DE225461C - - Google Patents

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DE225461C
DE225461C DENDAT225461D DE225461DA DE225461C DE 225461 C DE225461 C DE 225461C DE NDAT225461 D DENDAT225461 D DE NDAT225461D DE 225461D A DE225461D A DE 225461DA DE 225461 C DE225461 C DE 225461C
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cyan
ammonia
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/105Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, -hydroxides, oxides, or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/106Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, -hydroxides, oxides, or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Fe compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V^ 225461 KLASSE 26 d. GRUPPE
KARL BURKHEISER in HAMBURG.
saurer Laugen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1909 ab.
Bei der unmittelbaren Gewinnung des Cyans aus Kohlendestillationsgasen wird das Gas gewöhnlich mit Eisenverbindungen unter Zusatz von Alkalien, Ammoniak oder anderen basisehen Substanzen gewaschen, wozu selbstverständlich schon das im Gase enthaltene Ammoniak geeignet ist. Hierbei geht ein großer Teil des Ammoniakgehaltes der Gase mit in die aus dem Cyanwascher kommende Lauge
ίο von Ferrocyanammonium. Auf der anderen Seite geht ein großer Teil Cyan mit dem bei der Kühlung ausfallenden Ammoniakwasser für die Cyangewinnung verloren.
Die Erfindung betrifft eine Arbeitsweise zur Entfernung des Cyans, die sich dadurch kennzeichnet, daß das Cyan sowohl aus dem bei der Waschung sich bildenden Ferrocyanammonium als auch aus dem bei der Kühlung ausfallenden Ammoniakwasser unter Rückführung des ausgefallenen Ammoniaks in das Verfahren für sich abgeschieden wird. Zu 'diesem Zweck wird das aus der nach der Teerscheidung vorgenommenen üblichen Cyanwaschung mit Eisensalzen abfließende Ferrocyanammonium mit einem Überschuß von Eisenoxydulsulfat in die Destillierkolonne für das ausgefallene Ammoniakwasser eingeleitet, das wiederum einen Überschuß von Kalkmilch oder einer diese ersetzenden Base erhält. Der Überschuß von Eisenoxydulsulfat wird so gewählt, daß er zur Bindung des im Ammoniakwasser enthaltenen Cyans ausreicht, während der Überschuß an Kalkmilch so bemessen wird, daß neben der Zerstörung der im Ammoniakwasser enthaltenen fixen Ammoniumverbindungen auch das vom Cyanwascher kommende Ferrocyanammonium zersetzt und in Ferrocyankalzium übergeführt wird gemäß der Gleichung:
(N H1) 4 Fe (C N)9 + 2 Ca (O H)2
= 4 N H3 + 4 O H2 + Ca2 Fe(C N)6.
4°
Es ist an sich bei der Cyanwaschung schon vorgeschlagen worden, einen Überschuß von Eisensulfat zuzusetzen, um Verluste zu vermeiden und das Cyan in unlöslicher Form zu gewinnen. Hier wird jedoch der Überschuß von Eisensulfat benutzt, um aus dem Ammoniakwasser das Cyan auszufällen.
Wird die Behandlung des ausgefallenen Ammoniaks so vorgenommen, daß das Gas selbst oder Luft durch die Destillierkolonne geleitet wird, so verwendet man zweckmäßig einen Kolonnenwascher, dessen oberer Teil zur Abscheidung des Cyans, und dessen unterer Teil zur Wiedergewinnung des im Kondenswasser enthaltenen Ammoniaks und zur Überführung des Ferrocyanammoniums in Ferrocyankalzium dient. Verwendet man an Stelle einer Eisenoxydulverbindung eine Eisenoxydverbindung, so tritt derselbe Vorgang ein, in dem der im Gase enthaltene Schwefelwasserstoff das Oxyd zu Oxydul reduziert.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche: ,
    r. Verfahren zur Gewinnung des Cyans und des Ammoniaks als festes Salz aus
    (2. Auflage, ausgegeben am 24. Februar igii.)
    Kohlendestillationsgasen mit unmittelbarer Auswaschung des letzteren mittels Säuren oder saurer Laugen, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl aus dem bei der Cyanwaschung mit Eisensalzen sich bildenden Ferrocyanammonium als auch aus dem bei der Kühlung ausfallenden Ammoniakwasser einerseits die Cyanverbindungen gewonnen, andererseits das Ammoniak in das Gas zwecks Durchführung des »direkten« Verfahrens zur Darstellung von Ammoniumsalzen zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Cyanwascher abfließende Ferrocyanammonium mit einem Überschuß an EisenoxydulsulfäS's ., in die Destillierkolonne für das ausgefallene Ammoniakwasser geleitet wird, dem ein Überschuß von Kalkmilch 0. dgl. zugesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 mit Durchleiten des Gases oder von Luft durch die Destillierkolonne, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil der Kolonne als Cyanwascher, der untere Teil zum Abtreiben des Ammoniaks und zur Umwandlung der Cyanammoniumverbindungen benutzt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953791C (de) * 1951-03-16 1956-12-06 Degussa Verfahren zur Trennung von Blausaeure und Ammoniak aus Gasgemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953791C (de) * 1951-03-16 1956-12-06 Degussa Verfahren zur Trennung von Blausaeure und Ammoniak aus Gasgemischen

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