DE23270C - Neuerungen in der Art der Uebertragung der Elektrizität für Beleuchtung-, Kraftübertragungs- und andere Zwecke - Google Patents
Neuerungen in der Art der Uebertragung der Elektrizität für Beleuchtung-, Kraftübertragungs- und andere ZweckeInfo
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- DE23270C DE23270C DENDAT23270D DE23270DA DE23270C DE 23270 C DE23270 C DE 23270C DE NDAT23270 D DENDAT23270 D DE NDAT23270D DE 23270D A DE23270D A DE 23270DA DE 23270 C DE23270 C DE 23270C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J1/00—Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
- H02J1/10—Parallel operation of DC sources
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- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. November 1882 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung eines wirksamen und billigen Mittels
zur Theilüng eines1 elektrischen Stromes von
grofser elektromotorischer Kraft oder hoher Spannung in eine gewisse Anzahl Ströme
schwächerer elektromotorischer Kraft oder Spannung, sowie Lampen, Motoren oder andere
Verwendungsstellen, die von solchen Strömen mit schwächerer Spannung gespeist werden,
von einander unabhängig zu machen.
Durch eine solche Anordnung wird eine grofse Ersparnifs in den Leitungen erzielt, weil
man einen Strom von hoher Spannung von der Erzeugungsstelle bis nahe an die Verwendungsstelle verwenden kann und die Verwendungs-■vorrichtungen
durch Parallelschaltung unabhängig von einander gemacht werden, können.
Dieser Zweck wird auf Grund vorliegender Erfindung auf zwei Weisen erzielt:
ι. Es wird ein Hauptstromkreis von einem continuirlichen, hochgespannten Strom mittelst
einer oder mehrerer dynamo- oder magnetoelektrischen Maschinen gespeist, und wird in
den Hauptstromkreis an gewissen Punkten eine elektromotorische Gegenkraft eingeschaltet, die
zwischen gewissen Punkten eine bestimmte Schwächung in der Spannung des Hauptstromes
hervorruft. Von diesen Punkten zweigen Paare von Leitern ab, und sind die Verwendungsstellen, wie Lampen oder Motoren, in Parallelschaltungsstromkreisen
angeordnet, die von den letztgenannten Leitern abgehen. Die beiden Leiter mit den Verwendungsstellen bilden einen
Zweigstromkreis vom Hauptstromkreis. " Zur Erzeugung der elektromotorischen Gegenkraft
können Elektromotoren dienen; man arbeitet aber sparsamer mit secundären Batterien, die
man zur Speisung der Verwendungsvorrichtungen innerhalb einer gewissen Zeit verwenden kann,
nachdem sie vollständig geladen sind.
2. Man ordnet in dem Hauptkreis mit hochgespanntem Strom in Hintereinanderschaltung
zwei oder mehrere combinirte elektrodynamische Motoren und dynamoelektrische Generatoren
an, von denen jeder zwei Reihen Spulen oder Spiralen auf seiner Armatur hat, wobei
die Spulen mit unabhängigen Commutatoren in. Verbindung stehen. Die Bürsten des einen
Commutators sind mit den Leitern des Hauptstromkreises verbunden, während diejenigen des
anderen Commutators mit den Leitern verbunden sind, mit denen die in Parallelschaltung
angeordneten Lampen, Motoren oder andere Verwendungsstellen in Verbindung stehen.
Jede Spulen- oder Spiralenserie ist eine continuirliche Aufwickelung auf einen Cylinder
oder Ring (mit Aufwickelung nach Siemens oder Gramme) und ist jede Serie mit den
Stäben ihres Commutatorcylinders verbunden, dergestalt, dafs mit dem gemeinsamen Inductionsmagnet
ein vollkommener Motor oder Generator gebildet wird. Strömt nun ein continuirlicher
Strom durch die eine oder andere Serie der Armaturspulen oder Spiralen und durch die
Inductionsrollen, so wird die Armatur in Rotation versetzt und erzeugt die andere Spulenserie
einen continuirlichen Strom, indem sie die Kraftlinien schneidet. Die eine Spulen-
serie ist in keiner Weise der anderen secundär, da sie hinsichtlich des Widerstandes übereinstimmen
können, und weil die elektromotorische Kraft der erzeugenden Spulen die gleiche ist
wie die Schwächung, die von den Spulen des Motors herrührt. Der Inductionsstromkreis
jeder dieser Maschinen ist ein Parallelschaltungsstromkreis des Hauptstromkreises oder seines
eigenen Lampenstromkreises.
Es ist also jede Maschine zugleich Motor und Generator.
Die Spannung des Stromes in dem Hauptstromkreis ist viel gröfser als die des Stromes
in jedem Lampenstromkreis, und kann man, da die secundären Batterien oder die combinirten
Motoren und Generatoren an den Verbrauchsstellen oder in deren Nähe eingeschaltet werden,
eine grofse Ersparnifs erzielen, da die Leiter des Hauptstromkreises (der einzige, der von
einiger beträchtlichen Länge sein mufs) klein sein können. Jede secundäre Batterie kann so
construirt sein, dafs sie jede gewünschte elektromotorische Gegenkraft ausübt, oder es kann
jeder der combinirten Motoren und Generatoren unabhängig von dem anderen regulirt werden,
um die gewünschte Spannung in dem durch sie gespeisten Stromkreis zu liefern, so dafs entweder
die gleiche Spannung in allen Lampenstromkreisen oder auch eine in einigen Lampenstromkreisen
verschiedene Spannung vorhanden sein kann, um nöthigenfalls nur auf halbe Lichtstärke zu speisen.
Jede beliebige Secundärbatterie oder jeder beliebig combinirte Motor und Generator kann
aus dem Stromkreis ausgeschaltet werden, indem eine Zweigleitung um ihn herum geschlossen
wird, in welchem Fall die elektromotorische Kraft an der Stromquelle eingeschränkt werden
kann.
Fig. ι zeigt eine theilweise diagrammatische Ansicht, wie die Erfindung zur Ausführung
gelangen kann.
A ist eine dynamo- oder magnetoelektrische Maschine mit den Commutatorbürsten α b, von
welchen die Hauptleitungsdrähte i, 2 ausgehen. Der Inductionsstromkreis 3, 4 der Maschine A
ist ein von 1, 2 abzweigender Parallelschaltungsstromkreis und wird die Maschine auf bekannte
Weise regulirt, indem beispielsweise die Bürstencommutatoren verstellt werden oder indem der
Hauptsache nach der durch den Inductionsstromkreis hindurchgehende Strom Aenderungen
unterworfen wird.
Diese Maschine hat eine hohe elektromotorische Kraft, die man mit 300 Volts annehmen
kann.
Eine gewisse Anzahl dieser Maschinen kann in Parallelschaltung angeordnet werden, oder
es können Maschinen mit schwächerer elektromotorischer Kraft in Hintereinanderschaltung
oder mehrfacher Hintereinanderschaltung angeordnet sein, um einen Strom mit hoher
Spannung zu erzeugen.
BCD sind Vorrichtungen zur Einführung einer elektromotorischen Gegenkraft in den
Stromkreis 1, 2, die aus secundären Batterien, Elektromotoren und dergl. bestehen können.
Auf den entgegengesetzten Seiten von BCD sind an dem Hauptstromkreis die Leiter 5 und 6,
7 und 8 und 9 und 10 als Zweigstromkreise angeschlossen, und befinden sich zwischen den
Conductoren die Lampen, Motoren oder andere Verwendungsstellen E in Parallelschaltung. Die
elektromotorische Gegenkraft einer jeden Vorrichtung BCD beträgt annähernd 100 Volts
und findet nahezu eine Schwächung von 100 Volts zwischen den Stellen statt, wo 5 und 6 an die
Leitung 1, 2 angeschlossen sind. Das Gleiche findet zwischen 7 und 8 und 9 und 10 in ihrem
Anschlufs an die Hauptleitung 1, 2 statt. Durch diese Anordnung läuft ein Strom durch jeden
Zweigstromkreis mit nahezu 100 Volts Spannung.
Das Schliefsen und Oeffnen einer Verwendungsstelle afficirt weder die anderen Verwendungsstellen
in dem nämlichen Zweigstromkreis, noch diejenige in anderen Zweigstromkreisen.
Zur Erreichung gröfstmöglicher Ersparnifs sind zur Erzeugung der nöthigen elektromotorischen
Gegenkraft secundäre Batterien BCD zu verwenden.
Nach vollständiger Füllung dieser secundären Batterien kann der Hauptstromkreis zwischen
ihnen und der Maschine A unterbrochen werden, und entladen sich dann die secundären Batterien
in die Zweigstromkreise zur Speisung der Verwendungsstellen. Durch Anordnung der
Vorrichtungen BCD (mögen dieselben nun in secundären Batterien oder in etwas anderem
bestehen) zur Bildung einer elektromotorischen Gegenkraft mit verschiedener Intensität oder
von verschiedenen Volts können sich in den Zweigstromkreisen Ströme von verschiedener
Spannung bilden, und können Stromkreise für die Hälfte sowohl wie für die Gesammtsumme
der Lampen hergestellt werden; man gelangt auch zu diesem Resultat, indem man die
Spannung des Stromes einer oder mehrerer Zweigleitungen nach dem nämlichen Princip
der Theilung der Spannung in dem Hauptstromkreis theilt.
Ein einfacher (in der Zeichnung nicht dargestellter) Zweigstromkreis oder eine Nebenschliefsung
mit schwachem Widerstand kann um jede der Vorrichtungen BCD herumgelegt
werden; wird nun dieser Stromkreis geschlossen und der Stromkreis der Secundärbatterie unterbrochen,
so werden die Verwendungsvorrichtungen in der Zweigleitung um die Secundärbatterie
von der Stromquelle abgesperrt.
In diesem Fall macht sich die Reduction der elektromotorischen Kraft an der Stromquelle
nöthig, was leicht dadurch bewerkstelligt wird,
dafs die Maschine oder Maschinen auf bekannte Weise regulirt werden.
In der theilweisen diagrammatischen Ansicht der Fig. 2 ist A eine dynamo- oder
magnetoelektrische Maschine, die einen Strom mit hoher Spannung in den Hauptstromkreis 1, 2
schickt; man kann zu diesem Zweck auch eine gewisse Anzahl von in Parallel-, einfacher oder
vielfacher Hintereinanderschaltung angeordneten Maschinen verwenden.
Das erregende Feld der Maschine A wird von einem von 1, 2 abzweigenden Parallelschaltungsstromkreis
3, 4 gespeist und kann die Maschine auf bekannte Weise regulirt werden, indem man beispielsweise die Bürstencommutatoren
ändert oder die Stärke des Inductionsmagneten variiren läfst. BCD sind die Maschinen,
combinirt aus elektrodynamischen Motoren und dynamoelektrischen Generatoren. Jede Maschine
hat einen cylindrischen oder ringförmigen Armaturkern, auf welchem zwei mit den beiden
Commutatorstäben a b unabhängig verbundene Serien continuirlicher Spiralen sitzen.
Der gröfsere Commutator α ist der Motorencommutator, und sind die auf ihm liegenden
Bürsten mit den Leitungen des Hauptstromkreises i, 2 verbunden, während der kleinere
Commutator b derjenige der erzeugenden Spulen oder Spiralen ist, und sind die auf ihm liegenden
Bürsten mit derjenigen Leitung verbunden, an welche die Lampen, Motoren oder andere Verwendungsstellen E in Parallelschaltung
angeschlossen sind. Die Leiter der drei Maschinen sind, durch 5 und 6, 7 und 8, 9 und
10 dargestellt.
Die' Inductionsstromkreise 11, 12 der combinirten
Motoren und Generatoren sind von 1, 2 ausgehende Parallelstromkreise, oder es kann
jede Maschine ihr eigenes Feld oder den Inductionsstromkreis mit dem von ihr erzeugten Strom
speisen. -Jeder der combinirten Motoren und Generatoren kann unabhängig von den anderen
regulirt werden, um dem Strom jede gewünschte Spannung in dem durch ihn (wie von einem
Generator) gespeisten Verwendungsstromkreis zu geben.
Dieses wird dadurch erzielt, dafs die Bürsten auf dem einen oder anderen Commutator regulirt
werden, oder indem man hauptsächlich die Stärke des Inductionsmagneten verändert.
Ein (in der Zeichnung nicht dargestellter) Zweigstromkreis kann um jede Maschine B C
und D gelegt werden, der mit einem Umschalter zum Oeffnen und Schliefsen versehen ist, um
eine beliebige Maschine aus dem Stromkreis auszuschalten. Wird eine Maschine ausgeschaltet,
so mufs demgemäfs die elektromotorische Kraft an der Stromquelle reducirt werden.
Auch hier sind die unabhängigen Umwickelungen jeder Maschine nach Siemens
oder Gramme ausgeführt, während der Inductionsmagnet
allen Umwickelungen gemeinsam ist.
Für jede Maschine kommt ein continuirlicher Strom zur Verwendung, während gleichzeitig
der durch erstere erzeugte Strom auch continuirlich ist.
Claims (4)
1. Die Theilung der Spannung eines elektrischen Stromes durch Einschaltung einer
elektromotorischen Gegenkraft an zwei oder mehreren Stellen in einem Hauptstromkreis,
sowie durch die Anordnung von Zweigstromkreisen um die Quellen dieser elektromotorischen
Gegenkraft, in welchen Zweigstromkreisen Ströme schwächerer Spannung fliefsen.
2. Die Combination einer oder mehrerer dynamo- oder magnetoelektrischer Maschinen,
die einen Strom von hoher Spannung in einen Hauptstromkreis liefern, mit den Vorrichtungen
zur Bildung einer elektromotorischen Gegenkraft an zwei oder mehreren Punkten im Hauptstromkreis, mit der Anordnung
von Zweigstromkreisen um die Quellen dieser elektromotorischen Gegenkraft und mit Verwendungsstellen, welche sich in
diesen Zweigstromkreisen in Parallelschaltung befinden.
3. Die Combination eines Hauptstromkreises, dessen Strom von hoher Spannung ist, mit
zwei oder mehreren combinirten elektrodynamischen Motoren und dynamoelektrischen
Generatoren, die als Motoren in Hintereinanderschaltung in dem Hauptstromkreis angeordnet sind und als Generatoren
unabhängige Verwendungsstromkreise mit Strömen schwächerer Spannung speisen.
4. Die Combination einer oder mehrerer dynamo- oder magnetoelektrischer Maschinen,
welche einen Hauptstromkreis mit einem Strom von hoher Spannung speisen, mit zwei oder mehreren combinirten elektrodynamischen
Motoren und dynamoelektrischen Generatoren, von denen jeder zwei Reihen Spulen mit Armaturen hat, die mit
zwei unabhängigen Commutatoren verbunden sind; die eine Reihe der Commutatorbürsten
steht mit dem Hauptstromkreis, die. andere dagegen mit den von dem Hauptstrom unabhängigen
Leitungen in Verbindung; von diesen unabhängigen Leitungen zweigen parallel geschaltete Stromkreise ab, die die
Verwendungsstellen enthalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE23270C true DE23270C (de) |
Family
ID=299836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23270D Active DE23270C (de) | Neuerungen in der Art der Uebertragung der Elektrizität für Beleuchtung-, Kraftübertragungs- und andere Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE23270C (de) |
-
0
- DE DENDAT23270D patent/DE23270C/de active Active
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