DE24166C - Neuerungen an Apparaten zum Messen und Registriren elektrischer Ströme und Potentialdifferenzen - Google Patents
Neuerungen an Apparaten zum Messen und Registriren elektrischer Ströme und PotentialdifferenzenInfo
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- DE24166C DE24166C DENDAT24166D DE24166DA DE24166C DE 24166 C DE24166 C DE 24166C DE NDAT24166 D DENDAT24166 D DE NDAT24166D DE 24166D A DE24166D A DE 24166DA DE 24166 C DE24166 C DE 24166C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R5/00—Instruments for converting a single current or a single voltage into a mechanical displacement
- G01R5/14—Moving-iron instruments
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Potentialdifferenzen.
Die im Nachfolgenden zu beschreibenden Neuerungen beziehen sich auf jene Klasse galvanischer
Mefsinstrumente, bei denen durch die Anziehung eines Elektromagnetes auf einen eisernen,
drehbaren Anker ein Drehungsmoment ausgeübt wird. Sehr einfach wird dieser Zweck erreicht
durch die excentrische Scheibe von weichem Eisen, wie dies schon in einem früheren Patent,
No. 19082, angegeben wurde. Bei der jetzigen Form des Instrumentes, Fig. 1, ist die Excentricität
nicht variabel, sondern ein- für allemal fest und durch das Gegengewicht b ausbalancirt.
Das Uebergewicht, welches sich der Drehung entgegensetzt, wird jetzt dadurch hergestellt,
dafs der eiserne Anker oben abgefeilt ist. Der letztere wird jetzt von ganz dünnem Weifsblech
gebildet.
Eine weitere Neuerung besteht in der Regulirung der Empfindlichkeit des Instrumentes.
Dies geschieht in der Weise, dafs der Eisenkern f, Fig. 2, unten mit Gewinde h versehen
ist, dessen Mutter direct an der Drahtspule befestigt ist. Man schraubt f so weit heraus, bis
die Empfindlichkeit den gewünschten Grad besitzt, und zieht dann i an. Es ist dann nicht
möglich, dafs die Empfindlichkeit sich ändert, da ,die einzige variable Dimension, von der sie
abhängt, durch das Anziehen der Gegenmutter i gesichert ist.
Damit sich der Zeiger nicht verstellen kann, ist in dem Rahmen e ein Draht d gespannt, an
welchen das Gegengewicht c anstöfst.
Eine weitere Neuerung besteht in der Construction zur Vermehrung der Empfindlichkeit.
Es ist nämlich nicht gut, den Kern/ sehr nahe an die Scheibe α herauszuschrauben, da sonst
das Ablenkungsgesetz sehr bedeutend von der Proportionalität abweicht. Die eine Methode
zur Vermehrung der Empfindlichkeit besteht darin, dafs man die Mutter i durch die in der
Zeichnung punktirt angegebene grofse Eisenmasse / ersetzt.
Will man noch eine gröfsere Empfindlichkeit erlangen, was bei Spannungsmessern schon deshalb
nöthig ist, weil man, um eine den Widerstand der Drahtrolle erheblich vermehrende Erwärmung
derselben zu verhüten, nur sehr schwache Ströme anwenden darf, so bedient
man sich statt des Stückes / eines U-förmigen Stückes k, dessen Schenkel oben umgebogen
sind und in der Höhe der Achse an die eiserne Scheibe herantreten. Hierdurch wird das magnetische
Feld bedeutend verstärkt. Läfst man die Umbiegungen des U-förmigen Stückes höher
angreifen, so wird die Empfindlichkeit vermindert, weil dann die Resultante aus den Anziehungen
beider Umbiegungen nicht mehr Null ist, sondern einen gegen die Anziehung des
Elektromagnetes negativen Werth annimmt.
Weitere Neuerungen bestehen in der in Fig. 4 bis 13 dargestellten Construction centrisch gelagerter
Scheiben, auf denen symmetrische oder unsymmetrische Gebilde aus Eisen in verschiedener
Weise angebracht sind, so dafs durch einen Elektromagnet eine Drehung hervorgebracht
wird. Die verschiedenen Constructionen lassen sich in solche eintheilen, bei denen die Entfernung
zwischen Anker und Kern c stets ungeändert bleibt, und solche, bei denen dies
nicht der Fall ist.
Zu der ersteren Gruppe gehören:
i. Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Construction.
Auf der schneckenförmigen Scheibe a, welche womöglich aus unmagnetischem Material
sein mufs, ist ein ringförmiger, eiserner Körper angebracht, dessen Breite constant, dessen Dicke
aber veränderlich ist.
2. Die in Fig. 6 und.7 dargestellte Construction. Auf der kreisförmigen Scheibe α ist ein
ringförmiger Körper von weichem Eisen angebracht, dessen Dicke überall gleich ist, dessen
Breite aber stetig zunimmt.
3. Die in Fig. 8 und 9 dargestellte Construction. Auf der kreisförmigen Scheibe α ist auf
einer oder auf beiden Seiten ein Streifen Eisenblech bb angebracht, dessen Dicke constant
und dessen Breite variabel ist.
4. Die Abänderung in Fig. 8, wobei ein oder zwei Streifen von constanter Breite, aber abnehmender
Dicke anzuwenden sind (s. Fig. 12).
- 5. Die in Fig. 10 und 11 dargestellte Construction,
wobei zwei runde Bleche von constanter Dicke und abnehmender Breite neben dem Pol c eines Elektromagnetes angebracht
sind.
6. Die Abänderung hieran derart, dafs die Streifen von constanter Breite und abnehmender Dicke genommen werden, in der Weise,
dafs die dem Punkte c zugewendeten Flächen eben sind.
Zu der zweiten Gruppe gehören:
1. Die vorige Construction, wenn die dem
Pol c zugewendete Fläche keine Ebene ist.
2. Die in Fig. 10 dargestellte Construction,
wenn man den Pol c nicht neben, sondern unterhalb der Scheibe anbringt.
3. Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Construction, wenn der Eisenstreifen b von constanter
Breite und Dicke genommen wird.
4. Die in Fig. 8 und 9 dargestellte Construction, wenn man die äufsere Begrenzung des
Eisenringes der inneren parallel macht, so dafs Breite und Dicke constant sind.
5. Die in Fig. 12 dargestellte Construction,
wobei der Magnetpol seitlich auf einen Ring von constanter Breite und abnehmender Dicke wirkt.
Diese Construction kann auch durch Hinzufügung eines zweiten Ringes auf der anderen Seite und
eines zweiten Magnetpoles verändert werden.
6. Die in Fig. 13 dargestellte Construction, wobei . ein unten oder seitlich angebrachter
Magnetpol auf einen schief zu der Achse auf eine Scheibe α aufgekeilten Eisenring b von beliebigem
Querschnitt einwirkt.
7. Die Construction kann auch in der Weise abgeändert werden, dafs eine Scheibe von weichem
Eisen schief auf die Achse aufgesteckt wird.
Alle die vorhergehend aufgeführten Constructionen, mit Ausnahme der letzten, sind so eingerichtet,
dafs der Elektromagnet den Anker fast um 3600 zu drehen vermag; es ist daher
zweckmäfsig, hierbei von der Anwendung von Gegengewichten abzusehen, sondern einfach das
System auszubalanciren und als messende Gegenkraft die einer Spiralfeder einzuführen. Hierbei
haben die unter der Gruppe 1 aufgeführten Constructionen den Vortheil, dafs ihr Ablenkungsgesetz dem der Proportionalität über einen
grofsen Theil der Drehung sehr nahe kommt.
Zum Messen von Stromstärken erhalten die Instrumente eine Bewickelung von dickem Draht,
zum Messen von Potentialdifferenzen eine solche von feinem Draht. Mit Hülfe des proportionalen,
Ausschlag gebenden Ankers läfst sich ein Universalinstrument combiniren, welches für die
meisten praktischen Messungen ausreicht. Die Drahtrolle erhält eine Bewickelung von 2 000
bis 10 000 Windungen eines feinen Drahtes, dessen Widerstand bekannt ist. Derselbe wird
mit einem Daniell'schen Element auf Volt geaicht. Aufser dieser Bewickelung erhält die
Rolle eine zweite von weniger Windungen eines dicken Drahtes. Aus dem Verhältnifs der
Windungszahlen ist dann sofort der Reductionsfactor dieser Rolle auf Ampere bekannt. Indem
man schliefslich noch eine Wickelung von 1 bis 5 Windungen dicken Kupferbleches hinzufügt,
kann man das Instrument auch für die stärksten Ströme anwenden.
Alle die beschriebenen Instrumente, können, mit einer beliebigen Registrirvorrichtung combinirt,
zum Registriren elektrischer Ströme und Potentialdifferenzen benutzt werden.
Claims (5)
1. Die Construction von galvanischen Mefsinstrumenten
durch Combination eines Elektromagnetes mit einem möglichst leichten, excentrischen Anker von Weifsblech, von
dem oben ein Theil abgeschnitten ist, um das nothwendige Uebergewicht herzustellen.
2. Die gleichzeitige Anwendung des Gegengewichtes c für den Aluminiumzeiger als
Anschlag gegen den Draht d, um Verbiegungen des Zeigers zu verhindern.
3. Die Construction der Einrichtung zum Justiren des Instrumentes, darin bestehend, dafs der
Kern des Elektromagnetes mit Gewinde versehen und dieser an die Anker herangeschraubt
und in der einmal gegebenen Lage mittelst einer Mutter gesichert werden kann.
4. Die zwölf Constructionen von centrisch gelagerten
eisernen Ankern, wie beschrieben und gezeichnet.
5. Die Combination dieser Anker mit Gegengewichten oder Federn und Elektromagneten
zum Zwecke der Herstellung von Mefsinstrumenten zum Messen und Registriren elektrischer
Ströme und Potentialdifferenzen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24166C true DE24166C (de) |
Family
ID=300673
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24166D Active DE24166C (de) | Neuerungen an Apparaten zum Messen und Registriren elektrischer Ströme und Potentialdifferenzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24166C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4266661A (en) * | 1978-09-15 | 1981-05-12 | Andersson Curt E | Conveyor belt arrangement having an endless path |
-
0
- DE DENDAT24166D patent/DE24166C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4266661A (en) * | 1978-09-15 | 1981-05-12 | Andersson Curt E | Conveyor belt arrangement having an endless path |
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