DE2264136B2 - Entlüftungsstopfen für Schäumform - Google Patents
Entlüftungsstopfen für SchäumformInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich suf einen Stopfen zum Einsetzen in Bohrungen im Deckel einer zweiteiligen
Form für die Verarbeitung verschäumbarer Kunststoffe, für den Austritt von Gasen, Dämpfen und ggf.
überschüssigem Schaumstoff aus dem Formhohlraum, bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen
Körper aus Kunststoff mit einem axialen konzentrischen Durchlaß, der beidseitig in Einlaß- bzw.
Auslaßöffnungen endet.
Ein aus der DE-OS 19 48 871 bekannter Stopfen der eingangs genannten Art ist insbesondere für Formen
bestimmt, in denen unter Wärmeeinwirkung expandierbare thermoplastische Materialien wie treibmittelhaltige
Polystyrolperlen geformt werden. Bei deren Anwendung sind mehrere Auslaßstopfen in die Formwand
eingebaut, um durch sie verdrängte Luft, Gase, Kondensat und Dampf nach außen in die Umgebung
abzuleiten. Jeder dieser bekannten Stopfen ist ein aus Polyamid, einem Material mit geringer Wärmeleitung
hergestellter, im wesentlichen zylindrischer Körper mit einem axialen Durchlaß und einer dem Formhohlraum
zugekehrten, durch schmale Schlitze gebildeten Einlaßöffnung. Diese Schlitze sollen nur die gasförmigen
Medien hindurchlassen und dem Kunststoffmaterial das Eindringen in den Axialdurchlaß verwehren.
Derartig ausgebildete Stopfen sind zwar für die Entlüftung von Formen, in denen Gegenstände aus
dehnbarem Polystyrol gefertigt werden, geeignet, jedoch nicht für die Entlüftung von Formen, in denen
Teile aus verschäumbarem Kunststoff wie beispielsweise Polyurethanschaum hergestellt werden sollen, weil
das flüssige verschäumbar Material sofort in die Schlitze eindringen und den gesamten Durchlaß sofort
verstopfen würde. Eine gezielte Entlüftung wäre damit nicht mehr möglich. Weiterhin müßte der erstarrte
Kunststoff anschließend mit unvertretbar hohem Arbeitsaufwand wieder aus den Schlitzen entfernt
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Stopfen der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, der eine einwandfreie Entlüftung der Form gewährleistet und leicht zu reinigen ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zum Schäumen von Polyurethan der aus Polyacetal,
Polyäthylen oder Polypropylen bestehende Körper mit zum Formhohlraum hin gerichteter Einlaßöffnung als
einer einzigen kreisförmigen öffnung ausgebildet ist und sich der Durchlaß von der Einlaßöffnung zur
Auslaßöffnung konisch erweitert
Der Stopfen ist speziell für die Anforderungen beim Entlüften von Formen geeignet, in denen Teile aus
verschäumbarem Kunststoff wie beispielsweise Polyurethan hergestellt werden, und er bringt hierfür
verschiedene Vorteile mit. Bedenkt man, daß beim Verschäumen von Kunststoff wesentlich mehr Gase in
die Umgebung abzuleiten sind als beispielsweise bei der Verarbeitung treibmittelhaltiger Polystyrolperlen, dann
muß man damit rechnen, daß der verschäumte Kunststoff in den als Entlüftungseinrichtung dienenden
erfindungsgemäßen Stopfen eindringt. Aus dem Stopfen läßt sich die eingedrungene und dort erstarrte
Schaumstoffmasse leicht und ohne Nachteil für das fertige Erzeugnis vom restlichen Kunststoffkörper
trennen, weil der Durchlaß im Stopfen seinen kleinsten Querschnitt an der Einlaßöffnung besitzt und sich nach
außen hin konisch erweitert. Das Entfernen der erstarrten Kunststoffmasse im Durchlaß wird noch
dadurch erleichtert, daß der Stopfen selbst aus einem Material besteht, von dem sich die verschäumbare
Kunststoffmasse besonders leicht ablösen läßt.
Vorzugsweise besitzt der Stopfen eine kreisförmige Einlaßöffnung, die einen zwischen 0,38 mm bis 4,76 mm
liegenden Durchmesser aufweist.
Vorteilhafterweise kann der Stopfen in der Weise abgewandelt sein, daß sein einlaßseitiges Ende ursprünglich
verschlossen ist und erst bei Verwendung je nach Bedarf aufgebohrt wird.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann eine die Einlaßöffnung des Stopfens umgebende versetzte Kante vorgesehen sein, die sich in den Formhohlraum bis etwas über die Oberfläche der Formhohlraumwand hinaus erstreckt. Diese versetzte bzw. vorspringende Kante erleichtert das Abtrennen des im Durchlaß des
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann eine die Einlaßöffnung des Stopfens umgebende versetzte Kante vorgesehen sein, die sich in den Formhohlraum bis etwas über die Oberfläche der Formhohlraumwand hinaus erstreckt. Diese versetzte bzw. vorspringende Kante erleichtert das Abtrennen des im Durchlaß des
so Stopfens verbleibenden Kunststoffstiels vom fertigen Schaumerzeugnis.
Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine Ansicht im mittigen vertikalen Schnitt durch eine typische Form zur Herstellung von Schaumstoffteilen, welche zwei Ausführungsformen der Entlüftungsanordnung zeigt;
Fig. 1 eine Ansicht im mittigen vertikalen Schnitt durch eine typische Form zur Herstellung von Schaumstoffteilen, welche zwei Ausführungsformen der Entlüftungsanordnung zeigt;
F i g. 2 eine der F i g. 1 ähnliche Teilansicht einer dritten Ausführungsform;
Fig.3 ebenfalls eine Teilansicht ähnlich der Fig. 1,
die eine vierte Ausführungsform zeigt.
Die in den Zeichnungen dargestellte typische Form 10 (F i g. 1) besitzt eine untere Hälfte bzw. Basis 12 und eine
obere Hälfte bzw. einen Deckel 14, die gewöhnlich aus Stahl oder aus Aluminium sind. Der Deckel 14 ist in der
geschlossenen Stellung dargestellt und der äußere Umfangsrand 15 seiner flachen Unterseite 16 liegt
gegen einen entsprechenden Umfangsrand 18 der
Oberseite der Basis 12 an. Der Deckel 14 ist an der Basis 12 durch ein Gelenk bzw. Scharnier 20 gelenkig
befestigt und kann in der Richtung des Pfeils 22 in eine Offenstellung verschwenkt werden, um die Entnahme
eines Schaumstoffteils 25 zu ermöglichen, der in der Form 10 geformt worden ist In der Oberseite der Basis
12 ist eine Höhlung 24 mittig ausgeformt, in welcher Höhlung 24 ein Formhöhlungseinsatz 26 für den
Schaumstoff vorzugsweise entweder aus Polyäthylen oder aus Polypropylen angeordnet ist Der Formhöhlungseinsatz
26 ist so gestaltet, daß er in der Höhlung 24 derart sitzt, daß eine äußere Umfangslippe 28 des
Einsatzes 26 vorzugsweise über die Oberseite der Basis 12 etwas erhaben ist Wenn sich der Deckel 14 in der
dargestellten geschlossenen Stellung befindet, hat die Lippe 28 die Aufgabe, einen kontinuierlichen Umfangskontakt
mit dem Deckel 14 zu bilden, so daß eine Schaumstofformgebungskammer 32 von der gleichen
Gestalt wie der Teil 25 durch den Einsatz 26 und den Deckel 14 begrenzt wird. Ein Einlaßkanal 36 im Deckel
14 erstreckt sich zwischen dem mittigen Kopfraum der Kammer 32 und der Außenluft 38. Nachdem das zu
verschäumende Gemisch in die Kammer 32 durch den Kanal 36 eingeleitet worden ist, kann der letztere durch
geeignete Mittel (nicht gezeigt) verschlossen werden, um das Austreten von Schaum durch diesen zu
verhindern. Der Einlaß 36 ist gegebenenfalls überflüssig, wenn die Form dadurch beschickt wird, daß das
Gemisch in den Formhöhlungseinsatz 26 bei geöffnetem Deckel 14 eingegossen und dann der letztere geschlossen
wird, um die Formgebungskammer dichtend einzuschließen.
Die Entlüftungsanordnung umfaßt Löcher 40a und 406 (Fig. 1), 40c (Fig. 2) und 40c/ (Fig.3), in welche
Entlüftungseinsätze 44a bis 44c/eingesetzt werden.
Was die Einzelbeschreibung der allen Entlüftungseinsätzen 44 gemeinsamen Merkmale betrifft, so sind die
einander entsprechenden Teile der Einsätze mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet und die einzelnen
Ausführungsformen des Einsatzes 44 durch zusätzliche Buchstaben gekennzeichnet. Jeder Entlüftungseinsatz
44 besitzt ein inneres Ende 46, welches der Formgebungskammer 32 zugekehrt ist, und ein äußeres Ende 48,
das der Außenluft 38 zugekehrt ist Ein Entlüftungskanal 50 erstreckt sich in der Längsrichtung durch jeden
Entlüftungseinsatz zwischen dessen innerem und äußerem Ende. Jeder Entlüftungskanal 50 endet an seinem
inneren Ende 46 mit einer Einlaßöffnung 52 und an seinem äußeren Ende 48 mit einer Auslaßöffnung 54.
Jeder Entlüftungseinsatz 44 ist vorzugsweise entweder aus Acetal, Polyäthylen oder Propylen hergestellt und
kann entweder im Spritzgußverfahren geformt oder extrudiert werden. Außerdem ist jeder Einsatz 44
vorzugsweise rohrförmig in der Weise, daß er eine zylindrische Außenfläche 56 aufweist, die axial in Locher
40 von kreisförmigem Querschnitt eingepreßt werden kann, obwohl natürlich auch andere Anordnungen zum
Einbringen der Entlüftungseinsätze in die Form vorgesehen werden können.
Hierbei ist zu erwähnen, daß die Größen des dargestellten Entlüftungseinsatzes 44 nicht unbedingt
maßstäblich sind und ferner, daß die besonderen Einbaustellen der Einsätze 44 in die Form 10 von der
besonderen Gestalt des Schaumstoffteils abhängen. Die Größe des Entlüftungskanals 50 muß ausreichen, daß in
der Kammer 32 enthaltene Luft und in der Kammer erzeugte Gase frei austreten können, andererseits
müssen sie jedoch ausreichend eng sein, damit ein übermäßiger Schaumverluit verhindert wird. Beim
Füllen der Kammer 32 mit Schaum verlassen Gase die Kammer über den Entlüftungskanal 50, worauf ein Teil
des Schaums in den Entlüftungskanal 50 über die Einlaßöffnung 52 eintritt Je nach der Menge des.
Schaums und dem besonderen Volumen des Entlüftungskanals 50 kann der Schaum entweder teilweise den
Entlüftungskanal 50 füllen oder den Entlüftungskanal 50 vollständig füllen, wobei überflüssiger Schaum an der
Oberseite des Deckels 14 überläuft So wird im Kanal 50b des Einsatzes 446 in F i g. 1 ein Teilstiel 5Sb gebildet,
während im Kana! 50a des Einsatzes 44a (Fig. 1) ein
vollständiger Stiel 58a mit einem Pilzkopf bzw. mit einer Kappe 60a an der Oberseite des Deckels 14 erhalten
wird. Bei den beiden in Fig. 1 gezeigten Ausführungsformen erweitern sich die Entlüftungskanäle 50a und
50i> nach außen zur Atmosphäre, damit die geformten
Stiele 58 leicht von der Außenseite der Form aus entfernt werden können. Wegen dieser Erweiterung
befindet sich die kleinste Querschnittsfläche des Stiels 58 an seiner Verbindungsstelle mit dem Teil 25. Daher
findet, wenn der Stiel 58a aus dem Einsatz 44a dadurch entfernt wird, daß die Kappe 60a nach oben von Deckel
14 weg abgeschält wird, die Trennung von Teil 25 an der Einlaßöffnung 52 statt Während die inneren Enden 46
jedes Einsatzes vorzugsweise mit der Unterseite 16 des Deckels 14 bündig sind, so daß in diesem Bereich eine
unterbrechungsfreie Bildung der Haut des Teils 25 erhalten wird, ist der Einsatz 44a mit einer versetzten
Kante 62 um die Einlaßöffnung 52 herum versehen, die etwas unter die Ebene der Unterseite 16 vorsteht. Diese
Kante 62 fördert das Bestreben des Stiels 58a, sich von dem Teil 25 zu trennen. Die Kante ist gewöhnlich sehr
niedrig und die entstehende Eintiefung in der Haut des Teils 25 ist praktisch vernachlässigbar. Im Falle des
Einsatzes 44b ist die Einlaßöffnung 52b außerordentlich klein und wegen der verstärkten Verjüngung des
Entlüftungskanals 50b trennt sich der Stiel 5Sb leicht von dem Teil 25 um die Einlaßöffnung 52b herum.
Wegen des sehr kleinen Durchmessers der öffnung 52b
ist eine Beeinträchtigung der erhaltenen Oberfläche der Haut des Teil 35 ebenfalls vernachlässigbar. Ferner ist
zu erwähnen, daß, falls erforderlich, ein Nylongreifer 64 verwendet werden kann, um den Stiel 586 zu entfernen,
wenn dieser verhältnismäßig klein und zum Erfassen von Hand nicht zugänglich ist.
Die Entlüftungskanäle 50c (F i g. 2) und 50c/ (F i g. 3)
können verwendet werden, wenn die Verbindung der Stiele 58c, 58c/ mit dem Teil 25 belassen werden soll, so
daß die Stiele später durch Entgraten weggenommen werden. Wie sich aus F i g. 2 ergibt, verjüngt sich der
Kanal 50c in der radialen Richtung zur Außenluft 38, so daß sich der kleinste Querschnitt des Kanals 50 an der
Auslaßöffnung 54c befindet. Eine entstehende Kappe, wie bei 60c gezeigt, kann vom Deckel 14 abgeschält
werden, wobei sich die Kappe vom Stiel in der Nähe der Auslaßöffnung 54c trennt, was in ähnlicher Weise für
den Einsatz 44c/ gilt
Bei der Gestaltung der Entlüftungüeinsätze 44 ist besonders auf die Wahl des zu verwendenden Materials
zu achten. Das Material ist vorzugsweise ein Kunststoff, wie Acetal, Polyäthylen oder Polypropylen, das im
ausgehärteten Zustand leicht ohne Hängenbleiben eniformt werden kann. Solche Materialien können
entweder im Spritzgußverfahren geformt oder extrudiert werden, um in Großserienfertigung herstellbare
verhältnismäßig billige Einsätze zu erhalten. Ein Vorteil, der durch einen so verbundenen Entlüftungseinsatz
erzielt wird, besteht in der Möglichkeit, einen Entlüftungskanal zu erhalten, der für die besondere
Form, mit der er verwendet werden soll, ideal geeignet ist. Da die Größe des Entlüftungskanals 50 insofern
etwas kritisch ist, als eine zu große öffnung einen übermäßigen Verlust an Schaum zur Folge hat, kann der
Einsatz 44 so geformt werden, daß eine seiner öffnungen geschlossen ist. Diese öffnung kann dann
durch ein geeignetes Werkzeug auf eine ausgewählte Größe geöffnet werden. Sodann kann der Einsatz für
seine beabsichtigte Verwendung ausprobiert werden, um festzustellen, wie sich die gewählte Größe verhält.
Wenn die Größe zu gering ist, läßt sie sich leicht
erweitern, um die notwendige Querschnittsfläche zi
erzielen. Andererseits kann, wenn die anfänglicl gewählte Größe zu groß ist, der Einsatz verschrotte
werden und ein neuer Einsatz kleiner bemessen werden Hieraus ergibt sich, daß durch die Erfindung eint
wesentliche Verbesserung gegenüber den herkömmli chen gebohrten Entlüftungskanälen erzielt worden ist
In der Praxis hat sich für Entlüftungseinsätze von der ii F i g. 1 dargestellten Art ein Durchmesser an de
Einlaßöffnung 52 von nur 038 mm als geeignet für eini
Art von Teilen erwiesen, während Durchmesser bis zi 4,76 mm für andere Teile notwendig waren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Stopfen zum Einsetzen in Bohrungen im Deckel einer zweiteiligen Form für die Verarbeitung
verschäumbarer Kunststoffe, für den Austritt von Gasen, Dämpfen und ggf. überschüssigem Schaumstoff
aus dem Formhohlraum, bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen Körper aus Kunststoff
mit einem axialen konzentrischen Durchlaß, der beidseitig in Einlaß- bzw. Auslaßöffnungen endet,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Schäumen von Polyurethan der aus Polyacetal, Polyäthylen
oder Polypropylen bestehende Körper (44a, 4Ab)
mit zum Formhohlraum (25) hin gerichteter Einlaßöffnung (52a. 52b) als einer einzigen kreisförmigen
öffnung ausgebildet ist und sich der Durchlaß (50a, 50b) von der Einlaßöffnung (52a, 52b) zur
Auslaßöffnung (54a, 54b) konisch erweitert
2. Stopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmige Einlaßöffnung einen
Durchmesser von 0,38 bis 4,76 mm aufweist.
3. Abwandlung des Stopfens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das einlaßseitige Ende
des Stopfens anfangs verschlossen ist und entsprechend dem jeweiligen Bedarf aufgebohrt wird.
4. Stopfen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Einlaßöffnung (52a) umgebende versetzte
Kante (62), die sich in den Formhohlraum (25) bis etwas über die Oberfläche (16) der Formhohlraumwand
hinaus erstreckt.
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