DE2212112B2 - Entlüftungsvorrichtung - Google Patents
EntlüftungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Entlüftungsvorrichtung für Warmwasserheizkörper, insbesondere für Fertigheizkörper, bestehend aus einem im Bereich des obersten
Wasserführungskanals des Heizkörpers angeordneten Ventil mit einem Verschlußstück in Form ein**
Schraubbolzens, dessen gewindefreies und im Durchmesser gegenüber deir. Gewindebereich verringerte«
Ende das Absperrelement bildet sowie einem im Gewindebereich des Schraubbolzens mündenden und
im wesentlichen senkrecht zum Schraubbolzen vcrlau fenden Auslaßkanal im Ventilgehäuse.
Aus der DE-GM 19 90 505 ist eine solche Entlüftungsvorrichtung bekannt Der Ventilkörper weist einen
Ventilsitz für eine Schraubspindel auf und ist mit einem sich in den Rohr- oder Heizkörperraum erstreckenden
Röhrchen verbunden, das in den höchstgelegenen Bereich des zu entlüftenden Raumes ragt. Ein im
Bereich des Gewindes der Spindel mündender Auslaßkanal, der in Richtung der Schwerkraft verläuft, ist im
Ventilkörper ausgebildet und nach außen durch einen angeformten Stutzen verlängert
Mit dieser bekannten Anordnung kann zwar auch ein Heizkörper entlüftet werden, aber das außerordentlich
unerwünschte Nachtropfen kann dabei nicht beseitigt werden, da nach dem Entlüften häufig ein Wasser rest in
der Ablaßleitung stehen bleibt und dann zu einem späteren Zeitpunkt heruntertropft. Selbst bei sorgfältiger Montage, d. h. bei genauer Ausrichtung des
Auslaßkanals, ist ferner damit zu rechnen, daß eine Verschmutzung der benachbarten Wand und des
Bodens durch Spritzwasser erfolgt.
Der Nachteil des Nachtropfens liegt auch bei dem Entlüftungsventil gemäß DE-GM !9 65 521 vor. Diese
Vorrichtung läßt sich nicht dem eingangs genannten
Gattungsbegriff unterordnen, da der Auslaßkanal nicht
im Bereich des Gewindes des Schraubbolzens mündet und somit von der drosselnden Wirkung, die sich
aufgrund des im Strömungsweg liegenden Schraubgewindeabschnitts ergibt, nicht Gebrauch gemacht wer
den kann. Trotz der bei dieser Vorrichtung vorgesehenen speziellen Fangkammer kann nicht verhindert
werden, daß bei einem unvorsichtigen Betätigen der Schraubspindel in der Auslaßleitung ein Druckstoß
ίο auftritt der zu einem Abziehen des Schlauchs vom
vorgesehenen Nippel führen kann. Die Fangkammer
bewirkt im übrigen, daß sich das Nachtropfproblem
verstärkt
Luftzuführung zur Vermeidung des Nachtropfens bekannt Dabei ist im Ventilkörper selbst ein Zusatzkanal in Form einer Bohrung vorgesehen, die mitcels eines
Hahnkükens verschlossen und geöffnet werden kann. Das Schließen erfolgt bei geöffnetem Schankhahn,
während bei geschlossenem Schankhahn der Zusatzkanal frei durchgängig ist
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Entlüftungsvorrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß ein Nachtropfen völlig ausge
schaltet und beim Entlüften die Spritzgefahr vollständig
beseitigt wird, wöbe; außerdem ein problemloses, keine
besondere Ausrichtung erforderndes Montieren möglich sein solL
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in dem
Auslaßkanal ein Nippel eingesetzt ist, in dessen
außerhalb des Ventilgehäuses gelegener Außenwandung wenigstens eine Nut vorgesehen ist, die bis in die
Nähe des Ventilgehäuses unter Ausbildung eines Lufteinlaßkanals durch eine nach unten geführte
Durch den Anschluß einer Entleerungsleitung an den
Nippel kann das bei der Entlüftung mitgerissene Wasser in definierter Weise abgeführt und ».jfgefangen werden,
wobei keinerlei Spritzeffekt mehr auftritt Durch den
-•ο Lufteinlaßkanal wird sichergestellt, daß nach dem
Schließen des Ventils eine vollständige Entleerung der Leitung erfolgt und damit jeglicher Nachtropfeffekt
beseitigt wird. Die Erfindung zeichnet sich insbesondere durch die teilemäßigc Trennung von Ventilkörper uid
«5 Auslaßstutzen und die Unabhängigkeit vom Ventilkörper aus, wobei die Entleerungsleitung einersen·. zur
Ausbildung eines Lufteinlaßkanals und andererseits zur spritzwasserfreien Wasserabführung dient
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Entlüf
tungsvorrichtung verläuft die Nut im wesentlichen
parallel zur Achse des Nippels und erstreckt sich über die gesamte freie Lange desselben. Dies gewährleistet
eine problemlose Montage, wenn die Entleerungslei' tung aus einem elastischen Schlauch besteht Bei einer
ss weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist die Querschnittsfläche der Ventilsitzöffnung kleiner als der freie Querschnitt der Entleerungsleitung. Damit
wird sichergestellt, daß kein größerer Rückstau erfolgt,
was sich wiederum im Hinblick auf die Verhinderung
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert; in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Schnittansicht einer EntlUf
tungsvorrichtung gemäß der Erfindung und
F i g. 2 eine Detaildarstellung eines bei der Vorrichtung nach F i g. I verwendeten Nippels.
Nach F i g. 1 ist am oberen Ende eines Rohrstutzens I,
der eine Fortsetzung der Warmwasserzuführleitung
darstellt, ein Ventil 2 angebracht, das sich bezüglich des
Heizkörpers oberhalb des am höeiisten gelegenen
Wasserführungskanals des Heizkörpers befindet
Das Ventil 2 besitzt eine zentrale Bohrung, die in ihrem mittleren Bereich mit einem Gewinde zur
Aufnahme eines Schraubbolzens 10 versehen ist. Am rohrseitigen EnJe des Ventils ist eine Trennwand 15 mit
einer Ventilsitzöffnung 12 vorhanden. Das vom Rohr 1 abgewandte Ende des Ventils 2 besitzt eine Ausneh- ι ο
mung 14, in der sich bei eingeschraubtem Schraubbolzen 10 das z.B. in Form eines Vierkants 13 ausgebildete
Ende des Schraubbolzens 10 befindet
Das dem Vierkant 13 gegenüberliegende Ende 11 des
Schraubbolzens 10 stellt das eigentliche Absperrelement
dar und wirkt mit einer Ventilsitzöffnung 12 in der Trennwand 15 zusammen. Um einen einwandfrei
dichten Abschluß zu erzielen, ist das Ende des Schraubbolzens 10 konisch ausgebildet, so daß es in die
Ventiisrtzoifnung 12 eingreifen und diese dicht ve·--
schließen kann.
Im Bereich des Gewindes ist eine senkrecht zur Schraubbolzenachse verlaufende, als Auslaßkanal dienende
Anschlußbohrung 5 vorgesehen, in die ein Paßteil 6 eines Nippels 3 eingesetzt ist Dieser Nippel 3 kann
auch eingeschraubt oder eingelötet sein.
Der Nippel 3 besitzt eine sich über seine gesamte freie Länge erstreckende Nut 9, die so tief ausgebildet ist daß
sie bei über den Nippel geschobenem als Entleerungsleitung dienenden Schlauch 4 einen von der Atmosphäre
zum Obergang vom Nippel zum Schlauch führenden Belüftungskanal bildet
Der Fig.2 ist zu entnehmen, daß .sich die den
Belüftungskanal festlegende Nut 9 auch durch einen ringförmigen Schlauchanschlag 7 erstreckt, was erforderlich
ist, um die Entlüftung zur Atmosphäre zu erhalten. Das freie Ende des Nippels 3 weist einen
wulstförmigen Ansatz 8 auf, der zu einem sicheren Sitz des elastisdien Schlauches 4 beiträgt Beispielsweise
wird als Schlauch 4 ein Silikonschlauch verwendet Liegt eine Heizkörperverkleidung vor, wird dieser Schlauch 4
längs des Heizkörpers bzw. eines Heizkörperträgers innerhalb der Heizkörperverkleidung nach unten
geführt und endet außerhalb von ihr, so daß jederzeit ohne Schwierigkeiten das Auffangen von aus dem «
Schlauch 4 austretendem Wasser möglich ist. Nachdem auch eine Betätigung des Schraubbolzens 10 von
außerhalb einer Heizkörperverkleidung durch eine geeignet angebrachte öffnung vorgenommen werden
kann, ist somit eine Heizkörperentlüftung ohne Abnahme der Verkleidung möglich.
Die erfindungsgemäße Entlüftungsvorrichtung arbeitet wie folgt:
Wenn sich in dem Rohr 1 Luft angesammelt hat und entlüftet werden muß, wird der Schraubbolzen 10 zum
Teil herausgeschraubt wodurch die Ventilsitzöffnung 12 frei wird und die Luft über den Nippel 3 und den
Schlauch 4 austreten kann. Während dieses Entlüftungsvorgangs und insbesondere kurz vor dem Ausströmen
der Restluft wird von der Luft Wasser mitgerissen und gelangt in den Schlauch 4, an dessen Ende es in einem
Auffangbehälter gesammelt werden kann.
Wesentlich ist noch, daß der freie Querschnitt des
Schlauchs 4 größer als die Qu? rjchnittsfläche der Ventilsitzöffnung 12 ist, da auf diese Weise ein größerer
Rückstau verhindert und eine sofortige Abführung des austretenden Wassers gewährleistet wird.
Wenn der Entlüftungsvorgang abgeschlossen ist und
der Schraubbolzen 10 die öffnung 12 wieder verschließt befindet sich im Schlauch 4 noch Wasser, das jedoch
aufgrund des im Nippel 3 vorhandenen Belüftungskanals 9 frei abfließen kann und nicht im Schlauch
stehenbleibt Damit wird erreicht daß bereits ganz kurz nach dem erfolgten Schließen des Ventils das gesamte
ausgetretene Wasser sieb in einem Auffanggefäß befindet und nicht mehr damit gerechnet werden muß,
daß ein Nachtropfen aus dem Schlauch erfolgt wie dies der Fall wäre, wenn der Belüftungskanal 9 nicht
verwendet würde. In diesem Falle bliebe nach dem Schließen des Ventils Wasser im Schlauch 4 stehen und
würde nach und nach auf den Boden tropfen, und zwar insbesondere dann, wenn Erschütterungen des Heizkörpers
durch Stöße auftreten würden.
Die beschriebene Entlüftungsvorrichtung zeichnet sich durch Einfachheit und Betriebssicherheit aus und ist
bei allen Warmwasserheizkörpern verwendbar, obwohl sie gerade bei Fertigheizkörpern besondere Vorteile
erbringt da diese Fertigheizkörper ohne Abnehmen der Verkleidung schnell, sauber und einwandfrei entlüftet
werden können.
Claims (3)
1. Entlüftungsvorrichtung für Warmwasserheizkörper, insbesondere for Fertigheizkörper, bestehend aus einem im Bereich des obersten Wasserführungskanals des Heizkörpers angeordneten Ventil
mit einem Verschlußstock in Form eines Schraubbolzens, dessen gewindefreies und im Durchmesser
gegenüber dem Gewindebereich verringertes Ende das Absperrelement bildet, sowie einem im Gewindebereich des Schraubbolzens mündenden und im
wesentlichen senkrecht zum Schraubbolzen verlaufenden Auslaßkanal im Ventilgehäuse, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Auslaßkanal (5) ein Nippel (3) eingesetzt ist, in dessen außerhalb des
Ventilgehäuses (2) gelegener Außenwandung wenigstens eine Nut (9) vorgesehen ist, die bis in die Nähe
des Ventilgehäuse« (2) unter Ausbildung eines Lufteinlaßk&aals durch eine nach unten geführte
Entiecrungsfeirung {4) abgedeckt fet
2. Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (9) im
wesentlichen parallel zur Achse des Nippels (3) verläuft und sich Ober die gesamte freie Länge
desselben erstreckt
3. Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Querschnittsfläche der Ventilsitzöffnung (12) kleiner als der freie Querschnitt der Entleerungsleitung (4) ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722212112 DE2212112C3 (de) | 1972-03-13 | 1972-03-13 | Entlüftungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722212112 DE2212112C3 (de) | 1972-03-13 | 1972-03-13 | Entlüftungsvorrichtung |
Publications (3)
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| DE2212112A1 DE2212112A1 (de) | 1973-09-20 |
| DE2212112B2 true DE2212112B2 (de) | 1980-12-18 |
| DE2212112C3 DE2212112C3 (de) | 1981-10-08 |
Family
ID=5838765
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| US4815566A (en) * | 1987-11-16 | 1989-03-28 | Caruso John W | Drain valve and system |
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| US2564686A (en) * | 1945-10-31 | 1951-08-21 | Gray Company Inc | Valve |
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-
1972
- 1972-03-13 DE DE19722212112 patent/DE2212112C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2212112C3 (de) | 1981-10-08 |
| DE2212112A1 (de) | 1973-09-20 |
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