DE2323740C3 - Verfahren zur Herstellung von Copolymeren von Äthylen mit konjugierten Dienen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Copolymeren von Äthylen mit konjugierten DienenInfo
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Description
worin R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und y
eine Zahl größer als 0, jedoch kleiner als 3 bedeutet, und
(B) mindestens einer Vanadiumverbindung als Übergangsmetallverbindung.
R'
N-CS2
R"
worin jeder Rest R', R" und R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein
Halogenatom, m eine Zahl nicht niedriger als 0,05, π eine Zahl nicht niedriger als 0,5 und
η + m eine Zahl nicht höher als 3 bedeutet,
oder einem Gemisch hiervon mit mindestens einer Organoaluminium-Verbindung entsprechend den folgenden Formern
worin R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und y
eine Zahl größer als 0, jedoch kleiner als 3 bedeutet, und
(B) mindestens einer Vanadiumverbindupg als Übergangsmetall-Verbindung
besteht
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dithiocarbainatgruppe aus einer
Dimethyldithiocarbamat-, Diäthyldithiocarbamat-, Methyläthyldithiocarbamat-, Dipropyklithiocarbamat-, Dibutyldithiocarbamat-, Phenylithyldithiocarbamat-, Toiyläthyldithiocarbamat- oder Diphenyldithiocarbamatgruppe besteht
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Molverhiltnis der Komponente (A) zu der Komponente (B) von mindestens 1,0
angewandt wird.
4. Katalysatormasse zur Anwendung bei der Copolymerisation von Äthylen mit konjugierten
Dienen, bestehend aus (A) mindestens einer dithiocarbamathaltigen Organoaluminium-Verbindung entsprechend der folgenden Formel
von Copolymeren aus Äthylen und konjugierten Dienen
welche eine Organoaluminium-Verbindung und eine
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Copolymeren aus Äthylen mit konjugierten Dienen, beispielsweise ein alternierendes Copolymeres aus Äthylen mit Butadien angegeben, wobei
Äthylen mit mindestens einem konjugierten Dien mit 4
bis 20 C-Atomen unter Verwendung einer Katalysatormasse (»polymerisiert wird, die aus
(A) mindestens einer dithiocarbamathaltigen Organoaluminüim-Verbindung der Formel
R'
N-CS2
R"
■3 - (« + m)
R'
N-CS2
R"
AlR11X3 - (« + m)
60
worin jeder Rest R', R" und R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein
Halogenatom, m eine Zahl nicht niedriger als 0,05, η eine Zahl nicht niedriger als 04 und
π + m eine Zahl nicht hoher als 3 bedeutet,
oder einem Gemisch hiervon mit mindestens einer Organoaiurninium-Verbindung entspre
worin jeder Rest R', R" und R eine organische
Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom, m eine Zahl nicht niedriger ab 0,05,
η eine Zahl nicht niedriger als 0,5 und η + m eine
Zahl nicht höher als 3 bedeuten, oder einem Gemisch hiervon mit mindestens einer Organoaluminium-Verbindung entsprechend den folgenden
Formeln
worin R eine organische Gruppe Mit 1 bis 20
Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und y eine Zahl größer als 0, jedoch kleiner als 3 bedeutet, und
(B) mindestens einer Vanadiumverbindung als Übergangsmetall-Verbindung
besteht
Die Copolymerisation von 1-Olefinen mit konjugierten Dienen wird als bedeutend für die petrochemische
Industrie betrachtet, erweis sich jedoch bisher nicht als erfolgreich auf Grund der markanten Unterschiedlichkeit der Reaktionsfähigkeit zwischen den beiden
Monomeren. Die Herstellung eines alternierenden Copolymeren aus Äthylen als 1-Olefin und Butadien als
konjugiertes Dien ist in der französischen Patentschrift 13 61 801 angegeben. Jedoch ist die Katalysatorwirksamkeit gemäß der französischen Patentschrift niedrig,
und das erhaltene Produkt kann nicht als Polymeres auf Grund seines niedrigen Molekulargewichtes gewertet
werden. In der japanischen Patent-Veröffentlichung 43089/72 ist die Copolymerisation eines «-Olefins mit
Butadien vorgeschlagen, wobei sowohl die Katalysatorwirksamkeit als auch das Molekulargewicht des
ies niedrig sind. Darüber hinsus ist die
Kombination der Monomeren begrenzt und beispielsweise
die Copolymerisation von Äthylen und Butadien und von Äthylen und Isopren ist unmöglich.
Infolge der Untersuchung zahlreicher Katalysator-Kompositionen
zur Copolymerisation von 1-Olefinen mit konjugierten Dienen wurde eine neue Katalysatormasse
zur Copolymerisation von Äthylen und konjugierten Dienen gefunden.
Gemäß der Erfindung ergibt sich ein Verfahren zur Herstellung von Copolymeren aus Äthylen mit konjugierten
Dienen, wobei Äthylen mit mindestens einem konjugierten Dien mit 4 bis 20 C-Atomen unter
Anwendung einer Hatalysatormasse (»polymerisiert wird, welche aus
(A) mindestens einer dithiocarbamathaltigen Organoaluminium-Verbindung
entsprechend der folgenden Formel
R'
R"
N-CS2
AlRnX3 _ ,„ + „
durch eine Austauschreaktion zwischen einer Verbindung der Formel
worin jeder Rest R', R" und R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein
Halogenatom, m eine Zahl nicht niedriger als 0,05, π
eine Zahl nicht niedriger als 0,5 und η + m eine Zahl nicht höher als 3 bedeutet, oder einem
Gemisch hiervon mit mindestens einer Organoaluminium-Verbindung
entsprechend den folgenden Formeln
AlR3 oder AIRrX3_r
worin R eine organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und y eine
Zahl größer als 0, jedoch niedriger als 3 bedeutet, und _
(B) mindestens einer Vanadiumverbindung als Übergangsmetall-Verbindung
besteht
besteht
Die dithiocarbamathaltige Organoaluminium-Verbindung,
welche die Komponente (A) in der Katalysatormasse darstellt, lassen sich nach verschiedenen Verfahren
herstellen.
Beispielsweise Verbindungen entsprechend der Formel
R'
R"
N-CS2
Ag
und einer Verbindung von AlR3 oder AlRyX3__v
hergestellt, worin R eine organische Gruppe mit 1 bis 2Ö
Kohlenstoffatomen, X ein Halogenatom und y eine Zahl größer als 0, jedoch niedriger als 3 bedeutet Diese
Verbindungen können wirksam als Komponente (A) verwendet werden. Eine größere Vielzahl von Organoaluminium-Verbindungen,
die Dithiocarbamatgruppen enthalten, werden durch Umsetzung der erhaltenen Verbindungen
R"
N-CS2
AlR3-,
oder
R'
R"
N-CS2
AlRnX3 _ln + t
35 mit Verbindungen der Formel AIRvX3_y oder AlR3 in
geeigneten Verhältnissen hergestellt Auch diese Reaktionsprodukte können wirksam als Komponente (A)
verwendet werden.
Spezifische Beispiele für die Dithiocarbamatgruppe der Verbindungen entsprechend der allgemeinen
Formel
R'
R"
N-CS2
Ag
R'
N-CS2
R"
AlR3-,
R'
N-CS2
R"
-(n + m)
worin χ größer als 0, jedoch kleiner als 3 ist und η und m
die gleiche Bedeutung wie vorstehend besitzen, werden sind
Dimethyldithiocarbamat,
Diäthyldithiocarbamat,
Methyläthyldithiocarbamat,
Dipropyldithiocarbamat,
Dibutyldithiocarbamat,
Phenyläthyldithiocarbamat,
Tolyläthyldithiocarbamat und
Diphenyldithiocarbamat.
Diäthyldithiocarbamat,
Methyläthyldithiocarbamat,
Dipropyldithiocarbamat,
Dibutyldithiocarbamat,
Phenyläthyldithiocarbamat,
Tolyläthyldithiocarbamat und
Diphenyldithiocarbamat.
Die Verbindungen entsprechend der allgemeinen Formel AlR3 können beispielsweise
Trimetnylaluminium.Triäthylalumi.iium,
Tripropylaluminium, Tributylaluminium,
Triisobutylaluminium, TriDentylaluminium,
Tripropylaluminium, Tributylaluminium,
Triisobutylaluminium, TriDentylaluminium,
Trihexylaluminium, Triheptylaluminium oder
Triphenylaluminium
sein.
Triphenylaluminium
sein.
Beispiele für Verbindungen entsprechend der allgemeinen Formel AlRp^-. ^. sind
Dimethylaluminiumchlorid,
Methylaluminiumdichlorid,
Dimethylaluminiumbromid,
Methylaluminiumdibromid,
Methylaluminiumsesquichlorid,
Methylaluminiumsesquibromid,
Diäthylaluminiumchlorid,
Äthylaluminiumdichlorid,
piäthylaluminiumbromid,
Äthylaluminiumdibromid,
Äthylaluminiumsesquichlorid,
Äthylaluminiumsesquibromid,
Diisobutylaluminiumchiorid,
Isobutylaluminiumdichlorid,
Isobutylaluminiumsesquibromid,
Dihexylaluminiumchlorid,
Diphenylaluminiumchlorid und
Dicyclohexylaluminiumchlorid,
worin die Chlor- oder Bromatome durch
Fluor- oder Jodatome ersetzt sein können.
Falls der Alkylgruppengehalt entsprechend η in der dithiocarbamathaltigen Organoaluminium-Verbindung
weniger als 0,5 beträgt, kann die Verbindung praktisch nicht als Organoaluminium-Verbindung wirken. Falls
weiterhin der Dithiocarbamatgruppengehalt entsprechend m niedriger als 0,05 ist, gehen die charakteristischen Eigenschaften des Katalysators verloren.
Die Vanadium-Verbindungen, welche als Komponente (B) der Katalysatormasse verwendet werden, können
beispielsweise Halogenide, Alkoholate, Acetylacetonate, Salicylate oder Cyclopentadienyl-Verbindungen von
Vanadium sein. Spezifische Beispiele sind
Vanadyltrichlorid, Vanadiumtetrachlorid,
Vanadylchloridacetylacetonat
Vanadyldichlor-monoacetylacetonat,
Dicyclopentadienylvanadiumdichlorid,
Di-n-propyl-monochlorortho-vanadat,
Äthyldichlor-ortho-vanadat
Äthyldibromortho-vanadat,
Vanadiumtetrabromid,
Vanadiumsalicylat-dichlorid,
tert-Butyldichlor-ortho-vanadat,
Phenyldichlor-ortho-vanadat,
VanadylacetylacetonatVanadylnaphthenat
Vanadylacetat
Bevorzugte Beispiele dieser Verbindungen sind Vanadyltrichlorid, Vanadiumtetrachlorid, Äthyldichlorortho-vanadat, Dicyclopentadienylvanadiumdichlorid,
Diäthylchlor-ortho-vanadat oder Gemische hiervon. Wenn das Molverhältnis der Organoaluminium-Verbindung als Komponente (A) zu der Übergangsmetall-Verbindung als Komponente (B) mindestens 1,0 beträgt,
werden bei der praktischen Anwendung gute Ergebnisse erhalten.
Die Herstellung der Katalysatormassen kann nach verschiedenen an sich bekannten Verfahren ausgeführt
werden. Beispielsweise können sie in Gegenwart der zu copolymerisierenden Monomeren hergestellt werden.
Die konjugierten Diene können solche mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen sein. Typische Beispiele sind Butadien 1-3, Isopren, Pentadien-1,3, Hexadien-13, 2ß-Dimethylbutadien-1,3, 2-Phenylbutadien-l,3, Phenylbutadien-13 oder Gemische hiervon. Von diesen Butadien-13. Isopren und Pentadien-1,3 bevorzugt
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden bevorzugt, Kombinationen aus
Äthylen/Butadien, Äthylen/Isopren,
Äthylen/13-Pentadien,
Äthylen/Butadien/Isopren,
Äthylen/Butadien/13- Pentadien und
Äthylen/Isopren/13-Pentadien
co polymerisiert
Die Copolymerisationsreaktion kann in der Masse praktisch in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels,
ausgeführt werden, obwohl es auch möglich ist, ein
ίο Verdünnungsmittel anzuwenden, das keine Störungen
bei der Copolymerisation ergibt Derartige Verdünnungsmittel können aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen, alicyclischen Kohlenwasserstoffen, aromatischen Kohlenwasserstoffen oder halogenierten Produk-
ten von derartigen Kohlenwasserstoffen bestehen. Typische Beispiele sind Pentan, Hexan,_ Heptan,
Cyclohexan, Benzol, Toluol, Petroläther, Äthylentetrachlorid, Dichloräthan, Chlorbenzol und Gemische
hiervon. Pentan, Hexan, Petroläther und Cyclohexan
werden besonders bevorzugt Selbstverständlich kann
auch eines der Monomeren in größerer Menge verwendet werden, so daß es als Verdünnungsmittel
wirkt
ren kann beliebig bestimmt werden. Die Copolymerisation kann bei Temperaturen von — 1000C bis +5000C,
üblicherweise -50° C bis +800C, durchgeführt werden.
Der Polymerisationsdruck kann üblicherweise zwischen Atmosphärendruck und 100 Atmosphären liegen.
Allgemein wird die Copolymerisation in einer Atmosphäre durchgeführt, die keine Störungen bei der
Reaktion ergibt nämlich in einer inerten Gasatmosphäre, wie Stickstoff oder Argon.
Es ist allgemein bekannt daß eine schwefel- oder
stickstoffhaltige Verbindung allgemein einen nachteiligen Effekt auf Ziegler-Katalysatoren ausübt Deshalb
wagte kein Fachmann, als Ziegler-Katalysator eine Organoaluminiumverbindung, welche eine Dithiocarbamatgruppe enthält die zwei Schwefelatome und ein
Stickstoffatom in einer organischen Gruppe hat zu verwenden. Infolge einer großen Reihe von Untersuchungen wurde völlig überraschend gefunden, daß die
Dithiocarbamatgruppe äußerst überlegene Effekte erbringt Die Einzelheiten des Mechanismus der Effekte
der Dithiocarbamatgruppe sind nicht bekannt jedoch
wird das Vorhandensein eines Stickstoffatoms als
wesentlich betrachtet da eine Dithiocarboxylatgruppe
keinen ähnlichen Effekt zeigt
Anwendung der vorstehend geschilderten Katalysatormasse (»polymerisiert werden. Einige Beispiele für die
Copolymerisationen sind nachfolgend angegeben.
Beispielsweise kann ein amorphes Äthylen/Isopren-Copolymeres unter Anwendung der vorstehend geschil-
denen Katalysatormasse erhalten werden. Bisher ergab
die Copolymerisation von Äthylen mit Isopren ein kristallines Polymeres, das fiberwiegend aus Äthyleneinheiten und lediglich aus einem geringen Anteil an
Isopreneinheiten bestand, oder ein Polymeres, das
überwiegend aus Isopreneinheiten und lediglich einen geringen Anteil an Äthyleneinheiten bestand. Diese
waren lediglich Modifikationen von Polyäthylen oder Polyisopren und die Produkte konnten nicht als neue
Polymere betrachtet werden. Hingegen stellt das mit
der Katalysatormasse gemäß der Erfindung erhaltene
amorphe Athylen/Isopren-CopolYmere ein neues Material als synthetischer Kautschuk dar. Beispielsweise hat
ein Copolymeres mit einer Eigenviskositit (ij) von 2, das
aus 30 Mol-% Äthyleneinheiten und 70 Mol-%
Isopreneinheiten besteht, eine Glasübergangstemperatur von — 62°C und zeigt nach der Vulkanisierung eine
ausreichende Zugfestigkeit als Kautschuk und überlegene permanente Preßbeanspruchung und permanente
Dehnung gegenüber Naturkautschuk. Aus dem Infrarotspektrum und dem kernmagnetischen Resonanzspektrum
des Produktes wurde es als echtes Copolymeres identifiziert Die Einheitlichkeit der Verhältnisse dieser
beiden Monomeren hinsichtlich der Molekulargewichtsverteilung war äußerst gut
In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 ein Infrarotspektrum des in dem nachfolgenden Beispiel 1 erhaltenen Copolymeren,
F i g. 2 ein kernmagnetisches Resonanzspektmm des
gleichen Copolymeren, und
Fig.3 ein Infrarotspektrum des alternierenden
Äthylen-Butadien-Copolymeren nach Beispiel 3.
Wenn die vorstehend beschriebene Katalysatormasse auf die Copolymerisation von Äthylen mit Butadien
angewandt wird, werden ganz einzigartige Effekte erhalten.
Diese Copolymerisation ergibt ein alternierendes Äthylen/Butadien-Copolymeres, worin Äthyleneinheit
und Butadieneinheiten alternierend gebunden sind. In der französischen Patentschrift 13 61 801 ist angegeben,
daß ein Ziegler-Katalysator, der eine schwach-basische Verbindung enthält ein alternierendes Äthylen/Butadien-Copolymeres
ergibt Jedoch ist nach dem Verfahren der französischen Patentschrift die Ausbeute
des alternierenden Copolymeren äußerst gering auf Grund der Bildung großer Menge an Nebenproduktpolymeren
und dieses hat einen Wert (η) von etwa 03, was ein niedriges Molekulargewicht belegt Weiterhin muß
der gemäß der französischen Patentschrift eingesetzte Katalysator bei so niedrigen Temperaturen wie — 500C
bis -1000C hergestellt werden. Gemäß der Erfindung kann jedoch der Katalysator bei niedrigen Temperaturen
hergestellt werden. Wenn z. B. die Katalysatormasse bei —5° C hergestellt wird, ergibt sie ein alternierendes
Äthylen/Butadien-Copolymeres in sehr hoher Ausbeute und es ist sehr leicht ein Copolymeres mit
einem Molekulargewicht größer als 0,4, angegeben als (η), zu erhalten.
Vor kurzem wurde ein Verfahren zur Herstellung eines Copolymerisate aus Äthylen und konjugierten
Dienen in flüssiger Phase entwickelt (vgl. DT-OS 21 13 164), wobei als Katalysatorsystem eine aluminiumorganische
Verbindung der Formel AlR3 (R=Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen) und ein Titantetrahalogenid gegebenenfalls in Verbindung mit
einer carbonylgruppenhaltigen Verbindung verwendet
wird.
Bei diesem bekannten Verfahren wird jedoch eine
niedrige Produktausbeute an Polymerisat erhalten. So werden, selbst bei Ausführung der Polymerisation im
Verlauf von mehr als 20 Stunden, lediglich etwa 20 g Polymeres je 1 g Obergangsmetall erzielt
Im Gegensatz dazu wird bei Verwendung des Katalysatorsystems gemiß der Erfindung die Bildung
einer derartigen Menge an Polymerisat bereits nach einer Polymerisationsdauer von nur 30 Minuten erzielt
Es ist somit ersichtlich, daß das Verfahren gemiß der Erfindung dem bekannten Verfahren hinsichtlich Polymerisationsgeschwindigkeit und Katalysatorwirksamkeit aberlegen ist
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung im einzelnen.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml n-Hexan, 50 ml Isopren, 1,5 mMol Triisobutylaluminium und
s 1 mMol
N-CS2
IC2H5
Al(J-Bu)2
beschickt und auf O0C abgekühlt Weiterhin wurde
!5 1 rp.Mo! Vanadykrichlorid zugesetzt, und unmittelbar
danach wurde Äthylen zugesetzt und das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt Dabei wurden
27,8 g eines Polymeren erhalten. Das Infrarotspektrum des Polymeren ist: in F i g. 1 durch die dicke ausgezogene
Linie angegeben. Zum Vergleich ist auf das Infrarotspektrum von Polyisopren (dünne ausgezogene Linie)
und von Polyäthylen (gestrichelte Linie) in F i g. 1 angegeben. Im Infrarotspektrum von Polyäthylen sind
die Absorptionen der beiden Methylenketten, die eine
Äthylen-Äthylen-Bindung enthalten, bei 720 cm-' und 730 cm-' zu sehen, und im Infrarotspektrum von
Polyisopren ist die Absorption einer Methylenkette, die eine Isopren-Isopren-Bindung enthält, bei 740 cm-' zu
sehen. Diese Absorptionen sind kaum im Infrarotspektrum des Copolymeren gemäß der Erfindung sichtbar,
und die Absorption einer Methylenkette, die eine Äthylen-Isopren-Bindung enthält ist bei 725 cm-' zu
sehen. Das belegt daß das Produkt weder ein gemischter Homopolymer noch ein Blockcopolymeres
ist sondern ein echtes Äthylen/Isopren-Copolymeres.
Das kernmagnetische Resonanzspektrum des vorstehend erhaltenen Copolymeren ist in F i g. 2 durch die
dicke, feste Linie gezeigt. Zum Vergleich ist auch das Spektrum von Polyisopren (dünne, feste Linie) in F i g. 2
gezeigt Im Spektrum des gemäß diesem Beispiel erhaltenen Copolymeren liegt eine Spitze bei
δ = 1,25 ppm vor, die bei Polyisopren nicht sichtbar ist.
Diese Spitze wird dem Proton der Methylenkette, die eine Isopren-Äthylen-Bindung enthält zugeschrieben.
Aus dem Verhältnis der Spitzen zwischen diesem Proton und dem Proton einer Methylgruppe bei
d = 1,58 ppm wurde festgestellt daß die Zusammensetzung
des erhaltenen Copolymeren 35 Mol-% Äthylen und 65 Mol-% Isopren beträgt
Wenn das Copolymere unter Anwendung eines Lösungsmittels fraktioniert wurde, wurde festgestellt
daß die Einheitlichkeit der Zusammensetzung dieser Monomeren gut hinsichtlich der Molekulargewichtsverteilungwar.
Das auf diese Weise erhaltene Copolymere war ein kautschukartiges elastomeres Polymeres mit einer
Eigenviskosität (η) von 1,76 (dl/g) und einer Glasübergangstemperatur
von -63° C. Der Vulkanisationsversuch wurde entsprechend dem folgenden Ansatz
ausgeführt und die Ergebnisse wurden mit den bei Naturkautschuk erhältlichen verglichen.
Ansatz
Äthylen-Isopren-Copolymeres
Naturkautschuk
Roher Kautschuk 100
HAF-Ruß*) 50
100
50
50
Fortsetzung
Ansatz
ÄUiylen-lsopren-Copolymeres
Naturkautschuk
| Zinkblüte | 5 | - | 0,7 | 5 | - | 2,5 |
| Stearinsäure | 3 | 3 | (Standard | |||
| Weichmacheröl | 3 | 2,0 | 3 | ansatz für | ||
| Phenyl-/f-naphthylamin | 1,0 | (Standard- | 1,0 | Natur | ||
| Dibenzothiazyldisulfid | ansatz für | 0,7 | kautschuk) | |||
| N-Cyclohexyl- | Polyisopren) | |||||
| benzothiazylsulfonamid | ||||||
| Schwefel | ||||||
*) Ruß hoher Abriebsfestigkeit.
Wenn das Äthylen/Isopren-Copolymere während 10 Minuten bei 145° C gemäß dem vorstehenden Ansatz
vulkanisiert wurde, zeigt es eine Vulkanisationsfestigkeit von 91 kg beim 200%-Modul im Vergleich zu 52 kg,
was den 200%-Modul für Naturkautschuk darstellt
Weiterhin wurde gemäß JIS-K 6301 die permanente Preßbeanspruchung und permanente Dehnung des
vulkanisierten Äthylen/Isopren-Copolymerkautschuks bestimmt und mit denjenigen von Naturkautschuk
verglichen. Die permanente Preßbeanspruchung von Naturkautschuk betrug 39, währen das Äthylen/Isopren-Copolymere
vulkanisiert eine permanente Preßbeanspruchung von 34 hatte. Weiterhin war die permanente
Dehnung von Naturkautschuk 13. während diejenige des Äthylen/Isopren-Copolymeren im vulkanisierten
Zustand 8 betrug. In jedem Fall zeigt das gemäß diesem Beispiel erhaltene Äthylen/Isopren-Copolymere überlegene
Eigenschaften gegenüber Naturkautschuk.
Vergleichsbeispiel 1
Falls
N-CS2
[C2H5
Al(I-Bu)2
im Beispiel 1 nicht verwendet wurde, wurde lediglich ein flüssiges Polymere.« erhalten.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml Cyclohexan, 50 ml Isopren, 2 mMol Al(I-Bu)2Cl und 1 mMol
(C2H5
N-CS2
Al(J-Bu)2
beschickt und der Inhalt auf -10° C gekühlt Weiterhin
wurden 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt und unmittelbar anschließend Äthylen zugesetzt und das
Gemisch während 30 Minuten gerührt Dabei wurden 25,2 g eines Copolymeren mit einem Äthylengehalt von
34 Mol-% und einem Isoprengehalt von 66 Mol-% mit
einem Wert (η) von 1,51 (dl/g) erhalten.
Ein Autoklav von 300 ml Inhalt wurde mit 70 ml Cyclohexan, 50 ml Butadien, 1,5 mMol Al(i-Bu)3 und
1 mMol
C2H5
N-CS2
\ C2H5
\ C2H5
Al(I-Bu)2
beschickt und der Inhalt auf -5° C abgekühlt. Weiterhin wurde 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt und
unmittelbar anschließend das Äthylen zugefügt. In 30 Minuten wurden 8,88 g Polymeres erhalten.
Das Infrarotabsorptionsspektrum dieses Polymeren ist in F i g. 3 gezeigt, woraus ersichtlich ist daß dieses
Polymere sehr ähnlich zu dem alternierenden Äthylen/ Butadien-Copolymeren gemäß der französischen Patentschrift
13 61 801 ist Das Polymere wurde dann mit einem Lösungsmittel zur Untersuchung der Einheitlichkeit
der Zusammensetzung der beiden Monomeren hinsichtlich der Molekulargewichtsverteilung extrahiert,
und die Zusammensetzung der Extrakte und der Molekulargewichte wurde bestimmt Die Ergebnisse
sind in Tabelle I erhalten. Zum Vergleich sind die mit dem Copolymeren der französischen Patentschrift
13 61 801 erhaltenen Ergebnisse gleichfalls in Tabelle I aufgeführt.
Lösungsmittel Extrakt
Äthylengehalt
(Mol-%)*) ('/)
(Mol-%)*) ('/)
Äther
n-Hexan
Benzol
49,3
0,37
36,4
29,7
29,7
Uv„<.w. 7,5 48,6 1,20
Ergebnisse der französischen Patentschrift 13 61 801
Äther 75,6 28,3 weniger
Äther 75,6 28,3 weniger
als 0,1
n-Hexan 8,5 45,0 =0,3
Benzol 0
*) Bestimmt durch NMR.
Es ergibt sich aus den erhaltenen Ergebnissen, daß das nach diesem Beispiel erhältliche Polymere unter
Anwendung der Katalysatormasse gemäß der Erfindung überwiegend aus einem alternierenden Copolymeren
bestand, während das nach dem Verfahren der französischen Patentschrift 13 61 801 erhaltene Polymere
lediglich eine sehr geringe Menge eines alternierenden Copolymeren enthielt Darüber hinaus ist das mit
der Katalysatormasse gemäß diesem Beispiel erhaltene alternierende Copolymere durch ein hohes Molekulargewicht
ausgezeichnet Der Benzolextrakt bestand aus einem pulverförmlgen Polymeren, welches durch
Heißverpressung zu einem Film verformt werden konnte.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml n-Hexan, 50 ml Butadien, 4 mMol Al(i-Bu)3 und 1 mMol
N-CS2
Al(i-Bu)2
beschickt und der Inhalt auf -5° C gekühlt. Weiterhin
wurde ! RiMc! Yanadyltrichlorid zugesetzt und
unmittelbar anschließend Äthylen zugefügt. In 30 Minuten wurden 21,4 g des Polymeren erhalten, welches
eine Eigenviskosität von 0,75 (dl/g) hatte. Das Infrarotspektrum und kernmagnetische Resonanzspek
trum dieses Polymeren zeigten, daß es aus einem alternierenden Copolymeren bestand. Dieses Polymere
hat eine kautschukartige Elastizität und wurde nach der Vulkanisierung ein Kautschuk von guter Rückprallelastizität.
Diese Katalysatormasse stellt ein neues Material dar, d. h. ein alternierendes Äthylen/Butadien-Copolymerkautschukmaterial.
Ein Autoklav von 300 ml würde mit 70 ml n-Hexan, 50 ml Butadien, 4 mMol AlAt2CI und 1 mMol
N-CS,
^C4H9
AlAtCl
beschickt und der Inhalt auf 00C gekühlt Weiterhin
wurde 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt und unmittelbar anschließend das Äthylen zugegeben. In 30
Minuten wurden 5.80 g eines Polymeren erhalten, welches eine Eigenviskosität von 0,58 (dl/g) hatte und als
alternierendes Copolymeres durch das Infrarotspektrum identifiziert wurde.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml Cyclohexan. 50 ml Isopren, 1,5 mMol Al(i-Bu)3 und 1 mMol
C,
C,
N-CS,.
Al(i-Bu)2
Vergleichsbeispiel 2
Falls in Beispiel 3 die Verbindung
Falls in Beispiel 3 die Verbindung
N-CS2
C2H5
C2H5
Al(I-Bu)2
nicht verwendet wurde, wurde lediglich ein kristallines
Copolymeres erhalten, welches überwiegend aus Äthyleneinheiten bestand.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml n-Hexan, 50 ml Butadien, 4 mMol Al(HeX)3 und 1 mMol
N-CS2
Al(HeX)2
beschickt und der Inhalt auf -10° C abgekühlt Weiterhin wurde 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt
und unmittelbar anschließend wurde das Äthylen zugegeben. Dabei wurden 17,4 g eines Polymeren
erhalten, welches eine Eigenviskosität von 0,62 (dl/g)
hatte und als Copolymeres auf Grund von Infrarotspektrum und kernmagnetischem Resonanzspektrum identifiziert wurde.
beschickt und der Inhalt auf 00C abgekühlt Weiterhin
wurde 1 mMol Vanadiumtetrachlorid zugesetzt und unmittelbar anschließend das Äthylen zugegeben. In 30
Minuten wurden 25,3 g eines Polymeren erhalten, welches eine Eigenviskosität von 1,10 (dl/g) und eine
Glasübergangstemperatur von — 61,5°C hatte. Es wurde als Copolymeres auf Grund des Infrarotspektrums
identifiziert.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml Benzol, 50 ml Butadien, 1,5 mMol Al(i-Bu)3 und 1 mMol
/CH,
N-CS,
Al(J-Bu)2
beschickt und der Inhalt auf -100C abgekühlt
Weiterhin wurde 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt und unmittelbar anschließend das Äthylen zugegeben.
In 30 Minuten wurden 7,80 g des Copolymeren erhalten, welches eine Eigenviskosität von 0,51 (dl/g) hatte.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml Cyclohexan, 10 ml Butadien, 40 ml Isopren, 4 mMol Al(C4H9J3 und
1 mMol
C2H5
N-CS2
[C2U5
AKQH9J2
beschickt und der Inhalt auf -5° C abgekühlt Weiterhin wurde 1 mMol Vanadiumtetrachlorid zugesetzt und
unmittelbar dann das Äthylen zugegeben. Das Gemisch wurde 30 Minuten gerührt, und es bildeten sich 293 g
eines Terpoivmeren, vslches eine Eigenviskosität von
l,03(dl/g) hatte.
Beispiel 10
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml n-Hexan, 50 ml 13-Pentadien,4 mMol Al(C4H9J3 und 1 mMol
C2H5
N-CS2
C2H5
Al(C4H9J2
beschickt und der Inhalt auf -5° C abgekühlt Weiterhin wurde 1 mMol Vanadiumtetrachlorid zugesetzt und
unmittelbar anschließend das Äthylen zugegeben. Das Gemisch wurde während 30 Minuten gerührt und ergab
27,1 g des Copolymeren, welches eine Eigenviskositä
von 1,15 (dl/g) hatte.
Ein Autoklav von 300 ml wurde mit 70 ml n-Hexar 50 ml Butadien und 2,5 mMol
QH9
N-CS2
AI(C4H9J2
beschickt und der Inhalt auf O0C abgekühlt Weiterhii
wurde 1 mMol Vanadyltrichlorid zugesetzt um unmittelbar dann Äthylen zugegeben. In 30 Minutei
wurden 11,5g des Polymeren erhalten, welches ein«
Eigenviskosität von 0,45 (dl/g) hatte, und als alternieren
des Copolymeres aufgrund des Infrarotspektrum:
identifiziert wurde.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Copolymeren
aus Äthylen mit konjugierten Dienen, dadurch gekennzeichnet, daß Äthylen mit mindestens
einem konjugierten Dien mit 4 bis 20 C-Atomen unter Verwendung einer Katalysatormasse (»polymerisiert wird, die aus
(A) mindestens einer dithiocarbamathaltigen Organoaluminium-Verbindung entsprechend der folgenden Formel
chend den folgenden Formern
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP4667672A JPS554762B2 (de) | 1972-05-10 | 1972-05-10 |
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|---|---|
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: KOHLER, M., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
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