DE226274C - - Google Patents
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- DE226274C DE226274C DENDAT226274D DE226274DA DE226274C DE 226274 C DE226274 C DE 226274C DE NDAT226274 D DENDAT226274 D DE NDAT226274D DE 226274D A DE226274D A DE 226274DA DE 226274 C DE226274 C DE 226274C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ,M 226274 KLASSE 46 d. GRUPPE
JOHN HUTCHINGS in LONDON.
Die Erfindung betrifft eine Verbrennungskammer für Gasturbinen mit Verbrennung
unter Gleichdruck, bei welcher Druckluft mit dem Brennstoff in einem Brenner am Boden
der Verbrennungskammer innig gemischt werden. Gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art, bei denen das Gemisch, nachdem es
eine Gruppe von Mischsieben passiert hat, durch einen elektrischen Zünder in der Mitte
ίο der Verbrennungskammer entzündet wird, ist
die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner aus zwei konzentrisch
übereinander angeordneten durchbrochenen Kappen besteht, zwischen deren Spalt ein
Zündedraht schwingbar angeordnet ist, während der Brennstoff durch ein brausenförmiges
Strahlmundstück unter der inneren Kappe zutritt, derart, daß Zündung und Verbrennung
des fein, verteilten Gemisches von Brennstoff und Druckluft bereits im Kappenzwischenspalt
erfolgt. Hierdurch wird eine raschere und gleichmäßigere Verbrennung des über den
ganzen weißglühend werdenden Boden der Kammer verteilten, bereits im Brenner entzündeten
Gemisches erzielt. Ein weiteres Kennzeichen bildet die besondere Ausbildung
der Zündvorrichtung in der Weise, daß der im Brennerspalt schwingbar angeordnete bogenförmige
Zündungsdraht nicht dadurch das Gemisch entzündet, daß er glühend wird, sondern
dadurch, daß er als ein elektrischer Leitungsdraht die Zündung durch Kontaktunterbrechung
mittels Zündfunkens erzielt, wodurch eine größere Sicherheit der Zündung erreicht wird. In beiden Fällen wird der
Zündedraht, nachdem die Entzündung des Gemisches erfolgt ist, aus dem Spalt heraüsgeschwungen
und. so der schädlichen Beeinflussung der großen Hitze entzogen, indem die weitere Verbrennung durch die glühend
gewordene äußere Kappe gesichert ist.
Die Form der Turbine bildet nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Umkehrturbine gewählt. .
. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die von oben gesehene Gesamtanordnüng mit dem Luftkompressor
und der Verbrennungskammer im Schnitt nach der Linie M-N in Fig. 2, welche
einen senkrechten Schnitt nach der Linie K-L in Fig. ι darstellt. Fig. 3 ist ein Schnitt durch
die Verbrennungskammer nach der Linie G-H in Fig. 2, während Fig. 4 einen entsprechenden
Teilschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform der Verbrennungskammer darstellt.
Das Treibmittel für die Turbine wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der
Erfindung von einer Verbrennungskammer d (Fig. i, 2 und 3) geliefert, innerhalb welcher
ein Gemisch von Gas und Luft, ein Kohlenwasserstoff oder ein anderer Brennstoff in
A^erbindung mit geregelten Mengen von Luft oder einem gleichwertigen, die Verbrennung
fördernden Mittel, wie Sauerstoff, verbrannt wird, worauf das Produkt dieser Verbrennung durch eine geeignete Leitung, z. B. die
dargestellten Kanäle 5 (Fig. 3) durch eine von
Hand beeinflußte oder selbsttätige Steuervorrichtung b, c in die Turbine geleitet wird.
Die Luft zur Aufrechterhaltung der Verbrennung innerhalb der Kammer d kommt
aus einem Behälter 9 (Fig. 1), in welchen Luft unte,r hohem Druck eingeführt wird.
Der Brennstoff wird aus einem Behälter /, der in geeigneter Weise, wie z. B. in Fig. 1
dargestellt, angeordnet ist, gespeist, welcher seinerseits von irgendeiner geeigneten Speisevorrichtung,
z. B. einer Druckpumpe, gespeist wird.
Die Druckluft und der Brennstoff von hohem Verbr.ennungsvermögen werden in
genau abgemessenen Mengen in eine Kappe 44 eingeleitet, welche dem Gemisch von Luft und
Gasen oder Dämpfen Durchgang gestattet, aber nicht der Flamme, welche an der äußeren
Fläche der Kappe entsteht, so daß also die Verbrennung außerhalb dieser Fläche stattfindet.
Es kann auch der Brennstoff innerhalb der Kappe 44, und die Luft zur Unterhaltung
der Verbrennung unabhängig davon am Umfang der äußeren Fläche eingeleitet werden,
so daß die durchbrochene Kappe hocherhitzt und glühend wird und eine, weiße
Flamme erzeugt.
In Fig. 2 und 5 besteht die Zündvorrichtung aus einem Zündedraht 43, der in dem
Raum liegt, der zwischen der oberen und unteren Fläche der Kappe oder des Mantels 44
vorhanden ist, durch dessen Öffnungen das Luft- und Gasgemisch unter Druck · in die
Kammer d geleitet wird. Die zu dem Mantel 44 gehende Luft tritt in die Rohre 45 ein,
durchströmt deren Windungen, hierbei die durch Auspuffgase in der Kammer 52 mitge-
. teilteHitze aufnehmend und expandiert dann in die Kammer 46, worauf sie durch die gelochte
Kappe47 austritt, welche dazu dient, den Luftstrom
zu teilen und die Luft gut nach der Austrittsstelle des durch die Düsen 36 eintretenden
Gases zu verteilen. Der Gaszutritt ist durch einen Hahn 48 geregelt, und durch einen
anderen nicht dargestellten Hahn wird in ähnlicher Weise der Luftzutritt geregelt. Um eine
gleichmäßige Mischung von Luft und Brennstoff zur Bildung des Brennstoffgemisches zu
sichern, ist weiter ein Hilf seinlaß 49 (Fig. 2 und 3) vorgesehen, welcher in den Raum
innerhalb der Kappe mündet und aus der Kammer gespeist wird, in welche die Rohre 41
und 45 münden. 8 zeigt die Anordnung der Zündvorrichtung, bestehend aus einem Draht,
der mittels des Knopfes 50 der Welle 51 ausgerückt werden kann, wenn er -nicht zum
Zünden dienen soll, und mittels eines Unterbrechungsfunkens zündet. Das Rohr 49 ist
nach oben verlängert, so daß es mit einem Leitungsdraht 43 Kontakt macht, wenn dieser im
Winkel über den Brenner gestellt ist, während bei Unterbrechung des Kontaktes durch Abrücken
des Drahtes ein Zündfunken überspringt. Wenn der Draht diese Funktion erfüllt hat, legt man ihn weiter um, um ihn vor
Beschädigung durch die intensive Brennerhitze zu schützen.
Schauvorrichtungen zur Beobachtung der Verbrennung können in Form eines Stutzens ·
mit Linse wie bei 38 vorgesehen sein. Bei der dargestellten vorteilhaften Anordnung ist 39
ein Diaphragma aus unverbrennlichem, aber durchsichtigem Stoff, wobei zur Druckausgleichung
eine enge Verbindungsleitung von der Innenseite zur Außenseite durch eine Umleitung
40 vorgesehen ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 wird die Druckluft aus dem Druckluftbehälter 9
mittels durch die Auspuffkammer 52 geführter Rohre 45 in Kammern 54 geleitet und von da
durch andere Rohre 55 in eine Rohrschlange 56, aus der die hocherhitzte Luft in eine Hahnvorkammer
57 geleitet wird, aus der sie in die eine oder andere der Düsenpaare 4 gegen die
Turbinenschaufel treten kann, wobei die Riehtung durch den Umstellhahn b bestimmt wird.
Bei dieser Ausführungsform werden die Verbrennungsprodukte der Kammer d unmittelbar
durch die Kanäle g, die in punktierten Linien dargestellt sind, und von da in die go
Auspuffkammern 52 und 73 (Fig. 4) geleitet. Diejenige Luftmenge, welche zur Gemischbildung
und zur Aufrechterhaltung der Verbrennung in der Kammer d notwendig ist, wird durch die Kanäle 58, 58 (Fig. 4) eingeleitet,
welche durch in diesen Kanälen vorgesehene Hähne gesteuert werden, während die Verbrennungsprodukte oder hocherhitzte Gase,
anstatt unmittelbar gegen die Turbine α geleitet zu werden, wie Fig. 4 zeigt, gegen oder
rund um Rohre 56 geleitet werden, durch welche Druckluft strömt, so daß die umgebenden
heißen Verbrennungsgase ihre Hitze diesen Rohren 56 und der eingeschlossenen Luft
mitteilen, hierdurch deren Expansion und Druck für die Düsen der Turbine steigernd.
In diesem Falle treten die Verbrennugsprodukte durch Öffnungen g, von denen eine
punktiert dargestellt ist, in die Auspuffkammer 52. Zum erstmaligen Zünden eines Ver- no
brennungsgemisches in der Kammer d und vor dem öffnen der Verbindung zwischen dieser
und der Turbine wird der Kanal 60 durch eine geeignete Einstellung des Hahnes b offen gelassen,
so daß die Verbrennungsprodukte in die Außenluft entweichen können.
In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Temperatur durch einen geregelten Einlaß von
Wasserdampf zu regeln. Solch ein Einblaserohr 41 mit Düsen 42, eine oberhalb und eine
unterhalb der Brennerebene 3,6, ist in Fig. 2 dargestellt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
I. Verbrennungskammer für Gasturbinen mit Verbrennung unter Gleichdruck, bei welcher Druckluft mit dem Brennstoff in einem Brenner am Boden der Verbrennungskammer innig gemischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner aus zwei konzentrisch übereinander angeordneten durchbrochenen Kappen (44) besteht, zwischen denen ein Zündedraht (43) schwingbar angeordnet ist, während der Brennstoff durch ein brausenförmiges Strahlmundstück (36) unter der inneren Kappe zutritt, derart, daß Zündung und Verbrennung des fein verteilten Gemisches von Brennstoff und Druckluft bereits im Kappenzwischehspalt erfolgt. - 2. Verbrennungskammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der . schwingbar zwischen den Brennerkappen angeordnete Zündedraht ein elektrischer Leitungsdraht ist, welcher die Zündung durch Kontaktunterbrechung mittels Zündfunkens erzeugt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE226274C true DE226274C (de) |
Family
ID=486836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT226274D Active DE226274C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE226274C (de) |
-
0
- DE DENDAT226274D patent/DE226274C/de active Active
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