DE2423373C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen

Info

Publication number
DE2423373C3
DE2423373C3 DE19742423373 DE2423373A DE2423373C3 DE 2423373 C3 DE2423373 C3 DE 2423373C3 DE 19742423373 DE19742423373 DE 19742423373 DE 2423373 A DE2423373 A DE 2423373A DE 2423373 C3 DE2423373 C3 DE 2423373C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coating head
template
application
stencil
printing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19742423373
Other languages
English (en)
Other versions
DE2423373A1 (de
DE2423373B2 (de
Inventor
Rudolf 7911 Senden; Proß Otto 7900 Ulm; Treimer Siegfried 7910 Neu-Ulm Welk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reinz Dichtungs GmbH
Original Assignee
Reinz Dichtungs GmbH
Filing date
Publication date
Application filed by Reinz Dichtungs GmbH filed Critical Reinz Dichtungs GmbH
Priority to DE19742423373 priority Critical patent/DE2423373C3/de
Priority to GB16450/75A priority patent/GB1512061A/en
Priority to JP5194075A priority patent/JPS50146635A/ja
Priority to IT68213/75A priority patent/IT1032865B/it
Priority to FR7515066A priority patent/FR2270956B3/fr
Publication of DE2423373A1 publication Critical patent/DE2423373A1/de
Publication of DE2423373B2 publication Critical patent/DE2423373B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2423373C3 publication Critical patent/DE2423373C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Ein- und Ausschalten der Spritzdüse entstehen ferner
unschöne zipfelförmige Ausläufe. Nicht unbeträchtlich
ist auch der apparative Aufwand in Form des 35 Pantographenmechanismus.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Nach der DT-PS 5 20 916 wird eine Vorrichtung
Vorrichtung zur Herstellung von Auflagen aus viskosen vorgeschlagen, mit welcher über eine Schablone durch Materialien auf Trägermaterialien. eine Axialbewegung relativ zur Druckunterlage mittels
Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt, um Verdrängung Druckmasse (Leuchtmasse) aufgetragen ganzflächige oder partielle Auflagen aus Materialien 40 wird. Von Nachteil ist hier die Notwendigkeit, daß die entsprechender Viskosität als Klebstreifen oder Dicht- Streichmasse über entsprechend lange Kanäle an die zu auflagen auf Trägermaterialien wie z. B. Metall, Papier, bedruckenden Stellen der Schablone gebracht werden textile Gewebe u.a. aufzubringen. muß. Auch dürfte die Einhaltung relativ kleiner
Bekannt ist ein Auftragsverfahren nach DT-PS Maßtoleranzen der Höhe des Masseauftrages nicht 12 17 153 wonach Materialien relativ niedriger Viskosi- 45 möglich sein.
tat im Wege des an sich bekannten Siebdruckverfahrens Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
aufgebracht werden. Hierbei wird das aufzubringende Auftragsverfahren zu schaffen, das die Nachteile der Material mittels eines hin- und hergehenden Rakels bekannten Verfahren vermeidet und auf wirtschaftliche durch ein Sieb hindurch auf die zu bedruckende Weise das Auftragen von viskosen Materialien auf Unterlage aufgedruckt. Gesteuert wird das Aufbringen 50 Unterlagen ermöglicht.
des Druckmaterials mittels einer zwischen Sieb und Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, viskose Mate-Unterlage angeordneten Schablone mit entsprechender Hauen mittels Überdruck aus einem Streichkopf durch Kontur. Nachteil dieses Verfahrens liegt vor allem darin, Schablonenöffnungen auf Unterlagen zu drücken, wobei daß keine luftvernetzenden Kunststoffe verarbeitet der nahezu luftdicht auf der Schablone gleitende werden können. Diese würden nach kurzer Betriebszeit 55 Streichkopf relativ zu dieser und der darunterliegenden infolge der zutretenden Luftfeuchtigkeit vernetzen und Unterlage so bewegt wird, daß er die gesamte das Sieb unbrauchbar machen. Man ist daher gezwun- aufzubringende Kontur erfaßt.
gen, eint längere Aushärtezeit in Kauf zu nehmen, oder Das erfindungsgemäße Verfahren weist den erhebliin einem nachfolgenden Wärmebehandiungsprozcß die chen Vorteil auf, das luftvernetzende Kunststoffe hohen eigentliche Aushärtung des Auftragsmaterials durchzu- 60 Vernetzungsgrades verarbeitet werden können, so daß führen. Auch lassen sich verfahrensbedingt nur Kunst- unmittelbar nach dem Luftzutritt der Vernetzungsprostoffe relativ niedriger Viskosität verarbeiten, so daß bis zeß der aufgetragenen Masse beginnt. Dadurch wird zum Beginn der Aushärtung bzw. der Wärmebehand- eine nachfolgende Wärmebehandlung bzw. längere lung ein teilweises Verfließen der aufgedruckten Aushärtezeit und somit ein weiterer Arbeitsgang Auflagen eintreten kann. Entsprechend der noch 65 eingespart. Der sofortige Vernetzungsbeginn der möglichen verwendbaren Siebstärke lassen sich in Auftragsmasse gewährleistet ferner Auflagen hoher bezug auf die Wulstbreite nur relativ dünne Auflagen Kontur- und Maßgenauigkeit. Vor allem bei wulstartierzielen. Ebenfalls über eine Schablone aufgebracht gen Auflagen als Dichtleisten ist die Maßhaltigkeit der
Höhe der Auflage von Bedeutung, Durch die Möglichkeit Elastomere relativ hoher Viskosität verarbeiten zu können, ergibt sich der Vorteil, daß z. B. Wülste aufgebracht werden können, deren Höhen/Breitenverhältnisbisca. 1 :2 betragen kann. S
Die Bewegungsrichtung des auf der Schablone gleitenden Streichkopfes kann linear sein, wie auch eine Kreisbahn beschreiben, so daß entsprechend der Kontur des Auftrags die rationellste Bewegungsart gewählt werden kann. Dies ergibt gegenüber dem Pantographenverfahren einen erheblichen Vorteil infolge des geringeren Zeitaufwandes. Auch ist der maschinelle Aufwand des erfindungsgemäßen Verfahrens durch Wegfall des Pantographenniechanismus wesentlich geringer.
Zur Herstellung von Auflagen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, bestehend aus einem die Auftragsmasse enthaltenden Streichkopf mit elastisch beweglicher Abdichtung der Austrittsöffnung z. B. aus Hartgummi, der auf einer Schablone und der darunterliegenden Unterlage gleitend angeordnet ist, einer Führungseinrichtung zur Ausübung einer kreisförmigen oder linearen Bewegung, sowie Endlagenschaltern zur Steuerung der Druckbeaufschlagung der Auftragsmasse im Streichkopf.
In der einfachsten konstruktiven Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Bewegung des Streichkopfes, wie auch das Hochklappen der Schablone zum Einlegen der zu bedruckenden Unterlage von Hand erfolgen. Der Erfindungsgedanke umfaßt jedoch auch die konstruktive Weiterbildung zu halb- oder vollautomatisch arbeitenden Einrichtungen. So ist es z.B. denkbar, den Streichkopf auf einer beidseitig geführten Traverse anzuordnen, wobei die eigentliche Längsbewegung von der Traverse ausgeführt wird, der Streichkopf selbst aber auf der Traverse entsprechend dem aufzutragenden Muster noch eine zusätzliche Querbewegung ausführen kann. Auch ist es denkbar, daß der Streichkopf feststeht, während die Schablone zusammen mit der Druckunterlage die eigentliche Bewegung ausführt.
Das Hochklappen bzw. parallele Abheben der Schablone gesteuert vom Streichkopf durch Endlagenschalter, sowie das Zuführen der z. B. auf einem taktförmig bewegten Band zugeführten Druckunterlagen kann dabei durch Synchronisierung der einzelnen Bewegungsabläufe, pneumatisch, hydraulisch oder durch andere Antriebsarten erfolgen.
Durch geeignete konstruktive Ausbildung der Schablone ist es auch möglich, nach diesem Verfahren geschlossene Wulstkonturen, z. B, um Durchbrüche in der Druckunterlage herum, herzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens sind anhand der folgenden Figuren beispielhaft dargestellt.
F i g. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung des Verfahrensablaufes. Der Streichkopf 1 führt eine hin- und hergehende Bewegung auf der Schablone 2 aus, während durch geringen Überdruck im Streichkopf die aufzutragende Masse in die Aussparungen 3 der Schablone auf die Unterlage 4 gepreßt wird.
F i g. 2 zeigt eine Draufsicht und Schnittdarstellung einer mit einem aufgedruckten Wulst 5 versehenen Unterlage 4. Der Wulst weist in dieser Darstellung ein Höhen-/Breitenverhältnis von etwa 1 :2 auf.
In Fig.3 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung einfachster konstruktiver Ausbildung dargestellt. Dabei ist der auf der Schablone 2 luftdicht gleitende Streichkopf mit 1 und die zu bedruckende Unterlage mit 4 bezeichnet. Geführt wird der Streichkopf durch eine Schwinge 6 von einem Drehpunkt aus. Mit 7 sind die Endlagenschalter bezeichnet die jeweils in Endposition des Streichkopfes die Druckaufgabe auf die Druckmasse im Streichkopf 1 über ein Steuerventil 8 in der Luftzuleitung 9 steuern.
F i g. 4 zeigt den Streichkopf 1 in Schnittdarstellung mit der darin befindlichen Auftragsmasse. Die elastische Abdichtung gegen die Schablone ist mit 10 bezeichnet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

wird eine Druckrnasse auf eine zu bedruckende Patentansprüche: Unterlage nach QIpS 1 22 818. Hier handelt ts sich um ein dem Siebdrucken ähnliches Verfahren. Auch hier
1. Verfahren zum Aufbringen von viskosen wird offenliegehde.'Auftragsmasse mittels eines eine Materialien auf Unterlagen, bei dem diese Materia- 5 Kreisbahn beschreibenden Rake|s in die Offnungen lien mittels Überdruck aus einem Streichkopf und einer Schablone auf die Druckunterlage aufgebracht, durch" Schablonenöffnungen auf die Unterlagen wobei sich durch den Luftzutritt auch dieselben gedrückt werden, dadurch gekennzeich- Nachteile ergeben.
η e t, daß der zumindest nahezu luftdicht auf einer Aus der US-Patentschrift 22 89 620 ist ferner bekannt,
Schablone gleitende Streichkopf relativ zu dieser io Auflagen unter Verwendung einer Schablone auf eine
und der darunterliegenden Unterlage so bewegt Unterlage aufzuspritzen. Hierbei geht naturgemäß beim
wird, daß er ,die gesamte aufzutragende Kontur Spritzen viel Aurtragsmaterial verloren, und die Dicke
erfaßt. "' .· " '» il der Auflageschicht ist nur schwer zu dimensionieren.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die nach diesem Verfahren hergestellten Auflagen sind nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der 15 qualitativ nicht befriedigend.
die Auftragsmasse enthaltende Streichkopf an seiner Die DT-OS 20 036 657 beschreibt ein Verfahren zum
Austrittsöffnung eine elastische, zumindest nahezu Aufbringen von Dichtwulsten aas Elastomeren indem
luftdichte Abdichtung aufweist. · das Auftragsmaterial unter Druck aus, einer ■ .yentilge-.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- steuerten Düse auf die Unterlage aufgespritzt wird. Die zeichnet, daß der Streichkopf über eine Schwinge 20 Bewegung der Düse entsprechend dem gewünschten oder durch Parallelführungen auf der Schablone Auftragsmuster wird über einen Pantographenmechabewcglich geführt ist. nismus durch Abtasten einer Schablone gesteuert.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2'und 3, Wesentlicher Nachteil dieses Verfahrens ist der dadurch gekennzeichnet, daß die Druckaufgabe im relativ große Zeitaufwand, da verfahrensbedingt die Streichkopf in Abhängigkeit von der Bewegung auf 25 gesamte Länge einer z. B. kreisförmig verlaufenden der Schablone von Endlagenschaltern gesteuert Dichtwulst abgefahren werden muß. Ferner ist die wird. Einhaltung enger Toleranzen bei der Höhe der Wulst
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2-4, schwierig, da schon geringe Unterschiede in der dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone klapp- Viskosität der Auftragsmasse bzw. Druckschwankunbar oder parallel beweglich von der Unterlage 30 gen im Drucksystem einen wesentlichen Einfluß auf die abhebbar ist. ausfließende Menge der Auftragsmasse haben. Beim
DE19742423373 1974-05-14 1974-05-14 Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen Expired DE2423373C3 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742423373 DE2423373C3 (de) 1974-05-14 Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen
GB16450/75A GB1512061A (en) 1974-05-14 1975-04-21 Application of coatings
JP5194075A JPS50146635A (de) 1974-05-14 1975-04-28
IT68213/75A IT1032865B (it) 1974-05-14 1975-05-13 Procedimento e dispostivo per la produzione di riporti di materiale viscoso su superfici di supporto particolarmente a scopo di incollamento di tenuta
FR7515066A FR2270956B3 (de) 1974-05-14 1975-05-14

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742423373 DE2423373C3 (de) 1974-05-14 Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2423373A1 DE2423373A1 (de) 1975-11-27
DE2423373B2 DE2423373B2 (de) 1976-12-30
DE2423373C3 true DE2423373C3 (de) 1977-08-18

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0544176A1 (de) Mehrfarben-Tampondruckmaschine
DE2256815C3 (de) Siebdruckvorrichtung für Blattmaterial
DE4307733A1 (de) Druckmaschine mit auswechselbarem Druckkopf
DE2423373C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von viskosen Materialien auf Unterlagen
DE3334444A1 (de) Siebdruckmaschine
DE578936C (de) Vorrichtung zum schrittweisen Weiterbewegen von Papier- u. dgl. Bahnen oder beliebiggestalteten Einzelblaettern
DE2423373B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbringen von viskosen materialien auf unterlagen
DE1135856B (de) Filmdruckmaschine
DE2628306C2 (de) Anwendung eines Verfahrens zum Aufbringen sichtbaren Materials auf eine Unterlage
DE1577970B2 (de) Beschichtungsvorrichtung
DE2651412C3 (de) Vorrichtung zum Aufbringen von Heißleim und Kaltleim auf Holzflächen
DE3020180A1 (de) Verfahren zur herstellung eines reliefs auf der glasur einer fliese und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2340103C3 (de) Maschine zur Herstellung von mit Stoffmustern beklebten Musterkarten
DE2645372A1 (de) Tragbare etikettiervorrichtung
DE835868C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Dekoren auf keramischen Erzeugnissen
DE551230C (de) Maschine zum mustermaessigen Faerben von Textilstoffbahnen mit Schablonen und Zerstaeubern
DE7317C (de) Apparat, um glatte Stoffe plastisch zu bedrucken
DE562970C (de) Schablone zur Herstellung von vielfarbigen Musterungen
CH449664A (de) Einrichtung mit einer Rollrakel an einer Film- oder Siebdruckmaschine
EP0679512A1 (de) Siebdruckverfahren, sowie Flach-Siebdruckmaschine zur Ausübung des Verfahrens
DE2244033A1 (de) Pralinendressiervorrichtung
DE2537711A1 (de) Waffelblattstreichmaschine
DE1577970C (de) Beschichtungsvornchtung
DE111615C (de)
DE3148681C2 (de) Einrichtung zur An- und Auslage von Druckgut