DE2256952C2 - Vorrichtung zum Aufkleben von Flexodruckplatten auf Druckzylinder - Google Patents
Vorrichtung zum Aufkleben von Flexodruckplatten auf DruckzylinderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufkleben
von Flexodrurkplatten auf die Druckzylinder einer Vielzylinderdruckmaschinc: bestehend aus einem mit
Zahnstange versehenen Tisch und einer oberhalb des Tisches angeordneten, zum Abstützen eines Druckzylinders
dienenden drehbar gelagerten Nabe, deren mit ihr fest verbundenes Ritzel sich auf der Zahnstange
abwälzen kann, um Nabe und Tisch relativ zueinander zu bewegen.
gen zum registerhaltigen Aufbringen von Druckplatten
auf einzelne Formzylinder ist es außerordentlich schwierig und arbeitsaufwendig, Flexodruckplatten
aufzukleben. Diese Schwierigkeiten werden noch größer, wenn es sich darum handelt, beim Vielfarbendruck
eine Mehrzahl von Flexodruckplatten exakt registerhaltig zum Einsatz zu bringen. Diese Schwierigkeiten
sind dadurch bedingt, daß Flexodruckplatten aus einem flexiblen nachgiebigen Material, beispielsweise
aus Gummi bestehen. Solche Druckplatten kann man nicht mit großer Präzision herstellen, da sie unter
Wärmeeinwirkung geformt werden und die nachfolgend bei der Abkühlung der Form luftretende
Schrumpfung nicht für alle Flexodruckplatten die gleiche ist Die Erfahrung zeigt, daß, auch wenn eine
Gruppe von Druckplatten in Formen hergestellt wird, die exakt gleiche Abmessungen haben, erhebliche
Längenvariationen auftreten. So war es bisher erforderlich, beim Aufbringen der Druckplatten auf die
Druckzylinder einer Vielzylinderdruckmaschine einzelne oder meistens sogar mehrere der Druckplatten zu
strecken oder zu dehnen, um einen exakt registerhaltigen Druck zu erzielen. Üblicherweise sind Flexodruckplatten
so nachgiebig, daß sie sehr leicht mit der Hand gestreckt und gedehnt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorerwähnten Nachteile zu bestätigen und eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der die Flexodruckplatten in einem gestreckten oder gedehnten Zustand registergetreu
bezüglich radialer und axialer Anschläge des Formzylinders auf dem letzteren aufbringbar sind.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst
Durch die Erfindung ist es möglich, die Flexodruckplatten bezüglich ihrer beim Druckvorgang erforderlichen
Längen geringfügig kleiner auszubilden, um dann sämtliche Druckplatten exakt auf gleiche Länge zu
dehnen und mit Klebstoff auf die Druckzylinder aufzubringen, während die Druckplatten in erforderlicher
Länge gestreckt gehalten werden. Falls die Länge des zu druckenden Musters unwichtig ist kann man die
längste Druckplatte gerade so weit strecken, daß die Druckplatte glatt am Formzylinder zur Anlage kommt
um dann anschließend alle anderen Druckplatten auf die gleiche Länge zu dehnen wie die vorerwähnte längste
Druckplatte.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteranspriichen.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie IH-IlI der
Fig. 1,
F i g. 4 eine Draufsicht auf einen Teil des Schlittens im Bereich der mittleren Halteschiene.
F i g. 5 eine Draufsicht auf eine Druckplatte für die
Flexodruckmaschine und
F i g. 6 einen Mittellängsschnitt durch die Druckplatte der F i g. 5.
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte 10 und einem Schlitten
11, der auf zwei parallelen Schienen 12, die sich vom
einen Ende zum anderen über die Grundplatte 10 erstrecken und eine Führungsbahn für den Schlitten
bilden, verschiebbar isi. Am Schlitten 11 sind zwei
äußere Halteschienen 13, 14 und eine mittlere Halteschiene IS (Fig.3) vorgesehen, um eine Flexodruckplatte
(16) auf der Oberseite des Schlittens 11 zu befestigen. In F i g. 1 und 2 ist die mittlere Halteschiene
15 fortgelassen, um andere Teile der Maschine erkennen 7u können. Am Hinterende der Grundplatte
10 ist mit zwei Ständern 19 ein Lagerbock befestigt, in dem ein Nabenkörper 20 drehbar gelagert ist Der
Nabenkörper 20 ragt in horizontaler Richtung über den Schlitten 11 hinweg und dient zur Abstützung eines
Druckzylinders 21, an dem eine Flexodruckplatte zu befestigen ist Ein mit dem Nabenkörper 20 verbundenes
Ritzel 22 greift in eine Zahnstange 23 des Schlittens 11 ein. '5
Die Grundplatte 10 ist im wesentlichen rechteckig und trägt in Richtung ihrer Längsersireckung vom einen
zum anderen Ende reichende Schienen 12. Die Schienen 12 bestehen aus einem Material mit geringem
Reibungskoeffizient beispielsweise aus Polytetrafluoräthylen. Die Grundplatte 10 ist ferner mit zwei
Führungsrollen 26 zum Angriff an der hinterkante des
Schlittens 11 und einer dritten Führungsrolle ?8 für die
Vorderkante des Schlittens U versehea Die Führungsrolle 28 ruht auf einem Exzenterzapfen 30, der in einer
Öffnung der Grundplatte 10 befestigt ist Die Führungsrollen halten den Schlitten 11 auf den Schienen 12 und
ermöglichen eine freie Bewegung in Längsrichtung der Grundplatte. Der Abstand zwischen der Führungsrolle
28 und dem Führungsrollenpaar 26 läßt sich dadurch verändern, daß man den Exzenterzapfen 30 der Rolle 28
so verstellt daß das Spiel zwischen den Rollen und dem Schlitten minimal wird Der Exzenterzapfen 30 wird in
der jeweils eingestellten Lage mit einer Madenschraube 31 gehalten (Fig.3). An der Rückwand des
Schlittens 11 sind zwei Anschlagschrauben an den beiden Schlittenenden angebracht, weiche am Ende des
Schlittenlaufweges an den beiden Rollen 26 zur Anlage kommen. Die Zahnstange 23 ist an der Oberseite des
Schlittens 11 in der Nähe der Hinterkante befestigt. Ferner befin^st sich am einen Ende des Schlittens ein
Handgriff 33.
Die zwei äußeren Halteschienen 13, 14 sind auf der Oberseite des Schlittens so angebracht, daß sich ihre
Längsachsen quer erstrecken und entsprechend der Länge der Flexodruckplatte. die an den Druckzylindern
anzubringer, ist, auseinanderliegen. Du* Halteschiene 13 hai Abstand vom benachbarten Schlittenende aus einem
nachfolgend noch zu erläuternden Grund. Jede der Halteschienen 13,14 ist mit einer Reihe von aufrechtstehenden
Stiften 38 versehe.- Die Stiftreihe erstreckt sich über die Länge der Halteschiene und dient zum Eingriff
in entsprechende Öffnungen am einen Ende einer Flexodruckplatte. Die Halteschiene 13 ist am Schiit
ten 11 mit zwei Schrauben 39 befestigt, die in Gewindebohrungen
40 des Schlittens eingreifen. Für eine exakte Ausrichtung der Halteschiene 13 in Querrichtung
dienen Führungsstif-e41. die in entsprechende Öffnungen
an den Enden von Halteschiene und Schlitten eingreifen. Der Schlitten weist verschiedene Gruppen
von Bohrungen auf, um die Schrauben 39 und die Führungsstifte 41 der Halteschiene aufzunehmen. Die
gruppenweise Mehrfachanordnung gibt die Möglichkeit, die Halteschiene in verschiedenen Stellungen
anzubringen, entsprechend unterschiedlich langen Druckplatten. Die Halteschiene 14 ruht auf dem
Schlitten 11 und ist mit ihm über einen Schraubbolzen 44 und zwei Führungy'.olzen 45 mit einer Verankerungsschiene
46 verbunden, die sich parallel zur Halteschiene 14 erstreckt. Die Verankerungsschiene 46
liegt rechts von der Halteschiene 14 und ist auf der Oberseite des Schlittens mit Schrauben 39 und Führungsstiften
41 verbunden, die den entsprechenden Elementen für die Befestigung der Halteschiene 13 am
Schlitten entsprechen. Wie bei der Halteschiene 13 weist der Schlitten 11 auch hier mehrere Gruppen von
Bohrungen für die Aufnahme der Schrauben 39 und der Führungsstifte 41 an der Verankerungsschiene 46 auf.
So kann die Verankerungsschiene in verschiedenen Stellungen entlang des Schlittens befestigt werden. Die
beiden Führungsbolzen 45 sind jeweils neben den Enden der Halteschiene 14 mit der letzteren starr verbunden.
Die Führungsbolzen 45 greifen mit engem Gleitsitz in entsprechende Bohrungen der Verankerungsschiene 46
ein, um die Halteschiene 14 parallel zur Verankerungsschiene 46 auszurichten. Der Schrp.ubbolzen 44 ragt
durch eine Bohrung der Verankerungsschiene 46 hindurch und ist in eine Gewindebohrung der
Halteschiene 14 eingesetzt. Der Kor' des Schraubbolzens 44 stützt sich am rechten Ende u*t Verankerungsschiene 46 ab.
Die mittlere Halteschiene 15 (F i g. 3 und 4) ruht auf dem Mittelteil des Schlittens 11 und erstreckt si^h im
wesentlichen parallel zu den Halteschienen 13. 14. Das vordere Ende der Halteschiene 15 ist mit einem vertikal
gerichteten Zapfen 50 (Fig.4) versehen, der in eine öffnung im Mittelteil einer Druckplatte eingreifen kann.
Die Oberseite im hinteren Teil der Ha'teschiene 15 ist abgearbeitet, um den Kopf einer Schraube 51 aufzunehmen,
auf dem die Haltestange 15 verschwenkbar gelagert ist. Die Schraube 51 ragt nach unten in einen
Schlitz 52 des Schlittens und trägt an ihrem unteren Ende eine Mutter 53. Der Schlitz 52 erstreckt sich im
wesentlichen quer zur Längsachse des Schlittens und ist in seinem oberen Bereich 54 enger als in dem unteren
Schlitzbereich 55. Die Schraube 51 greift mit engem Gleitsitz in den oberen Teil 54 des Schlitzes ein.
während die Mutter 53 mit engem Gleitsitz in den unteren Teil 55 des Schlitzes eingepaßt ist. Die
Mut=r 53 beaufschlagt die Schulterfläche zwischen den oberen und unteren Teilen des Schlitzes. Der Kopf der
Schraube 51 ist gerändelt, um das Verdrehen der Schraube mit Hand zu erleichtern.
Im Lagerbock 18 befinden sich zwei Vcrtikalbuhrungen.
in denen mit engem Gleitsitz zwei vertikale Fiihrungsstangen 60 ruhen, die mit der Grundplatte
hinter dem Schlitten verbunden sind. Die rohrförmigen Ständer 19, die den Lagerbock 18 tragen, sind auf die
Führungsstangen 60 aufgesetzt und stützen sich an der Grundplatte 10 ab. i>e Höhe des Lagerbockes kann
man soir.it dadurch verändern, daß man <!ie Ständer
durch Ständer anderer Längenabmessung ersetzt. Der Lagerbock hat ferner eine relativ große, sich quer durch
die Mitte des Lagerbockes erstreckende Horizontalbohrung,
in der mit engem Gleitsitz eine Hülse 63 ruht. Die Hülse 63 ragt nach hinten über den Lagerbock
hinaus und ist am Hinterende mit einer Umfangsrinne 64 versehen, in Jie ein Flansch 65 am Schaft eines
Schraubbolz^ns 66 eingreift, der in die Hinterwand des
Lagerbockes eingeschraubt ist. Indem man den Schraubbolzen 66 in den Lagerbock 18 hiniin oder aus
diesem herausdreht, kann man mit dem Flansch 65 die Hülse 63 vor- und zurückbewegen. Der Kopf des
Schraubboizens 66 is( mit radialen Speichen 67 versehen,
um den Schraubbolzen 66 leichter verdrehen zu können.
Zum Nabenkörper 20 gehört eine Achse 70, die am Vorderend« einen Ringflansch 71 trägt. An der Stirnseite
des Ringflansches 71 befindet sich eine große zylindrische Nabe 72, die wiederum eine Spindel 73
trägt. Achse 70, Flansch 71, Nabe 72 und Spindel 73 sind koaxial zueinander ausgerichtet. Die Achse 70 ruht
drehbar mit zwei Rollenlagern in der Hülse 63 des Lagerbockes. Der vordere Endteil der Nabe 72 ist auf
dem Umfang in einer Radialebene abgearbeitet und ferner auch in einer senkrecht zu dieser Radialebene
verlaufenden Ebene, so daß ein radialer Anschlag 76 entsteht, der in einer Radialebene liegt, die die Achse
des Nabenkörper enthält. Die vordere Stirnwand der
Nabe 72 bildet einen axialen Anschlag 77 für einen auf dem Nabenkörper zu befestigenden Zylinder. Die
Spindel 73 trägt neben der Nabe 72 einen Ringbund 7β von etwas größerem Durchmesser. Das Vorderende der
Spindel 73 hat einen geringeren Durchmesser und ist mit ciPiCm Schrsubsrigev^iride vsrseh?n. u"1 eine nicht
dargestellte Aufspannmutter aufzunehmen.
Das Ritzel 22, das als Zahnkranz ausgebildet ist, ruht mit engem Sitz auf der Nabe 72 und ist starr mit
Schraubbolzen 80 am Flansch 71 befestigt. Die Zähne des Ritzels 22 greifen in die Zahnstange 23 des
Schlittensein.
Die Flexodruckplatten werden von einer Zeichnung oder einer Photographie des zu druckenden Musters
hergestellt Die Zeichnung oder Photographie enthält auch Passermarken, mit denen die Lage der öffnungen
in den Druckplatten bestimmt wird, welche Stifte 38 und Zapfen 50 der Halteschienen 13, 14, 15 aufnehmen
sollen. Jede Druckplatte wird in bekannter Weise dadurch hergestellt daß man einen Teil des Musters und
alle Passermarken in eine Kupfer- oder Zinkplatte einätzt, um dann eine Matrix aus Hartbakelit mittels der
Kupfer- oder Zinkplatte hr. zuteilen. Schließlich wird
von der Bakelitmatrix eine Gummiplatte geformt, deren Länge größer ist als die für die fertige Druckplatte 16
benötigte. F i g. 5 und 6 zeigen eine solche mittels einer Matrix hergestellte Gummiplatte. Auf der Druckplatte
befinden sich drei Flächenteile 86a, 866 und 86c eines Druckmusters, zwei Passermarken 87. 88 an den
Endteilen der Druckplatte und zwei weitere Passermarken 89, 90 an der einen Seite der Platte. Die
Druckmusterteile und die Passermarken liegen an erhöhten Teilen auf der Oberseite der Gummiplatte.
Zwei Reihen von öffnungen 92 zur Aufnahme der Stifte 38 der Halteschienen 13, 14 und eine Öffnung 93
für die Aufnahme des Zapfens 50 der Halteschiene 15 werden nachfolgend in die Druckplatte eingestanzt
Diese öffnungen werden genau entsprechend der Lage der Passermarken angebracht Zweckmäßigerweise
stanzt man die öffnungen mit Hilfe einer Lehre, in der man die Druckplatte exakt entsprechend den Passermarksn
einlegen kann. Die Reihe von öffnungen 92 werden in den Bereich der Platte eingestanzt der
zwischen den Passermarken 87,88 und dem benachbarten Druckmusterteilen liegt. Anschließend werden die
mit Passermarken 87, 88 versehenen Endteile der Druckplatte enJang air Linien A-A der Fig.5
abgeschnitten, um eine Druckplatte 16 zu erzeugen, welche die gewünschte Länge hat und am Rande neben
den Enden Öffnungsreihen 92 trägt Die Passermarken 89 und 90 werden dann anschließend von der
Druckplatte dadurch entfernt daß man sie mit einem Messer fortschneidet Die Unterseite der Platte ist über
die gesamte Länge glatt und mit einer AdhäsionsUebstoffschicht versehen.
Um die Flexodruckmaschine in Betrieb zu nehmen, werden zunächst die beiden Halteschienen 13, 14 auf
dem Schlitten so befestigt, daß ihr Abstand etwa gleich der Länge der Druckplatte 16 wird. Die Halteschiene 13
und die Verankerungsschiene 46 werden starr in der vorbeschriebenen Weise mit dem Schlitten verbunden.
Nunmehr wird eine Druckplatte 16 auf die Halteschienen 13 und 14 so gelegt, daß die Stifte 38 in die
öffnungen 92 an den Enden der Druckplatte eingreifen. Die Druckplatte liegt mit der druckenden Seite nach
unten, während die Adhäsionsklebeschicht nach oben zeigt Nun wird die Halteschiene 15 entlang des
Schlitzes 52 nach vorn oder hinten in eine Stellung bewegt, in der der Zapfen 50 in die öffnung 93 der
Druckplatte eingreift. Durch Verdrehen der Schraube 51 beaufschlagt der Kopf der Schraube die Oberseite
des Schlittens 11 und die Mutter 53 die Schulterfläche des Schlitzes 52. Auf diese Weise ist die Halteschiene an
einer Bewegung nach vorn oder hinten gehindert. Der Mittelteil der Druckplatte ist am Zapfen 50 verankert,
doch kann man die Druckplatte frei in Längsrichtung strecken, wobei das Vorderende der Halteschiene 15 um
die Schraube 51 verschwenkt Nun wird die Halteschiene 14 mit Hilfe des Schraubbolzens 14 in Längsrichtung
des Schlittens in eine Stellung bewegt in der die Druckplatte zwischen den Stiften 38 gestrafft ist. Der
Schlitten wird an das rechte Ende seines Laufweges bewegt an dem die Halteschiene 13 rechts des
Nabenkörpers 20 und eines gestrichelt in F i g. 1 bis 3 dargestellten, am Nabenkörper befestigten Druckzylinders
21 liegt. Eine Höhenverstellung des Lagerbokkes 18 wird so vorgenommen, daß die Oberseite der
Druckplatte sich tangential zur Oberfläche des Druckzylinders erstreckt, an dem die Druckplatte befestigt
werden soll. Der Lageroock ist höhenmäßig von den Ständern 19 gehalten, die, wie zuvor beschrieben, eine
entsprechende Länge haben. Das Ritzel 22 ist so bemessen, daß es mit der Zahnstange 23 des Schlittens
kämmen kann. Der Teilkreis des Ritzels 22 entspricht dem um die Dicke der Druckplatte 16 vergrößerten
Durchmesser des Druckzylinders 21. so daß die Längsmittellinie der Druckplatte 16, d. h„ die Längsmittellinie
zwischen Ober- und Unterseite der Platte in einer Ebene zu liegen kommt, die sich tangential zum
Teilkreis des Ritzels 22 erstreckt. Der Druckzylinder 21 hat in einem Quersteg 101 eine Mittelöffnung, in die der
Ringband 78 der Nabenspindel mit engem Sitz eingreift. Der Steg 101 bildet das axiale Widerlager, das an dem
axialen Widerlager 77 des Nabenkörpers zur Anlage kommt Als radialer Anschlag des Druckzylinders 21
dient ein Schraubbolzen 102, der in eine öffnu-g des Steges 101 eingreift und in den Ausschnitt 76 der
Nabe 72 hineinragt Der Schraubbolzen 72 beaufschlagt die Wand des Nabenausschnittes, die den radialen
Anschlag 76 des Nabenkörpers bildet wie es zuvor beschrieben wurde. Zur Lagesicherung des Druckzylinders
auf dem Nabenkörper dient eine nicht dargestellte Mutter, die auf das Außenende der Schraubspindel 73
aufgeschraubt wird und den Steg des Zylinders gegen das Widerlager 77 des Nabenkörpers preßt.
Wenn die Lageeinstellung der Druckplatte 16 und des Druckzylinders 21 erfolgt ist wird der Schlitten mit
Hilfe des Handgriffes nach links bewegt so daß sich der Druckzylinder auf d;r Druckplatte abwälzt Die
Adhäsionsklebeschicht auf der Druckplatte sorgt dafür, daS die Platte am Druckzylinder angeklebt und um den
Zylinder herumgewickelt wird. Bei diesem Umwickeln wird die Druckplatte von den Stiften 38 und dem
Zapfen 50 der Halteschienen 13, 14, 15 abgehoben. Die axiale Lageeinstellung der Druckplatte auf dem
Druckzylinder hängt von der Axialeinstellung der Hülse 63 im Lagerbock ab. Eine entsprechende Verstellung
kann durch Verdrehen des Schraubbolzens 66 in der vorstehend beschriebenen Weise erfolgen.
Es können jetzt der Reihe nach sämtliche Druckzylinder mit ihren Druckplatten versehen werden, indem
man tauglich die Druckplatten auf den Lagerschienen anbringt und die Zylinder auf den Nabenkörper aufsetzt,
während der Schlitten rechts steht. Es braucht dann nur der Schlitten in die linke Endstellung bewegt zu werden.
Bei jedem Druckzylinder ist dann die Druckplatte exakt registergetreu, d. h. in gleicher räumlicher Beziehung zu
den axialen und radialen Anschlägen des Zylinders befestigt. Wenn .nschließend die Druckzylinder in die
Druckmaschine eingesetzt werden, ergibt sich nachfolgend ein registergetreuer Druck für die einzelnen zu
bedruckenden Teile des Musters.
Bei dem Auhäsionskiebtir für die Druckplatten
handelt es sich vorzugsweise um eine Klebstoffart, die die Möglichkeit gibt, die Druckplatten von den
Zylindern wieder abzuziehen und für eine spätere Verwendung aufzuheben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich verständlicherweise
für das Anbringen von Druckplatten auf Druckzylinder beliebiger Größe verwenden, indem
man den Lagerbock so einstellt, daß die Oberseite der Druckplatte auf dem Schlitten sich tangential zu dem
vom Nabenkörper getragenen Druckzylinder erstreckt, wobei dann das Ritzel bzw. der Zahnkranz durch einen
Zahnkianz ersetzt wird, dessen Teilkreisdurchmesser mit den Durchmesser des Druckzylinders und der Dicke
der Druckplatte übereinstimmt.
Wenn zylindrische oder kegelstumpfförmige Gegenstände bedruckt werden sollen, ist es oft erwünscht, daß
die beiden Enden des Druckmusters so eng wie möglich und so genau wie möglich zusammenstoßen. Um dies zu
erreichen, ist es erforderlich, daß der zu bedruckende Bogen sich exakt über 180° des Druckzylinders
erstreckt. Nach üblichen Verfahren ist dies nur sehr schwer zu erreichen, doch kann man mit der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung die Druckplatte gleichförmig und genau vor ihrer Befestigung strecken, indem
man die Halteschiene 14 mit Hilfe des Schraubboizens 44 von der Halteschiene 14 fortzieht.
In der Praxis sind die Druckmuster gezeichnet und es
werden die Druckplatten so hergestellt, daß in dem gedruckten Muster, wenn es um einen Gegenstand
herumgewickelt wird, ein schmaler Spalt verbleibt. Wenn man eine Streckung der Druckplatte so
vornehmen will, daß das Druckmuster in sich geschlossen wird, liegt ein erster Schritt darin, eine der
Druckplatten eines Drucksatzes auf einem Zylinder mit minimaler Streckung anzubringen und dann die
Druckplatte schnell auf einer Druckmaschine zu rotieren. Anschließend kann der Spalt im Druckbild an
der Trennungsliuie gemessen werden, um dann eine entsprechende Verstellung bezüglich der Lage der
Halteschiene 14 vorzunehmen. Zur gleichen Zeit kann die Axiallage des Musters auf dem Behälter überprüft
werden. Falls in diesem Zusammenhange eine Nachstellung erforderlich wird, kann man eine ähnliche
Korrektur für die Axiallage des Druckzylinders vornehmen, indem man den Schraubbolzen 66 verstellt.
Anschließend wird dann die Versuchsdruckplatte vom Zylinder abgenommen und neu auf den Druckzylinder
aufgebracht. Die anderen Druckplatten des Druckplattensatzes werden in ähnlicher Weise angebracht.
Sämtliche Druckplatten arbeiten dann registertreu miteinander und stehen auch in korrekter Axiallage auf
dem Behälter mit korrekt eingestellter Übcrlappungsnaht.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Aufkleben von Flexodruckplatten
auf die Druckzylinder einer ^!zylinderdruckmaschine bestehend aus einem mit Zahnstange
versehenen Tisch und einer oberhalb des Tisches angeordneten, zum Abstützen eines Druckzylinders
dienenden drehbar gelagerten Nabe, deren mit ihr fest verbundenes Ritzel sich auf der Zahnstange
abwälzen kann, um Nabe und Tisch relativ "> zueinander zu bewegen, dadurch gekennzeichnet,
daß Nabe (20) und Druckzylinder (21) mit paßgerecht zusammenwirkenden Anschlägen
(76, 77; 102, 101) versehen sind, daß der Teilkreisdurchmesser
des Ritzels (22) im wesentlichen gleich 'S der Summe von Druckzylinderdurchmesser plus
Dicke der Druckplatte (16) ist und daß für das paßgerechte Festsetzen der gegenüberliegenden
Enden der Druckplatte (16) an gegenüberliegenden Enden aei dem Tisch (11) erste und zweite M
Halterungen (13.38; 14,38) vorgesehen sind, die ein
Abnehmen aer Druckplatte (16) in einer sich vom Tisch (11) entfernenden Richtung ermöglichen,
wobei zur Streckung der Druckplatte (16) mindestens eine der beiden Halterungen (13, 14) in
Längsrichtung des Tisches (11) verstellbar ist, um
den Abstand zwischen den beiden Halterungen (13, 14) und damit die Spannung und die Länge der
aufzuklebenden Druckplatte (16) zu verändern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
da? die Halterungen Stifte (38) sind, welche in Passeröffnungen (92) an den Enden einer
Druckplatte (16) eingreifen können.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stifte (38) von zwei Halteschienen (13,14) getragen werden, von denen mindestens eine
(14) mittels einer Spannvorrichtung (44, 45) in Längsrichtung beweglich auf dem Tisch (11) gelagert
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet. daO auf dem Tisch (11) im mittleren
Bereich einer aufzunehmenden Druckplatte (16) eine mittlere Halterung (IS) mit einem Passerstift (SO)
vorgesehen ist, welch letzterer zur Vermeidung einer Querbewegung der Druckplatte (16) in eine
entsprechend angeordnete Mittelöffnung (93) der Druckplatte (16) eingreifen kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die mittlere Halterung eine auf dem Tisch (U) schwingbar angeordnete sich in Querrichtung
des Tisches (11) erstreckende Halteschiene (15)
ist, die versetzt gegenüber ihrer Schwenkachse einen Stift (50) trägt, der in die Öffnung (93) der
Druckplatte (16) eingreifen kann.
55
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