DE2310040C3 - Schäumbare Polymermassen - Google Patents
Schäumbare PolymermassenInfo
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- DE2310040C3 DE2310040C3 DE19732310040 DE2310040A DE2310040C3 DE 2310040 C3 DE2310040 C3 DE 2310040C3 DE 19732310040 DE19732310040 DE 19732310040 DE 2310040 A DE2310040 A DE 2310040A DE 2310040 C3 DE2310040 C3 DE 2310040C3
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08J9/00—Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
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Description
Vorzugsweise sind die Substituenten X Methoxy- stellungsverfahren können dazu führen, daß die
und/oder Alhoxygruppen, und η bedeutet 0. Silylgruppe direkt an ein Kohlenstoffatom in dem
Der Anteil an Silylgruppen, die in (1) vorhanden Polymer-Grundgerüst gebunden ist. Die Verbindungssind,
kann innerhalb großer Grenzen variieren, und gruppe wird, wenn sie vorhanden ist, üblicherweise
er hängt hauptsächlich von dem Vernetzungsgrad, 5 eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe oder eine
der in dem fertigen Produkt erwünscht wird, ab. Ein zweiwertige Gruppe, die Kohlenstoff, Wasserstoff
Anteil von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent an Silylgruppen, und Sauerstoff enthält, sein, wobei Sauerstoffatome
bezogen auf das Gewicht von (1), ist für die meisten in Carbonylgnippen und/oder in Form von Äther-Anwendungen
passend. Wenn nur eine niedrige Ver- bindungen vorhanden sind. Die genaue Natur der
netzung gewünscht oder toleriert werden kann, io Bindungsgruppe ist für den Erfolg der vorliegenden
können wenigeres 0,1% Silylgruppen vorhanden Erfindung nicht kritisch. Vorzugsweise enthält sie
sein. Mehr als 5%, beispielsweise bis zu 20 Gewichts- jedoch, wenn sie vorhanden ist, weniger als ungefähr
prozent Silylgruppen können vorhanden sein. Solche 6 Kohlenstoffatome.
hohen Mengen bedingen jedoch nicht notwendiger- Eine Vielzahl von Treibmitteln, die zum Schäumen
weise die entsprechende Erhöhung in dem Vernetzungs- 15 von Olefinpolymeren geeignet sind, kann als Begrad.
_ standteil (2) in der erfindungsgemäßen Zusammen-
Die silylmodifizierten Athylenpolymere und -co- Setzung (der Ausdruck »Zusammensetzung« wird in
polymere, die als Bestandteile (1) in der schäumbaren der vorliegenden Anmeldung ebenfalls im Sinne von
Masse verwendet werden, werden bevorzugt herge- »Masse« verwendet) vorhanden sein. Beispiele für
stellt, indem man Polyäthylen oder das Äthylen- 20 solche Treibmittel sind durch Wärme aktivierte, stickcopolymere
mit einem Silan, das einen olefinisch stoffbildende Mittel, beispielsweise Azodicarbonamid,
ungesättigten Substituenten, gebunden an die Silyl- Di-nitrosopentamethylentetramin, ρ,ρ'-Oxybis-bengruppe
— SiRnX3 η enthält, pfropfpolymerisiert. Ver- zolsulfonylhydrazid, Benzolsulfonylhydrazid und
fahren zur Herstellung solcher Pfropfpolymerisate N.N'-Dimethyl-N.N'-dinitrosoterephthalamid. Treib-
und -copolymerisate sind in den britischen Patent- as mittel, die sich unter Freisetzung von Kohlendioxyd
Schriften 1 234 034 und 1 286 460 beschrieben. Solche zersetzen, beispielsweise Natriumbicarbonat und Am-Verfahren
umfassen die mechanische Behandlung von moniumcarbonat, können ebenfalls verwendet werden.
Polymeren oder Copolymeren in Anwesenheit einer Als Treibmittel kann man ebenfalls organische Flüssigorganischen
Siliciumverbindung, die in ihrem Mole- keiten, beispielsweise Kohlenwasserstoffe und halokül
mindestens einen an das Silicium gebundenen 30 genierte Kohlenwasserstoffe wie Methylchlorid und
X-Substituenten und mindestens eine an das Silicium Petan, die sich bei oder unter der Temperatur, bei der
gebundene Gruppe enthält, die mit den freien Radikal- die Verschäumuug stattfindet, verflüchtigen, verstellen,
die in dem organischen Polymeren gebildet wenden.
werden, reagiert. Das bevorzugte Verfahren zur Als Siloxan-Kondensationskatalysator (3) kann man
Herstellung der Polymer- oder Copolymerbestand- 35 irgendeine Verbindung verwenden, die in Anwesenheit
teile (1) ist das, das in der britischen Patentschrift von Wasser die Bildung von Siloxan-Bindungen über
1 286 460 beschrieben ist. Entsprechend diesem bevor- die Eliminierung von hydrolysierbaren Alkoxy-, Alzugten
Verfahren wird das Polyolefin mit der silicium- koxyalkoxy- oder Oximogruppen, die an das Silicium
organischen Verbindung in Anwesenheil: einer Ver- gebunden sind, aktivieren. Man nimmt an, daß die
bindung, beispielsweise eines organischen Peroxyds, 4° Bildung solcher Verbindungen nach der Hydrolyse
das in dem Polyolefin freie Radikalstellen bilden kann, von mindestens einem Teil der hydrolysierbaren
umgesetzt. Bei diesem Verfahren wird die Umsetzung Gruppen mit nachfolgender Kondensation der Silanolbei
einer Temperatur über 1400C durchgeführt, und gruppen mit sich selbst oder mit restlichen hydrolysierdie
Verbindung, die freie Radikale erzeugt, besitzt baren Gruppen erfolgt. Eine Vielzahl von Materialien
eine Halbwertszeit bei der Reaktionstemperatur, die 45 die als Katalysatoren für die Bildung von Siloxangeringer
ist als 6 Minuten. Bindungen geeignet sind, ist bekannt. Beispiele sind
Die Verfahren zur Herstellung der silylmodifizierten metallorganische Verbindungen, beispielsweise Metall-Polymeren
und Copolymeren sind in Einzelheiten salze von Carbonsäuren, Titanchelate, Alkyltitanate,
in den zuvor erwähnten Patentschriften beschrieben. Alkylzirkonate, organische Basen und organische
Die bevorzugten Silane für die Verwendung bei der 50 Säuren. Spezifische Beispiele von solchen Kataly-Pfropfreaktion
sind solche der Formel satoren dafür sind Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinn-
CH CHSiR X dioctoal.Dibutylzinndiacetat.Zinnill^octoat.ZinnOI)-
* ' η 3" 0|eat Bleioctoat, Zink-2-äthylhexoat, Kobaltnaph-
worin R, wenn es vorhanden ist, eine Methylgruppe, thenat, Kobaltoctoat, Eisen-2-äthylhexoat, Bis-(ace-X
eine Methoxy- oder Äthoxygruppe und η 0 oder 1 55 tyl-acelonylj-di-isopropyltitanat, Diisopropoxytitanbedeutet.
di-(älhylacetoacetat), Tetrabutyltitanat, Tetranonyl-
Die Natur der chemischen Bindung oder Ver- titanat, Äthylenglykoltitanat, Tetrabutylzirkonat,
knüpfung, durch die die Silylgruppen — SiRnX3.,, an Äthylamin, Hexylamin, Dibutylamin, Piperidin, Äthydie
Polymer- oder Copolymermoleküle gebunden sind, lendiamin, p-Toluolsulfonsäure und Essigsäure. Die
hängt etwas von dem Verfahren ab, das man zur 60 bevorzugten Katalysatoren sind die metallorganischen
Herstellung der vernetzbaren Polymeren oder Co- Verbindungen, insbesondere die organischen Zinnpolymeren
verwendet sowie von dem siliciumorga- verbindungen, beispielsweise Dibutylzinndiacetat und
nischen Reaktionsmittel. Werden beispielsweise bei Dibutylzinndilaurat.
dem Herstellungsverfahren freie Radikale induziert Die erfindungsgemäße schäumbare Masse kann
und wird das vorgebildete Polymer mit Vinyltrimeth- 65 hergestellt werden, indem man einfach die drei Hauptoxysilan
modifiziert, so nimmt man an, daß die Silyl- bestandteile vermischt. Das Treibmittel wird in
gruppe an das Polymer-Grundgerüst über eine üblichen Mengen, im allgemeinen von ungefähr 0,2
-CH2CII2-GrUPPe gebunden ist. Andere Her- bis ungefähr 10 Gewichtsprozent, bevorzugt von 0,5
5 6
bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf dis Gewicht der wird als Prozentgehalt des Gewichts (0,75 g) der
Komponente (1), verwendet. Gewünschtenfalls können ursprünglichen Probe ausgedrückt,
jedoch Mengen, die außerhalb des üblichen Bereichs Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur liegen, verwendet werden. Der Siloxan-Konden- Herstellung eines vernetzten, geschäumten PoIysationskatalysator kann ebenfalls in üblichen kataly- 5 olefins, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
tischen Teilen, nämlich von ungefähr 0,01 bis ungefähr (A) (1) das Poiyäthylen oder ein Copolymer aus 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht von (1), Äthylen mit einem geringen Molanteil aus Proeingesetzt werden. Andere Zusatzstoffe, die üblicher- , Butylen und Hexen-1 oder Mischungen weise auf diesem Gebiet verwendet werden, können djeser verbindungen vermischt, wobei das PoIyin den erfindungsgemäßen Massen enthalten sein, io äthylen oder das Copolymer im Molekül chemisch beispielsweise Pigmente, Schmiermittel, Antioxy- gebundene Silylgruppen der allgemeinen Formel dantien und Verbindungen, die die Zersetzungsge- — SiR„X3-„ enthält, worin R eine einwertige schwindigkeit des Treibmittels modifizieren. Kohlenwasserstoffgruppe, X eine Alkoxy- oder
jedoch Mengen, die außerhalb des üblichen Bereichs Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur liegen, verwendet werden. Der Siloxan-Konden- Herstellung eines vernetzten, geschäumten PoIysationskatalysator kann ebenfalls in üblichen kataly- 5 olefins, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
tischen Teilen, nämlich von ungefähr 0,01 bis ungefähr (A) (1) das Poiyäthylen oder ein Copolymer aus 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht von (1), Äthylen mit einem geringen Molanteil aus Proeingesetzt werden. Andere Zusatzstoffe, die üblicher- , Butylen und Hexen-1 oder Mischungen weise auf diesem Gebiet verwendet werden, können djeser verbindungen vermischt, wobei das PoIyin den erfindungsgemäßen Massen enthalten sein, io äthylen oder das Copolymer im Molekül chemisch beispielsweise Pigmente, Schmiermittel, Antioxy- gebundene Silylgruppen der allgemeinen Formel dantien und Verbindungen, die die Zersetzungsge- — SiR„X3-„ enthält, worin R eine einwertige schwindigkeit des Treibmittels modifizieren. Kohlenwasserstoffgruppe, X eine Alkoxy- oder
Die Schäumung der Masse kann durch Aktivierung Alkoxyalkoxygruppe mit weniger als 6 Kohlendes
Schäummittels bei einer Temperatur, bei der der 15 stoffatomen oder eine Oximogruppe mit weniger
physikalische Zustand der schäumbaren Masse ein aJs 14 Kohlenstoffatomen und η 0, 1 oder 2
Schäumen erlaubt, in Gang gebracht werden. Üblicher- bedeutet
weise liegt eine solche Temperatur im Bereich von {2) eJn Treibmittel für (1) und
ungefähr 130 bis ungefähr 1800C. Die tatsächliche (3) einen siloxan-Kondensationskatalysator verTemperatur, bei der das Schäumen stattfinden kann, ao mischt und
ungefähr 130 bis ungefähr 1800C. Die tatsächliche (3) einen siloxan-Kondensationskatalysator verTemperatur, bei der das Schäumen stattfinden kann, ao mischt und
wird beispielsweise von der gewünschten geschäumten (B) die Miscnung schäumt um! das Polyäthylen oder
Form, der Art des verwendeten Verformungsver- Copolymer vernetzt, indem man die Mischung
fahrens und ebenfalls von der Natur des Bestandteils (1) ejn£r Temperatur, bei der das Treibmittel aktiviert
abhängen. So kann es beispielsweise nötig sein, die wird und Wasser aussetzt) wobei irgendeine Ver-
Verschäumung des relativ schwachen Polyäthylens 25 „etzung, die vor der Aktivierung des Treibmittels
mit niedriger Dichte bei niedrigeren Temperaturen stattfindet, ein solches Ausmaß aufweist, daß sie
durchzuführen als die Verschäumung des hochdichten einem Gelgehalt (wie er zuvor definiert wurde)
Polyäthylens, wenn ein plötzliches Entweichen des des PolyathvIens oder des Copolymeren von
Treibgases vermieden werden soll. Verschäumt man we ■ r afe ^y entspricht.
Polyäthylen mit niedriger Dichte, kann es erforderlich 3»
Polyäthylen mit niedriger Dichte, kann es erforderlich 3»
sein, ein Treibmittel zu verwenden, das bei relativ Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls eine schäumniedrigen
Temperaturen aktiviert wird. Alternativ bare Zusammensetzung, die man erhält, wenn man
kann das Treibmittel bei höheren Temperaturen die Zusammensetzung, wie sie oben beschrieben wurde,
aktiviert werden, und die Temperatur kann erniedrigt teilweise vernetzt, wobei die Vernetzung nicht stärker
werden, bevor eine Expansion des Schaums statt- 35 ist, als es einem Gelgehalt, wie er zuvor definiert
finden kann. wurde, von 80% entspricht.
Die erforderliche Schäumtemperatur und das ge- Obgleich Zusammensetzungen, die einen Gelgehalt
eignete Treibmittel für bestimmte Verarbeitungsbe- bis zu ungefähr 80% besitzen, geschäumt werden
dingungen können leicht durch einfache Vorversuche können, erhält man Schäume, die eine zufriedenfestgestellt
werden. Die Grundregeln, die man bei 40 stellendere Zellengröße und Größenverteilung beder
Durchführung solcher Vorversuche befolgen muß, sitzen, wenn der Gelgehalt der Zusammensetzung zum
sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Herstellung Zeitpunkt des Schäumens geringer als ungefähr 20%
geschäumter Kunststoffe und Kautschuke geläufig. ist oder wenn eine Vernetzung nach dem Schäumen
Alternativ kann die Masse durch Extrudieren oder durchgeführt wird. Gewünschtenfalls kann das Ver-Spritzverformen
vor oder während des Schäumens 45 schäumen bei einer relativ geringen Vernetzung der
verformt werden, oder sie kann als Bahnenmaterial Zusammensetzung durchgeführt werden, und der Ververformt
werden, indem man zwischen geeigneten netzungsgrad (Gelgehalt) kann anschließend durch
planaren Flächen, beispielsweise den Platten einer Nachfolgebehandlungen erhöht werden.
Presse, verformt. Die erfindungsgemäße vernetzte, geschäumte Zu-
Presse, verformt. Die erfindungsgemäße vernetzte, geschäumte Zu-
Die Vernetzung der silylmodifizierten Polymeren 50 sammensetzung kann als Wärme- und Schallisolierung,
oder Copolymeren (1) kann vor oder nach dem als elektrische Isolierung, als Verpackungsmaterial
Schäumen erfolgen. Die Vernetzungsreaktion kann verwendet werden, und sie kann bei der Vielzahl von
bewirkt werden, indem man die geschäumte oder Anwendungen, bei denen geschäumte Kunststoffe
schäumbare Masse Wasser oder gegebenenfalls Dampf, eingesetzt werden, verwendet werden,
wie in den britischen Patentschriften 1 234 034 und 55 Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung,
1 286 460 beschrieben, aussetzt. Schäumbare Zu- ohne sie zu beschränken,
sammensetzungen, die einen Gelgehalt bis zu ungefähr . -I1
80% enthalten, können zu einem Schaum expandiert Beispiel 1
werden. Der Gelgehalt des Polymeren oder des Co- Eine schäumbare Zusammensetzung wurde aus
polymeren bezieht sich auf die Gewichtsprozente des 60 den folgenden Bestandteilen hergestellt, wobei die
Polymeren oder Copolymeren, die durch Vernetzung Teile durch das Gewicht ausgedrückt sind:
in unlöslichen Zustand überführt sind. Der Gelgehalt, Tci|c
auf den in der vorliegenden Anmeldung Bezug ge- Silylmodifiziertes Polyäthylen 95
nommen wird, wird bestimmt, indem man eine Probe Katalysator-Masterbatch
des Polymeren oder des Copolymeren, die 0,75 g 65 ( = »Masteransatz« = Grundmischung) 5
wiegt, in 250 ml trockenem Xylol während 20 Stunden Zinkoxyd 2
kocht. Der unlösliche, zurückbleibende Teil (wenn Stearinsäure 1
vorhanden) wird dann gewogen, und das Gewicht Azodicarbonamid 5
Das silylmodifizierte Polyäthylen, das bei der Die Zusammensetzung expandierte zu einemSchaum,
obigen Formulierung eingesetzt wurde, wird folgender- wenn sie, wie in Beispiel 1 beschrieben, behandelt
maßen hergestellt. 100 Gewichtsteile granuläres Poly- wo.rde. Der Schaum zeigte jedoch eine ungleichmäßige
äthylen mit einer Dichte von 0,923 g/ccm und einem Zellstruktur und war nicht so zufriedenstellend wie
Schmelzindex von 8,0 g/10 min wurden mit 2 Ge- 5 der Schaum, den man bei Beispiel 1 erhalten hatte,
wichtsteilen Vinyltrimethoxysilan, in dem 0,19 Gewichtsteile Dicumylperoxyd gelöst sind, geschleudert, . .
d. h. gut vermischt. Man schleuderte, bis die Silan- Beispiel 3
lösung von der Oberfläche der Granulate vollständig
d. h. gut vermischt. Man schleuderte, bis die Silan- Beispiel 3
lösung von der Oberfläche der Granulate vollständig
aufgenommen war. Die Granulate wurden dann durch io Das Verfahren und die Formulierung von Beispiel 1
eine PR 46 Buss Ko-Knetvorrichtung unter den fol- wurden verwendet, um eine schäumbare Zusammen-
genden Bedingungen durchgeleitet: Setzung herzustellen, mit der Ausnahme, daß das
Temperatur der Knet-und Granu- silylmodifizierte Polyäthylen aus Polyäthylen mit
lierschnecken neutral, d. h. es hoh" Pichte (Dichte = 0,964 g/ccm) hergestellt
wurde keine 15 wurde- Dieses Polymer wurde ebenfalls in der Kataly-
Wärme anee- sator-Grundmischung verwendet. Weiterhin wurden
wen(jet die Bestandteile der Formulierung, bevor die Genitron-
Temperatur des Zylinders Treibmittel zugefügt wurden, auf einer Zwei-Walzen-Zone
1 ' 2020C mühle bei einer höheren Temperatur (150 bis 155°C),
Temperatur des'Zylinders,"
ao all*e *n BeisPiel X verwendet wurde, plastifiziert.
Zone 2 2020C Die Zusammensetzung wurde von der Zwei-Walzen-
T.m«mh» °^'r««..'ii»
mühle als Folie entnommen und konnte abkühlen.
Temperatur des Granulier- „. „ ., ... _-. . ,„. 1£·Λ/,
zvlinde 2000C Streifen mit den Dimensionen 15,24 χ 15,24 χ
Schneckengeschwindigkeit ".".'.'.'.". maximal °>31 n 8 cm wf<»e «».d" Folie ausgeschnitten und wie
Ausstoß . 170 g/min "5 in Beispiel 1 beschrieben in eine Form gegeben. Die
Form wurde zwischen zwei Platten einer Presse bei
Das silylmodifizierte Polyäthylen wurde aus der 1700C gestellt. Nach 12 Minuten wurde der Druck
Ko-Knetvorrichtung als granuläres Material mit von der Form abgelassen, und Polyäthylen konnte
einem Schmelzindex von 1,0 g/10 min erhalten. expandieren. Der Schaum wurde dann von der Form
Der Katalysator-Masterbatch, d. h. die Katalysator- 30 entnommen und in kochendes Wasser während
Grundmischung, wurde hergestellt, indem man in 24 Stunden eingetaucht. Nach dieser Zeit erhielt man
geschmolzenem Zustand in der Ko-Knetvorrichtung einen vernetzten Polyäthylenschaum mit einer Dichte
2 Gewichtsteile Polyäthylen (Dichte 0,925 g/ccm, von 0,31 g/ccm und einem Gelgehalt von 70 %.
Schmelzindex 2,0 g/10 min), 2 Gewichtsteile 2,2'-Me-
Schmelzindex 2,0 g/10 min), 2 Gewichtsteile 2,2'-Me-
thylen-bis-6-(methylcyclohexyl)-4-methylphenol und 35 B e i s ρ i e 1 4
1 Gewichtsteil Dibutylzinndilaurat vermischte.
Um die schäumbare Zusammensetzung herzu- Die schäumbare Zusammensetzung, hergestellt wie
stellen, wurden alle obigen Bestandteile mit Ausnahme in Beispiel 1, wurde bei 170°C zu einem geschäumten
des Treibmittels auf einer Zwei-Walzenmühle bei Stab extrudiert, wobei man einen BTL-Titan-Extruder
130 bis 1350C während 8 Minuten plastifiziert. Der 40 verwendete, der mit einer Staböffnung mit einem
Treibmittel-Bestandteil wurde dann zugefügt, und Durchmesser von 0,63 cm ausgerüstet war. Die Verdann
mischte man weitere 3 Minuten. Nach dieser netzung des Polymeren erfolgt durch Eintauchen des
Zeit war die Farbe der Masse einheitlich und zeigte extrudierten Stabes in kochendes Wasser während
eine gleiche Verteilung des Treibmittels innerhalb der 24 Stunden.
Mischung an. Die Mischung wurde dann von der 45 Das vernetzte Produkt hatte eine Dichte von
Mühle als Folie entnommen und abgekühlt. 0,45 g/ccm und einen Gelgehalt von 83 %.
Ein Stück eines Streifens mit folgenden Dimensionen 15,24 χ 15,24 χ 0,318 cm wurde in eine Beispiel 5
quadratische 15,25-cm-Form mit einer Tiefe von
quadratische 15,25-cm-Form mit einer Tiefe von
0,318 cm gegeben, und die Form wurde zwischen zwei 50 Die schäumbare Zusammensetzung von Beispiel 3
Platten einer Presse bei 170°C während 12 Minuten wurde bei 2000C durch eine Stabform mit einem
gestellt. Gegen Ende dieser Zeit wurde die Form Durchmesser von 0,63 cm extrudiert, und das Extrudai
auf 130° C gekühlt und der Druck abgelassen, um ein wurde in kochendes Wasser während 24 Stunden ein
Schäumen zu ermöglichen. getaucht. Der entstehende expandierte Polyäthylen
Der Schaum wurde aus der Form entnommen und 55 stab hatte eine Dichte von 0,74 g/ccm und einen Gel
während 24 Stunden Wasser von 80°C ausgesetzt, gehalt von 79%.
um eine Vernetzung zu aktivieren. Der vernetzte
um eine Vernetzung zu aktivieren. Der vernetzte
Schaum hatte eine Dichte von 0,125 g/ccm und einen Beispiel 6
Gelgehalt von 82%.
60 Die folgenden Bestandteile wurden auf einer Zwei Beispiel 2 Walzenmühle plastifiziert:
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, Gewichtsteil
mit der Ausnahme, daß die schäumbarc Zusammen- Silylmodifiziertes Polyäthylen
setzung nach Beendigung der Mischstufe während 65 (wie es in Beispiel 3 verwendet wurde) 95
setzung nach Beendigung der Mischstufe während 65 (wie es in Beispiel 3 verwendet wurde) 95
24 Stunden Wasser von 8O0C ausgesetzt wurde. Nach Katalysator-Grundmischiing
dieser Zeit betrug der Gelgehalt der Zusammen- (wie in Beispiel 3) 5
setzung 67%. Natriumbicarbonat 1
Die entstehende Mischung wurde dann extrudiert, und das Extrudat wurde vernetzt, indem man die
gleichen Bedingungen wie in Beispiel 5 verwendete.
Der extrudierte vernetzte Stab hatte eine Dichte von 0,41 g/cem und einen Gelgehalt von 80%.
Wurde das Verfahren wiederholt und verwendete man an Stelle des Natriumbicarbonats 1 Teil Ammoniumcarbonat,
so hatte das Produkt eine Dichte von 0,49 g/cem und einen Gelgehalt von 77 %.
Claims (4)
1. Schäumbare Zusammensetzung, enthaltend
(1) Polyäthylen oder ein Copolymer aus Äthylen ^. _ _ , , , ._, ... . ,
mit geringen Molanteilen an Propylen, Butyien D ?'5 u Erfindung betrifft geschäumtes, vernetzt« und Hexen-1 oder Mischungen dieser Ver- Polyäthylen sowie ein Verfahren und eine Masse zu binduneen und 10 seiner Herstellung.
mit geringen Molanteilen an Propylen, Butyien D ?'5 u Erfindung betrifft geschäumtes, vernetzt« und Hexen-1 oder Mischungen dieser Ver- Polyäthylen sowie ein Verfahren und eine Masse zu binduneen und 10 seiner Herstellung.
(2) ein Treibmittel für (1), u Es «t bekannt, daß vernetzter Polyäthylenschaum
hergestellt werden kann, indem man in Polyäthylen
dadurch gekennzeichnet, daß das ein Treibmittel und ein organisches Peroxyd einPolyäthylen
oder das Copolymer (1) in seinem arbeitet. Die so erhaltene Polyäthylenmasse kann
Molekül chemisch gebundene Silylgruppen der 15 dann auf eine Temperatur erwärmt werden, bei der
allgemeinen Formel —SiRnX3-,, enthält, worin das Peroxyd und das Treibmittel aktiviert werden,
R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe, X und dabei wird ein vernetzter Schaum gebildet. Stellt
jeweils eine Alkoxy- oder Alkoxyalkoxygruppe mit man einen Schaum nach einem solchen Verfahren
weniger als 6 Kohlenstoffatomen oder eine Oximo- her, so ist jedoch eine sorgfältige Kontrolle der Vergruppe
mit weniger als 14 Kohlenstoffatomen und ao arbeitungstemperatur und der Verarbeitungsbedin-
n 0, 1 oder 2 bedeutet und wobei die Zusammen- gungen erforderlich. Eine solche Kontrolle ist oft
Setzung ebenfalls schwierig durchzuführen, da die Aktivierungstempe-
(3) einen Siloxan-Kondensationskatalvsator ratur des Peroxyds und des Treibmittels und die
cnthält. · Temperatur, bei der das Polyäthylen erweicht, genau
»s gegeneinander ausgeglichen sein müssen.
2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, da- Es wurde nun gefunden, daß ein vernetzter Schaum
durch gekennzeichnet, daß das silylmodifizierte aus Polyäthylen oder einem Äthylencopolymeren
Polyäthylen oder Copolymer (1) hergestellt wurde, hergestellt werden kann nach einem Verfahren, bei
Indem Polyäthylen oder ein Copolymer von dem nicht solche kritischen Verfahrensbedingungen
Äthylen mit einem geringen Molanteil aus Pro- 30 erforderlich sind wie bei dem obenerwähnten Verpylen,
Butyien und Hexen-1 oder · deren Mi- fahren.
schungen mit (2) einem Silan der Formel Gegenstand der Erfindung ist eine schäumbare
Masse, die enthält:
CH2 = CHSiRnX3-,, (1) ejn Polyäthy|en oder ein Copolymer aus Äthylen
CH2 = CHSiRnX3-,, (1) ejn Polyäthy|en oder ein Copolymer aus Äthylen
r> · »χ tu ι ν · w ■ 35 mil einem geringen Molanteil aus Propylen,
worm R eine Methylgruppe X eine Methoxy- „ , und Hexen-1 oder Mischungen dieser
oder Athoxygruppe und „ 0 oder 1 bedeutet, Verbindungen, wobei das Polyäthylen oder das
pfropfpolymensiert worden ist Copolymer im Molekül chemisch gebunden SiIyI-
3. Schaumbare Zusammensetzung gemäß An- P y n der aIlgemeinen Forme1 _ SiRnX3 „
Spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die 40 J Jg worjn R%ine einwerti Kohlenwasser-Zusammensetzung
teilweise vernetzt ist und daß stoffgrUppe, χ eine Alkoxy- oder Alkoxyalkoxyder
Vernetzungsgrad nicht hoher .st, als es einem ^ pP .' wenj a,/ 6 Kohlenstoffatomen
Celgehalt wie er zuvor defin.ert wurde, von 80% oderÜneOximogruppemit weniger als 14 Kohlenentspncnt.
Stoffatomen und η 0, 1 oder 2 bedeutet,
4. Verfahren zur Herstellung eines vernetzten, 45 nv
eesßchäumten Polyolefins, dadurch gekennzeichnet, g)
eesßchäumten Polyolefins, dadurch gekennzeichnet, g)
(A) (1) ein Polyoiefin und Der Bestandteil (1) der schäumbaren erfindungs-(2)
ein Treibmittel für (1) vermischt und gemäßen Masse besteht aus Polyäthylen oder einem
(B) die Mischung schäumt und das Polyolefin 5° Copolymeren aus Äthylen mit geringen Molteilen an
vernetzt Propylen, Butyien oder Hexen-1 oder Mischungen
dieser Verbindungen. Das Polyäthylen oder Copolymer
dadurch gekennzeichnet, daß man als Polyolefin sollte im Molekül chemisch gebunden -SiRnX3,,-fl)
Polyäthylen oder ein Copolymer aus Äthylen Gruppen enthalten, worin R eine einwertige Kohlenmit
einem geringen Molanteil aus Propylen, 55 wasserstoffgruppe, vorzugsweise mit weniger als
Butyien und Hcxen-1 oder Mischungen davon 19 Kohlenstoffatomen, beispielsweise eine Alkylverwendet,
wobei das Polyäthylen oder Copoly- gruppe, beispielsweise eine Methyl-, Äthyl-, Propyi-,
mer im Molekül chemisch gebundene Silylgruppen Decyl-, Tetradecyl- oder Octadecyl- oder eine Aryl-,
der allgemeinen Formel —SiRnX, „ enthält, Aralkyl- oder Alkarylgruppe, beispielsweise eine
worin R, X und η die in Anspruch 1 gegebenen 60 Phenyl-, Benzyl- oder Tolylgruppe, bedeutet. Der
Definitionen besitzen, wobei die Zusammensetzung Substituent X kann eine Alkoxy- oder Alkoxyalkoxyebenfalls
einen Siloxan-Kondensationskataly- gruppe mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen sein, beisator
(3) enthält und wobei die Vernetzung durch- spielsweise eine Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy- und
geführt wird, indem man die Zusammensetzung Methoxyäthoxygruppc, oder er kann eine Oximo-Wasser
aussetzt und wobei irgendeine Vernetzung, 65 gruppe mit weniger als 14 Kohlenstoffatomen sein,
die vor der Aktivierung des Treibmittel« stattfindet, beispielsweise
ein solches Ausmaß besitzt, daß sie einem Gelgehalt, wie er zuvor definiert wurde, des Poly- —ON =■--C(CH3)(C2H;,)oder— ON C(CH3(C6H5).
ein solches Ausmaß besitzt, daß sie einem Gelgehalt, wie er zuvor definiert wurde, des Poly- —ON =■--C(CH3)(C2H;,)oder— ON C(CH3(C6H5).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB926572A GB1408154A (en) | 1972-02-29 | 1972-02-29 | Foamable ethylene polymer compositions |
Publications (3)
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