DE227635C - - Google Patents

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DE227635C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0033Shaping the mixture
    • C06B21/005By a process involving melting at least part of the ingredients

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 22763b-KLASSE 78 c. GRUPPE
Zusatz zum Patente 185957 vom 17. Juli 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1910 ab. Längste Dauer: 16.JuIi 1921.
In den Patenten 185957 und 185958 ist dargetan, in welcher Weise man durch Anwendung von Luftdruck schmelzbaren Nitrokörpern eine höhere Dichte geben kann. Diese erhöhte Dichte hat unter anderem den Erfolg, daß die betreffenden Nitrokörper unempfindlicher gegen Schlag und Stoß werden, was besonders bei Verwendung der Nitrokörper als Geschoßsprengladungen erwünscht ist.
Um weiterhin eine möglichst große Unempfindlichkeit der Nitrokörper zu erreichen, wenn sie in Papphülsen gegossen als Geschoßsprengladungen verwendet werden sollen, ist es wünschenswert, daß die Bildung von Staub zwischen der Papphülse oder Pappbüchse und der Sprengladung durch etwaiges Abbröckeln des Nitrokörpers vermieden wird und die Papphülse den Sprengstoff vielmehr derart dicht umhüllt, daß beim Beklopfen der fertigen Sprengladung sich kein hohler Klang zeigt.
Wenn das Ausgießen — auch unter Druck — einer Pappbüchse erfolgt, die sehr stark ausgetrocknet ist, so genügt schon eine feuchtere.
Atmosphäre, d. h. eine geringere Feuchtigkeitsaufnahme durch die Pappbüchse, um diese derart auszudehnen, daß sie sich stellenweise von der darin befindlichen Sprengladung löst. Man vermeidet nun diesen Übelstand, und somit auch die Möglichkeit, daß sich zwischen der Pappbüchse und dem Sprengstoff Staub bildet, z. B. beim Transport (durch das Fah-35
ren der fertiggeladenen Geschosse), dadurch, daß man das in den oben angeführten Patenten erläuterte Gießverfahren derart abändert, daß man die Pappbüchsen in Gießformen einsetzt, die um ein geringes weiter sind als die äußere Ausdehnung der Pappbüchsen, und dann mit Hilfe einer besonderen Vorrichtung beim Vollgießen der Pappbüchse den Luftdruck nur von innen auf die Pappbüchse wirken läßt. Durch den von innen auf die Pappbüchse wirkenden Luftdruck wird deren Elastizität derart in Anspruch genommen, daß sie sich dicht an die umhüllende Gießform anlegt und in dieser Form der Sprengstoff in der Papphülse erstarrt. Nach dem Erstarren des Sprengstoffes wirkt die Elastizität der Papphülse dauernd derart, daß zwischen derselben und dem Sprengstoff kein Zwischenraum bemerkbar wird.
Man erreicht die Einwirkung des Luftdruckes auf das Innere der Pappbüchse dadurch, daß man die Gießform «, wie die auf der beiliegenden Zeichnung gegebene beispielsweise Ausführungsform des Apparates zur Ausführung des Verfahrens erkennen läßt, im Innern mit einer Aussparung und diese letztere mit einem herausnehmbaren ring- oder hülsenartigen Einsatz r versieht, der mit oder ohne elastische Abdichtungsmittel auf das Innere des oberen Randes der in die Gießform α eingesetzten Pappbüchse p drückt und ihn gegen den Absatz der Aussparung abdichtet.
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Claims (2)

  1. Patent-Anspruch e:
    ι. Abänderung des durch das Patent !85957 und dessen Zusatz 185958 geschützten Verfahrens zur Verdichtung schmelzbarer, explosiver Nitrokörper, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftdruck während des Erstarrens der Nitrokörper nur von innen auf die umhüllende, einen etwas geringeren Durchmesser als die Gießform besitzende Pappbüchse wirkt und diese dicht gegen die Wandung der Gießform preßt.
  2. 2. Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform des durch Patent 185958 geschützten Apparates im Innern mit einem Einsatz (r) versehen ist, der den oberen Rand der Pappbüchse gegen die Gießfonn abdichtet. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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