderung der hbsprungplatte ermittelt wird, die bei Entlastung durch die
Feder in ihre obere Endlage bewegt wird. Als Feder
kann irgend eine
elastische Anordnung verwendet sein, beispielsweise aus elastischem Kunststoff.
Es ist auch möglich, die Absprungplatte selbst etvas elastisch auszubilden und einseitig
einzuspannen, so daß sie sich bei Belastung etwas nach unten durchbiegt und bei
Entlastung wieder in ihre Ausgangslage zurückfedert0 Die beiden Endlagen der Absprungplatte
können durch die Eigenschaften der Feder bestimmt sein0 Um jedoch genau definierte
Verhältnisse zu haben, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß
das Spiel der Absprungplatte durch zwei Anschläge begrenzt ist, von denen mindestens
einer einstellbar ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß es
möglich ist, die Lage der hbsprungplatte sowohl im entlasteten als auch im belasteten
Zustand eindeutig festzulegen, und daß es außerdem möglich ist, das Spiel auf einen
gewünschten \inert einzustellen; in den meisten Fällen dürfte es erwünscht sein,
das Spiel nicht allzu groß zu machen, beispielsweise nur einige WIillimeterO Die
Absprungplatte kann in beliebiger Weise beweglich gehalten sein, sie kann beispielsweise
parallel zu sich selbst verschiebbar gehalten sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist jedoch die Absprungplatte schwenkbar gelagert. Eine derartige
schwenkbare Lagerung ist einfacher und störunanfälliger zu verwirklichen als eine
Parallelführung der Absprungplatte. Die schwenkbare Lagerung kann beispielsweise
mit Hilfe eines Bolzengelenks, z.B. eines Scharniers, oder auf andere Weise verwirklicht
sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die schwenkbare Lagerung
mit
Hilfe eines Befestigungsteils aus flexiblem Material, insbesondere Gummi oder Kunststoff
bewirkt. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß beim Verschwenken
der Absprungplatte im Gelenk keine gleitende Reibung stattfindet, sondern daß die
Schwenkbewegung durch Verformung des flexiblen Materials selbst erfolgt, so daß
diese schzenkbare Verbindung gegen Störungen unanfällig ist, keine Pflege erfordert
und auch nicht zur Erzeugung von störenden Geräuschen neigt, was insbesondere dann
zu befürchten wäre, wenn eine Reibung von Metall auf Metall erfolgen würde. Die
Verwendung eines nichtleitenden Materials, z.B0 Gummi oder Kunststoff, hat weiterhin
den Vorteil, daß Materialschäden, die bei einem gegenseitigen Kontakt verschiedener
Metalle infolge einer chemischen Elementbildung auftreten könnten, an dieser Stelle
vermieden sind0 Es ist möglich, die Bewegung der absprungplatte bei ihrer Entlastung
rein mechanisch oder optisch auszuwerten, Bei einer husführungsform der Erfindung
ist jedoch ein auf die helativbewegung zwischen der Absprungplatte und dem übrigen
Startblock ansprechen der elektrischer Kontakt vorgesehen, wodurch der Startblock
auf einfache Weise an eine elektrische Zeitmeßeinrichtung angeschlossen werden kann.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der elektrische Kontakt
in den Startblock eingebaut. Dies bietet den Vorteil, daß Zeitmessungen unter Verwendung
des elektrischen Kontakts ohne besondere Vorbereitungen
vorgenommen
werden können; die Verbindungskabel von dem elektrischen Kontakt zu der Zeitmeßeinrichtung
können ständig bestehen bleiben, Der elektrische Kontakt kann beispielsweise als
Druckknopfschalter ausgebildet sein, der unterhalb der Absprungplatte so montiert
ist, daß der Druckknopf so an der Absprungplatte anliegt, daß er durch die Absprungplatte
betätigt werden kann.
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Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der elektrische
Kontakt in einem Einschub angeordnet, der in den Startblock derart einschiebbar
ist, daß der elektrische Kontakt durch die bewegliche Absprungplatte betätigbar
ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, daß eine Justierung des elektrischen
Kontakts oder ein Austausch eines beschädigten-Kontakts einfacher möglich ist, als
wenn der Kontakt im Startblock fest eingebaut ist; auch dann, wenn während eines
Wettkampfes ein Kontakt schadhaft wird, ist ein schneller Austausch dadurch möglich,
daß der ganze Einschub ausgetauscht wird. Auch bei dieser Ausführungsform kann der
elektrische Kontakt als Druckknopfschalter ausgebildet sein, dessen Druckknopf von
der beweglichen Absprungplatte betätigt wird0 Zum Stillsetzen der Zeitmeßanlage
durch den Zielanschlag des Schwimmers kann in bekannter Weise eine Anschlagmatte
vorgesehen sein, die bei Wettkämpfen am Beckenrand aufgehängt wird0 Bei einer Ausführungsform
der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß am Startblock eine bis in die Nähe der
Wasserfläche des Schwimmbeckens reichende, rechtwinklig zur Richtung der Schwimmbahn
und senkrecht angeordnete, ebene, auf den Anschlag des Schwimmers ansprechende
Anschlagplatte
zur Steuerung der Zeitmeßeinrichtung angeordnet ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, daß vor Wettkämpfen keine besonderen Vorbereitungen erforderlich
sind, da die Anschlagplatten ständig an den Startblöcken verbleiben können0 Bei
einer Ausführungsform ist die hnschlagplatte in waagerechter Richtung beweglich
gehalten und es ist eine auf die Lageänderung der Anschlagplatte ansprechende Vorrichtung
vorgesehen. Diese Vorrichtung kann insbesondere ein elektrischer Kontakt seil, Der
elektrische Kontakt kann im Startblock selbst eingebaut sein oder aber in einem
Einschub untergebracht sein; wenn der elektrische Kontakt, der auf die Bewegung
der Absprungplatte anspricht, in einem Einschub angeordnet ist, kann in vorteilhafter
Weise dieser Einschub auch den elektrischen Kontakt, der auf die Bewegung der Anschlgaplatte
anspricht, enthalten. Bei der geschilderten Ausführungsform der Erfindung muß darauf
geachtet werden, daß die Anschlagplatte auch auf einen leichten Anschlag noch sicher
reagiert, Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die zum Schwimmbecken
weisende Fläche der Anschlagplatte durch eine an sich bekannte Anschlagmatte gebildet,
die beim Anschlag des Schwimmers ein elektrisches Signal abgibt; die Anschlagplatte
selbst ist bei dieser Ausführungsform starr mit dem Startblock verbunden. Der Vorteil
dieser Ausführungsform besteht darin, daß sie ohne besondere Maßnahmen auch auf
einen leichten Anschlag des Schwimmers anspricht.
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Es ist zwar möglich, die auf die Entlastung des Startblocks ansprechende
Vorrichtung in einem herkömmlichen Startblock, beispielsweise aus Beton, anzuordnen,
dies ist jedoch mit Schwierigkeiten verbunden. Sehr viel einfacher läßt sich die
Erfindung verwirklichen, wenn gemäß einer Ausführungsform der Erfindung die Absprungplatte
durch ein an der Unterseite der Absprungplatte angeordnetes aus rostfreien Metallprofilen
gebildetes Tragegestell gehalten ist. Durch die Verwendung von rostfreien Metallprofilen
weist der Startblock immer ohne besondere Pflege ein sauberes Aussehen auf0 Ein
weiterer Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß der ganze Startblock
sehr viel leichter ausgebildet sein kann als herkömmliche Startblöcke, und daß er
aus diesem Grunde auch, falls dies gewünscht wird, leicht vom Beckenrand entfernt
werden kann, Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist am Tragegestell ein im
wesentlichen senkrecht zur Absprungfläche verlaufender Schraubbolzen befestigt,
der mit allseitigem Abstand durch eine Aussparung in der Unterseite der Absprungplatte
geführt ist und auf dem freien Ende des Schraubbolzens ist eine Schraubenmutter
angeordnet, die einen Anschlag für die Absprungplatte bildet.
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Die Schraubenmutter hintergreift einen Teil der Absprungplatte und
begrenzt dadurch die Bewegung der Absprungplatte im entlasteten Zustand nach oben.
Dadurch wird bei abgefederter Absprungplatte eine Vorspannung und eine Begrenzung
der Bückfederung bei der Entlastung erzielt. Die Lage der Absprungplatte im entlasteten
Zustand ist davon abhängig, wie weit die Schraubenmutter auf den Schraubbolzen aufgeschraubt
ist. Es ist auch möglich, auf der der genannten Schraubenmutter abgewandten Seite
der Aussparung eine
weitere Schraubenmutter auf dem Schraubbolzen
anzuordnen, die einen einstellbaren Anschlag für die untere Endlage der Absprungplatte
bildet.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Tragegestell zwei
im abstand parallel zueinander angeordnete Rahmenteile auf, die parallel zur Richtung
der Schwimmbahn angeordnet sind und die an ihrer dem Schwimmbecken zugewandten Seite
durch einen Querholm verbunden sind, der einen Haltegriff für den Schwimmer bildet.
Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß durch den Startblock bereits
eine Startmöglichkeit für einen Rückenschwimmer gegeben ist. In den Raum zwischen
den beiden Rahmenteilen kann, falls dies erforderlich ist, ein Einschub eingesetzt
werden, der beispielsweise elektrische Kontakte enthält, die'auf die Bewegung der
Absprungplatte ansprechen.
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Bei einer kusführungsform der Erfindung ist neben der Absprungplatte
an dem Tragegestell unterhalb der Höhe der Absprungplatte und oberhalb des Fußbodens
mindestens eine weitere begehbare Platte angeordnet. Diese weitere Platte erleichtert
es dem Schwimmer, den Startblock zu besteigen, Bei einer Ausführungsform der Erfindung
ist an mindestens einer Seite des Tragegestells unterhalb der Höhe der Absprungplatte
und oberhalb des Fußbodens eine parallel zur Richtung der Schwimmbahn verlaufende
waagerechte Strebe angeordnet. Diese Strebe ermöglicht es, dann, wenn mehrere Startblöcke
im Abstand parallel nebeneinander angeordnet sind, wie dies in Schwimmbädern meistens
der Fall ist,
zwischen die einzelnen Startblöcke jeweils eine begehbare
Platte einzuhängen, die, da sie gegenüber dem Fußboden erhöht angeordnet ist, ebenfalls
für Startsprünge geeignet ist, allerdings nicht bei einem wettkampfmäßigen Betrieb,
Die begehbaren Verbindungsplatten können auch die Montage der Anschlagplatten erleichtern.
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Bei einer Anordnung mit mehreren im Abstand voneinander angeordneten
Startblöcken ist vorgesehen, daß die Startblöcke durch einen abgedeckten Kabelkanal
miteinander verbunden sind. In diesem Kabelkanal können elektrische Kabel verlegt
werden, die die Verbindung der in den Starts blöcken angeordneten elektrischen Kontakte
oder der in besonderen Einschüben vorhandenen Kontakte mit einer Zeitmeßanlage bewirken.
Auch dann, wenn eine elektrische Zeitmessung nicht vorgenommen wird oder wenn die
Einschübe entfernt sind, können die elektrischen Kabel im Kabelkanal liegen bleiben.
Durch die Abdeckung des Kabelkanals wird eine Beschädigung der Kabel vermieden und
ein sauberes Aussehen der Anordnung erreicht. Als Abdeckung des Kabel kanals können,
falls vorhanden, die zwischen den Startblöcken eingehängten Verbindungsplatten dienen,
Auch dann, wenn der Startblock aus Metallprofilen gebildet ist und daher im Gegensatz
zu Betonblöcken einen begrenzten Durchblick gestattet, kann es zweckmäßig sein,
für bestimmte Veranstaltungen die Startblöcke zu entfernen.
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Daher ist bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß
der Startblock mittels Steckhülsen lösbar im Fußboden verankert ist.
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Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der
Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, und aus den Unteransprüchen.
Die einzelnen ifierkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren bei Ausführungsformen
der Erfindung verwirklicht sein. Es zeigen Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines erfindungsgemäßen Startblocks entsprechend der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2
eine Vorderansicht einer Anlage mit mehreren nebeneinander angeordneten erfindungsgemäßen
Startblö cken, Fig0 3 eine Einzelheit entsprechend dem Schnitt III-III in Fig. 1
und Fig. 4 einen Schnitt entsprechend der Linie IV-IV in Fig. 1.
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Eine Absprungplatte 1 wird in einer zur Wasserfläche 2 eines Schwimiabeckens
geneigten Lage durch ein Tragegestell gehalten, das aus zwei gleichen Rahmenteilen
3 gebildet ist, die parallel zueinander in einem -Abstand angeordnet sind, der etwa
der Breite der Absprungplatte 1 entspricht und die untereinander durch einen ersten
Querholm 4 und einen zweiten Querholm 5, die beide mit den Rahmenteilen verschweißt
sind, starr verbunden sind.
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Jeder Rahmenteil 3 weist einen aus einem Rohr gebogenen Bügel 6 in
der Form eines flachen U auf, der mit den
Enden seiner beiden Schenkel
7 und 8 im Fußboden 9 verankert ist0 Die Breite des Joches 10 des Bügels 6 ist weSentlich
größer als die Länge der Absprungplatte 1o Das Rahmenteil 3 weist weiterhin ein
aus Rohr gebogenes und zusammengeschweißtes Trapez 11 auf, dessen den beiden Grundlinien
des Trapezes entsprechende Rohrabschnitte 12 und 13 senkrecht angeordnet sind, dessen
dritter Rohrabschnitt 14 dem Joch 10 benachbart ist und parallel zu diesem Joch
verläuft und dessen vierter Rohrabscklitt 15 die gleiche Neigung gegenüber der Horizontalen
aufweist wie die Absprungplatte 1. Das Trapez 11 ist mit dem Joch 10 durch zwei
senkrecht verlaufende Distanzrohre 16 verbunden, die sowohl mit dem dritten Rohrabschnitt
14 als auch mit dem Joch 10 verschweißt sind.
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Der kürzere Rohrabschnitt 12 der beiden senkrecht angeordneten Rohrabschnitte
12 und 13 des Trapezes 11 steht dabei etwas über den der Wasserfläche 2 zugewandten
Schenkel 7 des Bügels 6 vor0 Die rechteckige Absprungplatte 1 ist aus einem starken
Aluminiumblech gebildet, das im Bereich seiner vier Ränder zweimal rechtwinklig
abgebogen ist, so daß ein sehr flacher, nach unten offener Kasten entsteht, dessen
nach oben weisender Boden die Absprungfläche 17 für den Schwimmer bildet und dessen
Seitenwände 18, 19 und 20 die Schmalseiten der Absprungplatte 1 bilden. Die mit
den parallel zur Richtung der Schwimmbahn verlaufenden Seitenwänden 18 zusammenhängenden
und nach innen umgebogenen Blechstreifen 21, die im Abstand unterhalb der Absprungfläche
und parallel zur Absprungfläche 17 verlaufen,
weisen in der Nähe
des der Wasserfläche 2 abgewandten Endes der Absprungplatte 1 eine erste Bohrung
22 und in der Nähe des der Wasserfläche 2 zugewandten Endes der Absprungplatte 1
eine zweite Bohrung 23 auf.
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In die Bohrung 22 ist eine Gummitülle 24 hineingesteckt, deren Form
im Längsschnitt die Fig. 3 zeigt. Diese Gummitülle 24 übergreift mit Flanschen 25
zu beiden Seiten des Blechteils 21 die Umgebung der Bohrung 22. Durch die axiale
Aussparung 26 der Tülle 24 ist ein Schraubbolzen geführt, der mit einem Ende am
Rohrabschnitt 15 angeschweißt ist, und auf dessen anderes Ende eine Mutter 28 aufgeschraubt
ist, die die Tülle 24 so gegen den Rohrabschnitt 15 anpreßt, daß die Absprungplatte
1 kein Spiel in Längsrichtung des Schraubbolzens 27 hat.
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Durch die Lagerung mittels der Tülle 24 wird für die Absprungplatte
1 eine schwenkbare Lagerung erzielt, die wartungsfrei ist, nicht zu störenden Geräuschen
neigt und die Bildung eines chemischen Elements durch gegenseitigen Kontakt verschiedener
Metalle mit den daraus resultierenden Material zerstörungen verhindert.
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Im Bereich der zweiten Bohrung 23 ist auf dem Rohrabschnitt 15 ein
weiterer Schraubbolzen 29 angeschweißt, der genau wie der Schraubbolzen 27 im wesentlichen
senkrecht zur Ebene der Absprungfläche 17 verläuft. Der Schraubbolzen 29 ist durch
die zweite Bohrung 23 geführt und auf sein freies Ende ist eine Rändelmutter 30
aufgeschraubt. Koaxial zum Schraubbolzen 29 ist auf dem Rohrabschnitt 15 ein kurzes
Rohrstück 31 angeschweißt, dessen Innendurchmesser größer ist als der Durchmesser
des
Schraubbolzens 29; in dem Ringspalt zwischen dem Schraubbolzen 29 und dem rohrstück
31 ist eine Spiralfeder 32 unverlierbar gehalten, deren eines Ende sich auf dem
Rohrstück 15 und deren anderes Ende sich am Bereich 21 des umgebogenen Randes der
Absprungplatte 1 abstützt, Die Spiralfeder 32 drückt bei unbelasteter Absprungplatte
1 die Absprungplatte so weit nach oben, bis diese Bewegung durch die Rändelmutter
30 begrenzt wird. Bei Belastung der hbsprungplatte kann derjenige Teil der Absprungplatte
1, an dem die Bohrung 23 angeordnet ist, sich so weit nach unten bewegen, bis diese
Bewegung durch die nach oben weisende Stirnfläche des Rohrstücks 31 begrenzt wird.
Durch die Rändelmutter 30 kann das Beegungsspiel zwischen belastetem und unbelar;tetem
Zustand der Absprungplatte 1 eingestellt werden.
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Von der Wasserfläche 2 aus gesehen hinter der hbsprungplatte -1 ist
eine Platte 36, deren Breite nur wenig größer ist als der Abstand der beiden Bügel
6 des Startblocks, auf den Jochen 10 des Startblocks befestigt. Die Befestigung
ist mit insgesamt vier Gummitiillen in der gleichen Weise vorgenommen, wie dies
Fig0 3 zeigt. Die Platte 36 erleichtert das Besteigen der Absprungplatte 1.
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In der in Fig. 2 gezeigten anordnung sind mehrere Startblöcke vorgesehen,
wobei nur einer der Startblöcke vollständig sichtbar ist, während zwei andere Startblöcke
lediglich mit ihren eilen 12' bzw. 12" sichtbar sind.
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Zwischen je zwei parallel zueinander im Abstand angeordnete Startblöcke
ist eine begehbare Verbindungsplatte 38 mittels Tragbügeln 39 eingehängt, die an
den
Stirnseiten der Verbindungsplatte 38 befestigt sind und die
mit ihrem freien, halbkreisförmig abgebogenen Teil 40 über den unteren Rohrabschnitt
14 des trapezförmigen Rahmenteils 11 greifen, Die Oberseite der Verbindungsplatten
38 liegt auf der gleichen Höhe wie die Oberseite der Platten 36. Die der Wasserfläche
2 zugewandten Stirnseiten 41 der Verbindungsplatten 38 ragt nur um wenige Millimeter
über die Schenkel 7 der Bügel 6 hinaus, Für jeden Startblock ist eine Anschlagplatte
45 vorgesehen, deren Länge von 2 m der Breite einer einem Schwimmer zur Verfügung
stehenden Schwimmbahn entspricht. Die Anschlagplatte ist quer zur Längsrichtung
der Schwimmbahn und senkrecht zur Niasseroberfläche 2 so angeordnet, daß ihre Unterkante
dicht oberhalb der Niasseroberfläche 2 liegt. Die Anschlagplatte 45 ist einerseits
an der der Wasserfläche 2 zugewandten Stirnseite zweier am Startblock eingehängter
Verbindungsplatten 38 mittels Schrauben 46 befestigt, andererseits mit Schrauben
47 an den Schenkeln 7 der beiden Bügel 6 eines Startblocks. Die ganze der Wasserfläche
2 zugewandte Fläche der Anschlagplatte 45 ist durch ein elektrisches Kontaktorgan
gebildet, das auf den anschlag durch den Schwimmer an irgend einer beliebigen Stelle
anspricht und ein elektrisches Signal abgibt. Dieses Signal kann über ein nicht
dargestelltes elektrisches Kabel, das mit der Anschlagplatte verbunden ist, einer
Zeitmeßeinrichtung zugeführt werden0 Da, wo keine Verbindungsplatte 38 vorgesehen
werden kann, beispielsweise auf je einer Seite des ersten bzw. letzten Start blocks
einer Reihe von nebeneinander angeordneten Startblöcken, ist eine Platte von der-halben
Länge der Verbindungsplatte
vorgesehen, deren eine Seite mittels
der Tragbügel 39 am Startblock eingehängt ist, und dereii andere Seite durch Bügel
gellalten ist, die ähnlich ausgebildet sind wie der Bügel 6, deren Joch jedoch kürzer
ist als das Jch 10.
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Unterhalb der Verbindungsplatten 38 ist jeweils ein aus einem abgewinkelten
Blechstreifen gebildeter Kabel kanal 56 angeordnet, der jeweils an den einander
benachbarten Bügeln 6 zweier Startblöcke mittels Schrauben 57 befestigt ist. Durch
diesen Kabelkanal können eleltrische Verbindungskabl zwischen den einzelnen Startblöcken
ggeführt werden.
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iLn den oberen liohrabschnitt 15 des trapezförmigen 1?aliiaciiteils
11 ist eine Halteschiene 9 angeschweißt, die es gestattet, ein Gehäuse 60 einer
Meßeinrichtung so unterhalb der Absprungplatte 1 zwischen den traezförmigen zahnenteilen
11 eines Startblocks einzuschieben, daß das Gehäuse in den Schienen 59 beider Rahmenteile
15 gehalten ist. Das Gehäuse 60 ist in izigO 1 gestrichelt eingezeichnet. Im Gehäuse
60 ist ein elektrischer Kontakt angeordnet, der durch einen Druckknopf 61 betätigt
wird0 Der Druckknopf 61 ragt aus der Oberseite des Gehäuses 60 heraus und liegt
an der Absprungplatte 1 an. Je nachdem, ob die Absprungplatte 1 belastet ist oder
nicht, ist der im Gehäuse 60 angeordnete elektrische Kontakt geöffnet oder geschlossen.
ein Gehäuse 60 sind weitere, nicht dargestellte Verbindungsvorrichtungen, beispielsweise
Stecker, angeordnet, um elektrische Verbindungen zur Anschlagplatte 45 und/oder
zu benachbarten Startblöcken und/oder zu einer zentralen Zeitmeßanlage herzustellen.
Wenn eine
elektrische Zeitmessung nicht erforderlich ist, so lassen
sich die Gehäuse 60 leicht aus den Startblöcken entfernen0 In der Nähe der Enden
der Schenkel 7 und 8 der beiden Bügel 6 eines Startblocks ist jeweils ein Aufsetzring
62 angeschweißt, der einen im Abstand vom Schenkelende angeordneten Flansch bildet.
Der hufsetzring 62 stützt sich an einem flansch 63 ab, der am oberen Ende einer
Steckhülse 64 angeschweißt ist, deren lichter Innendurchmesser wenig größer ist
als der Außendurchmesser des Rohrs, aus dem die Bügel 6 gebildet sind. Der Flansch
63 ist so an den Steckhülsen 64 angeschweißt, daß er genau in Fußbodenhöhe liegt.
Jede Steckhülse 64 ist mit ihrem unteren Ende an eine Ankerplatte 65 bzw. 66 angeschweißt,
die in geeigneter Weise im Fußboden verankert ist, z.B. direkt mit der Armierung
eines Betonfußbodens verbunden ist0 Die Steckhülse 64 braucht nicht unbedingt vollständig
auf der Ankerplatte aufzusitzen, sondern kann beispielsweise über die Ankerplatte
65 etwas in Richtung auf das Schwimmbecken zu hinausragen; dies kann besonders dann
zweckmäßig sein, wenn, wie im Ausführungsbeispiel, die Verankerung des Schenkels
7 in unmittelbarer Nähe des Beckenrands erfolgt.
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Durch Befestigungsschrauben, die durch Bohrungen der Aufsetzringe
62 geführt sind und in Gewinde der Flansche 63 eingreifen, kann eine Sicherung der
Befestigung der Startblöcke in den Steckhülsen 64 erfolgen. Nach dem Lösen dieser
Befestigungsschrauben können die Startblöcke einfach aus den Steckhülsen herausgenommen
werden.
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Um die abdichtung des Fußbodens gegen liasserdulachtritt schon vornehmen
zu können, bevor die Steckhiilsen 64 montiert sind, kann man, wie bei der ankerplatte
66 gezeigt ist, einen Anpreßring 67 vorsehen, der dazu dient, eine Feuchtigkeitsisolierung,
beispielsweise aus Bleiblech, im gesamten 1tndbereich der nach oben weisenden Fläche
der Ankerplatte 66 fest an diese Ankerplatte anzupressen, so daß also zwischen der
Feuchtigkeitsisolierung und der nach oben weisenden Fläche der Ankerplatte 66 kein
Spalt mehr besteht, durch den Peuchtigkeit hindurchtreten könnte, Der Anpreßring
67 weist Bohrungen auf, durch die an der snkerplatte 66 angeschweißte Schraubbolzen
hindurchragen, an deren freien Enden Schraubenmuttern zum Anpressen des Anpreßrings
an die ankerplatte 66 vorgesehen sind0 In dem durch den anpreßring 67 freigelassenen
Innenraum der nach oben weisenden Seite der Ankerplatte 66 kann dann anschließend
an der gewünschten Stelle die Steckhülse 64 angeschweißt werden.
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Die Teile des Tragegestells sind nahezu alle aus rostfreiem Stahl
V4A hergestellt und zwar meist aus Rohren.
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Auch die Absprungplatte und die übrigen begehbaren Platten können
aus diesem Material hergestellt sein.
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Parallel zum Beckenrand verläuft zwischen den Schenkeln 7 und 8 eine
Wasserablaufrinne, die mit einem begehbarem Rost 71 abgedeckt ist.