DE22056C - Neuerung an Leibbinden - Google Patents
Neuerung an LeibbindenInfo
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- DE22056C DE22056C DENDAT22056D DE22056DA DE22056C DE 22056 C DE22056 C DE 22056C DE NDAT22056 D DENDAT22056 D DE NDAT22056D DE 22056D A DE22056D A DE 22056DA DE 22056 C DE22056 C DE 22056C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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- A61F5/01—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1882 ab.
Die Verbesserungen bestehen im Gegensatz zu den alten Constructionen in folgendem. ■
1. Der untere Rand der Binde ist mit zwei beweglichen elastischen Verschlufsgurten α versehen,
welche nach Bedürfnifs kürzer oder länger geknöpft werden können, wozu sich
verschiedene Verschlufsarten verwenden lassen; somit kann bei ungleichem Bau des Unterleibes
auf jeder Seite der gewünschte Druck bewirkt werden.
2. In der Mitte des unteren Randes befindet sich innerhalb eine entsprechend angebrachte
Pelote b, welche mit Beihülfe der beweglichen Verschlufsgurte und der nach hinten wirkenden
Feder c auf die Bauchdecke und die im kleinen Becken liegenden Organe einen sowohl gleichmäfsigen,
als auch unterstützenden Druck ausübt. Um die Gleichmäfsigkeit dieses Druckes bei den verschiedenen Körperstellungen zu
sichern, ist auf bezw. vor der Pelote die nach hinten auf dieselbe wirkende Feder c angebracht,
deren Federkraft dem Gewicht von 1,5 kg entspricht. Neben der Gleichmäfsigkeit
des Druckes ist die Feder dazu angethan, das Hinauf- und Herunterrutschen der Binde zu
verhüten. Durch Verlängerung oder Verschiebung der Feder, nach der einen oder
andere Seite, dann durch stärkere Biegung derselben links oder rechts kann auf der einen
oder anderen Bauchseite der Druck bedeutend verstärkt werden.
3. Um das Einschneiden der Binde bis zum Wundwerden hinten in der Lendengegend zu
verhüten, sind an den beiden hinteren Enden der Binde gut bedeckte Stahlfedern d angebracht,
an welchen oben und unten je zwei kleine, weich gepolsterte Puffen e befestigt sind.
Zunächst wird dadurch das Zusammenfalten der hinteren Bindenenden und der durch die
Falten bedingte Druck unmöglich gemacht; die kleinen Puffen e aber gestatten eine Lüftung
unter dem Rand der Binde und kühlen somit, verhindern ferner das Hinauf- oder Herunterrutschen
der hinteren Bindenenden, wodurch das Anliegen gesichert ist. Durch Vertheilung des Druckes auf vier Punkte wird der nothwendige
Druck viel besser ertragen.
Die Stahlfeder d mit den Puffen e leistet dem Rückgrat eine kräftige und wohlthuende
Unterstützung und beseitigt die Rückenschmerzen durch ihr mildes Anliegen sofort oder in Kürze.
4. Diese Leibbinden sind verwendbar bei Nabelbrüchen durch Anbringen einer entsprechenden
Nabelbruchpelote b1 mit der darüber liegenden, oben beschriebenen Feder c1
welche durch ihren gleichmäfsigen, federnden, Druck und durch die Unbeweglichkeit der Binde
das Austreten des Bruches und das Verschieben der Pelote unmöglich machen. Die Nabelbruchpelofe
b1 wird nur auf einer Seite der ; Binde befestigt, um das Schnüren der Binde
nicht zu verhindern.
Beim Anlegen der Binde werden die beiden hinteren Gurte f und f1 um die Hüfte ger
schlungen und kreuzen sich im Rücken so, dafs der Gurty durch den gespaltenen Gmtf1
geschoben, nach vorn geführt und in das Knöpfchen k der Feder c. nach Bedürfnifs
eingehängt wird. Desgleichen wird der Gurt/1
in das Knöpfchen k1 eingehängt. Ferner werden
die beiden Enden der elastischen Verschlufsgurte α je nach Bedürfnifs in die an der
Binde angebrachten Knöpfchen m oder m1 eingehängt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
Die durch Zeichnung und Beschreibung näher angegebenen Verbesserungen an Leibbinden, im wesentlichen:i. Der angebrachte bewegliche und elastische Verschlufsgurt a.i. Der genannte Verschlufsgurt in Verbindung mit der innen angebrachten Pelote b und der aufsen an der Pelote befestigten Feder c.3. Die an beiden hinteren Enden der Binde angebrachten Stahlfedern d je in Verbindung mit den beiden weich gepolsterten Puffen e.4. Die beschriebene und gezeichnete Leibbinde in Verwendung als Nabelbruchbandage mittelst angebrachter Nabelbruchpelote b1 und der darüber befindlichen Feder c1.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.KAISERLICHESPATENTAMTBerichtigungZUR PATENTSCHRIFTDie Patent-Ansprüche haben folgende Fassung:ι. An Leibbinden die Anbringung von beweglichen elastischen Verschlufsgnrten in Verbindung mit innerer Pelotte und sogenannter Nyrop'scher Feder. - 2. An Leibbinden die Anbringung von Federpaaren mit Puffpolstern in der Lendengegend.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22056C true DE22056C (de) |
Family
ID=298716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22056D Active DE22056C (de) | Neuerung an Leibbinden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22056C (de) |
-
0
- DE DENDAT22056D patent/DE22056C/de active Active
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