DE2264458C3 - Vorrichtung zum maschinellen Entnehmen von SüBwarenartikeln aus Formkästen - Google Patents

Vorrichtung zum maschinellen Entnehmen von SüBwarenartikeln aus Formkästen

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DE2264458C3
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Paul Dr.-Ing.; Steinhart Gilbert Dr.-Ing.; 3000 Hannover Görling
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Ausscheidung aus: 22 27 479 B. Sprengel & Co, 3000 Hannover
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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum maschinellen Entnehmen von in Stärkepuder enthaltenden Formkästen gegossenen Süßwarenartikeln, insbesondere Krustenartikeln, aus den Formkästen mit einem umlaufenden endlosen Entnahmeförderband, das unter relativer Längsbewegung zwischen den Formkästen und dem Förderband schräg von oben nach unten in die Formkästen einsticht und dessen Umleitkante in Abhängigkeit von der Stellung des Formkastens automatisch heb- und senkbar ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung (DT-OS 20 42 755) ist das Entnahmeförderband zu einer Einheit mit dem die entnommenen Krustenartikel durch eine anschließende Reinigungsvorrichtung führenden Transportband zusammengefaßt, so daß das Transportband und das F.ntnahmeförderband aus einem einzigen endlosen umlaufenden Band bestehen. Mit Hilfe von Umlenkrollen am oberen und unteren Trum des Bandes und der Umleitkante ist das Band an einem Umlaufende spitz zulaufend ausgebildet. Der Entnahmeteil des Bandes ist dabei verhältnismäßig lang gehalten. Wenn die Umleitkante dort mit Hilfe eines Gestänges zun. Einstechen in einen Formkasten abwärts geschwenkt wird, legt sich das obere, d.h. das Entnahmetrum nahezu auf das untere Trum, das an dieser Stelle durch eine entsprechend angebrachte Umlenkrolle geführt ist. Das Entnahmeende des Bandes kann infolgedessen nur um einen geringen Winkelbetrag verschwenkt werden. Dieser würde nicht ausreichen, um in horizontal bewegte Transportkästen einstechen zu können. Deshalb ist bei dieser bekannten Vorrichtung das Transport-Zuführband der Formkästen schräg nach unten geneigt verlaufend angeordnet. Trotzdem muß an der Stelle des Einstechens der Umleitkante in den Formkasten ein verhältnismäßig breiter Bereich von Krustenartikeln freigehalten werden, so daß die Formkästen bei weitem nicht vollständig ausgenützt werden können. Trotz des verhältnismäßig komplizierten Aufbaues dieser Vorrichtung ist deren Leistungsfähigkeit nicht ausreichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art mit baulich einfachen Mitteln so auszubilden, daß die Aufnahmefähigkeit der Formkästen bei sehr schonender Entnahme der Krustenartikel aus den Formkästen wesentlich verbessert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einer Vorrichtung gemäß der eingangs geschilderten Art vor, daß über dem Entnahmetrum des Entnahmeförderbandes mindestens eine rotierend angetriebene Bürste mit einer die Förderwirkung des Entnahmetrums unterstützenden Drehrichtung angeordnet ist.
Durch diese Maßnahme wird auf einfache Art und Weise erreicht, daß das Entnahmetrum verhältnismäßig steil, d. h. dicht hinter der Kante des jeweils vorbeibewegten Formkastens in diesen einstechen kann, ohne daß dabei die Gefahr besteht, daß die Krustenartikel vom Entnahmeförderbandende nicht mitgenommen werden oder auf diesem zurückrutschen würden. Die rotierend angetriebene Bürste bewegt vielmehr die auf das vorderste Ende des Entnahmetrums aufgelaufenen Krustenartikel auf schonende Art und Weise mit und drückt diese sanft gegen das Entnahmetrum, so daß die Krustenartikel auch nicht zurückrutschen oder sich sonst in ihrer Lage verändern können. Wenn die Krustenartikel sich nämlich beim Entnehmen aneinander stoßen, besteht die Gefahr, daß sie auf Grund ihrer dünnen Kruste beschädigt werden. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Bürste die Krustenartikel ein erstes Mal vom anhaftenden Puder befreit, so daß in der nachgeschalteten Reinigungsvorrichtung unter Umständen weitere Bürsten eingespart werden können und der restliche anhaftende Puder durch Anblasen mit Luft beseitigt werden kann.
Eine besonders einfache Bauweise ergibt sich, wenn das Entnahmetrum in Förderrichtung gesehen nach der Umleitkante über ein Rad geführt ist, um dessen Drehachse die Umleitkante schwenkbar ist. So läßt sich das Entnahmeförderband ohne Führungsschwierigkeiten im erforderlichen Winkel abschwenken.
Dabei ist es besonders günstig, wenn das Rad und die Umleitkante in einem im Querschnitt etwa tropfenförmigen Gestell zusammengefaßt sind, das vom Entnahmeförderband umschlungen und an seinem dickeren Ende schwenkbar gelagert ist. Auf diese Art und Weise ist das gesamte Entnahmeförderband in einer minimalen Länge ausbildbar, wobei besonders vorteilhaft ist, daß die Schwenkachse des Gestells mit der Drehachse des Rades zusammenfallen kann.
Dabei kann zur weiteren baulichen Vereinfachung im dickeren Ende des Gestells ein Antrieb für das Entnahmeförderband angeordnet sein.
Durch den Zusammenschluß aller wesentlichen Teile des Entnahmeförderbandes in einem Gestell ist außerdem eine besonders günstige automatische Steuerung der Umleitkante in Abhängigkeit von der Stellung der Formkästen in der Weise möglich, daß das Gestell mit einer Vragvorrichtung eine Einheit bildet, an welcher eine mit der Kante des jeweils vorbeibewegten Formkastens zusammenwirkende und damit das Gestell verschwenkende Steuerfläche vorgesehen ist.
Eine besonders schonende Entnahme der Krustenartikel kann mit der Maßnahme erzielt werden, daß die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Bürste der Laufgeschwindigkeit des Entnahmetrums des Entnahmeförderbandes entspricht.
Der Erfindungsgedanke wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Dabei zeigt: z0
F i g. 1 eine schematisierte Draufsicht auf eine gesamte Vorrichtung zum automatischen Entnehmen der Krustenartikel, ferner zum Reinigen und zum Zuführen zu einer Schokoladeüberziehmaschine,
Fig.2 die Entnahmevorrichtung in Seitenansicht in .-5 schematisierter Darstellung.
Um einen Überblick der Arbeitsweise der Entnahmevorrichtung im Zusammenhang mit den damit zusammenwirkenden anderen Vorrichtungen zur automatischen Bearbeitung von Krustenartikeln zu erhalten, ist in F i g. 1 schematisch ein Reiferaum 1 für die Süßwarenartikel, d. h. Krustenartikel gezeigt, welche in Stärkepuder enthaltenden Formkästen in der bekannten Art und Weise gegossen sind. Aus diesem Reiferaum 1 werden Formkästen 8 zu einem Transportband 3 gebracht, auf welchem sie, in einem gewissen Abstand zueinander einer Entnahmevorrichtung 5 zugeführt werden. Mit der Ausgestaltung dieser Entnahmevorrichtung beschäftigt sich die Erfindung. Sie wird im einzelnen anhand der F i g. 2 erläutert.
An die Entnahmevorrichtung schließt sich eine Reinigungsvorrichtung 4 an. Am Ende der Gesamtvorrichtung befindet sich eine Überzugeinrichtung 2, die durch ein Transportband 26 mit der Reinigungseinrichtung 4 in Verbindung steht.
Die Zuführrichtung der Transporteinrichtung 3 für die Formkästen 8 ist durch einen Pfeil 7 bezeichnet. Der Transporteinrichtung ist eine durch einen Pfeil 9 angedeutete Abnahmeeinrichtung für geräumte Formkästen 8 zugeordnet.
Die Reinigungseinrichtung 4 weist drei Bahnabschnitte 11,13 und 14 auf. Der erste Bahnabschnitt U besteht aus einem endlos umlaufenden Siebband mit einer bestimmten Anzahl parallel zueinander in Transportrichiung verlaufender Rillen, in welchen die Krustenartikel zum zweiten Bahnabschnitt 13 gefördert werden. Dieser weist eine dem ersten Abschnitt gleiche Anzahl von Rillen auf, die fächerartig auseinanderlaufen. Der zweite Bahnabschnitt ist als Schüttelrutsche ausgebildet, so daß die Krustenartikel darauf in vergrößertem Querabstand dem dritten Bahnabschnitt 14 zugeführt werden, der aus einem Gitterband mit entsprechenden längslaufenden Rillen ausgebildet ist. Im Bereich dieses dritten Bahnabschnittes 14 ist eine Blaseinrichtung 6 vorgesehen, deren Düsen den noch anhaftenden Puderstaub von den Krustenartikeln wegblasen. Vom dritten Bahnabschnitt 14 werden die Krustenartikel in der dort eingenommenen Formation an das Förderband
26 übergeben.
Es ist ohne weiteres erkenntlich, daß die Funktionsfähigkait der gesamten Vorrichtung sehr wesentlich von der Arbeitsqualität der Entnahmevorrichtung 5 abhängig ist
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, weist diese Entnahmevorrichtung 5 ein etwa tropfenförmiges Gestell 17 auf, das um eine Drehachse 18 schwenkbar gelagert ist. Das Gestell setzt sich im wesentlichen aus einem Antriebsrad 19, das konzentrisch zur Drehachse 18 in Richtung des Pfeiles B dreht, und einer Umlenkkante 20 zusammen. Das Gestell 17 ist von einem Entnahmeförderband 21 umschlungen, das vom Antriebsrad 19 bewegt wird. Das Gestell 17 ist an einer Tragvorrichtung 22 angeordnet, die in F i g. 2 nur durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist. Sie weist eine Steuerfläche 23 auf, die zum Verschwenken des Gestells mit dem von der Transportbahn 3 herangetragenen Formkästen 8 zusammenwirkt. Je nachdem taucht das spitze Ende des Gestells 17 und damit das Entnahmeförderband 21 teilweise in die Formkästen 8 ein oder wird aus deren Verschiebeweg herausgeschwenkt. Der Tragvorrichtung 22 ist eine Einstellschraube 24 zum Verstellen der Eintauchtiefe zugeordnet. Über dem Entnahmetrum des Entnahmeförderbandes 21 sind am Gestell 22 zwei Bürsten 25 angeordnet, die in Richtung der Pfeile Czum rotieren antreibbar sind.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist wie folgt:
Aus dem Reiferaum 1 wird ein Formkasten 8, gefüllt mit Stärkepuder und darin gegossenen und ausgereiften Krustenartikeln 10 in Zuführrichtung gemäß Pfeil 7 zur Transportbahn 3 gebracht. Die Krustenartikel 10 liegen bekanntlich im Formkasten in einer bestimmten gegenseitigen Anordnung. Sobald die Vorderkante des Formkastens 8 auf die Steuerkurve 23 der Tragvorrichtung 22 aufläuft, wird das Gestell 17 mit dem Entnahmeförderband 21 über die Vorderkante geschwenkt und taucht anschließend mit seinem spitzen Ende unmittelbar hinter der Vorderkante in den Puder ein. Der Formkasten 8 bewegt sich stetig weiter; dadurch laufen die Krustenartikel 10 zwangsläufig auf das Entnahmetrum des Entnahmeförderbandes 21 auf. Diese Bewegung wird noch durch die rotierenden Bürsten 25 unterstützt, die gleichzeitig einen Teil des den Krustenartikeln 10 anhaftenden Puders entfernen. Auf dem Entnahmeförderband behalten die Krustenartikel ihre gegenseitige Lage, insbesondere ihren Querabstand voneinander bei. Diese Beibehaltung der bestimmten Ordnung bildet eine wesentliche Voraussetzung dafür, daß auch das weitere Fördern der Krustenartikel zu den nächsten Bearbeitungsstationen, wo ein solcher bestimmter Querabstand unerläßlich ist, selbsttätig erfolgen kann. Das Zusammenwirken zwischen dem Entnahmeförderband und den Bürsten ist besonders gut, wenn, wie im gezeichneten Beispiel, in Förderrichtung zwei Bürsten 25 hintereinander angeordnet sind, so daß praktisch der gesamte Bereich des Entnahmetrums von den Bürsten überdeckt wird.
Die beiden Bürsten laufen in einer Drehrichtung gemäß dem Pfeil C um, wobei die Rotationsgeschwindigkeit der Bürsten so eingestellt werden kann, daß ihre Umfangsgeschwindigkeit an der Berührungsstelle von Bürste und Entnahmetrum der Fortschreitgeschwindigkeit des Entnahmetrums angepaßt ist.
Hervorzuheben ist, daß das untere Trum mit dem Entnahmetrum des Entnahmeförderbandes 21 eine verhältnismäßig spitze Umleitkante 20 bilden, so daß bezüglich des Entnehmens der Krustenartikel aus den
Formkästen zusammen mit den rotierenden Bürsten ein Optimum erzielt wird, indem praktisch der gesamte Raum im Formkasten mit Krustenartikeln belegt sein kann, ohne daß beim Eintauchen des Entnahmeförderbandes 21 mit der Umleitkante 20 die Gefahr besteht, daß dabei Krustenartikel beschädigt oder nicht mit entnommen werden.
Nachdem das gesamte Entnahmeförderband 21 um das Gestell 17 geschlungen ist, das um eine Drehachse schwenkbar ist, welche mit der Drehachse des Antriebsrades 19 konzentrisch ist, wird der Vorteil erzielt, daß die Spannung des Entnahmeförderbandes 21 unabhängig von der Winkelstellung gegenüber der Horizontalen stets gleichbleibt.
Das dickere Ende des Gestelles 17 bietet außerdem Raum für einen Antrieb für das Entnahmeförderband 21 und für die Schwenklagerung des Gestells. Das Gestell 17 kann im übrigen einen zur Schwenkiagerung kreisbogenförmig verlaufenden Abschnitt aufweisen, was den Vorteil hat, daß auch bei einer Schwenkbewegung die Neigung im Übergangsbereich zu der anschließenden Fördereinrichtung 4 immer gleich bleibt. Die Krustenartikel 10 werden somit der anschließenden Fördereinrichtung 4 immer unter dem gleichen Winkel zugeführt, unabhängig von der Winkelstellung des Entnahmeförderbandes 21.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum maschinellen Entnehmen von in Stärkepuder enthaltenden Formkästen j,ossenen Süßwarenartikeln, insbesondere Kruatenarti- s kein, aus den Formkästen mit einem umlaufenden endlosen Entnahmeförderband, das unter relativer Längsbewegung zwischen den Formkästen und dem Förderband schräg von oben nach unten in die Formkästen einsticht und zu diesem Zweck in Abhängigkeit von der Stellung des Formkastens automatisch heb- und senkbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Entnahmetrum des Entnahineförderbanrtes (21) mindestens eine rotierend angetriebene Bürste (25) mit einer die Förderwirkung des Förderbandes unterstützenden Drehrichtung ^angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entnahmetrum in Förderrichtung gesehen nach der Umleitkante (20) über ein Antriebsrad (19) geführt ist, um dessen Drehachse (18) die Umleitkante schwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsrad (19) und die Umleitkante (20) in einem im Querschnitt etwa tropfenförmigen Gestell (17) zusammengefaßt sind, das vom Entnahmeförderband (21) umschlungen und an seinem dickeren Ende schwenkbar gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im dickeren Ende des Gestells (17) ein Antrieb für das Entnahmeförderband (21) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (17) mit einer Tragvorrich tung (22) eine Einheit bildet, an welcher eine mit der Kante des jeweils vorbeibewegten Formkastens (8) zusammenwirkende und damit das Gestell verschwenkende Steuerfläche (23) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Bürste (25) der Laufgeschwindigkeit des Entnahmetrums des Entnahmeförderbandes (21) angepaßt ist.
DE19722264458 1972-06-06 Vorrichtung zum maschinellen Entnehmen von SüBwarenartikeln aus Formkästen Expired DE2264458C3 (de)

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DE2264458A1 DE2264458A1 (de) 1973-12-20
DE2264458B2 DE2264458B2 (de) 1977-04-14
DE2264458C3 true DE2264458C3 (de) 1977-12-01

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