DE233652C - - Google Patents

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DE233652C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 233652 -KLASSE 31c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ersatzmittel für Graphit für Gußzwecke, das bei nassen Formen als Pulver aufgestreut und bei trockenen Formen als »Schwärze« mittels eines Pinsels aufgetragen werden kann, um das Anfritten des Formsandes an dem Gußstück zu verhindern und diesem ein schönes Aussehen und eine glatte Oberfläche zu verleihen.
Bei nassen Formen soll es die Feuchtigkeit
ίο von der Formoberfläche aufsaugen und zur Verdunstung bringen und beim Gießen den Sand vor dem Hitzeangriff des flüssigen Eisens schützen. Das aufgestreute Pulver muß somit trocken, aber wasseransaugend, unverbrennbar und unschmelzbar sein und muß auf der Sandoberfläche fest haften.
Die bei den zu trocknenden Formen in Verwendung kommende »Schwärze« muß gut streichfähig sein und soll in getrocknetem Zustände eine feuerfeste, mit der Form gut verwachsene, zusammenhängende Schicht ohne Risse bilden.
Den angeführten Eigenschaften entspricht ein Gemisch aus Koksmehl, Holzkohlenmehl, Ton, Schamotte und Kaolinsand, wenn dieses vorher mit Säuren, wie Salzsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure 0. dgl., behandelt worden ist.
Die einzelnen, an sich für solche Zwecke bekannten und auch in Gemischen dafür verwandten Ersatzmittelbestandteile (Koksmehl usw.) liefern, für sich allein verwendet, keine •günstigen Ergebnisse, auch nicht deren Gemische, wenn sie nicht mit Säure behandelt sind. Als Staubmittel eignet sich ganz besonders gut folgende Mischung: Koksmehl 30 bis 50 v. H., Ton 20 bis 30 v. H., Schamotte 10 bis 0 v. H., Holzkohlenmehl 0 bis 20 v. H., Kaolinsand 40 bis 20 v. H. Diese Stoffe werden in Staub- bis Erbsgröße miteinander gemischt, auf einer Zerkleinerungsmaschine mehlfein zerkleinert, hierauf mit Säure in verdünntem Zustand behandelt, gut getrocknet und auf die Form gestäubt. Ein solches Staubmittel zieht plötzlich das Wasser von der Formoberfläche an sich, bleibt fest haften, und die Form kann sofort abgegossen werden, ohne daß zu befürchten ist, daß es vom flüssigen Eisen weggeschwemmt wird; es kann somit den besten Naturgraphit ganz ersetzen.
Bei Schwärzen können Schamottemehl oder Kaolinsand aus der Mischung ganz ausbleiben; hier genügt vollkommen ein Gemisch von 60 bis 80 v. H. feinstem Koksmehl, 0 bis 20 v. H. Holzkohle, 20 bis 40 v. H. Ton oder Lehm, je nachdem starkwandige oder schwache Gußstücke vorliegen. Wesentlich ist auch hier ein Zusatz zu dem wässerigen Brei von 10 bis 20 v. H. Säure, um das Festhalten der Schwärze nach dem Trocknen der Form zu erzielen.
Durch den Säurezusatz wird bewirkt, daß das Gemisch Feuchtigkeit ansaugt und nach erfolgtem Trocknen eine feste zusammenhängende Schicht bildet, die gut auf der Form haftet.
Bei der Herstellung von Formstaub muß
das Koks - Holzkohlengemisch in bekannter Weise mit Körpern von verhältnismäßig hohem spezifischen Gewicht, wie Ton, Schamotte usw., beschwert werden, da das Kohlengemisch zuviel Säure erfordern würde, bis eine zusammenhängende, gut haftende Schicht erzielt wird.
Bei der Herstellung von Schwärzen spielt
das spezifische Gewicht keine große Rolle; allerdings ist zwecks Erzielung einer gut
ίο streichfähigen Masse in bekannter Weise ein Zusatz von Ton oder Lehm erforderlich.
Die mit solchem Ersatzmittel für Graphit bestäubten Formen ergeben glatte, saubere Gußstücke, von denen sich der Sand schon beim Herausnehmen aus der Form zum großen Teil abhebt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ersatzmittel für Graphit als Streupulver und Schwärze für Gußzwecke, aus Koks, Holzkohle und anderen feuerbeständigen, in Wasser unlöslichen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch mit einer Säure, wie Schwefelsäure, Salzsäure oder Salpetersäure, behandelt wird.
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