DE224031C - - Google Patents

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DE224031C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/16Instruments for performing osteoclasis; Drills or chisels for bones; Trepans
    • A61B17/1695Trepans or craniotomes, i.e. specially adapted for drilling thin bones such as the skull

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 224031 KLASSE 30«. GRUPPE
in PARIS.
Trepan. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1910 ab.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Trepan, bei welchem die Drehung des Fräsers oder Bohrers dann selbsttätig unterbrochen wird, sobald die vor dem Bohrer' befindliche Wand des Knochens so schwach bzw. dünn geworden ist, daß sie unter dem Drucke des Trepans nachgibt. Zur Erzielung dieser Wirkung wird eine Federkupplung zwischen dem Bohrer und dessen Antriebsorgan eingeschaltet, welche durch den in der Längsrichtung auf den Bohrer ausgeübten Druck beeinflußt wird.
Der neue Trepan läßt die Anwendung zylindrischer Bohrer und ein Bohren ohne Unterbrechung zu, so daß das Abheben des Bohrers, das Untersuchen des Fortschreitens des Bohrens und eine besondere Geschicklichkeit unnötig werden und keine Gefahr der Verletzung der Hirnhaut besteht.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht die Zeichnung. Fig. ι zeigt den Trepan in der Seitenansicht, wobei einzelne .Teile im Schnitt dargestellt sind; die Figur zeigt den Trepan in der Anwendung. Fig. 2 stellt den Trepan bei der Bohrung in dem Augenblick dar, wo das Bohren infolge der selbsttätigen Ausschaltung des Bohrwerkzeuges unterbrochen wird.
Der Körper 1 des Trepans kann jede geeignete Bauart besitzen. Eine den Fräser oder Bohrer 3 tragende und führende Hülse 2 besitzt einen Fortsatz 4, dessen Ende auf die halbe Dicke geschwächt ist, damit er sich mit dem entsprechend gestalteten Ende der Welle 5 verkuppeln kann, um von letzterer in Umdrehung versetzt zu werden. Der untere Rand der Hülse 2 besitzt eine aus Schaltzähnen bestehende Verzahnung, welche mit einer übereinstimmenden Verzahnung an dem oberen Rand des Bohrers in Eingriff treten kann, so daß dieser in dem geeigneten Sinne gedreht wird.
Im Innern der Hülse 2 und des Bohrers 3 sind Höhlungen zur Aufnahme eines Verbindungszapfens 6 vorgesehen, welcher an seinem oberen Ende eine halsförmige Nut 7 und etwa in seiner Mitte einen flanschartigen Ansatz 8 besitzt. Der Zapfen 6 kann sich frei in den Höhlungen drehen; seine achsiale Verschiebung in denselben begrenzt die in die Nut 7 eingreifende Schraube 9. Er wird durch eine Feder 10 abwärts gedrückt, welche sich gegen den Ansatz 8 und den Innenrand 11 der Hülse 2 stemmt, so daß dadurch der Ansatz 8 sich auf die obere Endfläche 12 des Bohrers 3 aufsetzt und letzterer für gewöhnlich außer Eingriff mit der Verzahnung der Hülse 2 gehalten wird, wie es Fig. 2 darstellt.
Wird der Körper des Trepans mit einem das Nachgeben der Feder 10 bewirkenden Druck angepreßt, so kommen die Verzahnungen des Bohrers und der Hülse in Eingriff, wie aus Fig. 1 ersichtlich; wenn demnach die Welle 5 beispielsweise mit Hilfe einer biegsamen Welle gedreht wird, so dreht sich der Bohrer und greift an der Stelle, auf die er aufgesetzt ist, an.
Um das Eindringen des Bohrers in den Schädel je nach der Durchbohrung zu regeln und zu verhindern, daß er mit großer Gewalt in ihn eindringt, wenn die Schädelwandung

Claims (3)

plötzlich nachgibt, ist eine dem Schädel sich, auflegende Stütze angeordnet. Diese enthält, ein Winkelstück 13, welches durch eine Schraube 14 fest mit dem Körper 1 des Trepans verbunden ist und einen Bolzen 15 besitzt, der mit seinem unteren Ende nicht drehbar in einem unteren Ansatz 16 des Winkelstückes 13 auf und nieder beweglich geführt ist, während sein oberes, mit Schraubengewinde versehenes Ende in einer Schraubenmutter 17 gehalten wird, die drehbar in einem anderen Ansatz 18 des Winkelstückes gelagert ist. Wenn diese Schraubenmutter 17 beispielsweise' mittels, der Winkelräder 20,21 und der Stellscheibe 19 gedreht wird, bewegt sich der Bolzen 15 aufwärts oder abwärts. ' ■ ! Nachdem letzterer mit seinem abgestumpften freien Ende gegen den Schädel gestützt ist, dreht man die Stellscheibe ig so, daß sich der Trepan so weit senkt, bis der Knochen von dem sich. drehenden Bohrer während eines bestimmten Vorschubes des letzteren angeschnitten wird. In dem Augenblicke, wo die unter der Anbohrung verbleibende Wandung, des Schädelknochens genügend dünn geworden ist und unter dem Druck des Instrumentes nachgibt, wird sich die Feder 10 ausdehnen und den Bohrer 3 abwärts bewegen und ihn von der Hülse 2 entkuppeln (Fig. 2); die letztere dreht sich dann weiter, während der Bohrer augenblicklich stillsteht. Die Bewegung des Bohrers nach unten infolge der sich ausdehnenden Feder 10 wird übrigens, nachdem die Entkupplung erfolgt ist, dadurch begrenzt, daß ein Vorsprung 22 des Bohrers 3 sich gegen den unteren Ansatz 16 des Winkelstückes 13 legt. Der Vorsprung hält auch den Bohrer beim Anheben des Trepans. Pa TENT-AiN1SI' R Ü C H E ".
1. Trepan, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrer mit seiner Antriebsvorrichtung durch eine unter der Einwirkung einer Feder stellenden Kupplung verbunden ist, welche bei einem in der Achse des Bohrers wirkenden Druck diesen selbsttätig mit der Antriebsvorrichtung so lange verbindet, als der anzubohrende Knochen dem Gegendruck ■ Widerstand leistet, und die selbsttätig gelöst wird, ■ sobald die Knochen wand dem Bohrdrucke nachgibt.
2. Ausführungsform nach Anspruch i, daduixh gekennzeichnet, daß das Eindringen des Bohrers in den Knochen durch eine regelbare Stützvorrichtung begrenzt wird, welche sich gegen den anzubohrenden Knochen legt.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Stützvorrichtung aus einem seitlich vom Bohrer (3) in einem am Körper (1) befestigten . Winkelstück (13) verschiebbaren Bolzen (15) besteht, der mittels einer Stellvorrichtung (17, 19, 20, 21) in der Längsrichtung des Bohrers eingestellt wird, so daß sein freies, gegen den Knochen gerichtetes Ende eine bestimmte Höhenlage zur Unterkante des Bohrers einnehmen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999013782A1 (en) * 1997-09-17 1999-03-25 The Anspach Effort, Inc. Surgical perforator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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