DE225018C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K63/00—Receptacles for live fish, e.g. aquaria; Terraria
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- A01K63/042—Introducing gases into the water, e.g. aerators, air pumps
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- Aeration Devices For Treatment Of Activated Polluted Sludge (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Lebenderhaltung von Fischen und anderen Wassertieren im Wasser von Fischbehältern ist es vor allem notwendig, neben der
Beseitigung von überschüssiger Kohlensäure den zur Atmung der Tiere erforderlichen
Sauerstoff mit derselben Geschwindigkeit wieder im Wasser in Lösung zu. bringen, wie ihn
die Fische aus demselben verbrauchen. Wegen des geringen Sauerstoffgehaltes des gewöhn-
1.0 liehen Wassers sind sehr erhebliche Wassermengen
nötig, wenn allein durch neu hinzufließendes Wasser der Sauerstoffverbrauch gedeckt
werden soll. Man hat daher verschiedene Mittel angewendet, um die Sauerstoffaufnahme
auf andere Weise zu beschleunigen. Bekannt ist bei diesen Bestrebungen die Tatsache,
daß beim Hindurchleiten von Luftblasen durch das Wasser verhältnismäßig wenig von dem eingeblasenen Sauerstoff absorbiert
wird, "wenn nicht die Gasverteilung außerordentlich gut ist. Unter Berücksichtigung
dieser Verhältnisse hat man Wasserstrahlen in das Wasser gespritzt, die Luft in Form
von kleinen Bläschen mitreißen, oder man hat mit Hilfe von Injektoren, Wasserstrahlpumpen
u. dgl. Wasser und mitgerissene Luft gleichzeitig dem Wasser zugeführt. Auch sind
zwecks Verteilung und inniger Berührung von Wasser und Gas Rieselapparate oder poröse
Gasgefäße verwendet worden, durch die mit Hilfe einer Luftpumpe Luft hindurchgepreßt
wird.
Als Luftpumpe kann natürlich ein Wassertrommelgebläse benutzt werden, welches äußer
der geförderten Luft auch das gelüftete Betriebswasser des Gebläseapparates liefert. Die
Verwendung des Wassertrommelgebläses in Verbindung mit Luftverteilern hat jedoch den
Nachteil, daß die Auslässe für Luft und Wasser aus der sogenannten Trommel, in der
die aus dem Injektor kommende Mischung von Luftblasen und Wasser wieder geschieden
und getrennt abgeleitet werden, genau reguliert werden müssen, so daß aus dem Luftauslaß
bzw. Rohr nur Luft und aus dem unteren Wasserauslaß nur Wasser fließt. Die Verwendung der durch Hähne oder Ventile
geregelten Wassertrommelapparate scheitert an diesem Fehler. '
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, die darin besteht, daß zur
Luftbewegung und Kompression die bekannte Wasserstrahlluftpumpe benutzt wird, deren
Luftwassergemisch jedoch nicht erst in einem besonderen Gefäß, der sogenannten Wassertrommel,
geschieden und dann getrennt dem Luftverteiler im Wasser und dem Fischbehälter zugeführt, sondern gemeinschaftlich einem
im Wasser des Fischbehälters angeordneten Gefäß zugeleitet wird, welches gleichzeitig
Wassertrommel zur Scheidung von Luft und Wasser und Luftverteiler zur Sättigung des
Wassers mit Luftsauerstoff ist. Durch diese Vereinigung des Wasserabscheiders und Windkessels
mit dem porösen Luftverteiler unter dem zu lüftenden Wasser wird der Vorteil
erreicht', daß die aus diesem Gefäß gedrückten Luft- und Wassermengen selbsttätig durch
den jeweiligen Wasserstand in diesem Gefäß geregelt werden. Ist z. B. die Menge der
durch die poröse Wandung gehenden Luft zu groß, so steigt das Wasser in dem porösen
Windkessel, verdeckt einen Teil der porösen Fläche desselben und verringert so die durch
die Wandung gehende Luftmenge. Der Luftdruck im Windkessel bleibt also annähernd
konstant. Fördert der Injektor hingegen
ίο mehr Luft, als durch die zeitweilig über dem
Wasser im Windkessel freie poröse Wandung hindurch kann, so wird der Wasserspiegel im
Windkessel herabgedrückt und dadurch wieder eine größere für Luft durchlässige Fläche freigelegt.
Die Regelung geht also bei entsprechenden Maß Verhältnissen der Apparateteile vollständig sicher und selbsttätig vor sich.
Eine Ausführungsform ist auf der Zeichnung in Fig. ι und 2 dargestellt. / ist eine
Wasserstrahlluftpumpe, welche durch Rohr a gespeist wird und bei e Luft einsaugt. Das
Luftwassergemisch wird durch Rohr b bei g in das poröse, im Querschnitt zylindrisch oder
dreieckig gestaltete Gefäß W gedrückt. In diesem Gefäß sondert sich das Wasser von
der mitgeführten Luft. Das Wasser wird durch den auf ein gewisses Maß sich einstellenden
Überdruck in diesem Gefäß bei f durch Rohr c gedrückt und strömt durch die
Düse S unter Überdruck von einigen Zehntel Atmosphären in das Behälterwasser A, indem
es Luftbläschen mitreißt und im Wasser verteilt. Die in W abgeschiedene Luft entweicht
durch die Poren der Wandung oberhalb des Wasserspiegels in diesem Gefäß in Form von
sehr kleinen Bläschen in das Wasser des Behälters A, welches dadurch sowie auch durch
die durch den Strahl der Düse 5 mitgerissene Luft in sehr wirksamer Weise gelüftet wird,
indem sowohl an der Oberfläche der porösen Wandung wie auch an derjenigen aller kleinen
Luftbläschen ein Gaswechsel von der Luft in die Flüssigkeit und umgekehrt von der Flüssigkeit
in die aufsteigenden Bläschen stattfindet.
Den Partialdrucken und Löslichkeiten entsprechend diffundiert dabei wesentlich Sauerstoff
in das Wasser, während Kohlensäure, solange ein Überschuß davon im Wasser vorhanden
ist, in die entweichenden stickstoffreichen Bläschen geht. Die Druckverhältnisse
und die Maße des Injektors / und der Ausströmungsdüse 5 müssen so gewählt werden,
daß unter dem Druck, welcher nötig ist, um die durch den Injektor geförderte Luftmenge
durch die poröse Wandung oberhalb des Wassers in W in Form von kleinen Bläschen
hindurchzupressen, gerade so viel Wasser durch Rohr c und Düse S fließt, wie durch
den Injektor hinzuströmt. Ist der Apparat dementsprechend zusammengesetzt, so weiden
kleinere, im praktischen Gebrauch unvermeidliche Änderungen in den geförderten Wasseroder
Luftmengen oder in der Porosität der Wandung des Gefäßes W selbsttätig durch
entsprechendes Steigen oder Fallen des Wasserspiegeis in W ausgeglichen, ohne daß Betriebsstörungen
eintreten. Es wird immer die ganze durch den Injektor geförderte Luftmenge durch die freie poröse Wandung des
Gefäßes W gehen, soweit sie nicht schon im Injektor und Rohr b von dem Wasser aufgenommen
wurde. Fördert der Injektor zeitweilig -mehr Luft, oder wird die poröse Wandung
undurchlässiger, so steigt der Gasdruck im Gefäß W, der Wasserspiegel sinkt und
öffnet dadurch eine größere poröse Durchlaßt fläche für die Luft. Tritt der andere Fall
ein, daß weniger Luft oder mehr Wasser nach W gefördert wird, oder verengt sich die Auslaßdüse.
S, so steigt das Wasser in W, die luftdurchlässige Fläche wird kleiner und der
Druck in W größer entsprechend der etwaigen größeren Wassergeschwindigkeit durch S oder
der geringeren Durchlässigkeit der porösen Fläche infolge von Verschlammung oder Quellung.
Das Gefäß W, welches gleichzeitig Wasserabscheider,
Windkessel, Luftverteiler und Regulierventil für die austretende Luft ist, kann
zweckmäßig je nach der Verwendungsart des Apparates in verschiedener Weise geformt und
eingerichtet sein. Für kleinere Apparate empfehlen sich Röhren aus porösem Zementguß,
porösem Porzellan, Kalksandstein oder auch aus porösem Holz, vorteilhaft von zylindrischem
oder dreieckigem Querschnitt, während für größere Einrichtungen zusammengesetzte
Gefäße aus Metall und porösem Material besser sind, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt
ist. Besonders für größere Apparate können die Gefäße W auch ganz aus Metall hergestellt
und mit streifenförmig eingesetzten, feinen Drahtnetzen oder fein gelochten Blechen ausgerüstet
werden, die die porösen Flächenstücke bilden. Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten
Ausführungsform ist der Injektor / unterhalb der Oberfläche des Behälterwassers angeordnet, um das Rohr b zu verkürzen und
auf diese Weise für das Wasserluftgemisch die Reibung möglichst zu verringern, wodurch ein
günstigerer Effekt bezüglich der geförderten Luftmenge erzielt wird. Die vom Injektor
angesaugte Luft kommt durch Rohr h und durch die öffnungen e. Das Gefäß W besteht
aus einem röhrenförmigen Metallkörper von prismatischem oder rundlichem Querschnitt,
an dessen Längsseiten (bei w, w) poröse Hohlkörper befestigt sind, in welchen die Druckregelung
und Menge des zeitlich durch die Poren gedrückten Gases durch den Wasserstand
in W und in diesen Hohlkörpern bewirkt wird. Das unter Überdruck aus W
durch Rohr c ausströmende Wasser geht durch einen zweiten Injektor y, welcher Luft durch
Rohr i ansaugt und in Form von Bläschen mit dem Betriebswasser zusammen in das
Wasser des Behälters A sprudelt. Es wird also auch hier ein weiterer Teil der Druckoder
Strömungsenergie des Betriebswassers zur nochmaligen Lüftungswirkung im Wasser des
Behälters A ausgenutzt.
Claims (2)
- Pate nt-An Sprüche:i. Vorrichtung zur Belüftung von Wasserin Fischbehältern, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserluftgemisch einer bekannten Wasserstrahlluftpumpe in ein ganz oder zum Teil poröswandiges, in dem zu lüftenden Wasser angebrachtes Gefäß (W) geleitet wird, aus welchem die Luft nach der Trennung von Luft und Wasser durch den entstehenden Druck durch die poröse Wandung getrieben, das Wasser durch eine Ableitung (c) in den Fischbehälter gepreßt wird.
- 2. Vorrichtung zur Wasserlüftung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Windkessel (W) ausströmende Wasser durch eine Wasserstrahlpumpe oder eine Luftsaugedüse geführt wird, um wiederum zur Lüftung des Behälterwassers zu dienen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE225018C true DE225018C (de) |
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ID=485703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT225018D Active DE225018C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE225018C (de) |
-
0
- DE DENDAT225018D patent/DE225018C/de active Active
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