DE232479C - - Google Patents
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Classifications
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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-
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Description
DEUTSCHES REICH
R EICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 232479 KLASSE 40«. GRUPPE
PAUL PRIOR in FRANKFURT a. M.
gebracht werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung der flüchtigen Metalle und Metalloide,
insbesondere des Zinks, Bleis, Antimons, Arsens usw., aus solche enthaltenden Produkten, insbesondere aus den Schlacken
der Blei- und Kupferverhüttungsprozesse.
Es ist bereits ein Verfahren geschützt, welches darin besteht, die im feurig-flüssigen Zustand
befindlichen, von Zink usw. zu be-
to freienden Stoffe mit Kohlenstoff usw. in innige Berührung zu bringen und gleichzeitig Luft
zuzuführen. Dabei soll beispielsweise der Kohlenstoff in einer Säule aufgeschichtet werden
und die zu verarbeitenden feurig-flüssigen Stoffe darüberfließen. Die Erfindung betrifft
nun eine Ausführungsform des durch das Patent 209244 geschützten Verfahrens und besteht
darin, daß Kohle oder andere reduzierende Stoffe in Form von kompakten Stücken oder in Staub- oder Gasform in das
flüssige Bad unter gleichzeitiger Einführung eines Luftstromes eingeführt wird. Diese Arbeitsweise
hat gegenüber dem erwähnten Ausführungsbeispiel den Vorteil, daß das unbequeme
Emporheben der flüssigen Schlacke bis
. zum oberen Ende der glühenden Kohlensäule
in Wegfall kommen kann; Auch ist die Berührung der Schlacke mit der Kohle eine
innigere.
An Hand der Zeichnung soll nachstehend dargelegt werden, wie das Verfahren : beispielsweise
praktisch ausgeführt werden kann.
Die feurig-flüssige Schlacke befindet sich in einem um Zapfen drehbaren, feststehenden
oder auch fahrbaren konischen Topf β, welcher mit einer Haube b zum Auffangen und Ableiten
der entstehenden Dämpfe und Gase versehen ist. In das im Topf α befindliche
Schlackenbad wird ein festes Brikett c aus zweckmäßig bitümenreicher Kohle eingeführt.
In den Topf α reicht ein mit feuerfestem Stoff umkleidetes Rohr d hinein, welches unten
kalottenartig erweitert ist. Das Rohr steht auf dem Brikett c auf und verhindert dessen
Aufsteigen- in dem Schlackenbade. Mittels eines durch das Rohr d eingeblasenen Luftstromes,
welcher durch die Ausschnitte β in der Kalotte nach allen Seiten hin in das Bad
entweichen kann, wird das Bad in heftige Bewegung gebracht, und es kommen immer neue Teilchen des Bades mit dem Kohlenbrikett
c in Berührung. Hierbei werden die in der Schlacke enthaltenen flüchtigen Metalle
reduziert, zum großen Teile durch die eingeblasene Luft wieder oxydiert und mit dem
Gasstrom in die Kondensationsleitung abgeführt. Eine weitere reduzierende Wirkung auf
die metallischen und metalloidischen Bestandteile des Schlackenbades üben die infolge der
Verbrennung eines Teils der Kohle durch den eingeführten Luftstrom erzeugten Kohlenwasserstoffe
und Kohlenoxydgase aus. Nichtflüchtige Metalle, wie Eisen und Kupfer, ebenso, ein
Teil des Bleis sammeln sich am Boden des
Topfes entweder als Metall, Legierung oder als'Sulfide (Stein) an, von wo sie mittels eines
gegebenenfalls dort vorgesehenen Stichloches entfernt werden. Wenn das Kohlenstoffbrikett c
infolge Verbrennung der Kohle verschwunden ist, kann mittels geeigneter Vorrichtungen,
eventuell nach ,Emporheben des Rohres d, ein neues Brikett eingeführt werden. Statt das
Brikett c durch das Luftzuführungsrohr d am Boden festzuhalten, kann man zu diesem
Zwecke natürlich auch eine besondere Vorrichtung zum Festhalten des Briketts vorsehen.
An der Außenwand des Topfes können zur Kühlung Spritzrohre f vorgesehen sein.
Statt die Kohle im kompakten Zustande einzuführen, kann man auch in der Weise
verfahren, daß man mit dem Luftstrom Kohlenstaub durch das Schläckenbad hindurchbläst.
Kohlenstaub und Luft verteilen sich in der flüssigen Schlackenmasse gleichmäßig, und es
finden auch in diesem Falle die gleichen Reduktions- und Verflüchtigungsvorgänge statt
wie bei der ersten' Ausführungsweise des Verfahrens. -
Statt feste Reduktionskohle zu verwenden, kann man auch reduzierende Gase oder flüssige
Brennstoffe (Kohlenwasserstoffe usw.) in das Schlackenbad neben der Luft einblasen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: . .Verfahren zur Gewinnung des Zinks und anderer flüchtiger Metalle und Metalloide aus Schlacken und anderen Stoffen, bei welchen diese Stoffe in feurig-flüssigem Zustande mit einem reduzierenden Stoff bei Gegenwart'eines Luftstromes in innige Berührung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß der reduzierende Stoff in Form von kompakten Kohlenstückchen oder in Staub- oder Gasform in das feurigflüssige Bad der zu behandelnden Schlacke . o. dgl. . eingeführt bzw. ,hindurchgeblasen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE232479C true DE232479C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=492505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT232479D Expired DE232479C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE232479C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2722915A1 (de) * | 1977-05-20 | 1978-11-23 | Gnii Cvetnych Metallov Gincvet | Verfahren zur gewinnung von zink aus zinkhaltigen schlacken |
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- DE DENDAT232479D patent/DE232479C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2722915A1 (de) * | 1977-05-20 | 1978-11-23 | Gnii Cvetnych Metallov Gincvet | Verfahren zur gewinnung von zink aus zinkhaltigen schlacken |
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