DE2334566C2 - Einrichtung zum Empfang von Mehrfrequenzcode-Wahlzeichen in Telefonieanlagen - Google Patents
Einrichtung zum Empfang von Mehrfrequenzcode-Wahlzeichen in TelefonieanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Empfangseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In bekannten Empfangseinrichtungen wird für jede Eingangsleitung, auf der Mehrfrequenzcode-Wahlzeichen (Paralleltonzeichen) eintreffen, ein eigener Mehr
frequenzempfänger zum Empfang und Auswerten dieser Zeichen verwendet Ein hierzu geeigneter
Empfänger ist z. B. in der DT-OS 21 59 059 beschrieben und enhält Bandfilter und abgestimmte Schwingkreise
zum Detektieren der empfangenen Frequenzen. Ferner muS ein solcher Empfänger Sprachschutzeinrichtunpen
enthalten, welche verhindern, daß ein durch Sprachsignale vorgetäuschtes Paralleltonzeichen irrtümlich als
solches erkannt wird. Zu diesem Zweck sind in einem solchen Empfänger auch Schwellwertdetektoren vorgesehen, deren Schwellwert sehr kritisch ist und daher
einer ständigen genauen Kontrolle unterliegen muß. Zum Schutz gegen das irrtümliche Erkennen von
Zeichen dient auch ein Zeitglied im Mehrfrequenzempfänger, welches gewährleistet, daß ein Zeichen als
solches nur erkannt werden kann, wenn es eine minimal zulässige Zeitdauer anliegt
Bei Verwendung der oben genannten Methode, nach der für jede Eingangsleitung ein eigener Mehrfrequenzempfänger vorgesehen werden muß, entstehen für
größere Vermittlungszentralen durch die Aufwendigkeit der Mehrfrequenzempfänger außerordentlich hohe
Kosten. Zum Kostennachteil tritt auch der Nachteil des extrem hohen Raumbedarfes, da speziell die in den
Mehrfrequenzempfängern verwendeten Schwingkreise viel Platz einnehmen.
Eine Verringerung der Anzahl Mehrfrequenzempfänger ist z. B. durch die sogenannte »fliegende Anschaltung« der Mehrfrequenzempfänger möglich (NTZ, Heft
8, 1969, Seiten 464 bis 474). Nach dieser Methode sind weitaus weniger Frequenzempfänger als zu bedienende
Anschlußleitungen vorhanden und wird jeweils ein freier Empfänger bei Bedarf an eine Anschlußleitung
angeschaltet
Eine Verringerung der Anzahl Mehrfrequenzempfänger ist auch dadurch möglich, daß ein einziger solcher
Empfänger im Zeitmultiplexverfahren eine Vielzahl von Eingangsleitungen bedient In einer solchen Empfangseinrichtung, wie sie z.B. in der US-PS 35 16 071
beschrieben ist, werden die analogen Eingangssignale in digitale Form umgesetzt, zwischengespeichert und
gelangen über einen Digitalanalogkonverter zu dem einzigen Mehrfrequenzempfänger. Das Auslesen aus
den Zwischenspeichern muß rasch gegenüber dem Einlesen geschehen.
Bei der aufeinanderfolgenden Speicherung der sich aus der Eingangsinformation ergebenden Abtastwerte
ergeben sich jedoch Schwierigkeiten bei der Feststellung, wann ein Eingangszeichen aufhört und wann ein
neues beginnt Diese Schwierigkeiten werden noch dadurch erhöht, daß sich das Verhältnis zwischen
Zeichen und Zeichenzwischenraum durch Verzerrungen bei der Übertragung verschieben kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, trotz Verwendung einer nur relativ geringen Anzahl
von Multifrequenzempfängern die Zeichenauswertungssicherheit durch stärkere Berücksichtigung der
zeichenrelevanten Information zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch gekennzeichnete Einrichtung gelöst.
Dadurch, daß die empfangenen Analogparalleltonsignale digitalisiert werden, wird die Zwischenspeicherung in Schieberegistern ermöglicht Die Verwendung
von Schieberegistern mit dem damit verbundenen leichten Wiedereinschreiben des letzten Teiles der
ausgelesenenen Digitalinformation trägt wesentlich zur Sicherheit des Empfanges bei, da die empfangenen
Zeichen in aufeinanderfolgenden Ausleseperioden mit-
einander verglichen werden können. Zugleich wird
dadurch verhindert, daß wertvolle Eingangsinformation verlorengeht
Für den Mehrfachfrequenzempfänger ergibt sich ein Vorteil dadurch, daß die Frequenzen der verwendeten
Bandpässe und Filter im Verhältnis der Auslesefrequenz zur Einschreibfrequenz der Schieberegister erhöht
werden können. Hierdurch nimmt bei Verwendung konventioneller Filter die Spulengröße ab und wird
andererseits die Möglichkeit erleichtert, akiive Filter zu Verwenders.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung soll nun anhand von Figuren beschrieben werden. Es zeigt
F i g. 1 das Blockschema eines bekannten Paralleltonempfängers,
Fig.2 ein Blockschema einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zum Multiplexempfang einer
Vielzahl von Paralleltonanalogsignalen,
F i g. 3 die Funktionsweise und den Aufbau der in der
Einrichtung nach F i g. 2 benutzten Schieberegister und
Fig.4 ein Zeitdiagramm, welches angibt, wie nach
der Erfindung ein fehlerhafter Empfang der Vielzahl Analogsignale vermieden wird.
Die Paralleltonübertragung findet bereits weite Anwendung. Sie gestattet Sendeeinrichtungen von
einfachem Aufbau und eine zuverlässige Übertragung. Bei der Paralleltonübertragung werden bekannterweise
entweder ein Zv/ehon-(AB)- oder ein Dreiton-^4 BC)-Verfahren verwendet Paralleltonübertragung wird zur
Übertragung von Telefonie-Wählzeichen, Mehrfrequenzsignalisierung zwischen Telefoniezentralen, usw.
verwendet
F i g. 1 zeigt einen bekannten Paralleltonempfänger zum Empfang von Paralleltonanalogsignalen, welche
auf einer einzigen Eingangsleitung eintreffen. Wenn z. B. ein Zweiton-f/lßJ-System angenommen wird,
worin A eine Frequenz aus einem ersten Band von gewählten Frequenzen und B eine Frequenz aus einem
zweiten Band von gewählten Frequenzen darstellt, werden die Paralleltonsignale AB, welche auf der
Leitung IO ankommen, einem Verstärker 12 zugeführt. Die Paralleltöne werden in die A- und B-Frequenzen
durch ein Tiefpaßfilter 14 und ein Hochpaßfilter 16 getrennt Die Ausgänge der Filter werden dann über
Begrenzer 18 und 20 und über Abstimmkreise 22, welche jeweils auf eine der gewählten Frequenzen
abgestimmt sind, einer Reihe von entsprechenden Detektoren 24 zugeführt Die Ausgänge der gesteuerten
Schwellwertdetektoren 24 werden jeweils einem Eingang eines entsprechenden UND-Gliedes 26 zugeführt
Die Ausgänge der Detektoren für das Α-Band bilden die Eingänge eines ODER-Gliedes 28 und die Ausgänge der
Detektoren für das B-Band und werden den Eingängen eines ODER-Gliedes 30 zugeführt Die Ausgangssignale
dieser beiden ODER-Glieder bilden die beiden Eingänge eines UND-Gliedes 32, welches ein Zeitstartsignal
erzeugt, wenn eine zeitliche Koinzidenz eines A- und B-Tones festgestellt wird. Das Ausgangssignal des eo
UND-Gliedes 32 stößt ein Zeitglied 34 an, welches nach
einer bestimmten Zeit ein Ausgangssignal erzeugt Die Zcitwriode des Zeitqjitdes 34 ist gleich einer
gegebenen MmimumzeTtdauer zur Erkennung eines
gültigen Zeichensignal*. Diese gegebene Minimumztit4tuer betraft z.& 40 Millisekunden und gesUttM et KMtkh,3en fehlerhaften Empfang eines Paralleltones, welcher durch ein Sprachsignal hervorge
rufen wird, zu vermeiden. Der Ausgang des Zeitgliedes
ist mit den zweiten Eingängen der UND-Glieder 26 verbunden und sperrt damit diese UND-Glieder nach
der minimalen Zeitdauer von 40 Millisekunden. Wenn daher ein Paralleltonsignal vährend der für das
angenommene Aß-Eingangssignal verlangten Minimumzeit anliegt, erzeugt eines der UND-Glieder 26 des
Λ-Frequenzbandes und eines der UND-Glieder 26 für
das B-Frequenzband ein Ausgangssignal, welches in Form eines Gleichstromsignals die beiden Frequenzen
A und B im Eingangssignal anzeigt Ein solcher bekannter Empfänger ist z. B. in der deutschen
Offenlegungsschrift 21 59 059 gezeigt
Fig.2 zeigt ein Blockschema einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Eine Vielzahl von
Analogsignalen, entsprechend den oben beschriebenen Paralleltönen AB, werden auf asynchrone Weise auf den
Leitungen 38a, 386,... 38/7 empfangen. Diese analogen
Eingangssignale werden durch einen Analogdigitalkonverter 40 in digitale Signale umgesetzt, welche auf den
AusgangsJeitungen 41a, 4tb,... 4\n des Konverters 40
zur Verfügung stehen. Diese Analogdigitalumsetzung kann entweder mit einem einzigen Analogdigitalkonverter durchgeführt werden, dessen Eingangsleitungen
im Zeitvielfach angesteuert werden und dessen Ausgangsleitung über einen Demultiplexer nacheinander mit mehreren Ausgangsleitungen verbunden wird
(siehe F i g. 2), oder auch dadurch, daß für jede Eingangsleitung ein eigener Analogdigitalkonverter
vorgesehen wird. Die digitalen Ausgangssignale des Konverters 40 werden seriell in einzelne Schieberegister 42a, 426,... 42n eingelesen und somit gespeichert.
Die Ausgangssignale der Schieberegister werden dann sequentiell abgetastet, indem ein synchroner Multiplexer 46 die Ausgangsleitungen 44a, 44b, ... 44/? der
Register sequentiell mit einer Geschwindigkeit abtastet, welche hoch ist im Vergleich zu der, mit der die digitalen
Signale in die Schieberegister eingelesen werden.
Die Schwierigkeit bei einer solchen Empfangseinrichtung besteht darin, daß die Paralleltonsignale asynchron
in der Zeit eintreffen und durch Verzerrungen bedingt, eine verschiedene Zeitdauer haben, während andererseits der Multiplexer 46 naturgemäß eine synchrone
Einrichtung ist Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Speichereinrichtungen für die von jeder Eingangsleitung aufgenommenen digitalen Signale nicht eine solche
große Kapazität zu haben brauchen, daß damit eine komplette Nachricht auf der Leitung gespeichert
werden kann. Für eine zehnziffrige Paralleltonwählinformation brauchen also die Schieberegister 42 nicht so
lang zu sein, daß sie alle zehn Ziffern der Wahlinformation speichern können. Nach der Erfindung ist es sogar
möglich, mit einer Speicherkapazität von nur zwei Ziffern auszukommen, ohne daß dabei eine Eingangsinformation verloren geht. Dabei darf das empfangene
analoge Signal für die Wählziffer oder das betreffende Zeichen auch noch die minimal vorgeschriebene
Zeitdauer haben.
Die abgetasteten Ausgangssignale der Register 42a ... 42/3 werden sequentiell dem Empfänger 62 zugeführt,
welcher wie oben beschrieben arbeitet Die minimale gültige Dauer für ein analoges Zeichen einer Ziffer ist
abhängig von der Ansprechzeit des Mehrfrequenzempfängers und beträgt in Telefonieanlagen z. B. 40
Millisekunden.
F i g. 3 zeigt das Blockschema des Schieberegisters 42a als !Beispiel für irgendeines der Schieberegister 42.
Die digitalen Signale, welche auf der Leitung 41a vom
Analogdigitalkonverter 40 empfangen werden, werden in die untere Hälfte 48a des Schieberegisters 42a unter
der zeitlichen Steuerung des Taktgebers 50 eingespeichert. Die Taktfrequenz wird bestimmt durch die
Abtastgeschwindigkeit des Analogdigitalkonverters 40, welche ihrerseits wieder bestimmt wird durch die
höchste erwartete Tonfrequenz. Die Kapazität der unteren Hälfte des Schieberegisters 48a wird so groß
gewählt daß die Filter im Empfänger ordnungsgemäß funktionieren können, d. h. groß genug, um die gegebene ι ο
minimale gültige Signallänge von 40 Millisekunden speichern zu können. Die digitalen Signale werden
durch die untere Hälfte des Schieberegisters 48a in die obere Hälfte des Schieberegisters 42a geschoben.
Wenn angenommen wird, daß die Anzahl der Bits, weiche in einem digitalen Signal der gegebenen
minimalen gültigen Zeitdauer von 40 msek erzeugt werden, gleich ist N/2, dann beträgt die totale Kapazität
des Schieberegisters 42a N Bits und die jeder der beiden Hälften 48a und 42a somit /V/2 Bits. M
Jedesmal, wenn der Multiplexer 46 die Leitung 44a abtastet, werden die Inhalte der Register 48a und 42a
seriell aus den Registern hinausgeschoben. Dieses Hinausschieben geschieht in einer sehr kurzen Zeit,
welche im Vergleich zu der minimalen gültigen Zeitdauer einem augenblicklichen Auslesen gleichkommt
Die zweite Hälfte des ausgelesenen Zeichens wird jedoch in die obere Hälfte 52a des Schieberegisters
wieder eingeschrieben und ist damit beim nächsten Auslesen wieder verfügbar. Das Wiedereinschreiben
wird dadurch erzielt daß der ursprüngliche Inhalt des Registers 48a nach dem Durchschieben durch das
Register 52a wieder in das Register 52a eingelesen wird.
Die Rezirkulationsschleife zum Wiedereinschreiben enthält einen Zähler 54a zum Zählen von N/2 Bits, ein
UND-Glied 55a und ein ODER-Glied 57a. Während des Ausschiebens des Inhalts des Registers 42a durch den
Multiplexer 46 zählt der Zähler 54a die ausgeschobenen Bits. Wenn die Anzahl von N/2 Bits erreicht ist wird
vom Zähler ein Ausgangssignal abgegeben und damit 4»
das UND-Glied 55a durchgeschaltet. Somit kann das zweite digitale Signal, welches zuvor in der unteren
Hälfte 48a des Schieberegisters gespeichert war, dem Eingang der oberen Hälfte des Registers 42a zur
gleichen Zeit wieder zugeführt werden, zu der es aus der oberen Hälfte 42a auf die Leitung 44a ausgeschoben
wird. Der Zähler 54a wird nach Zählung von N Bits durch geeignete Einrichtungen wieder zurückgestellt so
daß er bei der Abtastung der nächsten Leitung wieder die gleiche Funktion erfüllen kann. Die Rezirkulation
der oberen Hälfte 52a des Registers 42a findet also nur während der zweiten Häifte der vom Multiplexer 46
durchgeführten Abtastung slalL
Die Register 42a, 426, ... 42n werden einzeln mit
hoher Geschwindigkeit über den Multiplexer 46 synchron zu einem Digitalanalogkonverter 56 ausgelesen.
Der Multiplexer 46 kann einfach als Taktschaltung 58 ausgeführt werden, welche an die Vielzahl der
Register für ein bestimmtes Zeitintervall angeschaltet wird. Dies ist in Fig.3 als mechanischer rotierender
Schalter mit dem bewegbaren Kontaktarm 59 und einer Vielzahl fester Kontakte 61a, 616,... 61 π gezeigt. Bei
der verlangten hohen Geschwindigkeit ist es natürlich vorteilhafter, den Multiplexer als elektronischen Schalter auszuführen. In einer anderen Ausführungsform
kann* eine separate Taktschaltung für jedes Register vorgesehen werden. Diese einzelne Taktschaltungen
wurden dann nacheinander für ein bestimmtes Zeitintervall eingeschaltet werden. Der Digitalanalogkonverter
56 muß mit hoher Geschwindigkeit arbeiten können und rasch rückstellbar sein.
Die verlangten Geschwindigkeiten sollen in den nachstehenden Berechnungen gezeigt werden.
Am Ausgang des Digitalanalogkonverters 56 erscheint eine Serie von rekonstruierten originalen
Paralleltonsignalen AB, welche auf den Eingangsleitungen 38a, 3Sb,... 38/7 ankommen. Diese Signale werden
einem Hochgeschwindigkeits-Multifrequenzempfänger 62 zugeführt, welcher in der Art des in F i g. 1 gezeigten
Empfängers ausgeführt sein kann. Durch die gezeigten Multiplexeinrichtungen wird der Vorteil erzielt daß nur
ein einziger solcher Empfänger für alle Eingangsleitungen 38a... 38/1 vorgesehen werden muß.
Die Bandfilter 14 und 16 in Fi g. 1, die Schwingkreise 22 und die Detektoren 24 teilen die Ausgangssignale des
Digitalanalogkonverters 56 auf und erzeugen an den Ausgängen der UND-Glieder 26 Gleichstromsignale,
welche die Frequenzen angeben, die in den Eingangssignalen vorhanden sind. Der Multifrequenzempfänger 62
unterscheidet sich jedoch von dem in F i g. 1 gezeigten Empfänger dadurch, daß alle Filter und verwendeten
Frequenzen eine Verschiebung durch das Verhältnis fo/f, erlangen. Darin bedeutet:
k = die Taktfrequenz, mit der die Register 42 zum
Digitalanalogkonverter 56 ausgelesen werden und
F1 = die Taktfrequenz, mit der der Analogdigitalkonverter
40 abgetastet wird, d. h. die Taktgeschwindigkeit der Taktquelle 50.
Die Ausgangssignale des Muitifrequenzempfängers 62 werden einer Demultiplexer- und Steuerlogikschaltung
64 zugeführt Mit dieser Schaltung werden die detektierten Ziffern oder Zeichen in geeigneten
Pufferschaltungen 66 zusammengesetzt und werden außerdem die Ausgangssignale des Empfängers 62
daraufhin überprüft daß nur ein einziges Zeichen für jedes' auf der Leitung erscheinende Signal gespeichert
wird, unabhängig von der Anzahl der Abtastwerte, welche von einem einzigen Zeichensignal genommen
werden. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß
verlangt wird, daß ein Zeichenzwischenraum festgestellt wird, bevor ein anderes gültiges Signal erkannt werden
kann. Bei Zusammenschaltung des gezeigten Multiplexempfängers
mit einem Rechner kann diese Oberprüfung z. B. durch das Programm des Rechners erfolgen.
Die Ausgangssignale der Schaltung 64 werden in die Pufferschaltungen 66 eingelesen, um die Zeichen zu
einer Nacnfic-ht zusammensetzen zu können. Die
zusammengesetzte Information wird dann auf den Ausgangsleitungen 68a, 686... 68a ausgelesen.
Die verwendeten Multiplexfrequenzen sollen nun anhand einiger beispielhafter Berechnungen erläutert
werden. Hierbei wird angenommen, daß die Signale, die
auf den Eingangsleitungen 38a usw. ankommen, typische
ParaHelton-Telefoniesignale sind, und daß ein Mehrfrequenzempfänger
zusammen mit dem Multiplexer nach der Erfindung verwendet wird.
Es wird angenommen, daß die in den Eingangssignalen verwendeten Frequenzen zwischen 700Hz und
1700 Hz liegen. Außerdem sei, wie in Fig. 2 gezeigt ein
einziger Analogdigitalkonverter 40 zur Abtastung aller Eingangsleitungen vorgesehen. Der FaIL daß für jede
Eingangsleitung ein eigener Analogdigitalkonverter verwendet wird, soll hier außer Betracht gelassen
werden. Ferner wird angenommen, daß die Abtastung der Eingangssignale durch den Analogdigitalkonverter
mit einer Frequenz erfolgt, welche gleich ist dem lOfachen der höchsten verwendeten Tonfrequenz. Die
Mindestdauer, d. h. die minimal zulässige Tondauer wird mit 40 Millisekunden festgelegt.
Hierdurch ergibt sich, daß die Anzahl der digitalen Abtastwerte innerhalb der genannten minimal gültigen
Zeichendauer gleich ist:
M)
1700 x 40 x 10-3x 10 = 680 Abtastwerte,
so daß die Gesamtkapazität eines Schieberegisters 42 pro Leitung 1360 digitale Abtastwerte betragen muß.
Sowohl in der unteren Hälfte als auch in der oberen r> Hälfte eines Schieberegisters 42 sind somit 680 digitale
Abtastwerte gespeichert. Die Zeit zwischen den
einzelnen Abtastwerten beträgt , d. h. ungefähr
60 Mikrosekunden. :o
Bei Annahme einer Taktfrequenz des Taktgebers 58 in F i g. 3 von 2 χ 106 Abtastwerte pro Sekunde dauert es
also 680 Mikrosekunden, um die 1360 digitalen Abtastwerte auszuschieben, und die maximale Anzahl
von Leitungen, welche bei einer minimal zulässigen Zeichendauer von 40 Millisekunden bedient werden
können, beträgt somit 40/0,68, d. h. 60 Eingangsleitungen.
Während der Ausschiebeoperation werden vom Analogdigitalkonverter 40 ungefähr 11 digitale Abtast- jo
werte (genau 680/60) dem Eingang eines Schieberegisters 42 zugeführt. Diese 11 Abtastwerte gehen also
dadurch verloren, daß in dieser Zeit das Schieberegister durch den Multiplexer ausgelesen wird. Dieser Verlust
ist jedoch im Vergleich zu der Anzahl verfügbarer r> Abtastwerte vernachlässigbar. Man könnte jedoch
einen zusätzlichen Pufferspeicher vorsehen, um auch diese 11 Abtastwerte verwenden zu können.
Aus dem in Fig. 4 gezeigten Abtastdiagramm ist ersichtlich, wie die Vielzahl von Eingangsleitungen, auf 4n
denen asynchrone. Ziffern darstellende Paralleltonsignale verschiedener Zeitdauer ankommen, Jurch den
erfindungsgemäßen Multiplexer ohne Verlust einer Zcichcninformation abgetastet werden. Der Wellenzug
70 zeigt schematisch das Eintreffen der Eingangs-Zeichensignale S, S2, S3, S4, Ss, S6, usw. auf irgendeiner der
Eingangsleitungen 38. Der Zeichenzwischenraum ist mit O. ein teilweise detektiertes Zeichen mit S'„ und ein
teilweise detektierter Zeichenzwischenraum mit O'
bezeichnet. Die minimale Abtastdauer 72 ist gleich der 5« bestimmten minimal gültigen Dauer eines Eingangszeichens,
welche im obigen Falle mit 4ö Millisekunden angenommen wurde. Diese minimale Zeitdauer bestimmt
zugleich die Länge, d. h. die Kapazität jeder der
beiden Hälften eines Registers 4Z
In Fig.4 sind die aus einem Register nacheinander
ausgelesenen Abtastinformationen mit Nr. 1 bis Nr. 12 bezeichnet Die Abtastinformation Nr. 1, welche aus
dem Schieberegister 42 ausgelesen wird, besteht aus dem Zeichensignal Si und dem darauf folgenden bo
Zeichenzwischenraum O, wobei beide im vorliegenden Fall die minimale Abtastdauer haben. Die Abtastinformation Nr. 2 enthält die zweite Hälfte der ersten
Abtastinformation, d. h. den Zeichenzwischenraum, plus
einem neuen Signal Si- Durch Vergleich der gezeigten
Abtastmformationen Nr. 1 und Nr. 2 kann festgestellt werden, daß eine Überlappung in der Zeh, d.h. eine
Wiederholung in der Zeit dadurch erzielt wird, daß die
zweite Hälfte der Abtastinformation Nr. 1 gleich ist der ersten Hälfte der Abtastinformation Nr. 2. Dies hat zur
Wirkung, daß keine Zeicheninformation verloren gehen kann. In gleicher Weise ist die zweite Hälfte der
Zeicheninformation Nr. 2 identisch mit der ersten Hälfte der Information Nr. 3, so daß das Eingangssignal Si mit
der minimalen Abtastdauer als Teil beider Abtastinformationen auftritt. Die Demultiplexer- und Logikschaltung
64 enthält Mittel, mit denen festgestellt wird, daß das. S2-Signal in beiden Abtastinformationen Nr. 2 und
Nr. 3 enthalten ist, wobei jedoch kein trennender Zeichenzwischenraum festgestellt wird, so daß die
Logik dieses Zeichen als ein einzelnes Ziffernzeichen erkennt und nicht fälschlicherweise zwei aufeinanderfolgende
Zeichen S2 angenommen werden.
Es soll nun der Fall betrachtet werden, daß die obere Hälfte des Registers 42 einen Zeichenzwischenraum
speichert, während in der unteren Hälfte des Registers ein Teil eines gültigen Zeichens mit weniger als 40
Millisekunden gespeichert ist, wobei der restliche Teil des unteren Registers eine zeitliche Ausdehnung des
Zeichenzwischenraums, der in der oberen Hälfte des Registers gespeichert ist, enthält. Aus F i g. 4 ist
ersichtlich, daß der Zeichenzwischenraum, welcher auf das Signal S3 folgt, sich in die folgende Abtastperiode
erstreckt. Dadurch enthält die erste Hälfte der Abtastinformation Nr. 6 sowohl die zweite Hälfte der
Abtastinformation Nr. 5, als auch den restlichen Teil des verlängerten Zeichenzwischenraums plus einen Teil S4'
des Signals S4. Da das Zeitglied 34 in F i g. 1 von der
Vorderflanke des Signals S4' angestoßen wird, stellen die UND-Glieder 26 kein Tonsignal in der Abtastinformation
6 während der vorgeschriebenen minimalen Dauer von 40 Millisekunden fest. Durch die erfindungsgemäße
Überlappung jedoch in aufeinanderfolgenden Abtastinformationen enthält die Abtastinformation Nr.
7 die zweite Hälfte der Information Nr. 6 plus der ersten Hälfte einer neuen Abtastinformation. Mit anderen
Worten enthält die Abtastinformation Nr. 7 zwei aufeinanderfolgende minimale Abtastintervalle, welche,
wie aus F i g. 4 zu ersehen ist, das vollständige Signal S4
enthalten. Das Zeitglied 34 und die UND-Glieder 26 erkennen also aus der Abtastinformation Nr. 7 ein
gültiges Zeichensignal S« mit der vorgeschriebenen minimalen Zeichendauer von 40 Millisekunden.
Das Zeichen Ss ist wesentlich länger als die minimale
Abtastdauer 72. Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß die Abtastinformation Nr. 8 in ihrer letzten Hälfte einen
relativ kleinen Teil S'J des Signals Ss enthält. Infolge der
erfindungsgemäßen zeitlichen Überlappung enthält jedoch die Abtastinformation Nr. 9 diesen Teil Ss' plus
einen wciicicfi Teil des Zeichens S·, mit der rr.irv.maler:
Abtastdauer.
Somit können diese Abtastinformationen von der Schaltung 64 als ein einziges gültiges Zeichensignal S5
erkannt werdea
Durch die in Fig.3 gezeigte erfindungsgemäße
Rezirkulation, welche einer Widerholung in der Zeit gleich kommt, wird also erreicht, daß keine Zeicheninformation, welche auf den Eingangsleitungen 38
ankommt, verloren gehen kann. Bei dieser Rezirkulation
wird die letzte Hälfte des aus einem Register 42 ausgelesenen Zeichens wieder in die obere Hälfte dieses
Registers eingelesen.
Obwohl in den Abiastinformationen 8 bis 12 jeweils
ein Anteil des Zeichens S5 enthalten ist wird von der
Schaltung 64 nur ein einziges Zeichen Ss erkannt, da erst
in der Abtastinformation Nr. 12 ein Zeichenzwischen-
raum Omit der minimalen Abtastdauer festgestellt wird.
Das Zeichen Sb, welches zunächst teilweise in der
Abtastinformation Nr. 12 und vollständig in der darauf folgenden Abtastinformation enthalten ist, kann von der
Schaltung 64 durch das Erkennen dieses Zeichenzwi- ■ schenraumes zwischen den Zeichen S5 und &, als eigenes
Zeichen erkannt werden.
Das Zeitglied 34 in Fig. 1 hat eine solche Zeitdauer, daß zwischen aufeinanderfolgenden Zeichen differenziert
werden kann. Dadurch wird erreicht, daß die κ teilweise Erkennung von Zeichen oder eines Zeichenzwischenraumes
nicht zu einer fehlerhaften Anzeige führt.
Wie bereits oben ausgeführt, sind die Filterkreise des Empfängers auf eine höhere Frequenz als in den
bekannten Empfängern abgestimmt, und dadurch wird π eine bessere Filterwirkung erzielt. Insbesondere wird
die Verwendung von aktiven Filtern durch den Multiplexenipfänger nach der vorliegenden Erfindung
erleichtert.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß der j·
oben beschriebene Multiplexenipfänger den Empfang von asynchron auf mehreren Leitungen eintreffenden
Paralleltonsignalen mit veränderlicher Zeitdauer gestattet. Die Signale werden digitalisiert, gespeichert, im
Zeitvielfach verteilt und in analoge Signale rückgewan- :i delt, ohne daß durch diese Signale dargestellte
Information verloren geht, und wobei jede Multiplexabtastinformation
eilen Teil der vorhergehenden, von derselben Leitung empfangenen Abtastinformation
enthält.
Dies wird dadurch erzielt, daß jedes der analogen Eingangssignale digitalisiert wird, wobei benachbarte
Teile jedes digitalisierten Eingangssignals aufeinanderfolgend in einem Schieberegister gespeichert werden.
Jeder gespeicherte Teil entspricht dabei dem während eines Zeitintervalls empfangenen Eingangssignals, wobei
dieses Intervall gleich ist einem doppelten bestimmten minimal zulässigen Zeitintervalls. Der
gesamte Inhalt jedes Schieberegisters wird dabei mit einer Geschwindigkeit ausgelesen, welche hoch ist im
Vergleich zu der Geschwindigkeit, womit die digitalisierten Eingangssignale in dem Schieberegister gespeichert
werden, wodurch eine Serie von Zeitmultiplex-Digiialabiasiinformationcn
erhalten wird. Die !et.".c Hälfte des Inhalts jedes Registers wird dabei in die
obere Hälfte des Registers rezirkuliert, so daß jede
Multiplexabtastinformation eines Schieberegisters sowohl ein neues digitalisiertes Signal, als auch die letzte
Hälfte des zuvor ausgelesenen digitalisierten Signals enthält. Die Zeitmultiplex-Digitalabtastinformaiionen
werden hierauf in analoge Signale rückgewandelt. welche alle einem einzigen Mehrfrequenzempfänger
zugeführt werden, der die Frequenzen auftrennt. detektiert und wieder auf Ausgangsleitungen aufteilt.
Micr/u 2 Blau
!EICHNUNGEN
Int. Cl.3: H04Q 11/04
Veröffentlichungstag: 3. Juni 1982
FIG.3
4I0^ _Λ.
N/2
TAKT
SO
55o J
N/2 ZÄHLER
57o
REG. 42η
61η
ZST NACH N
ZU 56
61 ο 61b
REG. 42b
TAKT
Fl G.
70
ABTASTINF. I
2 3 4 5
7 8 9 Κ)
12
NR.
I s4 1
ö KV////L
OVr7
S1-S6 .Ξ SIGNALE AUF LTG.
0 = ZEICHENZW. RAUM S' Ξ TEILW. DET. SIGN. .0' = TEILW. DET. ZW. R.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Empfang von Mehrfrequenzcode-Wahlzeichen in Telefonieanlagen mit einem,
eine Anzahl Eingangsleitungen abtastenden Analogdigitalumsetzer und einem nachgeschalteten Zwischenspeicher, der über einen Digitalanalogumsetzer und einem die Wahlzeichen auswertenden
Wahlzeichenempfänger mit einem Ausgangsspeieher verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenspeicher (42) den Eingangsleitungen (38) zugeordnete Schieberegister (42)
aufweist, die jeweils eine untere, eingangsseitige Hälfte (48a,} und eine obere, ausgangsseitige Hälfte
(52a) aufweisen,
daß die Schieberegister über einen Multiplexer (46) mit dem Zeichenempfänger (62) verbunden sind,
wobei jeweils der Inhalt eines ganzen Schieberegisters nach einer vorgeschriebenen Mindestzeichen-
Zeitdauer (72) in den Zeichenempfänger ausgelesen wird,
und daß der Ausgang (44) jedes Schieberegisters über eine Rückkopplungsschleife mit dem Eingang
der oberen Hälfte verbunden ist,
derart, daß der Analogdigitalumsetzer (40) nur die
untere Hälfte (48a,) eines jeden Schieberegisters lädt und daß nach dem Auslesen eines Schieberegisters
der Inhalt, der zuvor in der unteren Hälfte eines Schieberegisters gespeichert war, nunmehr in der
oberen Hälfte gespeichert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Teil (4Sa) jedes Schieberegisters jeweils die während der Minimalzeitdauer
(72) eintreffende digitalisierte Zeicheninformation gespeichert wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplungsschleife ein ODER-Glied (57a) aufweist, welches den Signaleingang der
oberen Hälfte (52a) mit dem Ausgang der unteren ίο
Hälfte (46a) und dem Ausgang eines UND-Gliedes (55a,) verbindet, das nach der halben (N/2), zum
Auslesen eines Schieberegisters benötigten Anzahl Schiebeimpulse (50) durch einen Zähler (54a^ mit der
Kapazität (N/2) geöffnet wird und dadurch den Ausgang (44) der oberen Hälfte (52a) mit dem
ODER-Glied verbindet.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslesen eines Schieberegisters
(42) durch den Multiplexer (46) während einer Zeitdauer erfolgt, die klein ist gegenüber der
Minimalzeitdauer (72).
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Zeichenempfänger (62) Einrichtungen vorgesehen sind, welche während aufeinander-
folgender minimaler Zeitdauerperioden (72) empfangene Zeichen (z. B. £5, F i g. 5) als ein einziges
Zeichen erkennen, solange nicht ein Zeichenzwischenraum (O, F i g. 4) festgestellt wird.
60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US27832472A | 1972-08-07 | 1972-08-07 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2334566A1 DE2334566A1 (de) | 1974-02-21 |
| DE2334566C2 true DE2334566C2 (de) | 1982-06-03 |
Family
ID=23064556
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2334566A Expired DE2334566C2 (de) | 1972-08-07 | 1973-07-07 | Einrichtung zum Empfang von Mehrfrequenzcode-Wahlzeichen in Telefonieanlagen |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
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| JP (1) | JPS5517537B2 (de) |
| CA (1) | CA1010543A (de) |
| DE (1) | DE2334566C2 (de) |
| FR (1) | FR2195880B1 (de) |
| GB (1) | GB1383168A (de) |
| IT (1) | IT992576B (de) |
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- 1973-07-04 GB GB3185573A patent/GB1383168A/en not_active Expired
- 1973-07-07 DE DE2334566A patent/DE2334566C2/de not_active Expired
- 1973-07-10 JP JP7715473A patent/JPS5517537B2/ja not_active Expired
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| US3773981A (en) | 1973-11-20 |
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|---|---|---|---|
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