DE220113C - - Google Patents

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DE220113C
DE220113C DENDAT220113D DE220113DA DE220113C DE 220113 C DE220113 C DE 220113C DE NDAT220113 D DENDAT220113 D DE NDAT220113D DE 220113D A DE220113D A DE 220113DA DE 220113 C DE220113 C DE 220113C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/24General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making blind-stitch seams
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B29/00Pressers; Presser feet
    • D05B29/06Presser feet
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/06Curved needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 220113 KLASSE 52 a. GRUPPE
(Mass., V. St. A.).
Die Erfindung betrifft eine Blindstichnähmaschine und bezieht sich im besonderen auf Stoffvorschubvorrichtungen an solchen Maschinen, bei denen alle Stichbildungsorgane auf derselben Seite des Arbeitstisches angeordnet sind und arbeiten. Die Maschine dient dazu, eine öder mehrere obere Stofflagen entweder mit einer unbearbeiteten oder einer gefalteten Kante an einer unteren Stofflage durch ■ eine
ic Saumnaht zu befestigen. Dabei werden die Stiche gewöhnlich abwechselnd in der unteren und in der darüberliegenden Schicht erzeugt. Die untere Stoffschicht ist meistens von anderem Material, als die darüberliegende.
Bei solchen Maschinen hat es sich sehr. oft als außerordentlich störend erwiesen, ■ wenn die zu vernähenden Stofflagen den Zwischenraum zwischen Drückerfuß und Vorschubvorrichtung völlig ausfüllen. Es zeigt sich nämlich hierbei, daß der Stoffschieber nur die untere dickere Stofflage richtig vorwärts bewegt, während die obere wenig oder nur ungenügend erfaßt wird. In solchen Fällen war der Arbeiter stets gezwungen, die obere Schicht von Hand nachzuschieben oder aber die Bewegungen der unteren künstlich zu verzögern. Es ist klar, daß bei dieser Arbeitsweise große Anforderungen an die Güte der Arbeit nicht gestellt werden dürfen. Diese Unzuträglichkeiten zu beheben, ist der Zweck vorliegender Erfindung. ■. Er.wird dadurch erreicht, daß ein besonderer Hilfsstoffschieber angewandt wird, der nur auf die obere
. Stofflage einwirkt und den Zweck hat, deren Vorschub mit der unteren Stofflage genau
übereinstimmend vorzunehmen. Es wird auf diese Weise die bisher von Hand bewirkte Nachhilfe zwangläufig vorgenommen und eine vollkommenere Arbeit erzielt. Der Hilfsstoffschieber ist in Form einer Vorschubspitze angeordnet und erhält einen von dem Hauptstoff- schieber völlig unabhängigen Antrieb. Er hängt mit diesem nur durch eine genaue Regelung der Arbeitsperiode zusammen. Wenn die neue Vorschubvorrichtung arbeitet, so wird durch die Vorschubspitze die obere Schicht unter den Drückerfuß geschoben, während die untere durch die Arbeit des gewöhnlichen Stoffschiebers mit ihm zusammen eine gemeinsame Bewegung erhält.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Kopfes der Maschine mit abgenommener Stirnplatte,
Fig. 3 den Aufriß eines Teiles des Hilfsstoffschiebers,
Fig. .4 einen Grundriß zu Fig. 3,
Fig. 5 den Grundriß des Hilfsstoffschiebers, seines Schlittens und des Teiles des Kopfes, auf welchem er gelagert ist,
Fig. 6 eine Stirnansicht des Hebels und der mit ihm verbundenen Teile, welche die Bewegung von der Maschinenwelle auf den Hilfsstoffschieber übertragen,
Fig. 7 den Doppeldaumen, der den Hilfsstoffschieber antreibt, im Aufriß,
Fig. 8 die Stellung der Spitze des Hilfsstoff-
Schiebers, des unteren Stoffschiebers, der Nadel und des Drückerfußes, wenn die Nadel nach abwärts geht, bevor der Stoffvorschub stattgefunden hat,
Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 8, wobei die Teile die Stellung einnehmen, wenn der Stoffvorschub stattgefunden hat und bevor die Nadel in den Stoff eingetreten ist,
Fig. io eine ähnliche Ansicht wie Fig. 9, wobei die Teile die Stellung einnehmen, wenn die Nadel im Begriff ist, einzustechen und der untere Stoffschieber gerade zurückgezogen wird,
Fig. 11 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 9, wobei die Nadel aus dem Stoff zurückgezogen wird, während der untere Stoffschieber vor dem Vorwärtsvorschub zurückgezogen und die Spitze des Hilfsstoffschiebers im Begriff ist, sich vorwärts zu bewegen,
Fig. 12, 13, 14 und 15 Ansichten des Stoffes und der Spitze des Hilfsstoffschiebers, um deren gegenseitige Stellung unter den in den Fig. 8 bis 11 gezeigten Bedingungen darzustellen,
Fig. 16, 17 und 18 Grundrisse des unteren Teiles des Drückerfußes, wobei die Spitze des Hilfsstoffschiebers in der in den Fig. 8, 10 und 11 gezeigten Stellung dargestellt ist,
Fig. 19 einen Grundriß des unteren Stoffschiebers,
Fig. 20 einen Grundriß des Beugers und des unteren Stoff Schiebers mit der ihn umgebenden Bettplatte,
Fig. 20a eine Ansicht des unteren Teiles des Drückerfußes,
Fig. 21 den unteren Teil der Maschine mit dem unteren Stoffschieber und den Beuger,
Fig. 22 einen Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 24,
Fig. 23 einen Querschnitt nach der Linie y-y der Fig. 24,
Fig. 24 die Maschine von unten gesehen.
A, der Kopf des überhängenden Armes der Maschine, ist mit einer Stirnplatte versehen. Diese ist in der Zeichnung fortgenommen, um die inneren Teile zu zeigen; sie wird durch Schrauben, die in die Löcher α eintreten (Fig. 2), befestigt.
Ein Drückerfuß D, der durch Schraube de
an dem Träger A^ befestigt ist, ist starr mit dem Kopf A verbunden; er ist in senkrechter Richtung durch Muttern 15 (Fig. 1) einstellbar.
Der Arbeitstisch E ragt unterhalb des Drückerfußes etwas über die Tischplatte Zi2 hervor; er ist auf dem Ständer E5 befestigt, der in Führungen ΕΆ gleitet, und wird in seiner oberen Stellung durch eine Feder Ei gehalten (Fig. 22). Der Arbeitstisch wird durch den Hebel E6 nach abwärts gedrückt, der bei E7 drehbar gelagert ist und auf einem Zapfen E8 des Ständers E5 aufruht. Der Hebel E* kann auf beliebige Weise beeinflußt werden, z. B. durch den bei E31 (Fig. 24) drehbar in dem Maschinenrahmen gelagerten Winkelhebel, dessen Hebel Eso über das Ende des Hebels Ee hervorragt.
Die Hauptwelle A3 (Fig. 1) trägt an ihrem vorderen Ende mit Hilfe von Stellschrauben C10 ein Zahnrad C1. Eine in der Drehrichtung des Rades C1 einstellbare Scheibe B ist mit der die Nadel antreibenden Stange B2 exzentrisch verbunden. . · .
Eine genutete Kurvenscheibe c4 auf einer Achse c14 wird von dem Rade C1 durch das Rad C angetrieben.
Eine senkrechte, schwingende Welle £>10 in dem unteren Teile des Kopfes A trägt an ihrem unteren Ende 'das lange Querlager B8, in welchem die die Nadel tragende, schwingende Welle B1 gelagert ist. Eine gebogene Nadel a2, deren Krümmung im wesentlichen konzentrisch zur Achse der Welle B7 verläuft, ist in dem Arm b1 befestigt, der seinerseits mit dem Ende der Welle B1 verbunden ist.
Die Nadel a2· erhält mittels eines Armes Bi, der mit der Stange B2 verbunden ist, eine schwingende Bewegung, um in den Stoff ein- und aus ihm auszutreten. Sie erhält ferner Schwingungen um eine Achse, die exzentrisch zu der Achse der Welle S10 liegt, um die Nadel abwechselnd parallel und geneigt zur Vorschublinie zu stellen. Dies geschieht durch die einstellbare Verbindung zwischen der genuteten Kurvenscheibe c4 und der Welle B10. Diese Verbindung besteht aus einer kurzen, senkrechten, schwingenden Welle T, die in dem Kopf A gelagert Und an ihrem unteren Ende mit einem schwingenden Arm T1 durch Stellschraube t verbunden ist (Fig. 2). Der Arm T1 trägt auf seiner oberen Fläche einen Zapfen T5, der in der Nut der Kurvenscheibe c4 gleitet. Der Arm T1 ist geschlitzt und führt ein Gleitstück T2, das durch Stellschraube T3 eingestellt werden kann und mit dem drehbaren Zapfen Ti versehen ist, der in dem Schlitz des auf der Welle B10 befestigten, schwingenden Armes S gleitet (Fig. 1 und 2).
Der Hauptstoffschieber arbeitet mit der sog. Viereckbewegung. Seine Antriebsteile liegen in dem Ständer des Arbeitstisches E5.
Der Stoffschieber F ist durch Schrauben F2 an einem wagerechten Schlitten F3 befestigt (Fig. 8 und 21), der bei i74 geschlitzt ist und eine horizontale Gleitbewegung in dem senkrechten Schlitten i75 ausführt, gegen den er durch eine Stirnplatte i76 und Schrauben F7 gehalten wird! Der. Schlitten I75 gleitet in dem Ständer E5 senkrecht mittels einer Stirnplatte F8, die durch Schrauben F9 befestigt ist.
Der Stoffschieber erhält seine senkrechte Auf- und Abbewegung durch die Kurvenscheibe F10, die. sich zwischen den Schenkeln F12, Fls (an der Rückseite des senkrechten Schlittens F5) , dreht. Die Kurvenscheibe F10 sitzt auf der
kurzen Welle G2 (Fig. 22 und 24), die in dem Lager G3 des senkrechten Ständers EB gelagert ist. Sie nimmt daher an der senkrechten Bewegung des Ständers teil, so daß die Drehung der ,Kurvenscheibe Fia unabhängig von derselben erfolgt.
Die wagerechte Hin- und Herbewegung des Stoffschiebers wird durch ein Glied H vermittelt (Fig. 21), das an dem einen Ende bei H2 mit einem schwingenden Arm H8 der Welle H*, an dem anderen Ende bei H5 mit dem wagerechten Schlitten F3 verbunden ist. Die Länge des Gliedes H ist so bemessen, daß die Bewegung des senkrechten Ständers die wagerechte Bewegung des Stoff Schiebers nicht nennenswert beeinflußt.
Die Wellen G2 und Hi, die die senkrechte und wagerechte Bewegung auf den Vorschub übertragen, erhalten ihre Bewegung von der Hauptwelle A3. Eine senkrechte Welle am Ende der Maschine ist durch nicht dargestellte Zahnräder mit der Hauptwelle A3 verbunden. Sie trägt unten das Kegelrad G* (Fig. 24), das mit dem Kegelrad G5 in Eingriff steht; letzteres ist auf der Welle Ge befestigt, die in den Lagern G7, G8 läuft. %
Die Welle G6 ist durch ein Universalgelenk mit der Welle G9 verbunden und diese durch ein zweites Universalgelenk mit der Welle G2. Auf diese Weise kann die Welle G2 zu gleicher Zeit eine Dreh- und eine Auf- und Abbewegung ausführen.
Die Welle G6 trägt eine Kurvenscheibe Η}5, die den Arm H6 eines bei R"' drehbaren Winkelhebeis antreibt (Fig. 23); dessen anderer Arm Hs ist genutet. In ihm gleitet das Ende H9 eines Hebels H10, dessen Ende ZZ12 an einen schwingenden Arm H13 angelenkt ist, der mit der Welle .Η"4 verbunden ist. Die durch die Kurvenscheibe H15 erzeugte Schwingung der Welle erteilt dem Stoffschieber die wagerechte Bewegung. Dieselbe kann verändert werden, indem man die Stellung des Endes ZZ9 in dem Schlitz des Armes ZZ8 ändert.
Der Beuger L (Fig. 21) dient dazu, den Stoff in die Bahn der Nadel vorzuschieben. Er sitzt in dem Träger Z,3, der in der Fußplatte Ζλ20 gleitet, die durch Schrauben E21 an dem Ständer E5 befestigt ist und diesem als Führung dient. Der Beuger erhält seine senkrechte Bewegung durch einen Zapfen L*, der in einer Nut des Trägers Z.2 gleitet und an einem Arm Z,6 befestigt ist. Dieser sitzt auf der schwingenden Welle L6 und wird durch den Arm L7 (Fig. 24) und die von der durch die Welle X9 angetriebenen Kurvenscheibe L8 bewegt (Fig. 22). Die Welle L9 wird durch eine Übersetzung von 2 : 1 von der Welle G6 angetrieben, so daß auf eine Umdrehung der Kurvenscheibe Z.8 zwei Vor-Schubbewegungen erfolgen; der Beuger macht infolgedessen eine Bewegung auf zwei Schwingungen der Nadel, und zwar in dem Augenblick, in welchem die Nadel bei Erzeugung des geraden Stiches in die untere Stofflage eindringt, so daß der Stoff in die Bahn der Nadel gebogen wird.
Die Welle Z,6 besitzt endlich einen dritten Arm Z,10, an dessen Ende eine durch Schraube Z,13 einstellbare starke Feder Z,12 angreift, die mit dem Maschinenrahmen verbunden ist. Die Feder L12 ist bestrebt, den Beuger zu heben, während die Kurvenscheibe Z,8 ihn abwärts zu drücken sucht (Fig. 22).
Der Hilfsstoffschieber, mittels dessen der Vorschub der oberen im Einklang mit der unteren Stoffschicht gesichert wird, ist hier als Vorschubspitze P dargestellt, die nach vorwärts gekrümmt ist. Dieselbe erfaßt die obere Stoffschicht und schiebt sie unabhängig von der unteren Schicht leicht unter den Drückerfuß zwisehen diesen und den Hauptstoffschieber.
Die Vorschubspitze P erhält eine Auf- und Abwärts- sowie Vorwärts- und Rückwärtsbewegung durch eine von der Hauptwelle direkt angetriebene Vorrichtung. Sie sitzt an dem unteren Ende eines senkrechten Armes P2, der so gestaltet ist (Fig. 2), daß er nicht die die Nadel antreibenden Teile stört. Der Arm kann in dem Teil P3 (Fig. 1) auf- und abwärts gleiten, der seinerseits in dem Maschinenkopf eine wage- go rechte Gleitbewegung ausführen kann.. Der Arm P2 besitzt auf einer Seite eine senkrechte Leiste P4, durch welche er bei seiner senkrechten Gleitbewegung in einer entsprechenden Bahn des wagerechten Schlittens P3 geführt wird. Er hat einen seitlichen Ansatz, der mit einem Schlitz P5 versehen ist, in den die Kurvenscheibe P7 hineinragt, die auf der Welle P8 sitzt und ihm die gewünschte senkrechte Bewegung erteilt (Fig. 1 bis 7).
Der wagerechte Schlitten P3 wird durch Schlitze an den Enden auf die Leisten P9 des Maschinenkopfes gebracht und wird durch die Platten P10 gehalten. Er wird durch eine Feder P12 zurückgezogen und erhält seine Vorwärtsbewegung von der Kurvenscheibe P13, die auf die Kante P14 einer entsprechenden Öffnung einwirkt (Fig. 2, 6 und 7). Die Kurvenscheibe P13 sitzt auf derselben Welle P8 wie die Kurvenscheibe P7. Beide sichern die gewünschte Auf- und Ab-, Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und die Arbeitsperioden der Vorschubspitze.
Die Welle P8 tritt durch den Maschinenkopf bis an das hintere Ende hindurch, wo sie einen genuteten, schwingenden Arm P15 trägt (Fig. 1 und 6). Sie wird durch einen Hebel P16 gedreht, indem dessen Schlitz P17 auf dem Drehzapfen P18 gleitet und um ihn schwingt. Das untere Ende ist mit einem Zapfen P19 versehen, der in der Nut des Armes P15 gleitet, während das obere Ende als Exzenter P20 ausgebildet ist, das von
der Scheibe P21 umgeben wird. Das Exzenter P21 besteht mit der Scheibe P22 aus einem Stück und sitzt lose auf der Hauptwelle A 3.
Eine Nabe P23 (Fig. i) ist auf der Welle A3 durch Schraube P24 befestigt. Eine Kupplungsscheibe P25 gleitet auf der Feder P26 in der Nabe P23 und ist bei P27 genutet, um die Zap-· fen P28 des Bügels P29 aufzunehmen, der bei P30 an dem Kopf drehbar befestigt ist (Fig. 2).
Die Kupplungsscheibe P25 ist mit zwei Zapfen P31, P32 von verschiedener Größe versehen, die in entsprechende Löcher der Scheibe P22 eingreifen. Wenn die Kupplungsscheibe P25 so verschoben wird, daß die Zapfen P31, P32 in die Löcher der Scheibe P22 eintreten, dann wird das Exzenter P21 mit der Welle As gedreht und der Hilfsstoffschieber in Tätigkeit gesetzt. Wenn der Hilfsstoffschieber außer Betrieb gesetzt werden soll, dann wird die Kupplungsscheibe so verschoben, daß die Zapfen außer Eingriff kommen, und die Bewegung des Exzenters P21 wird aufgehoben.
Um den Hilfsstoffschieber, wenn er außer Betrieb ist, in angehobener Stellung zu halten, ist ein federnder Zapfen P40 vorgesehen, der in die Aussparung P41 in dem oberen Teil des Exzenterringes P20 eintritt (Fig. 1 und 2).
Der Drückerfuß D ist so gebaut und gelagert, daß er die' Bewegungen des Hilfsstoffschiebers in keiner Weise hindert. An seinem hinteren Teil trägt er die Führung D2 (Fig. 16 bis 18) für die Kante der oberen Stoffschicht und an seinem vorderen Teil eine Schutzplatte D3. Beim Stichbilden reibt die Nadel leicht an dem hinteren Teil D1 des Nadeldurchtritts; der vordere Teil D5 desselben ist daher genügend weit ausgeführt, um das Schwingen der Nadel von dem geraden zu dem schrägen Stich zu erlauben. Die Vorschubspitze arbeitet in einer Linie mit dem Teil des Drückerfußes, der oberhalb der oberen Stoffschicht liegt. Dieser Teil des Drückerfußes hat einen abgeschrägten Ansatz Z)12, unter den die obere Stoffschicht geführt wird und ist bei D13 auch auf ein kurzes Stück abgeschrägt, um der Vorschubspitze zu gestatten, die obere Stoffschicht unter den Drückerfuß zu schieben. Die Vorwärtsbewegung der Vorschubspitze endigt etwa an dem Ende dieses abgeschrägten Teiles D13.
Der Stoffschieber F besitzt die üblichen Zähne, welche auf den Stoff unterhalb des Drückerfußes einwirken und seine Vorwärtsbewegung vollziehen.
Der Hauptstoffschieber trägt einen glatten, ungezahnten Teil R, der durch eine starke Blattfeder R2 nach oben gehalten wird; die Feder ist bei R3 an dem hinteren Ende des Stoff Schiebers befestigt. Die Vorschubspitze P arbeitet in dem Bereich des glatten Stoffschieberteiles R, der Hilfsstoffmesser genannt werden soll, weil er unter der Wirkung der Feder R2 den Stoff gegen die Vorschubspitze preßt, ohne ihn indessen während, der Tätigkeit der Vorschubspitze zurückzuhalten. Der Umstand, daß der Presser R mittels der Feder R2 nachgiebig ist, bedingt die eigentliche Wirkungsweise des Stoffschiebers F gegen die untere Fläche des Stoffes. Wenn nämlich die Vorschubspitze in ihrer Abwärtsbewegung mit dem unteren Stoffschieber allein zusammenwirkte, dann würde die Folge sein, daß der Stoffschieber und mit ihm der ganze senkrecht nachgiebige Arbeitstisch nach abwärts gedrückt würde. Es wäre infolgedessen die eigentliche Wirkung des Stoffschiebers auf die untere Fläche bei Eintritt des Stoffvorschubes vereitelt. Die obere Fläche des Pressers R ist glatt, damit die Vorschubspitze den Stoff nicht beschädigt, was bei Einwirkung der Spitze auf einen gezahnten Teil leicht geschehen könnte.
Die Arbeitsweise der Maschine, soweit die Hauptteile in Betracht kommen, ist folgende:
In den Fig. 8, 12 und 16 ist die Vorschubspitze P in ihrer äußersten unteren und Vorwärtsstellung mit ihrer Spitze unterhalb des abgeschrägten Teiles D13 des Drückerfußes gezeigt; sie hält die obere Schicht etwas aufgebauscht und schiebt sie unter den Drückerfuß, während sich der Stoffschieber F in seiner oberen und zurückgezogenen Stellung befindet, bereit, die Hauptvorschubbewegung zu beginnen. Der Stoffschieber F bewegt sich jetzt vorwärts, um dem Stoff die Hauptvorschubbewegung zu erteilen, bis er die in Fig. 9 gezeigte Stellung annimmt. Bei seiner Vorwärtsbewegung führt der Stoffschieber F nicht nur die untere Schicht des Stoffes mit, sondern auch die oberen Schichten. Er streckt gleichzeitig den Bausch, der in der oberen Schicht durch die Vorschubspitze des Hilfsstoffschiebers gebildet war und sichert so den richtigen Vorschub beider Schichten unter dem Drückerfuß. Die Vorschubspitze bewegt sich dann aufwärts, um aus dem abgeschrägten Teil D13 des Drückerfußes herauszutreten und setzt ihre Bewegung fort, bis sie ihre oberste Stellung erreicht (Fig. 9, 13 und 17). Während dieser Zeit vollendet der Stoffschieber seine Vorwärtsbewegung und bleibt in seiner oberen Stellung, bis keine Gefahr mehr besteht, daß die Vorschubspitze den Stoff aufhält, während sie sich von der Stellung unterhalb des Drückerfußes fortbewegt. In dem Augenblick jedoch, an welchem die Vorschubspitze ihre oberste Stellung erreicht (Fig. 9), wird der Stoffschieber F gesenkt (Fig. 9), um seine Rückwärtsbewegung einzuleiten. Während die Teile in dieser Stellung sind (Fig. 10, 14 und 17) tritt die Nadel in den Stoff ein, um den Stich zu machen. Während sie zurückgezogen wird, bewegen sich Vorschubspitze und Stoffschieber zurück. Wenn die Nadel aus dem Stoffe ausgetreten ist, bewegt
sich die Vorschubspitze P abwärts, der Stoffschieber F bewegt sich .gleichzeitig aufwärts, und die Teile nehmen die in Fig. ii, 15 und 18 gezeigte Stellung ein. Die Vorschubspitze P ist jetzt in Berührung mit der oberen Schicht und der Stoffschieber F mit der unteren, wobei der Presser R unter der Vorschubspitze liegt. Die Vorschubspitze wird dann vorwärts bewegt ; sie drückt gegen den nachgiebigen Presser und schiebt die obere Schicht etwas unter den abgeschrägten'Teil D13 des Drückerfußes, bis die Teile die schon beschriebene Stellung (Fig. 8, 12 und 16) einnehmen.

Claims (5)

*5 Patent-Ansprüche:
1. Blindstichnähmaschine zur Vereinigung zweier oder mehrerer Stofflagen, bei welcher die Stichbildungswerkzeuge auf derselben Seite des Arbeitstisches angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Stofflage unabhängig von der unteren eine besondere Vorschubbewegung mittels eines Hilfsstoffschiebers erhält, der auf der dem Hauptstoffschieber abgewendeten Seite des Arbeitstisches angeordnet ist.
2. Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsstoffschieber (P) auf derselben Seite des Arbeitstisches liegt wie die Stichbildungswerkzeuge, auf die obere Stofflage allein wirkt und seine Vorschubbewegung ausführt, während der Hauptstoffschieber (F) in Ruhe ist, wobei die obere Stoff lage unabhängig von der unteren etwas vorgeschoben wird.
3. Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hilfsstoffpresser (R) auf der dem Drückerfuß (D) abgewendeten Seite des Arbeitstisches gegen die untere Fläche des Stoffes unterhalb des Hilfsstoffschiebers (P) anliegt, wobei der letztere eine Vorwärtsbewegung in bezug auf den Hilfsstoffpresser erhält, um die obere Stofflage unter den Druckerfuß (D) zu schieben.
4. Blindstichnähmaschine nach Anspruch 1,. dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsstoffpresser (R) unter Federwirküng (R2) steht und in und von dem Hauptstoffschieber (F) geführt wird und mit dem Hilfsstoffschieber (P) während dessen Vorschubes zusammenwirkt, wobei der Hauptstoffschieber auf die untere Fläche des· Stoffes ungehindert seine Wirkung ausüben kann.
5. Blindstichnähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Drückerfuß (D) einen abgeschrägten Ansatz (D12) besitzt und der Hauptteil des Drückerfußes ebenfalls abgeschrägt ist (D13), so daß die obere Stofflage von der Vorschubspitze (P) unter den Drückerfuß (D) geschoben werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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