DE227652C - - Google Patents

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DE227652C
DE227652C DENDAT227652D DE227652DA DE227652C DE 227652 C DE227652 C DE 227652C DE NDAT227652 D DENDAT227652 D DE NDAT227652D DE 227652D A DE227652D A DE 227652DA DE 227652 C DE227652 C DE 227652C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/18Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics
    • D04B11/22Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics with stitch patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 227652 KLASSE 25«. GRUPPE
in CHEMNITZ.
Petinetjacquardvorrichtung für flache Kulierwirkstilhie. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Petinetjacquardvorrichtung für flache Kulierwirkstühle1, deren Wesen darin besteht, daß mittels einer einzigen, an der hinteren Seite der Maschine angeordneten Jacquardvorrichtung über die ganze" Länge der Maschine wagerecht und parallel zu deren Längsrichtung, geführte Zugdrähte bewegt werden, welche durch Einzelschnuren direkt an Hubplatinen für die
ίο achsial verschiebbaren Abpreßnadeln der Petinetnadeln so angeschlossen sind, daß von jedem Zugdraht von jeder Fontur je eine Hubplatine gleichzeitig beeinflußt wird. Dadurch wird ■ die Bedienung einer großen Zahl von Fonturen mit einer Jacquardvorrichtung bei gleichzeitiger Vereinfachung des ganzen Aufbaues der Maschine ermöglicht.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes zeigen die beiliegenden Zeichnungen.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt durch die hier in Betracht kommenden Teile des Wirkstuhles. Fig. 2 zeigt das Nädelspiel in einem anderen Augenblick des Arbeitsvorganges. Fig. 3 ist Vorderansicht zu Fig. 2.
,25 Fig. 4 gibt eine geänderte Anordnung an. Endlich ist Fig. 5 die schematische Darstellung der Bewegung der Hubplatinen der einzelnen Fonturen von , der Jacquardvorrichtung aus mittels der Längszugdrähte. ·
In den Figuren bedeuten 1 die Petinetdecknadeln, 2 die' Preßnadeln, 3 die Stuhlnadeln, 4 die Petinetnadelbarre, 5 die Deckmaschine und 6 die Decknadeln der Minderdecker, welche hinter den Petinetdecknäcleln ι stehen und während des Arbeitens der Petinetdecknadeln nicht mit den Stuhlnadeln 3 in Berührung kommen, sondern nur dann in die Arbeitsstellung gelangen, wenn eine Verminderung der Warenbreite vorgenommen werden soll.
Fig. ι zeigt die bewegliche Preßnadel 2 in der Stellung, wo sie die Decknadel 1 nicht berührt.
Die Preßnadeln 2 sind einzeln achsial verschiebbar in dem Preßnadelbette 7 gelagert. Die die Preßnadeln abdeckende Schiene 8, welche so lang wie eine Fontur breit ist, ist in dem Preßnadelbette 7 auf und nieder verschiebbar'und wird durch in der Zeichnung nicht dargestellte Federn in der Richtung des Pfeiles λ; abwärts gedrückt. Wenn Preßnadeln 2 aufwärts bewegt werden, so wird durch ihre Füße die Schiene .8 mitgehoben. Wenn aber der Hub der Nadeln 2 aufhört, so werden die Nadeln durch die auf ihre Füße wirkende Schiene 8 wieder nach .unten (x) in ihre Ruhelage zurückgeführt.
Die Hubplatinen 9 sind einzeln beweglich in dem Platinenbett 10 so gelagert, daß das untere Ende einer jeden Preßnadel 2 senkrecht auf der Oberkante einer Platine 9 steht. Das Preßnadelbett 7 und das Platinenbett. 10 bilden ein starres Ganze und sind im rechten Winkel zueinander angeordnet. Jede Hubplatine 9 ist mit einem Fuß 11 versehen, gegen die Füße aller Platinen legt sich die Schiene 12, indem sie durch Federn in der Richtung des Pfeiles y verschoben wird. Sie hat den gleichen Zweck wie die genannte Schiene 8
Das Preßnadelbett 7 ist mit der Welle 13 starr verbunden. Die Welle 13 ist an den Enden mit Zapfen versehen, welche in den Enden der Hebel 14 drehbar sind. Die Hebel 14 sitzen auf der Schwingwelle 15. An dem Prei3nadelbett 7 ist eine abwärts gerichtete Stange befestigt, an deren Endzapfen 16 eine (nicht mitgezeichnete) Vorrichtung angreift, welche dem Zapfen 16 eine wagerecht hin und
ίο her gehende Bewegung'erteilt. Infolge dieser Anordnung des Nadelbettes 7 kann ihm durch die Welle 15 eine auf und nieder gehende und gleichzeitig durch die Welle 13 eine hin und her schwingende Be\vegung in. den Hebeln 14 erteilt werden.
Die Hubplatinen 9 sind durch die Schnuren 17 bei iS (Fig. 5) mit den Drähten 19 verbunden. Die Drähte 19, sind zwischen den· Führungsstiften 20 verschiebbar gelagert. Mit I1 II, III usw. sind in Fig. 5 einzelne Fonturen eines flachen Wirkstuhls schematisch angedeutet, und in jeder Font\ir sind, damit die Zeichnung nicht unnötig kompliziert wird, nur. zwei Platinen 9 mit Zubehör gezeichnet. In Wirklichkeit gehören aber zu jeder Fontur ebenso viele Platinen, welche auch ebenso dicht nebeneinander stehen wie die Stuhlnadeln 3.
Fig. 5 zeigt den : Jacquardkartenzylinder 21
der Musterkarte 22. Die jacquardnadeln 23 werden von der- Jacquardkarte 22 beeinflußt und wirken auf die v.ugehörigen Jacquardplatinen 24 in derselben Weise ein wie bei bekanntenJacquardmaschinen. Die Platinenmesser 25 sind in der bei Jacquardmaschinen bekannten Weise im Messerrahmen 26 befestigt und werden durch ihn in der Richtung der Pfeile ζ bewegt. Mit. den Platinen 24 sind die zwischen den Stiften 20 geführten Drähte 19 verbunden,
Der Wirkstuhl besitzt in jeder Fontur so viele Decknadeln 1, Preßnadeln 2, Hubplatinen 9 und Schnuren 17, als Stuhlnadeln 3 in jeder Nadelfontur enthalten sind. Drähte 19 sind aber in der ganzen Maschine nur so viel vorgesehen, als Hubplatinen in einer Fontur vorhanden sind. In jeder Fontur, 1, II, III befindet sich eine Platine 9; sie alle sind an den für sie gemeinsamen Draht 19 durch die Schnüre 17 bei 18 angebunden. In jeder Fontur I, H, III ist auch eine Platine 9 1 vorhanden; sie alle sind lurch die Schnüre 171 an den gemeinsamen Draht 19' angebunden. Gleiches gilt für alle anderen Platinen. Wenn also ein Wirkstuhl z. B. 18 Fonturen hat, so sind an jedem Draht 19 18 Platinen angeschlossen.
Fig. 2 zeigt in Ergänzung der Fig. 1 das Platinen:· und Nadelspiel in dem Augenblick,, wo die Platine 9X durch ihre Schnur 17 so gezogen ist, daß das erhöhte Kopfende der Platine die Preßnadel 2 in die Hochlage 21 geschoben hat, das obere hakenförmige Ende der Nadel 21 also bis vor die untere Spitze der Decknadel 11 gelangt ist. In der Vorderansicht Fig. 3 sieht man, wie nur diese eine Preßnadel 21 von der Platine 91 gehoben wurde. und sich vor die Decknadel i1 gelegt hat, während alle anderen Platinen (welche nicht durch ihre Schnuren 17 gezogen wurden) in der Ruhestellung verblieben sind.
Der Arbeitsvorgang ist nun folgender:
Wird die Jacquardkarte 22 (Fig. 5) durch den Zylinder 21 geschaltet und nach jeder Schaltung gegen die Jacquardnadeln 23 bewegt, so bleiben diejenigen Jacquardnadelii, welche Löcher in der Jacquardkarte 22 treffen, in ihrer Ruhelage; diejenigen Nadeln aber, welche kein Loch treffen, ■ werden von der Karte 22 verschoben Und drängen infolgedessen mit ihrem anderen Ende idie Jacquardplatine 241 über das Messer 25. Infolgedessen wird z. B. die Platine 241 bei der Bewegung des Messerrahmens 26 von dem Messer 25 erfaßt und in die Lage gezogen, welche in Fig. 5 dargestellt ist. Bei dieser Bewegung wird der mit 241 verbundene Draht 191 ebenfalls mitgezogen. Der Draht 191 zieht die mittels der Verbinder 18 und Schnuren 171 an ihn angeschlossenen Hubplatinen 91 in ihrem Bette 10 nach außen (Fig. l). wobei die unter Federdruck stehende Schiene 12 nachgibt, und dies.hat zur go Folge, daß die entsprechenden Preßnadeln 21 durch die ansteigende Fläche der Hubplatinen 91 unter Mitnahme der ebenfalls unter Federdruck stehenden Schiene 8 emporgehoben werden (Fig. 2).
Die. an dem Wirkstuhl nur einmal vorhandene Jacquardvorrichtung 22,23,24,25, 26 beherrscht also die Platinen- und Nadelbewegungen sämtlicher Fonturen I, II, III usw.
Werden nun dem Preßnadel- und Hubplatinenbett 7, 10 (Fig. 1) "durch seine Bewegungsmechanismen die entsprechenden Arbeitsbewegungen erteilt, so werden beim. Eindecken der Deckmaschine 5 alle diejenigen Petinetnadeln i1 (Fig. 2 und 3) zurückgehalten, weiche hinter' einer angehobenen Preßnadel 21 stehen. Die zurückgehaltenen Petinetnadeln i1 können keine Masche von den Stuhlhadeln 3 aufnehmen, und nur die freigebliebenen Petinetnadeln ι können eine Masche aufnehmen und überhängen.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 hat die Hubplatine 9 eine andere Form als in Fig. 1 und 2. Das wirksame Ende der Platine 9 ist in Fig. 2 erhöht, in Fig. 4 ist es erniedrigt. Jede Preßnadel 2 steht unter der Herrschaft einer Feder 27, die sie abwärts drückt, wenn die Platine 91 zurückgezogen wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: }
    i. Petinet jacquardvorrichtung für flache Kulierwirkstühle, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Züge (19, 191) einer an der hinteren Seite der Maschine angeordneten Jacquardvorrichtung wagerecht und parallel zur Längsrichtung der Maschine verlaufen und von jedem dieser Züge für jede Fon tür eine Einzelschnur direkt zu je einer Hebeplatine für eine achsial verschiebbar gelagerte Abpreßnadel einer Petinetnadel geführt ist.
  2. 2. Petinet jacquardvorrichtung für flache Kulierwirkstühle gemäß Anspruch 1 mit einem auf und nieder und hin und her schwingbaren Nadelbett (7, 10) für die Abpreßnadeln (2) der Petinetnadeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebeplatinen (9) für die Abpreßnadeln senkrecht verschiebbar zu diesen in ihrem Bett gelagert sind.
    Hierzu s Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015175B (de) * 1953-01-17 1957-09-05 Wirkmaschb Karl Marx Stadt Veb Flache Kulierwirkmaschine mit vor der Presse angeordneten, einzeln beweglichen Hilfsnadeln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015175B (de) * 1953-01-17 1957-09-05 Wirkmaschb Karl Marx Stadt Veb Flache Kulierwirkmaschine mit vor der Presse angeordneten, einzeln beweglichen Hilfsnadeln

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