DE224837C - - Google Patents
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- DE224837C DE224837C DENDAT224837D DE224837DA DE224837C DE 224837 C DE224837 C DE 224837C DE NDAT224837 D DENDAT224837 D DE NDAT224837D DE 224837D A DE224837D A DE 224837DA DE 224837 C DE224837 C DE 224837C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K1/00—Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
- G10K1/28—Bells for towers or the like
- G10K1/30—Details or accessories
- G10K1/34—Operating mechanisms
- G10K1/347—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle
- G10K1/348—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle electrically operated
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 224837 KLASSE 74 a. GRUPPE
NILS ERICSON in STOCKHOLM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1909 ab.
Die Erfindung bezweckt, einen Körper, der wie ein Pendel derart aufgehängt ist, daß er
im Verlauf seiner Bewegung sowohl von einer bei seinem Ausweichen aus der Ruhelage auftretenden
Richtkraft als auch von einer weiteren Antriebskraft beeinflußt wird, direkt durch eine Wechselstromquelle in Schwingungen
zu bringen und zu erhalten. Bei einem gewöhnlichen Pendel wirkt als Richtkraft eine Komponente der Schwerkraft, bei
gewissen anderen Apparaten tritt eine gespannte Feder an deren Stelle usw. Die Anordnung
ist hauptsächlich für Pendel von großen Dimensionen geeignet, z. B. für den
elektrischen Antrieb von Kirchenglocken.
In der beiliegenden Zeichnung sind die Erfindung und die Vorgänge, auf denen sie
beruht, schematisch zur Darstellung gebracht. Die Bedeutung der einzelnen Figuren ergibt
sich aus der nachstehenden Beschreibung.
Eine schwingende Bewegung läßt sich im allgemeinen durch eine Sinuskurve darstellen
(Fig. 1) mit der Zeit t als Abszisse und der Winkelgeschwindigkeit w als Ordinate. Bei
einem Pendel, daß sich selbst überlassen wird, tritt infolge der Reibung und ev. anderer
Verluste eine Dämpfung ein, so daß die Bewegung allmählich aufhört. Um die Schwingungsweite
unverändert zu erhalten, muß dem Pendel eine dauernde Energiezufuhr gegeben werden. Es soll hier gezeigt werden, daß ein
Induktionsmotor für diesen Zweck besonders geeignet ist.
Bei einem Mehrphaseninduktionsmotor, der bei konstanter Spannung und Periodenzahl
arbeitet, ändert sich das Drehmoment M in ' Abhängigkeit von der Schlüpfung s nach einer
Kurve, die im allgemeinen den in Fig. 2 angegebenen Charakter besitzt. In der Lage η
bei Stillstand ist s = 1, das Drehmoment ist dann bei einem gewöhnlichen Motor verhältnismäßig
schwach. Wird die Geschwindigkeit vergrößert, also s verkleinert, so wächst das Moment zu einem Maximum und fällt wieder
schnell bis Null ab, welcher Wert dann eintritt, wenn der Motor . synchron läuft, also
s = o ist. Wird die Geschwindigkeit weiter vergrößert, so wechselt das Moment die Richtung,
d. h. die Maschine wirkt bremsend und arbeitet als Generator. Wird der Motor rückwärts
angetrieben, also s > 1, so nimmt das Moment stetig ab unter Beibehaltung der
Richtung, die Maschine wirkt also bremsend, obwohl keine Generatorwirkung eintritt, da
die zugeführte Leistung innerhalb der Maschine verbraucht wird.
Wird ein Mehrphaseninduktionsmotor durch passende Übersetzung zwangläufig mit einem
Pendel gekuppelt, wie in Fig. 3 angedeutet, ■ so läuft der Motor, wenn das Pendel in
Schwingungen gebracht wird, hin und zurück zwischen zwei Grenzlagen, die in Fig. 2 mit χ
und y bezeichnet sind. Unter der Annahme, daß sich die Pendelbewegung nach einer einfachen
Sinuskurve vollzieht, wird der Schwingungszustand durch die Kurve a (Fig. 4) dar-
gestellt, mit der Zeit als Abszisse und der Geschwindigkeit des Motors als Ordinate. Die
positiven Ordinaten entsprechen der Vorwärts-, die negativen der Rückwärtsbewegung. Entnimmt
man aus der Kurve (Fig. 2) die den verschiedenen Geschwindigkeiten entsprechenden
Werte des Drehmomentes, so erhält man eine Drehmomentkurve b. Das Produkt der
beiden Kurven α und b ergibt eine dritte Kurve c mit der Linie ft ft als Abszissenachse,
welche die vom Motor entwickelte Leistung darstellt. Wenn Drehmoment und Geschwindigkeit
von denselben Vorzeichen sind, d. h. bei Vorwärtsgang, so ist das Produkt positiv,
d. h. der Motor entwickelt Arbeit und wirkt treibend; bei entgegengesetzten Vorzeichen,
d. h. bei Rückwärtsgang, ist das Produkt negativ, d. h. der Motor verbraucht Arbeit und
wirkt bremsend. Man sieht sofort, daß die positive Leistung größer ist als die negative,
also erhält das Pendel eine gewisse Energiezufuhr. Wenn diese gerade so groß gemacht
wird, daß die mechanischen Verluste gedeckt sind, so behält das Pendel seine Schwingungsweite
unverändert bei. Dabei ist klar, daß die auf das Pendel wirkende Richtkraft größer
sein muß als das Drehmoment des Motors, weil ersteres sonst vom Motor im Kreise
herum getrieben werden würde.
Die vom Motor entwickelte Energiezufuhr kann durch einen im Motorkreise befindlichen
Ohmschen oder induktiven Widerstand reguliert werden.
Aus dem obigen geht auch hervor, daß man eine selbsttätige Begrenzung der Pendelgeschwindigkeit
bzw: Schwingungsweite bekommt. Wächst nämlich die Geschwindigkeit des Motors über die synchrone, so wirkt er
bremsend, weshalb die synchrone Tourenzahl nur bis zu einem gewissen Grade überschritten
werden kann.
Beim Anlaufen brauchte man, wenn die mechanischen Verluste im Pendel sowie das
im Motor auftretende sogenannte Hysteresismoment genügend klein wären, den Motor
einfach einzuschalten. Der Motor würde sich dann in Bewegung setzen und das System
infolge seines Trägheitsmomentes in kleine Schwingungen geraten. Wenn das Pendel
nach einer ganzen Schwingung zurückpendelt, hat der Motor schon eine gewisse Geschwindigkeit
im Sinne des Drehmomentes, wodurch dieses etwas verstärkt wird. Das Phänomen ' wiederholt sich nach jeder Schwingung, und
folglich würde sich das Pendel von selbst in Gang setzen. Im allgemeinen können aber
die Verluste nicht genügend reduziert werden, und man muß deswegen beim Anlaufen den
Stromkreis einige Male im Takt mit den Schwingungen unterbrechen bzw. umschalten,
bis der Motor auf eine gewisse Geschwindigkeit kommt und sich dann von selbst in
Gang hält. Natürlich läßt sich auch beim Anlaufen der Ausschalter bzw. Umschalter
durch eine geeignete Übertragung mechanisch vom Pendel aus betreiben, wenn der Anlauf
selbsttätig sein soll.
Da bei dem Mehrphasenmotor ein Bremsungsmoment vorhanden ist, so wird das
Pendel im Dauerzustande um eine Gleichgewichtslage schwingen, die im Verhältnis zu
der wirklichen Nullage etwas verschoben ist. Dies kann dadurch ausgeglichen werden, daß
das Pendel etwas einseitig belastet wird.
Soll das Pendel schnell zum Stillstand gebracht werden, so kann bei dem Mehrphasenmotor
ein Umschalter im Takt mit den Schwingungen umgelegt werden, so daß ein Bremsungsmoment
entsteht.
Bei einem Einphaseninduktionsmotor liegen die Verhältnisse etwas anders. In Fig. 5 ist
die Drehmomentkurve eines Einphasenmotors dargestellt. Das Drehmoment ist hier durchaus
schwächer, bei Stillstand (s = ij ist es gleich 0 und wechselt die Richtung, wenn der
Motor rückwärts läuft (s > 1, < 2). Die beiden
Zweige der Kurve von s = 1 bis s = 0 und von s = 1 bis s — 2 sind hier vollkommen
identisch. Generatorwirkung tritt ein, wenn der Motor übersynchron läuft, unabhängig
von der Drehrichtung. Es läßt sich ohne weiteres einsehen, daß auch der Einphaseninduktionsmotor
zum Antrieb eines Pendels sich sehr gut eignet, jedenfalls muß er, falls der Anlauf elektrisch geschehen soll,
mit einer der allgemein bekannten Anlaßvorrichtungen versehen sein. Die Betriebskurven
eines mit Einphasenmotor gekuppelten Pendels sind in Fig. 6 dargestellt. Man sieht, daß
unter der synchronen Tourenzahl überhaupt keine Bremswirkung eintritt; das Pendel
braucht also nicht einseitig belastet zu sein. Wenn man von einem Drehstrom- oder Zweiphasenmotor
Gebrauch macht, kann es zweckmäßig sein, nach dem Anlaufen eine Phase
zu unterbrechen. Er funktioniert dann als Einphasenmotor und wirkt in beiden Richtungen
treibend.
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:i. Anordnung zur Erzeugung von Pendelschwingungen mittels Wechselstromes, besonders für den elektrischen Antrieb von Kirchen glocken, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Induktionsmotors mit einem schwingenden Körper (Pendel), bei welchem die Masse bzw. die Größe der Richtkraft im Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit des Motors so gewählt wird, daß der Motor durch die lebendige Kraft des Pendels über diejenige Geschwindigkeithinaus beschleunigt wird, bei der das Maximaldrehmoment des Motors vorhanden ist, so daß der Motor zwangläufig je nach den Pendelschwingungen abwechselnd in dem einen oder dem anderen Sinne läuft und dadurch dem schwingenden Körper selbsttätig Energie zuführt.
- 2. Anordnung nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor als Mehrphasenmotor angelassen und alsdann als Einphasenmotor umgeschaltet wird.
- 3. Anordnung nach Patentanspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ständerkreis des Motors ein Umschal-, ter gelegt ist, der zeitweise von Hand oder selbsttätig vom Pendel umgeschaltet werden kann, um beim Anlassen und Bremsen den Sinn der Drehrichtung des Motors zu verändern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224837C true DE224837C (de) |
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ID=485539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224837D Active DE224837C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224837C (de) |
-
0
- DE DENDAT224837D patent/DE224837C/de active Active
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