DE221920C - - Google Patents

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DE221920C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures

Landscapes

  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75 δ. GRUPPE
KARL WIRTH in NÜRNBERG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. September 1909 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung von gemusterten Ornamenten, bei dem die bei der Flitterfabrikation sich ergebenden Abfallstreifen verwendet werden können.
Das Verfahren > besteht darin, daß man zwei oder mehr Stücke durch Ausstanzen einfach gemusterter Folienabschnitte aus Gelatine, Silikatin, Zelluloid oder ähnlichem Material so
ίο aufeinanderklebt oder miteinander verbindet, daß ein neues Muster entsteht, welches die Durchbrechungen der einfach gemusterten Folienabschnitte, gegeneinander verschoben, erkennen läßt, so daß demnach das neue Muster eine sehr große Anzahl Durchbrechungen besitzt. Man könnte natürlich auch gemusterte Ornamente in der Weise herstellen, daß man dieselben unter Verwendung einer entsprechenden Stanze aus einer Folie ausstanzt. Eine solche Stanze würde aber außerordentlich teuer sein, weil für jede Durchbrechung des gemusterten Ornamentes ein besonders profilierter Stanzstift erforderlich sein würde. Dagegen ist die Herstellung der gemusterten Ornamentflitter nach dem erfundenen Verfahren sehr vorteilhaft, insbesondere dann, wenn zur Herstellung die bei der Flitterfabrikation sich ergebenden Abfallstreifen verwendet werden. Solche Abfallstreifen können natürlich ganz beliebig geformte Stanzlöcher aufweisen.
In Fig. ι ist z. B. ein Stück von einem Abfallstreifen dargestellt, welcher bei der Herstellung von Rundflittern abfällt.
Legt man zwei solche Streifen beispielsweise unter einem Winkel von 90 ° aufeinander gemäß Fig. 2, so decken sich diese Streifen unter Erzeugung eines schönen, regelmäßig sich wiederholenden Musters, welches eine sehr große Anzahl von Durchbrechungen aufweist. Aus dieser doppelten Musterfolie kann man nun durch Ausschlagen oder Ausschneiden gemusterte Streifen oder Sterne (Ornamente) beliebiger Form gewinnen, wie in Fig. 3 bis 6 in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt ist.
Man kann natürlich auch anstatt zwei mit beliebigen Stanzlöchern versehene Folien deren drei aufeinanderkleben, wodurch wieder andere Muster entstehen. Ebenso ist es für die vorliegende Erfindung vollständig gleichgültig, in welchen Winkel man die beiden mit Stanzlöchern versehenen Folienstreifen übereinanderlegt. Ebensogut wie gemäß Fig. 2 das Aufeinanderlegen der mit Stanzlöchern versehenen Folienstreifen unter einem Winkel von 90 ° ein schönes Muster ergibt, so wird sich auch ein anderes Muster ergeben, wenn man die Folienstreifen unter einem anderen Winkel aufeinanderklebt.
Es ist nicht notwendig, daß die aufeinanderzuklebenden, mit Stanzlöchern versehenen Folienstreifen mit Stanzlöchern derselben Gestalt ausgestattet sind, und man kann auch einen Stern z. B. nach Fig. 6 nochmals auf ein mit gleichen oder anderen Stanzlöchern ausgestattetes Folienstück kleben, welches entsprechende Begrenzung hat, wodurch das Mittel-
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feld des Sterns und ein entsprechend breiter Rand wieder in einer anderen Musterung erscheint.
Da die bei der Flitterfabrikation abfallenden Streifen, die bisher wieder eingeschmolzen wurden, also keinem besonderen Nutzzwecke zugeführt wurden, in den verschiedensten Färbungen und auch mit verschiedensten Prägungen hergestellt wurden, so kann man auch
ίο durch Auswahl verschiedener gefärbter Abfallstreifen mehrfarbige und mit verschiedenen Prägungen versehene Ornamente herstellen. Es wird natürlich ganz gleichgültig sein,. ob man zuerst die mit Stanzlöchern versehenen Abfallstreifen aufeinanderklebt und dann erst die Ornamentstreifen und Ornamentsterne ausschlägt oder ausschneidet, oder ob man aus den Abfallstreifen Folienstücke von bestimmten Umrissen ausschlägt und dann nachträglieh diese Stücke miteinander verklebt. Das Verkleben der mit Stanzlöchern versehenen Folien oder Abfallstreifen oder Folienstücke geht sehr leicht, indem man die Folien an den aufeinanderzuklebenden Oberflächen etwas aufweicht. Bei Gelatinefolien genügt es z. B., die Oberfläche mit heißem Dampf zu überbrühen oder mit einem Schwamm heißen Wassers zu überfahren, um ein gutes Zusammenkleben der zusammengehörigen Teile zu ermöglichen.
Solche Ornamente werden hauptsächlich als Ausputz für Kleidungsstücke verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von gemusterten Ornamenten, zweckmäßig unter Verwendung der bei der Flitterfabrikation sich ergebenden Abfallstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß man die mit Stanzlöchern versehenen Folien doppelt oder mehrfach unter einem beliebigen Winkel miteinander verbindet und die so gewonnene Folie durch Abtrennen einzelner Teile in kleinere Ornamente zerlegt.
    Hierzu 1 Blatt. Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5520822A (en) * 1993-08-24 1996-05-28 University Of Kentucky Research Foundation Apparatus and method of hyperbaric filtration
DE19701722A1 (de) * 1997-01-20 1997-05-28 Lutterberger Thomas Dipl Ing F Effekt zur Erzeugung von dekorativen Mustern

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5520822A (en) * 1993-08-24 1996-05-28 University Of Kentucky Research Foundation Apparatus and method of hyperbaric filtration
DE19701722A1 (de) * 1997-01-20 1997-05-28 Lutterberger Thomas Dipl Ing F Effekt zur Erzeugung von dekorativen Mustern
DE19701722C2 (de) * 1997-01-20 1998-02-12 Lutterberger Thomas Dipl Ing F Verfahren zur Erzeugung von dekorativen Mustern

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