DE229684C - - Google Patents
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- DE229684C DE229684C DENDAT229684D DE229684DA DE229684C DE 229684 C DE229684 C DE 229684C DE NDAT229684 D DENDAT229684 D DE NDAT229684D DE 229684D A DE229684D A DE 229684DA DE 229684 C DE229684 C DE 229684C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05F—SYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
- G05F1/00—Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
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- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229684 KLASSE 21 c. GRUPPE
OSCAR ANDRE in BUDAPEST.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. April 1909 ab.
Längste Dauer: 14.Oktober 1923.
Die von den elektrischen Größen des Netzes beeinflußte, zur Überwindung der Trägheit
der Elektromagnete dienende, neben dem eigentlichen Spannungsregler angeordnete, mit
elektromagnetisch bewegten Teilen versehene Vorrichtung (die Beschleunigungsvorrichtung
des Reglers) des Hauptpatentes kann aber auch gänzlich entfallen und an ihrer Stelle der
Spannungsregler selbst zur Beschleunigung seiner regelnden Einwirkung in der Weise benutzt
werden, daß der eigentliche Regelungswiderstand 24 nicht nur in den Erregerstromkreis,
sondern gleichzeitig in den Primärstromkreis des Transformators 51 eingeschaltet wird.
Diese Ausführungsform ist in der Zeichnung dargestellt.
An der Rückführung des Reglers können
folgende Verbesserungen vorgenommen werden:
Durch Teilung des Regelungswiderstandes in zwei voneinander unabhängige, in Reihe in
den Erregerstromkreis geschaltete Hälften, von welchen die eine nur vom Solenoid des eigentlichen
Reglers, die andere aber nur vom Solenoid der Rückführung beeinflußt wird, werden die
konstruktiven Schwierigkeiten vermieden.welche sich aus der Einwirkung der beiden Solenoide
auf einen gemeinsamen Widerstand ergeben, insbesondere wird dabei aber auch der Eigenwiderstand
des Reglers herabgemindert und die Empfindlichkeit erhöht. Bei Anordnung von besonderen Quecksilberkontakten für jede
einzelne Widerstandsstufe und bei der soeben beschriebenen indirekten Einwirkung der Rückführung
wird eine besonders leicht bewegliche meßinstrumentartige Reglerkonstruktion erhalten.
Der in der Zeichnung abgebildete Regler weist diese Verbesserung auf. Zur Überwindung der
Trägheit der Magnete wird bei demselben weiter kein besonderer Widerstand benötigt,
sondern die gerade unbenutzt stehenden Stufen des Regelungswiderstandes werden, so oft der
Regler in Tätigkeit tritt, zu- oder abgeschaltet. Zunächst wird also immer der ganze Regelungswiderstand
vorgeschaltet bzw. kurzgeschlossen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Reglers dargestellt. Es bedeutet
ι einen Wechselstromgenerator, dessen Spannung geregelt werden soll, 2 seine Erregermaschine,
welche die Erregerwicklung 3 des ersteren speist, 34 die Nebenschlußwicklung der Erregermaschine, 24 einen veränderlichen
Regelungswiderstand, 8 Anschlußleitungen der einzelnen Widerstandsstufen, 7 Quecksilberkontakte,
38 eine vielfach gegabelte, sehr leicht ausgeführte Platinkontaktvorrichtung, 5 den Eisenkern eines Solenoides 4, welches
an die zu regelnde Spannung angeschlossen ist, 26 einen zweiarmigen Hebel, 11 eine Feder
zur Herstellung eines stabilen Gleichgewichtes, 39 eine Dämpfungsvorrichtung, 5' den Eisenkern
des Solenoides 4', welches beispielsweise
an den Stromkreis der Erregermaschine angeschlossen ist, 26' einen zweiarmigen Hebel,
11' eine Feder, welche der Zugkraft des SoIenoides
4' das Gleichgewicht hält, 24' einen veränderlichen Widerstand mit geringerer Ohmzahl
als der Widerstand 24, 38' eine vielfach gegabelte, sehr leicht ausgeführte Platinkontaktvorrichtung,
8' Anschlußleitungen der einzelnen Widerstandsstufen, η' Quecksilberkontakte. Die
to Teile 4', 5', 26', 11', 81', 7', 8' bilden die oben
erwähnte »Rückführung«.
51 ist ein Transformator mit großem Luftzwischenraum,
45 die Primärwicklung des Transformators, welche mit der Gleichstromquelle 44, dem Widerstand 24' und einem Teil
des Widerstandes 24 in Reihe geschaltet ist. In den Sekundärstromkreis 49 des Transformators
ist ein Relais 43 eingeschaltet, welches einen Umschalter mit den Quecksilberkontakten
46, 47, 48 derart bewegt, daß die gewöhnlich in der gezeichneten Lage befindliche, eine
Verbindung der Leitung 10 mit der Leitung 12 über Kontakt 47 herstellende Kontaktgabe je
nach der Richtung eines durch das Relais 43 gesandten Induktionsstoßes die Leitungen 6
und 12 über Kontakt 46 oder die Leitungen 9 und 12 über Kontakt 48 verbindet. Die Teile
51, 44, 43, 46 bis 48, 6, 9, 10, 12 bilden zusammen
die Einrichtung zur Überwindung der Trägheit der Magnete, also die Beschleunigungsvorrichtung.
Die Wirkungsweise ist folgende: Bei abnehmender Netzbelastung, also steigender Generatorspannung,
wird durch das Solenoid 4 der Kontakt 38 nach aufwärts bewegt und Stufen des Widerstandes 24 hinzugeschaltet, die Erregung
daher geschwächt. Infolge der sinkenden· Spannung der Erregermaschine sinkt auch
die Zugkraft des Solenoides 4', und durch die Feder 11/ werden Stufen des Widerstandes 24'
abgeschaltet, die Einwirkung des Solenoides 4 wird somit teilweise kompensiert.
Gleichzeitig wird in der Sekundärwicklung 49 des Transformators ein Induktionsstrom erzeugt,
welcher mittels des Relais 43 und des Umschalters Kontakt 47 öffnet, Kontakt 46 dagegen schließt und dadurch den Regelungswiderstand
24 einen Augenblick ganz vorschaltet.
Bei zunehmender Belastung wird durch einen Induktionsstoß entgegengesetzter Richtung
durch Schließung des Kontaktes 48 der Regelungswiderstand 24 einen Augenblick ganz
kurzgeschlossen.
Die normale Spannung wird auf diese Weise augenblicklich hergestellt.
Ein Überregulieren wird sowohl beim Regler als auch bei der Beschleunigungsvorrichtung
durch die Rückführung verhindert.
Eine abgeänderte Ausführungsform der in der Zeichnung dargestellten Einrichtung zur
Spannungsregelung wäre ferner jene, bei welcher mittels eines von dem Relais in gleicher
Weise bewegten sechspoligen Umschalters der Erregerstromkreis bei Entlastungen zeitweise
auf eine Stromquelle kleinerer, bei steigender Belastung dagegen auf eine solche größerer
E.M.K. geschaltet wird; bei konstanten Belastungsverhältnissen
wird der Erregerstrom wieder an die Stromquelle mittlerer E. M. K. angeschlossen.
Eine vereinfachte Ausführungsform des in der Zeichnung abgebildeten Reglers ergibt sich
durch Fortlassung des Relais 43 samt Umschalter 46,47,48 und direkte Einschaltung
der Sekundärwicklung 49 des Transformators in den Erregerstromkreis der Erregermaschine 2.
Die Wirkungsweise in diesem Falle ist die gleiche. Behufs Beschleunigung werden dabei nicht
Widerstände ein- und ausgeschaltet, sondern es wird eine zusätzliche E. M. K. erzeugt.
Der vorliegende Regler kann nicht nur zur Regelung der Spannung, sondern auch in bekannter
Weise z. B. zur Regelung der Tourenzahl und Leistung verwendet werden, ferner auch zur Beschleunigung der Einwirkung von
anderen trägen Einrichtungen zur Spannungsregelung, wie z. B. der Kompoundierungsanordnungen
von Generatoren, der Zusatzmaschinen und Puffermaschinen.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Beschleunigung der von den elektrischen Größen eines Netzes
eingeleiteten Erregungsänderungen an elektrischen Maschinen nach Patent 223333, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktionsströme
mittels des Spannungsreglers selbst zufolge seiner Regelungsbewegung erzeugt werden, welche unmittelbar im Erregerstromkreis
wirken, die Umschaltung des Erregerstromkreises auf Stromquellen verschiedener E. M. K. oder ein gänzliches
Kurzschließen bzw. Vorschalten des Regelungswiderstandes in dem Erregerstromkreise
bewirken.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine beispielsweise vom Erregerstrom abhängige Rückführungsvorrichtung (4', 5', 26', 81', 38') mit besonderem
Regelungswiderstand (24') beim Regler.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229684C true DE229684C (de) |
Family
ID=489966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229684D Active DE229684C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229684C (de) |
-
0
- DE DENDAT229684D patent/DE229684C/de active Active
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