DE220284C - - Google Patents
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- DE220284C DE220284C DENDAT220284D DE220284DA DE220284C DE 220284 C DE220284 C DE 220284C DE NDAT220284 D DENDAT220284 D DE NDAT220284D DE 220284D A DE220284D A DE 220284DA DE 220284 C DE220284 C DE 220284C
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- motor
- switch
- housing
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- spinning machine
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/14—Details
- D01H1/20—Driving or stopping arrangements
- D01H1/24—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
- D01H1/244—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles each spindle driven by an electric motor
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist bereits seit langem bekannt, bei Spinnmaschinen den Antrieb der Spindeln durch besondere,
auf letztere aufgesetzte Einzelelektromotoren zu bewirken; indes hat sich diese
Antriebsweise bisher nicht gerade als vorteilhaft erwiesen, weil die Schaltungsweise Schwierigkeiten
hervorrief, welche die Vorteile des Einzelantriebes völlig aufhoben. So ist es zunächst notwendig, für alle Elektromotoren
ίο einen Hauptschalter anzuordnen. Außerdem
müssen Gruppenschalter vorgesehen sein, und schließlich muß jede Spindel einzeln für sich
beliebig ein- und ausgeschaltet werden können. Es resultiert also bei derartigem Einzelantrieb
eine Unzahl von Schaltern, die schwer übersichtlich sind und bei denen Irrtümer fast
unvermeidlich erscheinen. Die Schwierigkeit liegt hierbei lediglich in den Einzelschaltern,
da ja die Haupt- und Gruppenschalter ihrer geringen Zahl wegen kaum Bedenken erregen
können. Wenn aber an irgendeiner Spindel etwas in Unordnung gerät und der Arbeiter
dann unter einer Unmenge von Einzelschaltern den richtigen, für die fragliche Spindel in Betracht
kommenden Schalter heraussuchen soll, so dauert das viel zu lange und ist zu sehr dem
Irrtum unterworfen, als daß hierin ein Vorteil liegen kann.
Die vorliegende Erfindung will daher speziell hinsichthch der Schaltungsweise einen ganz erheblichen
Schritt vorwärts tun, und zwar in der Weise, daß der Ein- und Ausschalter jedes Spindelelektromotors unmittelbar mit dem Motor
oder dem Motorgehäuse verbunden ist.
Beispielsweise wird das Motorgehäuse drehbar gelagert und trägt Stromzuleitungssegmente,
die durch Drehen des Motorgehäuses mit feststehenden Stromzuleitungssegmenten in oder
außer Berührung gebracht werden können, so daß also nur die Beeinflussung des Motorgeliäuses
von Hand aus und eine teilweise Drehung desselben notwendig ist, um die Ein- oder Ausschaltung des Motors herbeizuführen.
Gerät irgendeine Spindel also in Unordnung, so fällt bei der neuen Ausbildung das Herumsuchen
unter den Einzelschaltern völlig fort, und es ist nur notwendig, die Spindel selbst
bzw. deren Motor in dem notwendigen Sinne zu beeinflussen. Irrtümer sind hierbei also
völlig ausgeschlossen.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen, und
zwar ist:
Fig. ι das Schaltungsschema für den elektrischen
Antrieb der Spindeln,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch die Spindel,
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 2 bei eingeschalteter Antriebsvorrichtung,
Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 2, jedoch bei ausgeschalteter Antriebsvorrichtung.
A (Fig. 2) bezeichnet die Bank, auf welcher j eine Reihe von Spindeln B angeordnet sind,
j die gemäß vorliegender Erfindung mit Hilfe des elektrischen Motors, z. B. eines Drehstrom-■
motors, in Drehung versetzt wird. Der untere ! Teil der Spindel B ist zu einer Welle ausge-
bildet, auf welcher der Anker b des Motors C aufgesetzt ist, und wird durch ein Spurlager,
welches zweckmäßig als Kugellager 3 ausgebildet ist, getragen. Das Gehäuse des Motors C
bestellt aus zwei halbkugelförmigen Teilen 4 und 5, die mittels Gewinde miteinander verbunden
werden und die feststehenden Magnete V enthalten. Die Gehäuseteile 4 und 5 umschließen
ebenfalls die Spindel B und den unteren Fortsatz derselben, wobei zwecks Verminderung
der Reibung Kugellager verwendet werden können. Der untere Teil des Gehäuses 5 besitzt
ein Rohr 5', welches zur Lagerung der Welle 2 und zur Aufnahme des Spurlagers dient.
Auf dem Rohr 5' ist ein Ring oder eine Scheibe 6 aus einer Isoliermasse fest aufgesetzt.
An ihrem Umfange sind Vertiefungen eingeschnitten, in welche drei metallische Segmente
7 eingesetzt sind, an welche die nach den Wicklungen der Magnete b' führenden
Leiter 8 sich anschließen.
Der Ring 6 ist mit Reibung in eine Buchse 9 eingesetzt, die ebenfalls aus einem Isoliermaterial
besteht und ihrerseits in einem metallischen Behälter 10, der auf der Bank A
befestigt wird, untergebracht ist. In Ausschnitten des Ringes 9 sind metallische Segmente
11 eingesetzt, an welche die Stromzuführungsleiter 12 angeschlossen sind. Zwecks
Zuführung der Drähte 8 und 12 sind in den betreffenden Teilen die notwendigen Öffnungen
vorgesehen.
Es ist klar, daß, wenn die Leiter 12 an die Drehstromquelle angeschlossen sind und die
Segmente 7 und 11 einander gegenüberstehen, wie in Fig. 3, der Anker b in Bewegung gebracht
wird, und die Spindel B sich dreht, bis der Strom unterbrochen wird. Diese Unterbrechung
kann jedoch ebenfalls erreicht werden, wenn die Gehäuse teile 4 und 5 und der
mit ihnen verbundene Ring 6 gedreht werden, bis die Trennung der Segmente 7 und 11 (wie
in Fi?. 4) eintritt.
j In der Fig. 1 sind die nach der Spindel B i führenden Drähte 12 an die drei Leiter 13
I angeschlossen, die ihrerseits nach dem Umformer verlaufen, der in dem Rahmen der
Spinnmaschine angeordnet ist und durch einen
■ mittels Gleitstrom angetriebenen Motor in Tätig-'
keit versetzt wird. E ist ein Umschalter, durch ' welchen der Drehsinn der Spindeln beeinflußt
; wird, und F ein Nebenschlußwiderstand, der an den Gleichstromkreis des Umformers der-
; art angeschlossen ist, daß beim Einschalten j desselben die Anzahl der Perioden des Dreh-,
stromes und die Tourenzahl des Umformers j am größten wird.
Die Erfindung eignet sich für die Spindel aller Arten von Spinnmaschinen, insbesondere
für Drosselmaschinen, welche für Stoffe von hoher Widerstandsfähigkeit, z. B. Leinen, Hanf,
Jute, für die starken Kettenfäden von Baumwolle und gekämmter Wolle, und auch zum
Zusammendrehen derartiger Fäden bestimmt sind.
Der elektrische Antrieb gemäß dieser Erfiri-
■ dung ändert nichts an der Wirkungsweise der 1 Spindeln und beeinträchtigt nicht im geringsten
i die Tätigkeit der Maschine, wobei es leicht ist,
derartige Motoren einzubauen, w:elche eine Dreh-
; geschwindigkeit von 6000 bis 15000 Umdrehun- ; gen in der Minute machen.
Claims (2)
1. Spinnmaschine, deren Spindeln durch aufgesetzte Einzelelektromotoren angetrieben
werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein- und Ausschalter jedes Spindelelektromotors
unmittelbar mit dem Motor oder Motorgehäuse verbunden ist.
2. Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse
(4, 5) drehbar gelagert ist und Stromzuleitungssegmente (7) trägt, die durch Drehung
des Motorgehäuses mit feststehenden Stromzuleitungssegmenten (11) in oder außer
Berührung gebracht werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 220284, Klasse 76c.
Das Patent 220284 ist durch rechtskräftige Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts
vom 21. Oktober 1915 dadurch teilweise für nichtig erklärt worden, daß der Anspruch 1
folgende beschränkte Fassung erhält:
Spinnmaschine, deren Spindeln durch aufgesetzte Einzelmotoren angetrieben werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontakte des Ein- und Ausschalters jedes Spindelelektromotors" unmittelbar
derart mit dem Motor oder Motorgehäuse verbunden sind, daß durch Beeinflussung des Motors oder seines Gehäuses
von Hand aus öffnen oder Schließen des Schalters erfolgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220284C true DE220284C (de) |
Family
ID=481347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220284D Active DE220284C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220284C (de) |
-
0
- DE DENDAT220284D patent/DE220284C/de active Active
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