DE2201396C3 - Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem Material - Google Patents
Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem MaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem Material der im Oberbegriff
des vorstehenden Anspruches 1 gekennzeichneten Gatlung. Sie kann speziell bei der Verarbeitung von Bahnen
aus Gummi Anwendung finden.
Eine solche Vorrichtung ist im Zusammenhang mit der Druckereitechnik als Bogenausleger bei Zweitouren-Schnellpressen
bekannt (DT-PS 2 23 751, DT-PS 2 24 633). Im bekannten Fall werden bedruckte
Bogen beim jeweiligen Vorwärtshub des Schlittens über einen Ablagetisch gefördert und beim Rückhub
wegen der Zwangsfiihrurig des Förderbandes abgelegt.
Die Verwendbarkeit des bekannten Bogenauslegers ist auf das Stapeln einzelner bereits geschnittener Bogen
beschränkt.
Es ist weiterhin eine Maschine zur Zick-Zack-Ablage von Papier bekannt (FR-PS 20 25 209). Zu diesem
Zweck wird eine ununterbrochene Materialbahn zwischen zwei Rollen geführt und hin und her bewegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene Vorrichtung wahlweise für das
zickzackartige und das stückweise Stapeln verwenden zu können. Dabei soll jeweils von einer ununterbrochenen
Materialbahn ausgegangen werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des vorstehenden
Patentanspruches 1 gelöst.
Es ist als solches eine Schneideinrichtung zur Teilung einer ununterbrochenen Materialbahn in Stücke bekannt
(US-PS 30 68 732). Im bekannten Fall wirkt das Messer senkrecht zur Förderrichtung. Gemäß vorliegender
Erfindung wird hingegen eine mit dem Schlitten initbewegte Klinge benutzt, die beim Rücklauf unter
Trennung der Materialbahn gegen eine feststehende Klinge geführt wird.
Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht im einfachen konstruktiven Aufbau
für die beiden Betriebsfunktionen: Zick-Zack-Ablage und Stapeln. Für erstgenannten Fall dient das unkomplizierte
Spannstück, für den zweiten die beschriebenen Klingen. Eine gegenüber dem bekannten Bogenausleger
(DT-PS 2 24 633) zusätzlich notwendige Kupplung in der vorderen Schlitten-Führungsrolle fällt
gegenüber dem hohen Nutzen der wahlweisen Verwendbarkeit der Vorrichtung ohne besondere Umrüstarbeit
nicht ins Gewicht.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der schematischen Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Teils der Vorrichtung mit den Merkmalen der Erfindung,
F i g. 2 bis 5 schematische Darstellungen der Vorrichtung, während sie Stücke aus einer ununterbrochenen
Materialbahn abschneidet und stapelt und
F i g. 6 bis 8 schemalische Darstdlungen der Vorrichtung,
während sie eine ununterbrochene Materialbahn faltet und zickzackartige stapelt bzw. zusammenlegt.
Die in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemäße
Vorrichtung weist einen Tragrahmen 1, ein endloses Förderband 2 (F i g. 2 bis 8) für eine ununterbrochene
Materialbahn 3. parallele, drehbare Führungsrollen 4, 5, 6 und 7 für das Förderband und eine hydraulische
Kolben-Zylinder-Einheit 8 (F i g. 2 und 6) auf, deren Kolbenstange 9 mit einem Schlitten 10 gekoppelt
ist. Der Schlitten 10 kann mit Hilfe der Kolben-Zylinder-Einheit 8 zwischen zwei in F i g. 2 und 6 dargestellten
Endpositionen geradlinig verschoben werden. Der Schlitten ist mn Temperstahl-Rädern versehen, die auf
Temperstahl-Leisten im Tragrahmen 1 geführt sind.
Die Führungsrollen 5 und 6 sind im Schlitten 10 auf feste Abstände angeordnet. Die Führungsrollen 4 und 7
sind drehbar gelagert und ortsfest im Tragrahmen angeordnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist weiterhin eine Schneideinrichtung mit einer unteren Klinge 11
und einer oberen Klinge 12 auf, von denen die untere Klinge al im Tragrahmen 1 befestigt ist. Die obere
Klinge 12 ist dagegen am Schlitten 10 angebracht. Vorzugsweise ist die obere Klinge 12 schräg angeordnet,
um eine bessere Schneidwirkung zu gewährleisten.
Die Führungsrollen 4 und 5 sind mit einer eingebauten Freilaufkupplung versehen, so daß sie sich nur in
einer Richtung drehen können.
Eine Hebe-Plattform 13 ist im Tragrahmen mit Hilfe von Temperstahl-Rädern, die auf Temperstahl-Leisten
22 Ol
laufen, lotrecht geradlinig bewegbar geführt. Die Hebe-Plaitform
13 wird durch einen hydraulischen Arbeitszylinder 14 betätigt, welcher über ein Sehwenkverbindungssystem
15 an der Plattform 13 angreift.
Der erforderliche Druck für die Arbeitszylinder 8, 14 wird durch eine hydraulische Pumpeneinheit 16 geliefert,
die mit Meß- und Regeleinrichtungen versehen ist. Außerdem ist die Vorrichtung mit elektrischen Schaltern
ausgerüstet, so daß sie unabhängig betrieben oder mit einer anderen Maschine in Reihe geschaltet werden
kann.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung an Hand der F i g. 2 bis 5 in Verbindung mit dem Stapeln zugeschnittener Lagen beschrieben.
Zunächst sei von dem Zustand gemäß F i g. 2 ausgegangen. In diesem Zustand erstreckt sich die Materialbahn
3 ein kurzes Stück über die Schlitten-Führungsrolle 5 hinaus. Wenn die Kolben-Zylinder-Einheit 8 betätigt
wird, fährt die Kolbenstange 9 aus und nimmt dabei den Schlitten 10 und mithin auch die Schlitten-Führungsrollen
5 und 6 in Richtung des Pfeiles P mit. Während dieses Vorwärtshubs des Schlittens 10 bleibt
das Förderband 2 relativ zum Schlitten ortsfest, da sich die Führungsrolle 5 nicht dreht. Wie erwähnt, ist nämlieh
diese Führungsrolle mit einer eingebauten Freilaufkupplung versehen, die eine Drehung nur in einer Richtung
zuläßt. Die Materialbahn wird vom oberen Trum des Förderbandes getragen und in Richtung des Pfeils
Pbefördert. Gemäß F i g. 3 wird während dieser Bewegung die Länge des eingezogenen Abschnitts bzw. der
Schleife des Förderbands, der bzw. die sich von der Führungsrolle 5 um die Führungsrolle 6 und zur Führungsrolle
7 erstreckt und sich zwischen dem vorwärts laufenden Förderband-Trum und dem rückwärts laufenden
Förderband-Trum befindet, verkürzt. Wie durch die Pfeile angedeutet, können sich die Führungsrollen 4
und 7 des Tragrahmens 1 während des Vorwärtshubs frei drehen.
Wenn der Schlitten, wie durch die strichpunktierten Linien in F i g. 2 angedeutet, das Ende seines Vorwärtshubs
erreicht hat, wird die Bewegungsrichtung der Kolbenstange 9 mittels eines Endschalters umgekehrt. Der
Schlitten wird nunmehr in Richtung des Pfeils P (Fig.4) zurückgeführt. Während dieses Rückhubs
dreht sich die Führungsrolle 5, wie durch den Pfeil angedeutet, während die Führungsrollen 4 und 7 stillstehen
bzw. sich nicht drehen. Der Schlitten 10 wird von der Stellung, in der er sich unterhalb eines Bahnstückes
17 befindet, zurückgeführt, so daß dieses ßahnstück 17 auf der Hebe-Plattform 13 oder auf einer auf dieser
angeordneten Palette abgelegt wird. Zu Beginn des Betriebs der Vorrichtung befindet sich die Hebe Plattform
13 in ihrer obersten Stellung.
Am Ende des Rückhubs (Fig. 5) gleitet die obere
Klinge 12, die am Schlitten 10 befestigt ist. über die untere Klinge 11, die ihrerseits am Tragrahmen 1 befestigt
und lotrecht verstellbar ist. Hierbei wird ein Bahnstück 17 von der Materialbahn 3 abgeschnitten.
Hierauf bewirkt wiederum ein Endschalter eine Umkehrung der Bewegungsrichtung, und der Arbeitszyklus
wird jedesmal wiederholt. Auf diese Weise wird auf der Hebe-Plattform 13 ein Stapel i8 gebildet, der aus von
der Materialbahn 3 abgeschnittenen Bahnstücken 17 jeweils der gleichen Länge besteht. Die Länge jedes
Bahnstückes stimmt mit der Hublänge des Schlittens 10 überein, und diese Hublänge ist variabel, da die Endschalter
einstellbar sind.
Im folgenden ist an Hand der F i g. 6 bis 8 die Arbeitsweise
der Vorrichtung beim Falten und zickzackartigen Zusammenlegen der Materialbahn 3 beschrieben.
Hierbei führt der Schlitten 10 auf ähnliche Weise, wie in F i g. 2 dargestellt, einen Vorwärtshub durch, wobei
das Förderband 2 jedoch an einer zwischen den Führungsrollen 5 und 6 gelegenen Stelle durch ein Spannstück
19 festgehalten ist. Infolgedessen bewegt sich das Förderband 2 während des Vorwärtshubs relativ zum
Schlitten 10 (Fig. 6 und 7), und es wird bereits beim
Vorwärtshub abgelegt (vgl. F i g. 7).
Gemäß F i g. 8 erfolgt der Rückwärtshub auf dieselbe Weise wie in Fig.4, da hierbei das Spannstück 19
geöffnet ist. Der zur Bewegungsumkehrunj? des Kolben
Zylinder-Systems 8,9 vorgesehene Endschalter ist so angeordnet, daß sich die Klingen 11.12 nicht gegenseitig
berühren; aus diesem Grund sind die Klingen in den F i g. 6 bis 8 auch nicht dargestellt. Folglich wird
die Materialbahn 3 nicht in Stücke gcschnitien, sondern
vielmehr als endlose, zickzackartig verlaufende Bahn abgelegt (F i g. 8).
Wenn die Materialbahn 3 zickzackartig zusammengelegt wird, kann der am Ende des Rückhubs vorgesehene
Endschalter mittels eines Wählschalters unwirksam gemacht werden, so daß der Endschalter für den
Schneidvorgang in Betrieb gesetzt wird.
Sobald genügend Material zickzackartig zusammengelegt ist, kann die Materialbahn vom Materialvorrat
abgetrennt werden.
Obgleich die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht auf eine bestimmte Materialart der
Materialbahn 3 beschränkt ist, eignet sie sich speziell für das Falten und Stapeln von Lagen bzw. Bahnen aus
Gummi.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem Material mit einem endlosen Förderband, das
geführt ist: über parallele, drehbare Schlitten-Führungsrollen, die mit festem gegenseitigem Abstand
drehbar in einem geradlinig und reversierbar zwischen zwei Endpositionen mittels Antriebsvorrich
tung verschiebbaren Schlitten gelagert sind, und über drehbare Tragrahmen-Führungsrollen, die parallel
zu den ersten Führungsrollen in ortsfester Lage im Tragrahmen der Vorrichtung gelagert sind,
wobei einerseits das das Material vorwärts fördernde Förderband-Trum sich von der hinteren der
Tragrahmen-Führungsrollen zur vorderen der Schlitten-Führungsrollen und andererseits das sich
zurück bewegende Förderband-Trum von der vorderen zur hinteren der Tragrahmen-Führungsrollen
läuft und wobei zwischen den Förderband-Trums eine Schleife des Förderbandes liegt, die sich von
der vorderen Schlitten-Führungsrolle über die hintere Schlitten-Führungsrolle zur vorderen Tragrahmen-Führungsrolle
erstreckt, beim Vorwärtshub des Schlittens kürzer wird und beim Rückhub auf ihre ursprüngliche Länge zurückkehrt, dadurch
gekennzeichnet, daß die vordere Schlitten-Führungsrolle (5) und die hintere Tragrahmen-Führungsrolle
(4) jeweils mit einer Freilauf- bzw. Einwegkupplung ausgerüstet sind, daß zur Zick-Zack-Ablage
des als endlose Bahn (3) zugeführten Materials ein Spannstück (19) vorgesehen ist, das das
Förderband (2) beim Vorwärtshub des Schlittens (10) zwischen den Schlitten-Führungsrollen (5,6) relativ
zur Schlittenbewegung festhält und es beim Rückhub freigibt, und daß zur Ablage aus der endlosen
Bahn (3) geschnittener Bahnstücke (17) sowohl der Tragrahmen (1) als auch der Schlitten (10) eine
untere bzw. obere Klinge (11 bzw. 12) i:ragen, zwischen
denen die Bahn (3) am Ende des Rückhubes geschnitten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (8, 9) des
Schlittens (10) ein hydraulisches Kolben-Zylinder-System aufweist, dessen Kolbenstange (9) mit dem
Schlitten gekuppelt ist, wobei am Ende jedes Hubs des Schlittens die Bewegungsrichtung der Kolbenstange
mittels eines Endschalters umgekehrt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722201396 DE2201396C3 (de) | 1972-01-13 | Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem Material |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19722201396 DE2201396C3 (de) | 1972-01-13 | Vorrichtung zum Stapeln von flächigem, flexiblem Material |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2201396A1 DE2201396A1 (de) | 1973-07-19 |
| DE2201396B2 DE2201396B2 (de) | 1975-07-10 |
| DE2201396C3 true DE2201396C3 (de) | 1976-02-19 |
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