DE2420187C2 - Hydraulisches Bremsventil - Google Patents
Hydraulisches BremsventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Bremsventil, insbesondere zum Steuern einer Fahrzeuganhänger-Bremsanlage,
nach der im Anspruch 1 angegebenen Gattung.
Aus der DE-AS 15 80 614 ist bereits ein solches hydraulisches
Bremsventil bekannt, dessen Kolbenschieber einerseits über eine Feder von einer steuernden
Bremskraft und in Gegenrichtung vom Bremsdruck beaufschlagt wird und der die Verbindungen von einem
Bremsen-Anschluß zu einem Pumpen-Anschluß oder zu einem Rücklauf-Anschluß steuert Das Bremsventil ist
für einen offenen Kreis vorgesehen und dementsprechend wird eine zusätzliche Verbindung vom Pumpen-Anschluß
zu einem zusätzlichen Verbraucher-Anschluß gesteuert. Nachteilig ist, daß beim Entlasten des Bremsen-Anschlusses
im Rücklauf-Anschluß Druckstöße auftreten können, die zumindest kurzzeitig an einer Stirnseite
am Kolbenschieber wirksam werden und die Druckregelung störend beeinflussen, da die andere
Stirnseite nur über einen langen Kanal mit dem Rücklauf-Anschluß Verbindung hat Im übrigen weist der
Kolbenschieber keine Dämpfungseinrichtung auf und kann im Betrieb leicht instabil arbeiten. Ferner benötigt
der Kolbenschieber zum Steuern der großen Druckmittelmengen zum Verbraucher einen relativ großen
Durchmesser; für seine Rückstellung ist daher eine zusätzliche Feder notwendig. Die Einrichtung zum Begrenzen
der maximalen Bremskraft kann außerdem mit ihrer Feder exzentrische Kräfte auf den Kolbenschieber
ausüben und damit seine Reibung erhöhen.
Ferner ist aus der GB-PS 11 50 097 ein Bremsventil bekannt, dessen Kolbenschieber in ungebremsten Zustand
den Pumpen-Anschluß absperrt und sich daher zur Verwendung in einem geschlossenen Kreis eignet.
Zwar weist das Bremsventil ein Drossel-Rückschlagventil in einem Steuerkanal zwischen Bremsen-Anschluß
und stirnseitigem Druckraum aus, das beim Aufsteuern von Pumpen-Anschluß zum Bremsen-Anschluß
seine Drosselwirkung entfaltet. Von Nachteil ist auch hier, daß im Rücklauf-Anschluß auftretende Druckstöße
ungedämpft auf die zugeordnete Schieberstirnseite einwirken und die Druckregelung verfälschen können. Hinzu
kommt, daß die Dämpfung gegen das unterschiedlich hohe Druckniveau des Bremsdruckes arbeitet und daher
nicht gleichmäßig wirkt. Ferner benötigt das Bremsventil eine zusätzliche Rückstellfeder und weist keine
Einrichtung zur Begrenzung der maximalen Bremskraft
Weiterhin ist es aus der DE-OS 14 30 659 bekannt, gleitend geführte, becherförmige Patronen ::ur Verbesserung
der Kraftübertragung bei hydrauJischen Servoeinrichtungen anzuwenden.
Aus der US-PS 28 75 843 ist ein hydraulisches Bremsventil
für einen geschlossenen Kreis bekannt, das zum Steuern der Verbindungen zwischen Pumpen-, Bremsen-
und Rücklauf-Anschluß Sitzventile aufweist Das zweiteilige Steuerglied und die Ausbildung mit Sitzventilen
machen das Bremsventil relativ aufwendig und teuer. Ein bewegliches Teil des Steue-glieds dichtet am
Außenumfang mit O-Ringen ab, was seine Reibung in der Gehäusebohrung erhöht und ein genaues Arbeiten
des Bremsventils ungünstig beeinflußt. Ferner ist von Nachteil, daß die ständig unter hohem Druck stehende,
mit dem Pumpen-Anschluß verbundene Steuerkammer nach außen abgedichtet werden muß. Vor alhm können
beim Entlasten des Bremsen-Anschlusses im Bereich des Rücklauf-Anschlusses Druckstöße auftreten, die zusätzlich
zum Bremsdruck am Steuerglied wirksam werden und eine genaue Regelung des Bremsdruckes beeinträchtigen.
Dies kann auch zu einem instabilen Verhalten des Bremsventils im Betrieb führen. Von Nachteil ist
ferner, daß die zur Einrichtung zum Begrenzen der maximalen Bremskraft gehörenden Federteller sich an hülsenförmigen
Ansätzen von Steuerglied und einem Betätigungsstößel abstützen; auf diese Weise können Kräfte
exzentrisch am Steuerglied angreifen und damit dessen Reibung erhöhen.
Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung der erwähnten Nachteile ein hydraulisches Bremsventil für
einen geschlossenen Kreis möglichst einfach so auszubilden, daß es genau und stabil arbeitet.
Ausgehend von einem gattungsbildenden Bremsventil wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Auf diese Weise baut das Bremsventil sehr einfach. Sein Kolbenschieber ist gegen den Druck in der dritten
Steuerkammer druckausgeglichen und somit unempfindlich gegen Druckstöße. Im Rücklauf-Anschluß selbst
können beim Entlasten des Bremsen-Anschlusses keine Druckstöße mehr auftreten, da die zweite Drossel dies
verhindert. Somit können auch keine Druckstöße einseitig an den Stirnseiten des Kolbenschiebers wirksam
werden, wodurch sich der Bremsdruck störungsfreier regeln läßt. Der Dämpfungsraum und die erste Drossel
verhindern ein schlagartiges Aufsteuern der Verbindung vom Pumpen- zum Bremsen-Anschluß und damit
die Gefahr von Schwingungen. Durch entsprechendes Abstimmen dieser beiden Drosseln mit den am Kolbenschieber
angeordneten Feinsteuerfasen läßt sich ein äußerst stabil, genau und schnell arbeitendes Bremsventil
erreichen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
ergibt sich bei einer Ausbildung nach Anspruch 2. Auf diese Weise kann der aus der ersten Steuerkammer
entweichende Leckölstrom in der Kammer die Patrone der Bremskraft-Begrenzungseinrichtung
allseitig schmieren, so daß dort geringe Reibungsverluste auftreten; zugleich erlaubt die Bauart der Begrenzungseinrichtung
eine zentrische Kraftübertragung, wodurch der Kolbenschieber besonders reibungsarm
arbeitet Mit aus diesem Grund kann eine zusätzliche Rückstellfeder entfallen und der Kolbenschieber allein
mit einer hydraulischen Rückstellung auskommen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung wiedergegeben, deren einzige Figur
einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes hydraulisches Bremsventil zeigt
Die Figur zeigt ein Bremsventil 10, das ein Gehäuse 11 sowie eine an letztere angebaute Betätigungsvorrichtung
12 aufweist Das Gehäuse 11 hat eine durchgehende Schieberbohrung 13; die als ringförmige Erweiterung
eine erste (14), eine zweite (15) und eine dritte Steuerkammer 16 aufweist Die erste Steuerkammer 14 steht
mit einem Pumpen-Anschluß 17, die zweite Steuerkammer 15 mit einem Bremsen-Anschluß 18 und die dritte
Steuerkammer 16 mit einem Rücklauf-Anschluß 19 in Verbindung. Die Schieberbohrung 13 geht über einen
als Anschlag dienenden Absatz 21 in eine zylindrische Bohrung 22 über, die zusammen mit einem Steuergehäuse
23 eine Begrenzer-Kammer 24 zur Aufnahme einer Einrichtung 25 zum Begrenzen der maximalen
Bremskraft dient.
Ein in der Schieberbohrung 13 gleitend geführter Kolbenschieber 26 weist drei Kolbenabschnitte 27, 28,
29 auf, von denen ein erster 27 die erste Steuerkammer 14 gegen die Bohrung 22 abdichtet.
Der zweite, mittlere Kolbenabschnitt 28 weist zwei Steuerkanten 31, 32 jeweils mit Feinsteuerfasen 33 auf
und sperrt in ungebremsten Zustand die Verbindung vom Bremsen-Anschluß 18 zum Pumpen-Anschluß 17
ab. Der dritte Kolbenabschnitt 29 begrenzt zusammen mit einem die Schieberbohrung 13 verschließenden
Stopfen 34 einen Dämpfungsraum 35, der nur über eine Querbohrung 36 mit einer ersten Drossel 37 mit dem
Rücklauf-Anschluß 19 verbunden ist Zwischen letzterem und die dritte Steuerkammer 16 ist eine zweite
Drossel 38 geschaltet. In einer Sacklochbohrung 39 des Kolbenschiebers 26 ist ein Druckbolzen 41 dicht und
gleitend geführt; ein dabei ausgebildeter Druckrauni 42
hat über eine Öffnung 43 stets mit dem Bremsen-Anschluß 18 Verbindung. Mit seinem freien Ende 44 stützt
sich der Druckbolzen 41 am Stopfen 34 ab. Vom Rücklauf-Anschluß 19 führt ferner ein Kanal 45 in die Kammer
24, in der die Begrenzungs-Einrichtung 25 angeordnet ist. Letztere hat eine becherförmige, in der Bohrung
22 geführte Patrone 46, an deren Boden 47 sich eine Feder 48 abstützt, deren anderes Ende an einem in der
Patrone 46 beweglichen Stopfen 49 anliegt. Der Stopfen 49 wird von der Feder 48 gegen einen Stützring 51 in der
Patrone 46 gedrückt; ferner liegt am Stopfen 49 zentrisch der Kolbenabschnitt 27 an.
Die Patrone 46 hat in ihrem Boden 47 eine ihre beiden Seiten miteinander verbindende Bohrung 52 sowie am
Umfang eine Längsnut 53 zur einwandfreien Schmierung der Patrone 46.
Ein Dichtring 54 zwischen Gehäuse 11 und Steuergehäuse 23 dichtet die Kammer 24 nach außen ab und dient als Anschlag für die Patrone 46. Im Steuergehäuse
Ein Dichtring 54 zwischen Gehäuse 11 und Steuergehäuse 23 dichtet die Kammer 24 nach außen ab und dient als Anschlag für die Patrone 46. Im Steuergehäuse
23 ist über einen Steueranschluß 55 hydraulisch beaufschlagter Ansteuerkolben 56 geführt, der an dem Boden
47 der Patrone 46 anliegt. Der Ansteuerkolben 56 und die Patrone 46 mit innenliegendem Stopfen 49 sind koaxial
zum Kolbenschieber 26 angeordnet, wodurch auf letzteren keine exzentrisch wirkenden Kräfte übertragen
werden können.
Die Wirkungsweise des Bremsventils 10 ist wie folgt:
Bei fehlendem Steuerdruck im Steueranschluß 55 nimmt der Kolbenschieber 26 die gezeigte Stellung ein, in der
sein erster Kolbenabschnitt 27 den Pumpen-Anschluß 17 absperrt, in dem ständig von einer nicht näher ge-
zeichneten Druckmittelquelle ein hoher Druck ansteht. Der Bremsenanschluß 18 ist über die Steuerkante 31, die
dritte Steuerkammer 16 und die zweite Drossel 38 zum Rücklauf-Anschluß 19 entlastet. Infolge dieser Verbindung
kann über die Steuerkante 32 leckendes Druckmitte! keinen Druck im Bremsen-Anschluß 18 aufbauen.
Vom Pumpen-Anschluß 17 über den ersten Kolbenabschnitt 27 leckendes Druckmittel gelangt in die Kammer
24, wo es durch die Bohrung 52 und die Längsnut 53 auch auf die dem Kolbenschieber 26 abgewandte Seite
der Patrone 46 gelangt Die Patrone 46 ist damit gut geschmiert; die Bohrung 52 erlaubt ein rasches Verschieben
der Patrone 46 in der Kammer 24, da Druckmittel von einer Seite der Patrone leicht auf deren andere
Seite gelangen kann. Von der Kammer 24 strömt Druckmittel über den Kanal 45 in den Rücklauf-Anschluß
19 ab, wo selbst beim Lüften der Bremse keine Druckstöße mehr auftreten können.
Wirkt über den Steueranschluß 55 ein Steuerdruck aus einem nicht näher gezeichneten Hauptzylinder einer
Zugwagen-Bremsanlage auf den Ansteuerkolben 56, dann drückt dieser auf die Patrone 46, die über die
vorgespannte Feder 48 und den Stopfen 49 auf den Kolbenschieber 26 einwirkt. Dabei wandert der Kolbenschieber
26 nach links, wobei er Druckmittel aus dem Dämpfungsraum 35 über die erste Drossel 37 in
den Rücklaufanschluß 18 verdrängen muß und damit keine sprunghafte Bewegung ausführen kann. Bei dieser
Bewegung unterbricht der mittlere Kolbenabschnitt 28 die Verbindung von der zweiten Steuerkammer 15 zur
dritten 16 und öffnet die Verbindung zur ersten Steuerkammer 14. Dadurch baut sich ein Druck im Bremsen-Anschluß
18 auf, der über die öffnung 43 auch im Druckraum 42 wirkt Der Bremsdruck wird solange steigen,
bis am Kolbenschieber 26 Gleichgewicht zwischen den von Bremsdruck und Steuerdruck verursachten
Kräften herrscht und dann die Verbindung zum Pumpen-Anschluß 17 wieder stärker zusteuern. Durch wechselweises
Auf- und Zusteuern der beiden Verbindungen wird der Bremsdruck in üblicher Weise stets auf einen
Wert geregelt, der der Höhe des Steuerdrucks proportional ist, solange dieser nicht einen maximalen Wert
übersteigt Dabei können die Steuerkanten 31, 32 sowohl mit positiver wie auch mit negativer Oberdeckung
ausgebildet sein: sie müssen jedoch auf jeden Fall Fein-Steuerfasen 33 aufweisen, die den jeweiligen Gegebenheiten
angepaßt sind. Der maximale Bremsdruck ist durch die Begrenzungs-Einrichtung 25 festgelegt Wenn
die Patrone 46 am Anschlag 21 anliegt kann auch bei weiter steigendem Steuerdruck am Ansteuerkolben 56
nur die Kraft der vorgespannten Feder 48 auf den Kolbenschieber 26 einwirken, die einen entsprechenden
maximalen Bremsdruck ergibt Beim Entlasten des Bremsdruckes bewirkt die zweite Drossel 38, daß keine
Druckstöße im Rücklauf-Anschluß 19 und damit auch an einer Stirnseite des Kolbenschiebers 26 auftreten
können. In der dritten Steuerkammer 16 kann sich dabei zwar ein zwischen dem jeweiligen Bremsdruck und dem
Rücklaufdruck liegender Zwischendruck aufbauen, der aber am druckausgeglichenen Kolbenschieber 26 nicht 6C
wirksam wird. Dieser Zwischendruck verringert zugleich die vor und hinter der zugeordneten Steuerkante
auftretende Druckdifferenz und damit die Strömung, vorbei an der Steuerkante 31 bzw. durch die zugehörigen
Feinsteuerfasen 33. Daraus ergeben sich aber vernngerte Strömungskräfte auf den Kolbenschieber 26,
die eine Dämpfung bei seiner Rechtsbewegung bewirken und somit einen genauer geregelten Bremsdruck
ermöglichen.
Auf den Kolbenschieber 26 selbst kann die Begrenzungs-Einrichtung 25 nur in Achsrichtung Kräfte übertragen,
so daß Reibungsverluste infolge von Querkräften vermieden werden. Die geringe Reibung am Kolbenschieber
26 und an der Patrone 46 einerseits sowie die Wirkung der zweiten Drossel 38 andererseits ermöglichen
eine rein hydraulische Rückstellung des Kolbenschiebers 26 ohne zusätzliche Federkräfte. Das
Übersetzungsverhältnis von Ansteuerdruck zu Bremsdruck wird somit nicht verfälscht
Die beiden Drosselstellen 37,38 werden mit den Feinsteuerfasen 33 an beiden Steuerkanten 31,32 durch Versuch
abgestimmt: dies kann so geschehen, daß das Bremsventil bei genauer und schneller Regelung des
Bremsdruckes ein äußerst stabiles Verhalten zeigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Hydraulisches Bremsventil, insbesondere zum Steuern einer Fahrzeuganhänger-Bremsanlage, mit
einem in einer Schieberbohrung eines Gehäuses angeordneten Kolbenschieber, der abhängig von einer
steuernden Bremskraft den Druck in einem Bremsen-Anschluß regelt, wozu er die Verbindung von
letzterem zu einem Pumpen-Anschluß und zu einem Rücklauf-Anschluß steuert und entgegen der steuernder.
Bremskraft vom Druck im Bremsen-Anschluß beaufschlagt wird, und bei welchem Bremsventil
die Einmündung des Bremsen-Anschlusses in die Schieberbohrung zwischen denjenigen des Pumpen-Anschlusses
und des Rücklauf-Anschlusses liegt und als Steuerkammer ausgebildet ist, und mit einem
Kanal, der den Rücklauf-Anschluß mit einer Begrenzerkammer verbindet, in die das stirnseitige Ende
des Kolbenschiebers ragt und die eine Einrichtung zum Begrenzen der maximalen Bremskraft aufnimmt,
die zwischen eine der steuernden Bremskraft ausgesetzten Betätigungsvorrichtung und den Kolbenschieber
geschaltet ist, und mit einer zwischen der Begrenzerkammer und der bremsanschlußseitigen
Steuerkammer liegenden zusätzlichen Steuerkammer in der Schieberbohrung, die durch einen
ersten Kolbenabschnitt von der Begrenzerkammer getrennt ist, und die mit dem Pumpen-Anschluß in
Verbindung steht, und mit einer dem Rücklauf-Anschluß zugeordneten dritten Steuerkammer, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber
(26) gegenüber dem Druck der dritten Steuerkammer (16) druckausgeglichen ist, daß der Kolbenschieber
(26) einen Dämpfungsraum (35) begrenzt, der über eine erste, beim Aufsteuern der
Verbindung vom Pumpen- (17) zum Bremsen-Anschluß (15) wirksam werdende Drossel (37) mit dem
Rücklauf-Anschluß (19) Verbindung hat und daß eine zweite Drossel (38) zwischen dritter Steuerkammer
(16) und Rücklauf-Anschluß (19) geschaltet ist.
2. Hydraulisches Bremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (25)
zum Begrenzen der maximalen Brems-Kraft eine in der Begrenzer-Kammer (24) gleitend geführte, becherförmige
Patrone (46) aufweist, in der eine vorgespannte Feder (48) angeordnet ist, die sich an einem
Boden (47) der Patrone und über einen beweglichen Stopfen (49) an einem Sprengring (51) in der Patrone
(46) abstützt, daß die Begrenzer-Kammer (24) druckmitteldicht nach außen abgeschlossen ist, daß die
Patrone (46) wenigstens eine ihre beiden Seiten miteinander verbindende öffnung (52) aufweist und an
ihrem Boden (47) sowie am Stopfen (49) ein Ansteuerkolben (56) der Betätigungsvorrichtung (12) sowie
der erste Kolbenabschnitt (27) des Kolbenschiebers (26) anliegen.
3. Hydraulisches Bremsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber
(26), die Patrone (46) mit Stopfen (49) und der Ansteuerkolben (56) koaxial zueinander angeordnet
sind.
4. Hydraulisches Bremsventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolbenschieber (26) einen zweiten, beide Druckmittelverbindungen steuernden Kolbenabschnitt (28)
sowie einen dritten, die dritte Steuerkammer (16) von der Dämpfungskammer (35) trennenden Kolbenabschnitt
(29) aufweist und daß der Kolbenschieber
(26) in einer Sacklochbohrung (39) einen Druckbolzen (41) aufnimmt, der einen mit dem Bremsen-Anschluß
(18) verbundenen Druckraum (42) aufweist
5. Hydraulisches Bremsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone (46) an ihrem
Umfang eine Längsnut (53) aufweist
6. Hydraulisches Bremsventil nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß die
Schieberbohrung (13) am Übergang zur Begrenzer-Kammer (24) einen Absatz (21) aufweist der einen
gehäusefesten Anschlag für die Patrone (46) bildet
7. Hydraulisches Bremsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der zweite Kolbenabschnitt
(28) an seinen beiden Steuerkanten (31, 32) jeweils Feinsteuerfasen (33) aufweist
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